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Bodi
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Re: Tube Rolling Thread

1. Mai 2017 09:06

Hi,

die "C" wird schon lange nicht mehr hergestellt, die "S" habe ich letztes Jahr noch gekauft.
Ich hatte die "C" in einem Unison Sinfonia,da waren sie doch um einiges fetter und wärmer als z.B.die Genalex.
Da sieht man wieder wie unterschiedlich Verstärker damit umgehen wenn es bei dir hell und nervig war. :ratlos:

:Bier:
 
labskaus
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Re: Tube Rolling Thread

1. Mai 2017 10:27

um so besser, dass sie einigen in ihren amps gefällt...dass sie aber noch wärmer und fetter als die genalex klingt, wundert mich doch sehr (wenn du die reissue meinst). zu wenig ruhestrom vielleicht?
die genalex hatte ich 2x und hab sie 2x wieder verkauft, weil sie BEI MIR wie ein weichspüler klang. unnatürliche, "rosige" klangfarbe obendrein. aber etliche mögen das ja und halten das für "röhrenklang". egal. jedem nach seinem geschmack!
 
thomas1960
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Re: Tube Rolling Thread

10. Jul 2019 14:14

Ihr Lieben,

nun bin ich schon SO lange im Hobby und muss Euch eine offensichtliche Anfängerfrage stellen.
Ich habe (wieder einmal  :lol: ) eine Kombi hier stehen, die ich mal ein echtes Brett nenne.
Mein Unison S6 und die Tricolore mit den dicken Eiern  ;) hauen mich weg.

Es ist niemand da, den etwas Pegel stören mag? Mucke an und volle Kanne!
Nun die Frage:
schadet es einem Röhrenamp oder den Röhren tatsächlich, wenn er schon nach einer Minute Vorglühen „rangenommen“ wird? Ja neee,  is klar... - der gute Klang kommt erst nach 15 Minuten und mehr. 
Sicher gibt es keine allgemein gültigen Antworten.
EL34 werden weniger lange benötigen als 845er, aber eure Meinung oder gar Erfahrungen möchte ich gerne hören.

Liebe Grüße Thomas
Wege entstehen dadurch, daß man Sie geht.
Schau auf das Schöne, dann bringst auch du das Schöne in deine Welt.
 
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Horn-ophil
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Re: Tube Rolling Thread

10. Jul 2019 14:36

Hi Thomas

Negative Erfahrungen kann ich keine vorweisen ;)
Der Punkt ist, von der Theorie aus dem Netz abgeleitet, dass zu frühe Abfrage von viel Leistung die Lebensdauer von Röhren verkürzen soll.
Das betrifft natürlich hauptsächlich Leistungs-Röhren, die ordentlich Watt liefern  müssen.
Am Ende ist es sicher ähnlich wie beim Motor im Auto.
Klar kannst Du mit kaltem Motor schon Vollgas geben und er geht nicht gleich kaputt.
Aber mittel- bis langfristig wird sich der Motor durch erhöhten Verschleiß früher verabschieden.

Bei Vorverstärker-Röhren ist der Effekt sicher bei weitem nicht so gravierend, sonst kämen keine Lebenszeiten von 8000 bis 12000 Stunden zusammen.
Trotzdem haben viele moderne Verstärker auch hier eine "Soft-Start" Schaltung, die aber wohl eher dafür sorgen soll, dass die Röhre nicht so "kratzig und unausgewogen"
klingt wenn sie noch total kalt ist.

Aber da können unsere Röhren-Kracks Tischi und Peter sicher mehr zu beitragen :Bier:

Viele Grüße
René
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Peter V.
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Re: Tube Rolling Thread

11. Jul 2019 00:16

thomas1960 hat geschrieben:
Ihr Lieben,

nun bin ich schon SO lange im Hobby und muss Euch eine offensichtliche Anfängerfrage stellen.
Ich habe (wieder einmal  :lol: ) eine Kombi hier stehen, die ich mal ein echtes Brett nenne.
Mein Unison S6 und die Tricolore mit den dicken Eiern  ;) hauen mich weg.

Es ist niemand da, den etwas Pegel stören mag? Mucke an und volle Kanne!
Nun die Frage:
schadet es einem Röhrenamp oder den Röhren tatsächlich, wenn er schon nach einer Minute Vorglühen „rangenommen“ wird? Ja neee,  is klar... - der gute Klang kommt erst nach 15 Minuten und mehr. 
Sicher gibt es keine allgemein gültigen Antworten.

