thomas1960
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Re: Serie: Vorstellung interessanter Lautsprecher

28. Nov 2020 17:01

Oh, ich dachte, Du hättest schon davon gehört...- „noch bezahlbar“  :Crazylol: mit deinen Worten:

https://www.abacus-electronics.de/produkte/aktivlautsprecher/hornsysteme.html

Mit Einmessung vom Brüggemann... .
Wenn die KH420 nicht so fein wären (und bei mir sicher noch lange nicht ausgereizt, ich weiß!!!) -
das wäre noch ein Lustobjekt für mich, in der Tat.

Lg Thomas 
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Robert
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Re: Serie: Vorstellung interessanter Lautsprecher

28. Nov 2020 17:33

Hi Thomas,

Den 2“ Coax der Abacus kennst du ja ganz gut. Steht oben bei dir im Zimmer ;-)

Gruß Robert
 
hornblower
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Re: Serie: Vorstellung interessanter Lautsprecher

28. Nov 2020 19:43

Hallo Thomas,

den BMS Koax habe ich mal bei Herrn Damde in Saarbrücken gehört, allerdings am großen 72er Jabohorn. Das war gut. Wirklich ebenso gut wie eine Avantgarde Duo, die ich ca. zu gleichen Zeit ebenfalls in Saarbrücken hören konnte. Lautsprecher, die einfach Spaß machen können. Mein Interesse richtet sich aber ganz gezielt auf die drei von mir genannten LS.

Grüße Andreas
 
hornblower
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Re: Serie: Vorstellung interessanter Lautsprecher

14. Jun 2021 15:00

RME ADI-2 DAC FS, DA-Wandler & Kopfhörerverstärker / Audeze LCD X Kopfhörer

Hallo zusammen,

nach längerer Pause möchte ich diesen Thread mit einem Klangbericht der besonderen Art fortsetzen. Es geht nämlich nicht um einen Lautsprecher, sondern um einen Kopfhörer mit einem dazu passenden DAC/KHV. Passt zwar nicht ganz in das Threadthema, aber irgendwie ist ja auch ein KH eine Art von Lautsprecher.

Hier geht es um subjektive Hörberichte. Ich erwähne das nochmal ausdrücklich, weil der folgende Bericht in gewisser Weise außerordentlich subjektiv ist, und so mancher Leser mit den wertenden Aussagen überhaupt nicht einverstanden sein mag. Glücklicherweise bin ich kein Profitester für Print- oder Internetmedien, so dass ich mir alle Freiheiten des Urteilens leisten kann. Zum Hörtest standen ein RME ADI-2 DAC FS, DA-Wandler & Kopfhörerverstärker und ein Audeze LCD X Kopfhörer. In Kapitel drei werde ich dann einen Vergleich ziehen zwischen dem Hören mit Kopfhörer und mit konventionellen guten Lautsprechern. Doch dazu später mehr. Beginnen wir mit dem RME.
 

RME ADI-2 DAC FS:

Die Handyfotos auf unserem Esstisch sind suboptimal. Bessere findet ihr auf der Website des Herstellers

https://www.rme-audio.de/de_adi-2-dac.html

Bild

Bild

Dass ich eine gewisse Affinität zu RME habe, sollte mittlerweile bekannt sein. RME ist ein Hersteller exzellenter Audiokomponenten, konzipiert für den professionellen Bereich, aber die Geräte finden auch gerne im Hifi-Bereich Anwendung. Die Komponenten von RME sind durchdacht, sauber und wertig gefertigt und haben ein fast unschlagbares Preis-/Leistungsverhältnis. Ein Umstand, der so manchen Highender abschreckt. So ist auch der RME DA-Wandler & Kopfhörerverstärker in RME-typischer Tradition gebaut. Die Clock hat eine Ungenauigkeit, die nur noch im Femtosekundenbereich zu suchen ist (deshalb auch der Zusatz FS), und er liefert diese Genauigkeit an Folgegeräte, egal wie verjittert das Eingangssignal auch sein mag. Hiermit toppt er sogar noch die im UC Fireface verwendete Steadyclock, die mit einer Ungenauigkeit von „nur“ kleiner 2 Nanosekunden taktet. Ohnehin befinden wir uns hier messtechnisch im Bereich des nicht mehr Hörbaren.

