zeitlos
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Re: Merason DACs

9. Mär 2021 19:19

Quelle: Mac Mini (2018) + Audirvana
DAC: Merason DAC 1
KHV: Paltauf
KH: Stax L700 Mk2


Ich verstehe, warum man dem Gerät einen “analogen Klang” nachsagt. Zumindest nach meinem Empfinden. Alles sehr rund, sehr schön. Mein vorheriger CA 851N hat nicht so “dunkel” gespielt, mit weniger Bass. Überhaupt, der Bass ist gxxxx. Satt und trocken. In dieser Hinsicht bin ich überrascht, wie viel ein DAC dann doch ausmachen kann. Das Timbre ist auch wärmer. Ganz klar. Ich erwische mich auch die ganze Zeit beim Fußwippen, auch mit KH, das hatte ich so vorher nicht wirklich. Und auch mein STAX L700 Mk2 liefert ordentlich Bass. ;)  Mal sehen, wie das dann über die LS ist :)

Gestern dachte ich mir beim Erstkontakt noch: Nö, der geht zurück. So viel Geld für diese Verbesserung? 3%? 5%? Aber gut, mein Ärger übers nicht funktionierende Audirvana mag da auch mit rein gespielt haben. ;)

Heute gefällt es mir sehr gut, was ich höre. Getreu meinem Motto: Wer hören will, muss fühlen. Und ja, er teilt viel mit der Rike Audio Natalija 3. Dieser Fokus auf Musikalität. Dieses Gefühl für den Rhythmus. Diese Stimmen. Und die satte Abstimmung. Stimmen berühren mich. Das ist schon mal fast die halbe Miete. 

Wie teilt sich das also jetzt in der genannten Kette auf?
Der Schweizer gibt souverän wie ein Uhrwerk den Takt vor. Der Österreicher liefert den Schmäh und der Japaner achtet drauf, dass keiner übertreibt. Man wahrt das Gesicht nur, wenn man es nicht übertreibt – auch nicht im Guten. Völlerei gilt nicht umsonst als eine Todsünde, das weiß das Gespann nur allzu gut. 

Und so wird man auch nie wirklich satt. Man will hören, hören. Hören. Klingt wie Musik in meinen Ohren.
Zuletzt geändert von zeitlos am 9. Mär 2021 21:02, insgesamt 5-mal geändert.
 
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Re: Merason DACs

9. Mär 2021 19:26

shakti hat geschrieben:
freue mich auf den Bericht!, 
Den Merason würde ich auch gerne mal bei mir hören, 
aktuell spielt bei mir ein neuer Lampizator Baltic 3, was bestimmt ein interessanter Vergleich wäre.
Muss mal mir Markus von CM- Audio sprechen, ob er mir einen zum ausprobieren schicken kann :-)

Gruss
Juergen

Hallo Jürgen,
Schön Dich hier anzutreffen! Na gut, also ein Lampizator ist ja mal eine Ansage! :) Damit hat man sicher ausgesorgt :)
 
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Re: Merason DACs

9. Mär 2021 21:01

zeitlos hat geschrieben:
Quelle: Mac Mini (2018) + Audirvana
DAC: Merason DAC 1
KHV: Paltauf
KH: Stax L700 Mk2


Ich verstehe, warum man dem Gerät einen “analogen Klang” nachsagt. Zumindest nach meinem Empfinden. Alles sehr rund, sehr schön. Mein vorheriger CA 851N hat nicht so “dunkel” gespielt, mit weniger Bass. Überhaupt, der Bass ist gxxxx. Satt und trocken. In dieser Hinsicht bin ich überrascht, wie viel ein DAC dann doch ausmachen kann. Das Timbre ist auch wärmer. Ganz klar. Ich erwische mich auch die ganze Zeit beim Fußwippen, auch mit KH, das hatte ich so vorher nicht wirklich. Und auch mein STAX L700 Mk2 liefert ordentlich Bass. ;)  Mal sehen, wie dass dann über die LS ist :)

