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Robert
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NAT Signature Phono

26. Jul 2020 14:55

Hallo zusammen,

nachdem ich im März meinen neuen Dreher bekommen habe, nutzte ich die vergangenen Monate um mich etwas intensiver mit dem Thema Phono-Vorstufen zu beschäftigen.

Vor dem Wechsel vom Plattenspieler lief bei mir ein kleiner KECES ePhono. Solides Gerät für den Preis, aber mir fehlte dann doch das gewisse etwas. Um den für mich passenden Vorverstärker zu finden, holte ich mir einige Testkandidaten ins Haus die ich über mehrere Tage testen konnte: Trafomatic Evolution Phono, RCM Sensor 2, LAB12 Melto, Grandinote Cello, Allnic H1201, Allnic H-1500 II SE, Kondo GE-1 (mit Consolidated Audio Übertrager), NAT Vacuum I.N. (mit Consolidated Audio Übertrager), NAT Signature Phono.

Ohne hier auf die einzelnen Geräte genau eingehen zu wollen, haben mich vier Geräte besonders begeistert: Die RCM, die Kondo und die beiden NATs.

Obwohl ich mit den Endstufen und Vorstufen von NAT bereits eine Menge Erfahrungen sammeln konnte und meine aktuelle Vorstufe (NAT Magnetic) ja ebenfalls von NAT stammt, hatte ich bisher die Phonovorstufen nicht wirklich auf dem Schirm. Das änderte sich auf den diesjährigen Norddeutschen Hifi-Tagen. Entwickler Dejan Nikic war selbst vor Ort und stellte seine neue Vacuum I.N. vor. Im Zusammenspiel mit den neuen NAT Übertragern als auch dem Consolidated Audio war das dort gehörte für meine Ohren schlicht absolut überragend und weckte Lust auf mehr.

Nun spielt die Vacuum leider in einer Preisklasse, die ich bei meinen aktuellen Hörgewohnheiten noch schwerer rechtfertigen kann. Auch wenn ich mir gerade einen neuen Dreher angeschafft habe, spielt in meiner Anlage hauptsächlich die digitale Kette. Mit zwei kleinen Kids im Haushalt fehlt für den analogen Zweig häufig schlicht die Zeit und Ruhe - ich würde schätzen ich komme aktuell im Schnitt auf ca. 2 Platten pro Woche. Es musste also eine "kleinere" Lösung her.

Was mich bei der großen NAT so beeindruckt hat war neben der absoluten Ruhe im Klangbild die Souveränität und mühelose sowie gleichzeitig involvierende und emotional berührende Wiedergabe. Im Gespräch mit Dejan Nikic sprach er dann über seine kleineren Phono-Pres, die ich wie gesagt überhaupt nicht auf dem Schirm hatte.

Zu meinem Glück hatte mein Händler Uwe Heile von Hifi-Falkensee eben diese kleineren Pres ebenfalls im Programm und so kam ich in die Gelegenheit, mir den Signature Phono etwas genauer anzusehen. Mit einer UVP von rund 7000€ ist das Gerät zwar sicher kein Schnäppchen, aber dank dem Erscheinen der großen Vacuum I.N. schickt NAT die kleineren Signatures wohl bald in den Ruhestand - und so gibt es hier aktuell einen Nachlass.

Wer NAT kennt, weiß sicher das "klein" auch bei der Signature eher relativ ist. Die Vorstufe wiegt um die 30kg und besitzt auch sonst die Größe einer regulären Vorstufe. Treiber von Größe und Gewicht sind wohl definitiv die 5 großen Akkus die im Inneren schlummern. Ans Netz angeschlossen, beginnt die Signature Phono auch gleich damit die Akkus zu laden. Bevor ich einen ersten Hörtest bei mir unternahm, gab ich der Pre einen Tag Zeit am Netz - und dann folgt mein Hörtest...

...und da war sie wieder. Diese Ruhe im Klang! Bei meinen Lautsprechern handelt es sich um aktivierte 2" Coax Hörner mit 15" Bässen. Dieses ansatzlose und emotional involvierende Klangbild der NAT holt mich hier einfach auf eine Art und Weise ab, wie es bisher nur sehr wenige Geräte hier geschafft haben. Die Ausbildung von Stimmen ist absolut klar umrissen und realistisch, dabei irre natürlich und immer mit einem gewissen Glanz bzw. Charme den ich so an guten Röhren zu lieben gelernt habe. Bässe kommen trocken und präzise und gehen wenn vorhanden so tief in den Keller, dass man sich fragt wie dabei nur die Nadel in der Rille bleiben kann. Die Räumlichkeit ist so plastisch, dass es teilweise beängstigend wirkt - Pink Floyd - The Wall wird hier definitiv zum Live-Spektakel.

Meine analoge Kette ist erstmal "fertig"...wobei...ich glaube ich werde jetzt noch mal mit den neuen NAT Übertragern bzw. den von mir an den großen Geräten getesteten Consolidated Audios testen. So oder so: Es ist stets ein Genuss!

Gruß Robert
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Robert
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Re: NAT Signature Phono

3. Aug 2020 18:02

Für alle die eventuell doch mitlesen: Die Übertrager sind da. Bei Interesse kann ich gerne berichten!

Gruß Robert
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Björn
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Re: NAT Signature Phono

3. Aug 2020 20:45

Hallo Robert,
Mich interessiert es.
Gruß Björn
 
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Thomas74
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Re: NAT Signature Phono

3. Aug 2020 20:54

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Re: NAT Signature Phono

3. Aug 2020 21:01

Robert,unbedingt berichten!
 