Die Ausstattung des ADI ist wie bei RME üblich mehr als üppig und überfordert den Hobbyanwender schnell. Allerdings benötigt man zum Hören nur die Grundfunktionen, die man ohne langes Studium der ausführlichen Bedienungsanleitung aufrufen kann.

Neben der extrem sauberen Aufbereitung des digitalen Signals verfügt der ADI noch über vier Features, die gerade für das Hören mit Kopfhörern von besonderer Bedeutung sind. Erstens eine sehr kräftige Powerendstufe, die jeden auch noch so hochohmigen KH locker treiben kann. Zweitens über eine Crossfeedschaltung, die die kopfhörertypische Imkopfortung und die extreme Kanaltrennung beseitigen soll. Drittens über je zwei symmetrische (XLR) und asymmetrische (Cinch) Vorverstärkerausgänge, so dass auch ganz normale Endstufen betrieben werden können. Und viertens über einen 5-Bandequalizer, mit dem man Einfluss auf den Frequenzgang nehmen kann. Auch an Eingängen mangelt es dem ADI nicht. So kann man sich z.B. via USB, Cinch und Toslink digital an den ADI anschließen. Selbstverständlich fungiert der große zentrale Drehknopf auch über eine präzise Lautstärkeregelung. Verarbeiten kann der ADI alle z.Z. gängigen Abtastraten bis hin zu 768 kHz.

Wie klingt er nun? Kurz gesagt nicht das geringste Rauschen, äußerst souverän und absolut neutral. Verzerrungen oder Schwächeanfälle besonders im Bass kennt der ADI nicht, auch wenn man in der Lautstärke bis an das noch erträgliche Maß geht. Mehr gibt es eigentlich nicht zu schreiben. Wer einen KH-Verstärker der absoluten Spitzenklasse sucht, ist hier mit knapp 1000 € bestens bedient.

Kommen wir nun aber zum eigentlichen Kern dieses Tests, dem Audeze LCD X.

 

Audeze LCD X:

https://www.audeze.com/products/lcd-x

Bild

Meine Erfahrungen mit KH reichen bis in die Anfänge meiner Hifizeit zurück. So machte ich Bekanntschaft z.B. mit Sony, Koss, auch ein Jecklin Float war mal dabei und selbstverständlich unterschiedliche Modelle von Beyer Dynamic und Sennheiser. Eines hatten diese Erfahrungen alle gemeinsam. Das Hören mit KH gefiel mir nicht. Ein Jecklin Float konnte keinen Bass, Sennheiser und Beyer waren mir zu hell, der Sony fiel ganz durch und der Koss klang dumpf. Und keiner dieser KH lieferte selbstredend den für mich so wichtigen Körperschall.

Eigentlich war das Thema KH für mich abgehakt, doch die Firma Audeze mit ihren magnetostatischen, offenen KH und die sie begleitenden meist überschwänglichen Testberichte machten mich dann doch neugierig und ich orderte den o.b. RME ADI und den Audeze LCD X. Eigentlich ein Dreamteam.

Der Audeze ist ein recht massiger KH mit großer magnetostatischer Membran, etwas schwer aber nicht lästig schwer, zumal die Passform und die Verarbeitung insgesamt sehr wertig sind. Geliefert wurde er mit einem hochwertigen aber für mich zu kurzen Anschlusskabel. Das kann man aber jederzeit ändern und sollte nicht zur Abwertung führen.

Die erste Hörsitzung begann am Samstagnachmittag. Geliefert wurde die Musik von meinem für Audiozwecke optimierten Lenovo Thinkpad, auf dem die Software JRiver in der aktuellen Version installiert ist. Als Plugin habe ich wahlweise noch Sonarworks am Start, was ich aber für den Betrieb meiner Anlage nicht mehr aktiv habe. Sonarworks ist ein PC-basiertes DSP mit der Besonderheit, dass die Macher von Sonarworks alle gängigen, hochwertigen KH vermessen haben und die Daten in einer Korrekturdatei mitliefern. So kann man jeden KH per Mausklick auf eine lineare Wiedergabe trimmen. Wobei hier Vorsicht geboten ist, nicht jeder KH verträgt das, wenn er im Bass überfordert wird.