Gestern dachte ich mir beim Erstkontakt noch: Nö, der geht zurück. So viel Geld für diese Verbesserung? 3%? 5%? Aber gut, mein Ärger übers nicht funktionierende Audirvana mag da auch mit rein gespielt haben. ;)

Heute gefällt es mir sehr gut, was ich höre. Getreu meinem Motto: Wer hören will, muss fühlen. Und ja, er teilt viel mit der Rike Audio Natalija 3. Dieser Fokus auf Musikalität. Dieses Gefühl für den Rhythmus. Diese Stimmen. Und die satte Abstimmung. Stimmen berühren mich. Das ist schon mal fast die halbe Miete. 

Wie teilt sich das also jetzt in der genannten Kette auf?
Der Schweizer gibt souverän wie ein Uhrwerk den Takt vor. Der Österreicher liefert den Schmäh und der Japaner achtet drauf, dass keiner übertreibt. Man wahrt das Gesicht nur, wenn man es nicht übertreibt – auch nicht im Guten. Völlerei gilt nicht umsonst als eine Todsünde, das weiß das Gespann nur allzu gut. 

Und so wird man auch nie wirklich satt. Man will hören, hören. Hören. Klingt wie Musik in meinen Ohren.

Das hört sich doch schon mal sehr gut an.
Der Bass war und ist nach wie vor einer der Eindrücke die mir immer noch eine Gänsehaut bescheren neben der Natürlichkeit der gesamten Darbietung.

Ich schätze im Zusammenspiel mit der Anlage, den Lautsprechern und der Wirkung auf die Räumlichkeit werden
weitere Eindrücke hinzukommen.
Weiterhin viel Spaß beim Ausprobieren :Bier:
Viele Grüße 
René 
- Carpe that fucking diem -
 
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Re: Merason DACs

11. Mär 2021 19:26

Zweiter Teil.

jetzt habe ich also auch über die LS ausgiebiger gehört. Und da ist es leider so, dass der Merason nicht so sehr meine Vorstellungen erfüllt :(  Mist! In die Paltauf/STAX Kette passt er super! Ich habe noch nie so gut über KH gehört. 

In der LS Kette ist er mir zu "schön", da fehlt etwas der Punch. Da hat der Cambridge Audio mehr geboten. Wenngleich der CA dafür aber auch insgesamt flacher war. Der Merason ist da etwas plastischer. Und er kann Stimmen auch sehr schön. Aber ich habe bei den LS das Gefühl, dass ich mir die "Schönheit" durch einen Verlust an Dynamik auf der anderen Seite erkaufe.

Mal sehen. Ich teste jetzt noch den SPL Director Mk2. Na gut, "jetzt" heißt in ein paar Wochen, wenn er wieder lieferbar ist. 
 
Ben
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Re: Merason DACs

11. Mär 2021 21:05

Hallo Zeitlos!
Wenn Du bei einem derart teuren Gerät nicht vollauf zufrieden bist, dann ist mE der Fall klar. Man muss ja auch noch bedenken, dass der „new toy effect“ ein neues Gerät ohnehin subjektiv besser dastehen lässt. Wenn es also zu Beginn schon nicht überzeugt, dann wird es künftig eher nicht besser werden. Das ist zumindest meine Erfahrung.
Ich werfe mal zwei andere Hersteller in den Ring:

1. ifi-Audio. Ich habe mir kürzlich den kleinen Zen Dac gegönnt, der für schlappe 200€ am PC/Mac schlicht fantastisch klingt und MQA-fähig ist. Er treibt meinen zugegebenermaßen leicht anzutreibenden Hifiman Ananda problemlos an und klingt herrlich musikalisch. Zudem gibts ne trollige Bass-Boost-Funktion, die gut und spaßig funktioniert, wenngleich sie für meine Ohren meist zu viel Bass bringt. Aber manchmal kann man nicht genug von der Trommelfellmassage bekommen.Ifi Zen Dac. Da Du nen Stax hast und das Thema Kopfhörer definitiv ernster betreibst als ich, wäre womöglich das Top Modell von ifi was für Dich. Der Ifi Pro iDSD soll sowohl als DAC als auch als KHV fantastisch sein, bietet die Möglichkeit zwischen Röhrenbetrieb und Transistor zu wählen und hat ne Funktionsvielfalt, die wohl jeden befriedigen dürfte inkl. Streamingfunktion (ob Roon inzwischen funktioniert, weiß ich noch nicht). Einfach googeln, es gibt viele Berichte und Videos zu dem Teil, z.B. hier: ifi ProiDSD bei YT

2. Wenn es ein reiner DAC sein soll, würde ich mir den Denafrips Venus 2 ansehen. Ich konnte von dem Anbieter noch kein Gerät testen. Der Aufbau ist auf alle Fälle beeindruckend. Auch wenn es sich hier um nen vermeintlichen „Asiabomber“ aus Singapur handelt. Die Chinesen haben uns in vielen Bereichen technologisch ohnehin lange eingeholt und überholt. 
Das Teil bietet ne R2R DA Wandlung, ne eigene hochwertige Clock, eine enorm aufwändige Stromversorgung mitsamt Furutech-Anschluss und ein panzerähnliches Gehäuse. Der Hifi-Hans-aus-Holland ist jedenfalls begeistert: Hans trifft Venus.  Andere Youtuber ebenfalls. Ob das gekaufte Leute sind, weiß ich nicht. Testen sollte ja risikofrei dank Online- Einkauf möglich sein.https://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=video&cd=&ved=2ahUKEwjLgPDcgqnvAhWQzqQKHZRmAmoQtwIwAnoECAkQAw&url=https%3A%2F%2Fwww.youtube.com%2Fwatch%3Fv%3DBB8jLtF0Gjg&usg=AOvVaw3Gy_Hibj-75CUEy0BwMzFk
Die Venus gibts für unter 3.000 € und liegt damit 1.500€ unter Deinem Eidgenossen. Preis Venus

Beste Grüße, Ben
 
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Re: Merason DACs

12. Mär 2021 10:49

Das ist natürlich Schade für Dich. Aber ich kann das zumindest nachvollziehen.
Wenn die Hifi-Kette ggf schon leicht auf der wärmeren tonalen Seite spielt kann ein Gerät, das diese Klangeigenschaften noch zusätzlich
unterstützt das Ganze zum kippen bringen weil es einfach zu viel wird.
Wichtig ist ja immer, dass sich ein neues Gerät in eine bestehende Kette einfügt und es in Summe eine subjektive Verbesserung gibt.

Meine Kette ist in Summe sehr straight und neutral abgestimmt, da kann der Merason seine Eigenschaften für mich absolut positiv einbringen.
Ich drück Dir die Daumen für die weitere Suche.
Weitere DAC-Diskussionen dann aber bitte im eigenen oder geeigneten Thread weiterführen, da es hier ja primär um die Merason-Geräte gehen soll. :Bier:

Viele Grüße
René
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Re: Merason DACs

12. Mär 2021 10:54

Hallo René,

Genau, das ist gar nichts gegen das Gerät. Ich finde es toll, dass es eine DAC gibt, der wirklich “anders” klingt und zwar sehr schön!

In meiner KH Kette perfekt. Der Paltauf spielt sehr differenziert, der STAX Kopfhörer (L700 Mk2) ist eh ein Feingeist. Da passt das abrundende und der erhöhte Bass durch den Merason perfekt rein!

Meine Max 2 hingegen in meinem dann doch vergleichsweise kleinen Raum, dazu der eh schon musikalisch spielende Simply Italy... das ist dann in der Kette immer noch sehr schön, aber es ist halt nicht mehr so ganz das, was ich mir wünsche. 
 