Doch, die gibt es.
Solche Röhren wie sie typisch in Audioverstärkern verbaut sind brauchen keine Vorheizzeit, Du kannst einschalten und sofort los legen.
Dass es nach 15 Minuten oder mehr besser klingen soll ist ein Placebo Effekt, trifft also nicht zu.
Wenn überhaupt, ist es ein psychoakustischer Effekt durch einhören.
Nur grössere Senderöhren mit Aussenanode und Oxidkatoden benötigen 3-6 Minuten Vorheizzeit, während der Zeit darf allerdings auch kein Anodenstrom fliessen, das heisst erst nach Ablauf dieser Zeit dürfen sie betrieben werden. Solche Röhren kommen in Audioverstärkern nicht vor.

Gruß
Peter
 
thomas1960
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Re: Tube Rolling Thread

11. Jul 2019 07:38

Lieber Peter,

:Dankeschild:
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Horn-ophil
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Re: Tube Rolling Thread

11. Jul 2019 10:48

Wieder was dazugelernt  :Dankeschild:
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Re: Tube Rolling Thread

17. Jul 2019 08:22

Für alle 12AX7 Nutzer hätte ich einen feinen Tipp zum Tube Rolling.
In meinem McIntosh werkelte seit nunmehr 1/2 Jahr eine Genalex Gold Lion Goldpin, nachdem mir die "originalen" McIntosh-Röhren
einfach zu fett waren und es für meinen Geschmack ein wenig an Auflösung und Bühnentiefe fehlte.
Damals hatte ich noch immer den Sound vom Octave im Ohr ;)
Die Genalex hat den SOund des McIntosh dann doch hörbar verändert und den Grundtonbereich etwas gezähmt,
sodass Höhen und Mitten besser zur Geltung kamen.
Nach einem halben Jahr hatte ich dann aber das Gefühl...ein bisschen mehr Grundton könnte doch nicht schaden,
um Stimmen etwas mehr Fleisch und Instrumenten etwas mehr Körper zu geben, alles etwas griffiger werden zu lassen.
Die Genalex ist da schon eher auf der sehr linearen Seite, soweit man das von einer Röhre behaupten kann und es hat immer ein wenig Einhörzeit
gebraucht, bis ich das Gefühl hatte es wird minimal wärmer. Auch wenn es sich, wie Peter schreibt, um einen Placcebo-Effekt handelt.

Also fing der Experimentiertrieb wieder an die bisherige Zufriedenheit zu torpedieren :lol:
Da ich aber nicht blind diverse Röhren ausprobieren wollte und gerade die immer wieder empfohlenen NOS-Röhren doch unverschämt teuer sind
habe ich bei BTB angerufen, da der Chef in diversen anderen Foren immer wieder als seriöser und patenter Berater in Sachen Röhren empfohlen wird.
Nachdem ich ihm meine "Klangproblematik" mit den beiden vorhandenen Röhrensätzen beschrieben hatte und wir noch einen interessanten Austausch über Röhren hatten
hat er mir folgende Röhre empfohlen. Noval B9A Performance
Seiner Meinung nach müsste die Röhre genau die Lücke zwischen McIntosh und Genalex Röhre ausfüllen.
Nachdem die Röhren dann geliefert wurden habe ich sie natürlich gleich mit den vorhandenen Röhren verglichen.
Tatsächlich ein absoluter Vorlltreffer! :cool:

Hier vereinen sich die bessere Detailwiedergabe und Bühne der Genalex mit einem leicht angehobenen Grundton der nicht so fett ist
wie bei der McIntosh Röhre, aber eben genug um den gewünschten Effekt bei Stimmen und klassischen (hölzernen) Instrumenten zu erzeugen.
Selbst bei voll aufgedrehter Lautsärke ist fast kein Rauschen zu hören, was sich positiv auf den Signal-Rauschabstand auswirkt.
Stimmen und Instrumente stehen nun körperhafter/glaubhafter im Raum, akustische Gitarren haben nun einen wahrnehmbaren Holzkorpus und nicht nur Saiten
die klingen, gerade etwas dünnere Stimmen bekommen ein wenig mehr Fleisch ohne aufgedickt zu wirken.
Strukturen im Grundtonbereich werden durch die Leichte "Beleuchtung" des Frequenzbereichs etwas besser herausgearbeitet.
Für alle, die ein wenig mit Röhren experimentieren wollen kann ich die Noval absolut empfehlen.