Ich wählte meine üblichen Teststücke aus, die ich aus dem ff kenne und mit denen man Audiokomponenten auf den Zahn fühlen kann. Zunächst Doug MacLeod mit dem Titel Come to Find. Ein rein akustisches Stück mit präsenter Stimme, hart angerissener Akustikgitarre und trockener tiefreichender Bassdrum. Schon nach den ersten paar Sekunden fiel ich aus allen Wolken, leider im negativen Sinne, und bevor ich hart aufschlagen konnte, drückte ich die Stopptaste. Derart leicht aufgedunsen, matt und fast leblos hatte ich dieses Stück noch nie gehört. Es folgten unterschiedliche Stücke von Barbara Dennerlein. Auch hier immer nur kurz angespielt und dann aus. Gemessen an meinen sehr hohen Erwartungen geradezu furchtbar. Jetzt schaute ich mir zum ersten Mal den von Sonarworks vermessenen Frequenzgang des LCD X an und das Übel war auf den ersten Blick entdeckt. Der Grundton breitbandig leicht aufgedickt, gefolgt von einer ausgeprägten breiten Präsenzsenke von über 6 dB und einem Anstieg im Superhochtonbereich. Also aktivierte ich die Sonarworkskorrektur für den LCD X, ein spiegelbildliches Korrektursignal, welches den Gesamtfrequenzgang im Ergebnis glättet. Der nunmehr anliegende Frequenzgang war dann sehr linear bis in den tiefen Basskeller hinein und im weiteren Verlauf nahezu ohne Welligkeiten oder Einbrüche bzw. Überhöhungen. So kenne ich das von meinen Lautsprechern und so bevorzuge ich das auch. Linear und neutral vom Bass bis in den Hochton.

Die Prozedur begann also derart korrigiert von vorne. Erneut fiel ich aus allen Wolken, diesmal jedoch vor Hörfreude. Völlig souverän lies der Audeze nun die Musik ertönen, neutral mit fulminantem Bass, wunderschönen Mitten und seidigen Höhen. Pegelgrenzen scheint dieser KH nicht zu  kennen. Das Gleiche stellte sich bei jedweder Art von Musik ein, die ich dem Audeze zuspielte. Einzelne Instrumente werden seziert, kleinste Feinheiten werden hörbar gemacht. Beim Titel African Beat von Bert Kaempfert, eine Zweimikrofonaufnahme von Anfang der 60er Jahre und eine Pionierleistung der Aufnahmetechnik zur damaligen Zeit zeigte mir der Audeze, warum die Streicher auf meiner normalen Anlage stets etwas hart klingen. Der Audeze ist in der Lage neben dem Streicherklang Verzerrungen zu separieren, die beim Hören über Lautsprecher zu einer Gesamtheit verschmelzen. Beim Audeze hört man beides parallel nebeneinander. Selbst meine TAD Horntreiber, mit das Beste, was man im MHT-Bereich haben kann, können das so nicht. Auch im Bass ist die ultradünne und leichte Membran einem 18“ Bassreiber natürlich überlegen, zumal raumakustische Unzulänglichkeiten außen vor bleiben. Allerdings war der Unterschied zu meinen Lautsprechern überraschend klein, was mich natürlich mit einer gewissen Befriedigung belohnte.

Allerdings waren da noch die Imkopfortung und die unnatürliche Räumlichkeit. Musik kommt eben von vorne, von dort, wo sie auch hingehört. Aber ich hatte ja noch die Crossfeedfunkion im ADI, die man in 5 Intensitätsstufen aktivieren kann. Ein Grundproblem bei KH ist ja, dass das rechte Ohr nur den rechten Kanal hört und links geschieht das Gleiche. In Wahrheit hört das linke Ohr aber immer auch den rechten Kanal mit und umgekehrt. Erst dies führt zu einer natürlichen Raumabbildung, und bekanntermaßen stehen die Lautsprecher ja auch vorne und nicht links und rechts neben dem Hörer.

Um es kurz zu machen, die Crossfeedschaltung brachte in jeder Einstellung nur eine Verschlechterung. Das Klangbild wurde enger, Chöre schrumpften zusammen und das gesamte Musikgeschehen wurde nur leicht nach vorne verschoben. Dieser Effekt wurde umso ausgeprägter, je mehr Crossfeed ich aktivierte. Das war für meine Ohren also nix. Crossfeed wieder deaktiviert und die KH-Welt war wieder in Ordnung. Tja, die KH-Welt, aber auch nur diese. Bei aller superben Genauigkeit und tonaler Schönheit, die der Audeze LCD X liefern kann, zwei Dinge kann auch er nicht, eine natürliche Vorneabbildung und Körperschall. Womit ich beim dritten Teil meines Berichts angelangt wäre.