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Re: Merason DACs

12. Mär 2021 11:08

Ich höre seit fast einer Woche mit dem frérot und finde bisher absolut nichts an dem ich etwas aussetzen könnte.
Er ist sogar sehr nah an meiner analogen Kette.
Für mich war dies ein sehr guter Kauf :-)

Grüße Hans
 
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Re: Merason DACs

12. Mär 2021 14:32

Ich muss mich selbst nochmal korrigieren.
Habe meinen frérot jetzt an Lavardin/Harbeth laufen und gleichzeitig meinen Lector parallel angeschlossen.
In dieser Kombination macht der frérot keinen Stich gegen den Lector.
Der Lector hat am Lavardin
Mehr Musik
Mehr Emotionen
Mehr Druck
Mehr Gefühl

umgekehrt spielt der Merason frérot aber sowohl an meiner Kopfhörerkette und an meinem Röhrenverstärker an den farbstarken Tannoys sehr überzeugend.

Der frérot spielt kühler als der Lector und tut meinen Röhrenzweig gut.

Der Lector mit Röhren tut meinem Transistor Lavardin gut.

Am liebsten würde ich beide behalten aber der Lector ist bereits verkauft.

Grüße Hans
 
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Re: Merason DACs

20. Mär 2021 13:45

Hallo Hans,

Wie bist Du jetzt nach einiger Zeit zufrieden mit dem Merason?
Was kann er und was kann er nicht so gut?
 
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Re: Merason DACs

20. Mär 2021 21:29

Ich bin immer noch am spielen,
da ich neben dem Wandler auch den Zuspieler bzw. Streamer getauscht habe.
Aktuell habe ich einen Raspberry mit Volumio, eine Limetree Bridge und einen SotM SMS 200 Ultra und suche noch die für mich beste digitale Lösung.
Raspberry, Limetree und Merason hängen an einem Keces P8 und der SotM an einem Sbooster MK2.
Mit dem Merason bin ich sehr zufrieden. Obwohl ich vom Lector bereits verwöhnt war, höre ich mittlerweile unheimlich gerne über den schnuckeligen frérot. In Summe finde ich ihn für mich etwas besser, denn er spielt mit noch weniger Härte als der Lector und dazu natürlicher. Er klingt mehr nach Musik als nach Hifi. Sowas suchte ich.
Tonal passt er klasse in meine Kette. Er ist tendenziell eher auf der leichten lockeren Seite, was jedoch gut zu meinen warm spielenden LS passt. Mehr Bass würde meinen Raum nur noch stärker anregen.
Im Prinzip hab ich jetzt alle Musikrichtungen rauf und runter gespielt und habe nichts gefunden was mich nicht beeindruckt hätte.
An beiden Verstärkern und LS und der Kopfhörerkette ist er ein großer Gewinn für mich. Ohne digital geht es bei mir einfach nicht und ich habe mit dem Merason hier wieder einen kleinen Schritt nach vorne gemacht.

Grüße Hans
 
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Re: Merason DACs

20. Mär 2021 22:32

Hallo Hans

Freut mich sehr zu lesen, dass sich der Merason so gut in Deine Kette mit dem Röhrenverstärker einfügt.
Der Ansatz ist letztendlich auch genau richtig. Wie wirken sich denn die verschiedenen digitalen Zuspieler aus?

Vielleicht schaffen wir ja Ende des Jahres mal ein kleines Forentreffen und es gibt evtl die Möglichkeit das „Brüderchen“
mal in einer schön analog abgestimmten Kette probezuhören :)

Viel Spaß weiterhin mit dem Merason
René 
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Re: Merason DACs

21. Mär 2021 16:24

Hallo René,

Der Unterschied wird in meiner Kette meist spürbar aufgezeigt, aber es gibt auch vereinzelte Titel bei denen ich mich konzentrieren muß um diese Unterschiede gleich zu erkennen.
Denn es sind keine so großen Differenzen wie bei anderen Gerätegattungen.
Obwohl es nur Nuancen sind, sind sie trotzdem für mich von Bedeutung.
Alle Geräte stehen 2 Meter vom Router und sind mit LAN angeschlossen.