Viele Grüße
René
- Carpe that fucking diem -
 
Armageddon
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Re: Tube Rolling Thread

17. Jul 2019 09:43

Tischi hat geschrieben:
uweskw hat geschrieben:
Ich bekomme wohl diese Woche einen neuen gematchten Satz KT88 von TAD für meinen Ayon Spitit.
Ich werde dann mal berichten ob/wie die Unterschiede zu den original Röhren von Ayon sind. Die sind allerdings schon 4 Jahre gelaufen.
Wie lange brauchen eigentlich die neuen zum "Einspielen" bis sie richtig klingen?
Ich hab mal was von 200h gehört. So lange?

greetz
Uwe


Damit Röhren überhaupt richtig gematcht werden können, sollten sie zuerst mal unter Last eingebrannt werden, so 24 Stunden oder so. Danach sind sie eigentlich "eingespielt". Aber da gehen die Meinungen auseinander...

Meine Erfahrung zeigt, dass Röhren auch danach immer noch driften, sie reifen quasi, d.h. je nach Verstärkeraufbau wird ab und zu mal wieder ein Ruhestromabgleich fällig. Je älter die Röhren sind, desto gleichmässiger verläuft der Alterungsprozess, d.h. (Symmetrie-)Abgleiche werden immer seltener "nötig". Aber das wird dir nicht sonderlich auffallen, solange der Verstärker nicht zu brummen anfängt oder so, da es sich um einen sehr langsamen Prozess handelt. Wie bei Menschen, als Kind entwickelt man sich unterschiedlich schnell, probiert diverses aus, spätestens nach den Midlife Crisis aber stellt sich eine "Harmonie" ein, bzw. sollte. Manchmal bleibt man aber auch sein Leben lang ein Kindskopf :Kasper:

Fazit: Röhren einstöpseln, Ruhestrom (falls möglich) einstellen, Musik geniessen. Alles andere ist Quatsch, bzw. Ressourcenverschwendung :mrgreen2:

So ganz nebenbei, wieviele Betriebsstunden sind denn in diesen vier Jahren zusammengekommen?

Peter V. hat geschrieben:
Tischi hat geschrieben:


Damit Röhren überhaupt richtig gematcht werden können, sollten sie zuerst mal unter Last eingebrannt werden, so 24 Stunden oder so. Danach sind sie eigentlich "eingespielt". Aber da gehen die Meinungen auseinander...

Normalerweise reicht es sie ein paar Stunden gettern zu lassen.
Nur Röhren mit Wolfram Katode müssen mit Anodenverlustleistung betrieben werden um gettern zu können.


Meine Erfahrung zeigt, dass Röhren auch danach immer noch driften, sie reifen quasi, d.h. je nach Verstärkeraufbau wird ab und zu mal wieder ein Ruhestromabgleich fällig. 


Das ist der natürliche Verschleissprozess, das heisst es wird Katodenmaterial abgetragen und damit lässt die Emmision nach.

Gruss
Peter

Dazu möchte ich etwas ergänzen:

Wenn eine Röhre neu ausgeliefert wird, sollte die Kathoden-Emission in der Regel eine sehr geringe Zeitabhängigkeit zeigen über einen Zeitraum von mind. 100 Stunden bei Standardexemplaren (ECC88) bis hin zu vielleicht 1.000 Stunden bei den Industrievarianten (E88CC usw.).
Was aber einer gewissen, nicht ganz vernachlässigbaren Drift unterliegt, sind die versch, Gitterströme, die wiederum am Gitterableitwiderstand bzw. sämtlichen Impedanzen im Gitterkreis entsprechende Spannungsabfälle hervorrufen, die natürlich genauso wie die reguläre Gittervorspannung den Kathodenstrom  maßgeblich mitbestimmen. Es gibt sog. "negative" Gitterströme-diese spannen das Gitter -achtung!- positiv vor, und positive Gitterströme, die den (negativen) Bias erhöhen. Die Größenordnung der Summe dieser Ströme liegt im Bereich von 0,1uA bis 1uA bei "kleinen" Röhren, bei Endröhren entsprechend höher (nur ganz grob so). (Die Verwirrung kommt nur durch den Unterschied zwischen Elektronenbewegung und technischer Stromrichtung).