 

KH-Klang vs. Lautsprecherklang:

Hochwertige Fullrangelautsprecher sind durch ihre Darbietung von Musik einfach nicht zu ersetzen. Ein Super-KH, wie der Audeze, kann die Feinheiten der Musik zwar noch besser herausarbeiten, als die besten Lautsprecher, aber darauf kommt es für mich in Summe nicht an. Beim Wechsel auf meine Anlage wurde mir das dann auch schlagartig klar. Die Musik kam wieder schön gestaffelt von vorne, der Raum füllte sich und bei passender Musik spürte ich die Vibrationen im Fußboden, im Hörsessel und an Brust und Bauch. Dynamik war nicht nur hörbar sondern körperlich fühlbar. Eine plötzlich hart angeschlagene Snaredrum hört man über KH zwar sehr schön und präzise aber „in die Fresse“, so wie bei meinen Lautsprechern bekommt man sie nicht. Eine machtvoll gespielte Orgel auf einer CD des Labels Dorian wurde vom Audeze voll ausgespielt, aber auch hier fehlte die körperliche Wahrnehmung.

 

Fazit:

Wer einen KH von allerhöchster Klangqualität sucht und mit den Eigenarten des KH-Klangs leben kann, der ist mit der Kombination Audeze LCD X/RME ADI bestens aufgehoben. Auch das vielfach teurere Topmodell Audeze LCD 4 soll nach Testerangaben nur marginal besser sein als der LCD X. Man muss jedoch unabdingbar über die Möglichkeit der Frequenzgangkorrektur verfügen, sonst kann der LCD X seine Fähigkeiten nicht ausspielen. I.d.Z. ist mir unverständlich, wie professionelle Tester dem LCD X ohne Korrektur einen derart überragenden Klang zuschreiben können.

Wer gerne laut hören möchte, jedoch aufgrund seiner Wohnsituation das nicht oder nur eingeschränkt kann, kann mit dem LCD X Livepegel völlig unverzerrt hören. Wer ein Gerät zur detaillierten Klanganalyse sucht, auch dem sei der LCD X ans Herz gelegt. Ein hochwertiger KH-Verstärker, wie der RME ADI, ist dann allerdings Pflicht.

Wer jedoch, so wie ich, in der Musik badet, sie spürt und in ihrer Natürlichkeit von vorne mit gesamter Bühne hören möchte, für den ist wohl kein KH, auch nicht der Audeze, ein geeigneter Spielpartner.
Beide Geräte werden diese Woche wieder zurückgesendet.

Viele Grüße

Andreas
 
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Re: Serie: Vorstellung interessanter Lautsprecher

15. Jun 2021 13:52

Hallo Andreas

Sehr interessanter Bericht! Vielen Dank  :Bier:
Eine Frage hätte ich zu dem Sonarworks.
Das ist auf Deinem Laptop installiert und verändert das digitale Signal ausgehend von Deiner Player-Software bevor es an den ADI DAC weitergeleitet wird?
Hab ich das so richtig verstanden?

Viele Grüße
René
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hornblower
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Re: Serie: Vorstellung interessanter Lautsprecher

15. Jun 2021 19:42

Hallo René,

schaust du mal hier

https://www.sonarworks.com/soundid-reference

Sonarworks ist eine recht mächtige Software, um Lautsprecher und Kopfhörer im FG zu korrigieren. Allerdings nicht kostenlos. Du brauchst dazu noch ein Messmikro, was Sonarworks mitliefert, natürlich kalibriert, und dann noch eine Möglichkeit z.B. ein passendes Interface (bei mir ist es das RME UC Fireface), das dem Mikro die 48 Volt Phantomspeisung liefert. 

Sonarworks führt dich dann binnen 20 - 30 Minuten durch das Messprozedere. Du hast dann deinen FG am Hörplatz und kannst den dann nach Belieben korrigieren. Die Software ist sehr gut, ich nutze sie allerdings nicht mehr, weil ich mit REW und meinem DSP in den Lautsprechern alles per Hand korrigiere.

Weil Sonarworks nur den FG am Hörplatz misst und die Korrektur im PC erfolgt, kann man auch jede Passivbox auf den Punkt korrigieren. Viele andere DSP sind ja an eine Aktivelektronik gekoppelt.