Meine Einschätzung:

Der Raspberry hat nicht ganz die Auflösung wie der Lindemann Limetree Bridge.
Der Lindemann klingt auch spürbar räumlicher und dynamischer. Das ist vor allem am Kopfhörer erkennbar.
Dafür ist das Klangbild des Raspberry einen ticken wärmer und manchmal angenehmer.
Es muss aber bedacht werden daß der Limetree über ein Qed Koax und der Raspberry über ein SUPRA Kabel am USB Eingang des Merason hängt.

Mit dem SotM habe ich den Bass und die Geschlossenheit des Raspberry mit dem Raum und der Auflösung des Limetree.
Er ist mein Favorit und bleibt.
Wenn er läuft kommt mein Gefühl für die Musik schon in die analoge Richtung wie mit meinen Plattenspielern.
An meine analoge Kette kommt es allerdings immer noch nicht ran.
Wer jetzt glaubt so eine Digitalquelle macht keinen Unterschied, oder man kann es nicht hören, dem kann ich nur sagen probiert es selbst aus.

1. SotM
2. Lindemann Limetree Bridge
3. Raspberry Pi mit Volumio

Grüße Hans :-)
 
Peter V.
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Re: Merason DACs

21. Mär 2021 17:23

Hififreak hat geschrieben:
Alle Geräte stehen 2 Meter vom Router und sind mit LAN angeschlossen.

Meine Einschätzung:

Der Raspberry hat nicht ganz die Auflösung wie der Lindemann Limetree Bridge.
Der Lindemann klingt auch spürbar räumlicher und dynamischer. Das ist vor allem am Kopfhörer erkennbar.
Dafür ist das Klangbild des Raspberry einen ticken wärmer und manchmal angenehmer.
Es muss aber bedacht werden daß der Limetree über ein Qed Koax und der Raspberry über ein SUPRA Kabel am USB Eingang des Merason hängt.

Da handelt es sich doch um reine Binärsignale, die vor dem Wandler ohnehin geclippt werden, Kabel können darauf keinen Einfluß haben, da lediglich Nullen und Einsen ausgewertet werden.

Wer jetzt glaubt so eine Digitalquelle macht keinen Unterschied, oder man kann es nicht hören, dem kann ich nur sagen probiert es selbst aus.

Nicht die Quelle macht den Unterschied, ist ja offenbar Streaming, sondern Wandler und Analogteil.
Streaming Codecs können an die Audioqualität guter analoger Medien nicht heran kommen.

Gruß
Peter
 
zeitlos
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Re: Merason DACs

21. Mär 2021 17:48

Die Frage ist doch eher, wie groß der Einfluss der Quelle ist. Also wie viel macht ein SOTM als Quelle anders als z.B. ein Mac mini. 
Diese Frage stelle ich mir gerade ganz konkret. Aber da wird wohl nur selbst ausprobieren, wie Hans es auch schon sagt, weitere Erkenntnisse bringen.

Zu viel, so meine Einschätzung, wird es nicht bewirken. Aber manchmal können kleine Unterschiede ja wieder viel ausmachen. 
 
Peter V.
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Re: Merason DACs

21. Mär 2021 18:24

zeitlos hat geschrieben:
Die Frage ist doch eher, wie groß der Einfluss der Quelle ist. Also wie viel macht ein SOTM als Quelle anders als z.B. ein Mac mini. 

Die Quelle ist der Stream.
Ein RME M-32 ADpro angeschlossen am Mac Mini ist ebenfalls eine ganz andere Liga als der im Mac integrierte Codec.

Gruß
Peter
 
zeitlos
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Re: Merason DACs

21. Mär 2021 18:42

Dann formuliere ich um: Die Frage ist, wie viel Unterschied die dem DAC vorgeschaltete Geräte machen.
 