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Horn-ophil
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Re: NAT Signature Phono

3. Aug 2020 22:26

Hier auch Interesse ;)
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Robert
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Re: NAT Signature Phono

27. Mär 2021 13:56

Hallo zusammen,

es hat in der Tat leider etwas gedauert, dafür habe ich nun noch ein paar weitere Übertrager hören können:

NAT MC X
NAT MC XS (Silber)
Consolidated Audio (Silber)
Consolidated Audio (Kupfer)

Gehört wurde an diversen Phono Preamps in der Preisliga zwischen 3.000€ - 14.000€, wobei die meisten Tests eher in der Kategorie 8.000€ - 14.000€ durchgeführt wurden.

Auch wenn man bei vielen Preamps in dieser Kategorie sicher von "sehr ordentlichen" MC-Zweigen sprechen kann, so hat mir persönlich nahezu immer die Variante mit externem Übertrager deutlich (!) besser gefallen.

Bei allen Varianten haben bei mir insbesondere Räumlichkeit, Dynamik und Abbildung besonders von den Übertragern profitiert. Die NAT Übertrager z.B. öffnen den Raum auf nahezu spektakuläre Art und Weise. Angeschlossen an einen Preamp der 8.000€ Liga hatte ich plötzlich den Eindruck, erst jetzt das komplette Klanggeschehen hören zu können. Die NAT Übertrager sind gerade in dieser Disziplin für mich eine dicke Empfehlung. Sie öffnen den Raum auf eine beeindruckende Art. Die Silber Version (XS) ist dabei in der Tat etwas heller/schlanker und eventuell feiner, wohingegen die Kupfer Variante (X) bei mir ein dichteres und intimeres Klanggeschehen gezaubert hat. Etwas aufpassen musste ich bei den NAT Übertragern hinsichtlich Brummen - hier musste ich etwas Abstand zum Phonopre lassen, um dann völlig brummfrei zu hören.

Bei den Consolidated Audio Übertragern ist mir insbesondere die Souveränität und Dynamik im Ohr geblieben. In Kombination mit einem bekannteren 3.000€ Phono Preamp, spielte dieser nun recht gut in der 8.000€ - 10.000€ Liga mit. Die Consolidated Audio Übertrager waren bei mir vollkommen unanfällig für jegliche Art von Brummen - selbst direkt neben dem Phono Pre platziert. Den Unterschied zwischen Silber und Kupfer habe ich beim Consolidated als etwas geringer empfunden. Kupfer war zwar auch hier etwas dichter und einen Tick dunkler, die Silber Variante jedoch kaum schlanker und nur einen Tick heller, dafür aber mit einer gewissen zusätzlichen Brillanz in den höheren Frequenzen. Die Unterschiede sind fein, in meinen Ohren aber groß genug um zumindest bei der Wahl des Phono Pres wirklich mal beide Varianten zu hören und sich dann für den Favoriten zu entscheiden. Eine generelle Empfehlung für Kupfer oder Silber könnte ich an dieser Stelle nicht aussprechen, da es wirklich von der Kette und dem eigenen Klangideal abhängt.

Was ist nun mein Fazit?
Für mich ganz klar: In meiner Phono Kette werde ich (früher oder später) einen externen Übertrager einsetzen. Derzeit probiere ich noch ein paar Phono Pres und muss für mich entscheiden, welchen Aufwand ich hier betreiben möchte. Als letztes spielte bei mir eine RCM THERIAA MKII, die für meine Ohren die Messlatte schon sehr weit nach oben legt. Objektiv betrachtet für meine Hörgewohnheiten sicher schon der absolute Overkill - allerdings geht es ja nicht darum wie oft man hört, sondern wie gut :-)

​Gruß Robert
 
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Robert
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Re: NAT Signature Phono

28. Jul 2021 13:46

Hallo zusammen,

an dieser Stelle mal ein Update, um das Thema Übertrager hier zum Abschluss zu bringen. Uwe Heile vom Hifi-Studio Falkensee war seeeehhhhhrrrr geduldig mit mir - wie oben bereits geschrieben konnte ich alle Übertrager bei mir in der Kette testen und hatte zwischenzeitlich noch einige Phono Pres zum Testen hier.

Für mich persönlich ist eine Sache klar geworden: Ohne hochwertigen externen Übertrager macht es bei mir nur halb so viel Freude. Ich hatte wirklich einige sehr gute MC Pres hier - alle haben sich durch den Einsatz externer Übertrager noch toppen lassen.

Bei der Entscheidung Kupfer vs. Silber war ich erst etwas unschlüssig, hatte initial auch noch neue, nicht eingespielte Übertrager hier, was dann schnell korrigiert wurde.

Nach den letzten Sessions am Wochenende muss ich nun sagen: Ich bin bei Silber gelandet. Out-of-the-Box fehlte etwas Natürlichkeit, die war aber nach ca. 2-4 Stunden einspielen voll da. Im direkten Vergleich empfanden wir hier Silber etwas dynamischer, fester im Bass, detaillierter und mit etwas mehr Aura bei den Stimmen. Geworden ist es jetzt ein Consolidated Audio.

Als Phono-Pre fand ich die RCM THERIAA bisher am besten - bei meinen Hörgewohnheiten aber eventuell wirklich etwas zu viel des guten...eventuell ändert sich das ja noch. Aktuell hängt ein reiner MM Phonopre in meiner Kette: Ein MFA 632, der mich mit seinen Ausgangsübertragern ebenfalls wirklich begeistern konnte.

Gruß Robert

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