Von den negativen ist der wichtigste der durch (positive) Gasmoleküle, welche auf das Gitter treffen. Desweiteren sind Strom durch Primäremission des Gitters und (zumeist) Leckströme auch negativ.

Positive Gitterströme rühren einfach daher, dass das Gitter Elektronen des Kathodenstromes einfängt. Das tut es auch dann, wenn es leicht negativ ist, so in der Gegend von -1V (und natürlich sehr stark, sobald das Gitter positiv wird).

Es gibt jetzt einen Punkt in einer "Gitterspannungs-Gitterstrom-Kennlinie", an dem der positive und der negative Gitterstrom sich genau aufheben. Der entspricht meistens nicht genau der Gittervorspannung, aber so in der Gegend von -2V bis 0V liegt der (hängt natürlich stark vom genauen Röhrenexemplar ab). Jetzt ist dieser Punkt zeitlich nicht konstant sondern wandert im Laufe der Zeit, besonders stark ca. in den ersten 100 Stunden. Generell ist diese Wanderung Richtung kleinerem Bias (also positive Richtung), aber es kann einmal oder mehrmals im Leben der Röhren vorkommen, das der Punkt in beiden Richtungen wandert (das hat ganz verschiedene Ursachen und führt jetzt wirklich zu weit). Das heißt also, das man bei einem bestimmten Bias von z.B. 2 Volt im Laufe der Zeit leicht unterschiedliche Gitterströme erhält. Diese Unterschiede können sich aber stark auswirken, besonders bei high-mu-Röhren.


Hat man z.B. in der ersten Lebenstunde der Röhre einen neg. Gitterstrom von vielleicht 0,4uA und in der 100. Stunde einen neg. Gitterstrom von nur noch 0,1uA, dann bedeutet das an einem Gitterwiderstand von beispielsweise 1MegOhm eine Vorpannungsänderung von (0,4uA-0,1uA)*1.000.000Ohm=0,3V in Richtung größerer, negativer Vorspannung - immerhin ! Dadurch verkleinert sich der Kathodenstrom, was u. U. nur teilweise durch die nun niedrigere Anzahl an Elektronen, die auf das Gitter treffen (es wird hierdurch weniger negativ!) kompensiert wird.
Lange Rede, kurzer Sinn (bevor ich hier völlig entarte): Will man stabilere Langzeitverhältnisse schaffen und diese Angelegenheit wird nicht anderweitig durch die Schaltung kompensiert, sollte man in seiner Schaltung eine Röhre verwenden, die mindestens 100 Stunden auf dem Buckel hat, bzw. wartet man diese Zeit ab und gleicht den Bias dann entsprechend an.
 
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Re: Tube Rolling Thread

2. Sep 2021 22:06

Ich bin gerade am Überlegen, ob ich mir die Gold Lion KT77 mal für meinen Simply Italy (an Max 2) bestellen soll.

Ich habe hier nach einigen Ausflügen immer noch (oder eben immer wieder ;)) die National Electronics NOS spielen, die ich mal von Max Krieger gekauft habe (vor ca. 3 Jahren). Die schlägt bisher alles, was ich hatte. Aktuell habe ich NOS Valvo hier, die Orginal Unison und dann noch 4 x Black Treasure EL34.

Gibt es neue Erfahrungen zu den KT77? Oder auch Bestätigungen von älteren Aussagen?
Ich habe gelesen, dass KT77 Röhren grundlegend anders klingen sollen als EL34… weniger Mitte, dafür oben und unten mehr. Kann man das so sagen? Ich stehe ja auf Mitten, aber bin dennoch neugierig. 
 
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Re: Tube Rolling Thread

3. Sep 2021 09:33

Hallo Stefan

Nach meiner Erfahrung bringt eine andere Leistungsröhre ggf etwas mehr Watt und somit vielleicht auch etwas mehr Stabilität im Bass.
Das kann sich klanglich natürlich (gerade im unteren Frequenzbereich) etwas kontrollierter und tiefer anhören.
Aber so grundlegende Klangunterschiede wie von Dir beschrieben, konnte ich damals bei meinem Ayon Vollverstärker nicht ausmachen durch den Tausch von Leistungsröhren.