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Re: Merason DACs

21. Mär 2021 19:23

Peter V. hat geschrieben:
Hififreak hat geschrieben:
Alle Geräte stehen 2 Meter vom Router und sind mit LAN angeschlossen.

Meine Einschätzung:

Der Raspberry hat nicht ganz die Auflösung wie der Lindemann Limetree Bridge.
Der Lindemann klingt auch spürbar räumlicher und dynamischer. Das ist vor allem am Kopfhörer erkennbar.
Dafür ist das Klangbild des Raspberry einen ticken wärmer und manchmal angenehmer.
Es muss aber bedacht werden daß der Limetree über ein Qed Koax und der Raspberry über ein SUPRA Kabel am USB Eingang des Merason hängt.

Da handelt es sich doch um reine Binärsignale, die vor dem Wandler ohnehin geclippt werden, Kabel können darauf keinen Einfluß haben, da lediglich Nullen und Einsen ausgewertet werden.

Wer jetzt glaubt so eine Digitalquelle macht keinen Unterschied, oder man kann es nicht hören, dem kann ich nur sagen probiert es selbst aus.

Nicht die Quelle macht den Unterschied, ist ja offenbar Streaming, sondern Wandler und Analogteil.
Streaming Codecs können an die Audioqualität guter analoger Medien nicht heran kommen.

Gruß
Peter

Bis Ende letzten Jahres hätte ich Deine Meinung vorbehaltlos geteilt, Peter.
Leider (oder zum Glück?) wurde ich auf sehr eindringliche Weise eines besseren belehrt.
Ich hatte mir Ende letzten Jahres einen externen Streamer ausgeliehen (also nicht gekauft) um
mich kritisch mit der Behauptung des Händlers auseinandersetzen, dass ein hochwertiger, dezidierter
Streamer das was am D/A-Wandler ankommt merklich und positiv beeinflussen kann.
Ich habe mich damals auf das Experiment eingelassen, da ich ja nichts bezahlen musste und habe mich durchaus skeptisch und kritisch der Sache angenommen.
Als D/A-Wandler diente der in meiner Auralic Altair verbaute Wandler.
Antreten musste der „Herausforderer gegen den im Altair verbauten Streamer. Der Altair ist ein All in One Gerät.

Der externe Streamer hat die Daten via USB-Kabel an den Wandler geschickt, der interne direkt über die
Datenverbindung im Gerät.
Ich bin davon ausgegangen, dass der interne Streamer mindestens gleichwertig funktioniert, eher die Nase sogar
leicht vorne hat, weil das Signal nicht extra noch durch 2 USB-Anschlüsse und ein entsprechendes Kabel muss
(Thema Jitter). Doch genau das Gegenteil war der Fall. Und zwar nicht auf subtile Art sondern fast schon wie ein Tritt
in den Allerwertesten. Da hatte ich zum ersten Mal das Gefühl genau das zu hören was der Auralic DAC wirklich
zu leisten im stande war. Und interessanter Weise haben sich meine Klangeindrücke das erste mal fast vollständig
mit dem gedeckt was in den Tests zum Auralic beschrieben wurde.
Und nein...der Streamer im Auralic war sicher nicht kaputt ;)

Da ich weder das Gerät unbedingt haben wollte ( externen Streamer) noch das Gerät bereits mir gehörte konnte ich zumindest mal die damit oft einhergehenden Einflüsse (New Toy Syndrom) auf eine Beurteilung ausschließen.
Ich habe beide Streaming Lösungen über 1 Woche ausgiebig gegeneinander verglichen.
Und erst nachdem ich sicher sein konnte, dass der Effekt nachvollziehbar und ohne Einfluss einer Tagesform
hörbar war (auch gegengeprüft dirch meinen Vater der nicht wusste was gerade den Stream übernimmt)
habe ich mich zum Kauf eines externen Streamers entschieden.
Obwohl das aus meiner damaligen Sicht die für Störeffekte anfälligere Version des Streaming war.
Gestreamt wurde übrigens in beiden Fällen über ein LAN-Kabel ausgehend von meinem NAS auf einen Switch. Dort wurden beide Streamer gleichzeitig mit dem gleichen LAN Kabel angeschlossen.