Sonarworks korrigiert das digitale Signal im Rechner, d.h. wenn es in einen DA-Wandler geht, ist es bereits auf digitaler Ebene korrigiert.

Gruß Andreas
 
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Re: Serie: Vorstellung interessanter Lautsprecher

20. Jun 2021 17:23

Hi Andreas,
vor einiger Zeit hatte ich ich auch eine Testserie gestartet um einen guten Kopfhörer zu kaufen. Dabei hatte ich einige Kopfhörervorverstärker getestet und so einige Kopfhörer. Unter anderem hatte ich auch den Top InEar von Audeze LCD i4 und auch andere größere von Audeze bis zu einer Summe von 2.000€. Dann hatte ich auch AKG 812, Neumann und Beyerdymaics bis 1.000€ probiert. Da ich den Kopfhörer auch zur Beurteilung der Aufnahmen unserer Band verwenden wollte musste dieser natürlich verfärbungsfrei sein. Eigentlich sollte dies kein großes Problem darstellen.... Wie testet man die Verfärbungsfreiheit von Mikrofonen, Lautsprechern und Mikrofonen? Man nimmt eine bekannte Menschliche Stimme mit einem neutralem Equipment auf und hört sich dies über die Gerätschaften an. Also habe ich mit einem DPA Mikrofon und einem Apogee-Wandler die Stimme meiner Frau nur  Sprache aufgenommen. Da dürfte es eigentlich keine Fragen mehr geben!
Du glaubst es nicht wieviele Gerätschaften innerhalb der ersten 10 sec rausgeflogen sind. Besonders die Audeeze Kopfhörer die überall gelobt werden haben etliche Probleme mit Verfärbungen. Für Musik mag das gut klingen, ungefärbt ist etwas anderes. Es ist unfassbar wie diese in den ganzen Tests auch im Studio propagiert werden. Nun ich habe nicht alle von denen probiert. AKG war mir zu spitz und zu dünn, die teuereren Beyerdynamics waren da schon besser aber hatten mich nicht umgehauen. Letztendlich bin ich bei meinen alten Beyerdynamic DT770 geblieben. Der ist auch nicht besonders, kann auch etwas spitz klingen. Wenn man diesen aber mit einem sehr guten und etwas mild abgestimmten Kopfhörerverstärker kombiniert vollbringt dieser wahre Wunder. Ich hatte den MERGING Hapi, den RME ADI-2 Pro FS R und einen preamp Prototyp von einem Freund von mir probiert. Alle konnte man extrem laut spielen ohne, dass der BD DT-770 in Ohren klingelte.

Beste Grüße
Ody
 
Ben
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Re: Serie: Vorstellung interessanter Lautsprecher

20. Jun 2021 18:25

Hallo zusammen,

Kopfhörer sind bei mir auch eher Randthema. Dennoch hab ich mich vor einigen Monaten hinreißen lassen, in diesen Bereich knapp über 1000€ zu investieren.
Der Test bei Lowbeats hatte mein Interesse für den kleinen ifi Zen DAC geweckt, der es dann auch geworden ist. Der treibt einen Hifiman Ananda an. Der Ananda ist tonal neutral abgestimmt, hat nen hohen Wirkungsgrad und ist daher ein guter Spielpartner für den kleinen ZEN DAC.
Hab dem Ananda noch bessere und v.a. optisch hübschere Kabel von ibasso gegönnt. 
Mit der Kombi kann man am PC wunderbar Musik hören.

Zudem: Wenn ich bei Roon bzw. Tidal auf MQA-Inhalte schwenke, leuchtet der Ring um den Volume-Regler nicht mehr grün, sondern lila, suuuper  :D  
BildBildBild
 
123dB
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Re: Serie: Vorstellung interessanter Lautsprecher

22. Jun 2021 15:51

Hi,

ich hatte noch vergessen zu sagen, dass ich auch den HEDD Kopfhörer mit dem Vorverstärker Prototyp ausprobiert hatte. Abgesehen davon, dass dieser Kopfhörer sehr schwer ist, war das Auflösungsvermögen in den höchsten Frequenzen gegenüber anderen bekannten Kopfhörern im direkten Vergleich nicht besonders. Alles andere war wirklich super aber ganz oben wie z.B. Schlagzeugbecken waren nicht ganz so strahlend.

In diesem Sinne

Beste Grüße
Ody
 

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