Was eher eine klangliche Veränderung bringt ist der Tausch der Line- also Vorverstärkungsröhren.
Da habe ich ein paar in den letzten Jahren durchprobiert.
Wenn Du also experimentieren möchtest wäre da eher ein Ansatzpunkt ;)

Viele Grüße :Bier:
René
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Re: Tube Rolling Thread

3. Sep 2021 10:42

Hallo René,

Vielen Dank für deine Rückmeldung. Ich habe sie gestern Abend noch bestellt :) Bin aber jetzt am überlegen Sie zu stornieren. Das, was Du schreibst, deckt sich ja im Prinzip mit meinen Erfahrungen. Ich hab erst vorgestern meine EL34 Röhren gegeneinander getestet. Der frappierendste Unterschied war beim Bass zu hören. Hauptsächlich kontrolliert und weniger kontrolliert. Auch die Intensität war unterschiedlich. Grundsätzlich konnte man beim Klangbild auch etwas mehr Präsenz von Mitten ausmachen oder weniger. Aber wie gesagt, hauptsächlich Bass.

Im Netz wimmelt es von Berichten, die immer wieder das von mir oben Beschriebene sagen: Die KT77 ist eine ganz andere Röhre, deshalb oben und unten mehr, in den Mitten weniger. Viel mehr Präzession usw. Ich habe solche Veränderungen ansonsten auch immer beim Tausch der 82er Röhren im Simply Italy festgestellt. Sehr starke sogar. FullMusic geben viele Details preis. Telefunken auch. Usw.

Meine Nachfrage wäre: Kann es sein, dass es Verstärker gibt, die EL34 oder eben eben KT77 nicht als Leistungsröhren betreiben und daher diese ganzen Berichte rühren?
 
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Re: Tube Rolling Thread

3. Sep 2021 10:53

Hi Stefan

Puh...gute Frage. :???: Dafür kenne ich mich in der Tiefe nicht gut genug aus um sagen zu können ob so etwas funktioniert. 
Vielleicht kann Peter dazu etwas sagen, der hat ja schon viele Jahre Erfahrungen mit Röhren.

Ich habe bis jetzt nur einen Verstärker gesehen bei dem ich auch so eine Vermutung hatte. Der war von Manley.
Da müsste ich mich aber auch erst mal reinlesen um belastbare Aussagen treffen zu können.

Viele Grüße
René
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Re: Tube Rolling Thread

3. Sep 2021 11:33

Also...ich hab mal auf der Seite von Manley geschaut.
Besagter Vorverstärker Link nutzt zumindest eine 300B als Ausgangs-Röhre.
Als Leistungs-Röhre würde die wohl 5-12 Watt bringen. In diesem Fall wird dieses Potenzial aber sicher bei weitem nicht
ausgeschöpft, da es sich ja nur um einen Vorverstärker handelt und die Röhre entweder nur genutzt wird um ein gewisses Ausgangssignal zu erzeugen
oder sie wird für den intern verbauten Kopfhörer-Verstärker verwendet. Das lässt sich aus der Beschreibung nicht so genau erkennen.

Viele Grüße
René
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Re: Tube Rolling Thread

3. Sep 2021 12:14

Danke Dir René! Ich werde die Bestellung erst mal aufrecht erhalten und dann berichten.

Mit etwas Glück bekomme ich vielleicht noch eine Rückmeldung von KT77 Nutzern. Hier gab es ja schon mal welche, liegt aber Jahre zurück ;) :)
 
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Tischi
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Re: Tube Rolling Thread

3. Sep 2021 14:17

Eine Endröhre lässt sich als Treiberstufe mit niedriger Ausgangsimpedanz einsetzen.

Our most esoteric product is THE 300B PREAMPLlFIER. This is the first and only preamp to feature these classic tubes...

...und der ganze Rest sagt schon mal vieles. Man will einfach anders sein als die anderen. Aber für zwei gerade 6SL7 (vor den 300B's) auf dem Werbefoto hat es dann doch nicht mehr gereicht... :roll:
 
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Re: Tube Rolling Thread

3. Sep 2021 14:29

Ich habe mich jetzt doch dazu entschlossen die KT77 zu stornieren. Wenn‘s nicht wirklich Unterschiede bringt, bringt es nichts ;).
 
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Re: Tube Rolling Thread

3. Sep 2021 14:40

 
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Re: Tube Rolling Thread

25. Sep 2021 14:37

Aufgrund einer aktuellen Diskussion auf der Unison FB Seite, eine Rückfrage. Hier sind ja doch einige, die den Simply Italy haben, hatten oder zumindest kennen.
Dort wird gerade von einem Nutzer ausgeführt, dass man im Simply Italy nur die original Unison Leistungsröhren nutzen darf, da sonst das Gerät beschädigt wird und wenn man Pech hat auch noch die LS. Das wäre natürlich der Supergau. Es ist auch die Rede von qualmenden Geräten, sobald man andere als die Original Unison EL34 Röhren verwendet.