Da ich mich nur grundlegend mit Digital- und Elektrotechnik auskenne kann ich diesen Effekt nicht ausreichend erklären. Zumindest versuche ich aber über das was es im Netz zu dem Thema digitaler Datenaustausch und
Wandlung zu lesen gibt ein besseres Verständnis dafür zu erlangen um es evtl auch mal nachvollziehen und erklären zu können.

Viele Grüße
René
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Re: Merason DACs

21. Mär 2021 20:07

René das sehr bzw. "Höre" ich genauso ;-)

Hans
 
zeitlos
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Re: Merason DACs

21. Mär 2021 20:10

Hallo René,

Welcher streamer war das, der Dich so überzeugt hat?
Ich würde gerne audirvana benutzen.
 
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Robert
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Re: Merason DACs

21. Mär 2021 20:24

Spannend! Ich habe kürzlich wieder die gleiche Erfahrung machen können.

Ich nutze ja den Aqua LinQ Streamer in Verbindung mit meinem Aqua La Scala DAC. Aqua hat hier kürzlich ein HQPlayer CORE Modul herausgebracht, dass dann das NAA Modul füttert. Die Einbindung in Roon dauert Sekunden und klanglich habe ich noch keinen besseren Streamer hören können - abgesehen davon mag ich den modularen Gedanken.

Gruß Robert
 
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Re: Merason DACs

21. Mär 2021 20:47

zeitlos hat geschrieben:
Hallo René,

Welcher streamer war das, der Dich so überzeugt hat?
Ich würde gerne audirvana benutzen.

Es war der Antipodes Ex. Audirvana läuft da aber soweit ich weiß nicht drauf.
Allerdings gibt es eine Menge anderer Möglichkeiten.

Wir können das Thema Streamer ja gerne mal in einem separaten Thread in „Digitale Quellen“ weiter vertiefen. :Bier:
Ich möchte nur ungern diesen Thread, der den Merason DACs gewidmet ist zu weit ausdehnen.
Viele Grüße und einen schönen Abend 
René 
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Peter V.
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Re: Merason DACs

21. Mär 2021 22:08

zeitlos hat geschrieben:
Dann formuliere ich um: Die Frage ist, wie viel Unterschied die dem DAC vorgeschaltete Geräte machen.

Die können einen großen Unterschied machen, müssen doch zunächst erstmal Daten so aufbereitet werden das ein DAC damit etwas anfangen kann.
Also Jitter aus den Binärimpulsen eliminieren, aus den Ethernet Frames I2S Datenströme extrahieren die der DAC versteht und den Masterclock für den DAC erzeugen.
Das Ganze dann per USB oder S/PDIF weiterleiten, bei professionellen Systemen geschieht dies per AoE über LAN Kabel.

Gruß
Peter
 
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Re: Merason DACs

21. Mär 2021 22:26

Peter V. hat geschrieben:
zeitlos hat geschrieben:
...
Das Ganze dann per USB oder S/PDIF weiterleiten, bei professionellen Systemen geschieht dies per AoE über LAN Kabel.

Gruß
Peter


Das mit dem LAN-Kabel sieht man im Hifi-Bereich tatsächlich leider selten.
Wobei ein modernes Netzwerk-Kabel bzw die Netzwerkverbindung doch eigentlich deutliche Vorteile gegenüber einem USB-Kabel bringt.
Siehe Bandbreite, deutlich bessere Störunanfälligkeit auch auf längeren Strecken, nahezu fehlerlose Datenübertragung durch Paket-Versand der Daten, etc.

Viele Grüße
René
- Carpe that fucking diem -

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