Kann das jemand bestätigen? Mich wundert es ein Stück weit, weil ich ja schon einige Zeit andere Röhren benutze. Um ehrlich zu sein habe ich die Original noch nie benutzt. Wenn ich aber damit das Risiko gehe, nicht nur meinen Simply zu zerstören, sondern auch gleich noch die Max 2 dran, wird mir doch etwas bange. Auf FB wurde es auch als logisch bezeichnet, dass man nur die Original Unison EL34 nutzen darf. Diese Auskunft stamme sowohl von Unsion als auch vom dt. Vertrieb. 
 
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Re: Tube Rolling Thread

25. Sep 2021 15:28

Halte ich für Quatsch, ich habe schon lange andere Röhren im Einsatz, solange es EL34 sind. Ansonsten ruf doch mal Max Krieger an, der weiß es ganz sicher.
 
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Re: Tube Rolling Thread

27. Sep 2021 18:57

Halte ich auch für Quatsch, als mein simply italy bei TAD zur Reparatur war, haben sie sogar die Svetlana Röhren ausgemessen.

P.S.: ....den verkaufe ich übrigens mit Röhren zum probieren hier im Forum
 
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Thomas74
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Re: Tube Rolling Thread

27. Sep 2021 19:54

Ich würde zumindest keine KT77 in den Simply einsetzen - nachdem ich meinen Unison P40 mit den KT77 Endröhren betrieben hatte und wieder zu den EL34 wechseln wollte quittierte das Auto Bias des Verstärkers das Zurücktauschen mit einem fetten Kurzschluß und defekten Bauteilen.
Ergo die KT77 ist wohl nicht zu 100% elektrisch Kompatibel zur EL34 bzw benötigt eine genauere (manuelle) Anpassung beim Ruhestrom.
Wenn man bei der EL34 bleibt sollte das aber keine Probleme geben.

Grüße
Thomas
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Re: Tube Rolling Thread

27. Sep 2021 20:02

Ok, dass es identische Typen sein sollten und nicht nur mechanisch passen hatte ich vorausgesetzt.
 
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Re: Tube Rolling Thread

28. Sep 2021 21:26

Der Teilnehmer hat das übrigens auch technisch noch einmal erklärt:

„das ist schaltungstechnisch leicht zu erklären : solange die ausgewechselten Endröhren sehr nahe an der Firmenspezifizierung liegen, ist die Schaltung noch nicht überlastet; dies  kann sich jedoch schlagartig ändern, wenn sich mit fortgesetztem Gebrauch die Parameter der Röhren ändern; hier kann es von einer Sekunde zur anderen zu einem kritischen Ungleichgewicht kommen, welches starke Schäden an Verstärker und auch Lautsprechern hervorrufen kann“.

Mit anderen Worten: Es kann sogar sein, dass EL34 Röhren anfangs noch okay sind, aber wenn sie altern kann es wie beschrieben auf einen Schlag sowohl Verstärker wie Lautsprecher zerstören.

Ich habe so etwas ehrlich gesagt seit ich jetzt dabei bin noch nie gehört. Es überrascht mich auch.

Wer auf Facebook aktiv ist, kann die weiteren Erklärungen dazu in einem Beitrag lesen, der in der Facebook Gruppe „Unison Research Passionates Club“ vor 3 Tagen gepostet wurde. 
 
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Thomas74
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Re: Tube Rolling Thread

28. Sep 2021 22:12

zeitlos hat geschrieben:
„das ist schaltungstechnisch leicht zu erklären : solange die ausgewechselten Endröhren sehr nahe an der Firmenspezifizierung liegen, ist die Schaltung noch nicht überlastet; dies  kann sich jedoch schlagartig ändern, wenn sich mit fortgesetztem Gebrauch die Parameter der Röhren ändern; hier kann es von einer Sekunde zur anderen zu einem kritischen Ungleichgewicht kommen, welches starke Schäden an Verstärker und auch Lautsprechern hervorrufen kann“.

Aha und das kann einem nur mit EL34 Röhren passieren die nicht vom Unison Vertrieb stammen ?  :roll:
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