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Robert
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aqua - acoustic quality - DA Wandler

23. Jun 2019 19:15

EDIT: ich habe den Thread mal erweitert so das auch zu den größeren Aqua DACs geschrieben werden kann.

Hallo zusammen,

nachdem die neue Revision von Unison Research Simply Italy bei mir Einzug gehalten hatte, wollte ich auch beim Thema Quellen einen Schritt nach vorne machen. Vor ein paar Monaten habe ich mir deswegen einen Auralic Aries Mini samt Linearnetzteil gegönnt. Auch wenn die Software nicht ganz auf dem Niveau meiner Sonos Komponenten ist, so hat mich doch die Möglichkeit gereizt, Material mit mehr als 44,1 kHz und 16 Bit zu streamen.

Wie es immer so ist, habe ich in der letzten Zeit dann mal wieder einiges zum Thema DA-Wandler gelesen und begonnen mich etwas intensiver damit zu beschäftigen. Neben den üblichen Chip-DACs, fand ich insbesondere die R2R Kategorie spannend. Diese hatte ich schon bei diversen Session bei Uwe Heile (https://berlin-hifi.de) im Hifi Studio Falkensee gehört und dort bereits spannende Geräte gehört. Nachdem ich mich nun intensiver mit dem Thema beschäftigt habe, ist auch der Name aqua immer wieder aufgetaucht und ich habe mir die Geräte genauer angesehen. Nach ein paar Berichten (6moonsDAR-KO) habe ich mich dann entschlossen am Freitag eine Hörsession bei Uwe Heile durchzuführen und diese dann gestern und heute hier in meiner eigenen Anlage abzuschließen.

Das Ergebnis: Bei mir steht nun ein aqua La Voce S2 und damit das zweite Gerät meiner Kette das aus Italien kommt. Der La Voce S2 ist der "kleinste" DAC von aqua und schlägt Liste mit ca. 2700€ bzw. 3000€ (inkl. XLR Ausgang) zu Buche. Die großen Brüder kosten dann ca. 6000-7000€ (La Scala) sowie ca. 13000€ (Formula). Nachdem kürzlich der Nachfolger S3 für jeweils 1000€ mehr angekündigt wurde, konnte ich den S2 deutlich unter UVP ergattern.

Nun dazu wie es klingt. Kurz: Räumlicher, packender, emotionaler, fokussierter. 
Natürlich sind es keine Welten und der Klang der Kette war vorher sicher nicht zum Weglaufen, aber der digitale Zweig macht mit dem DAC bei mir schon noch einen erheblichen Sprung. Es klingt insgesamt einfach deutlich realer und packender. Stimmen sind greifbarer und reißen einen förmlich mit. Das Klanggeschehen löst sich noch besser von den Lautsprechern und steht noch freier im Raum. Die Bühne hat bei mir noch mal deutlich an Tiefe gewonnen - im Vergleich dazu klang es davor schlicht "flacher".

Gruß Robert

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Horn-ophil
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Re: aqua - acoustic quality - La Voce S2 DAC

24. Jun 2019 17:04

Hi Robert

Interessant, nutzt Du den Aries Mini dann als Sreaming-Bridge?
Mit Lightning DS musste ich zwischendurch leidliche Erfahrungen machen, obwohl es jetzt
in einer finalen und stabilen Version angekommen scheint.
Zwischenzeitlich wollte man wohl zu viel reinpacken (auch auf Kundenwunsch), aber mittlerweile scheint man sich wieder auf wichtige Kernfunktionen besonnen zu haben.
Mir gefällt auf jeden Fall nach wie vor die optische Oberfläche sehr.

Durch den „Kleinen“ von Auralic bin ich damals zum Altair gekommen (wie passend für so mache Hifi-Aufstellung :lol: )
Hast Du den auch mal gehört? Der ist schon eine echte Granate!
Was mich damals überzeugt hat war, dass er als einer der ersten Streamer den kompletten Song von Festplatte
bzw NAS (ich arbeite ohne PC) in den Arbeitsspeicher gezogen hat. Von dort aus läuft alles nur mit eigener Taktung.
Jitter adé.

Solltest Du die Möglichkeit haben den auch mal in der eigenen Kette zu testen, unbedingt ausprobieren!

Viele Grüße
René
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Robert
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Re: aqua - acoustic quality - La Voce S2 DAC

24. Jun 2019 17:17

Hallo René,

korrekt. Beim Aries Mini ist die D/A Sektion deaktiviert und er gibt die Musik nur via USB weiter. Ich habe zum Mini ja noch das Linearnetzteil und damit einen ähnlichen Aufbau wie der Altair. Dennoch suche ich den Altair in schwarz auch auf den üblichen Plattformen - einfach weil er so schön wertig aussieht. Gehst du beim Altair analog raus?

Die Software finde ich aktuell OK - aber so stabil wie die Sonos ist sie definitiv nicht.

Gruß Robert
 
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Horn-ophil
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Re: aqua - acoustic quality - La Voce S2 DAC

24. Jun 2019 19:42

Ja, da gehe ich analog raus.
Der Wandler ist nochmal eine ganz andere Hausnummer als der im Mini.
Wenn Du digital aus dem Mini gehst, kannst Du Dir das Linearnetzteil allerdings sparen.
Die digitalsektion profitiert nicht von der Zusatzpower.
Wenn es Dir um „gefilterten“ Strom geht bist Du sicher mit einem externen Filter an dem
alle Geräte hängen besser bedient.

Der Altair hat akustisch in allen Disziplinen nochmal eine ordentliche Schippe drauf gepackt :cool:
Der steckt meines Erachtens in der Preis-Liga fast alles in die Tasche.
Wobei ich ihn jetzt auch schon 3 Jahre habe.
Durch die Nachfolge von Vega 2 und den anderen neuen Top-Geräten von Auralic sollte da
preislich sicher auch bei einem Neugerät einiges zu machen sein.

Viele Grüße
René

p.s. Wann bist Du mal wieder in Frankfurt? Bei mir gibts beim Probehören leckeren Espresso und Katzen kraulen kostenlos dazu :lol:
- Carpe that fucking diem -
 
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Re: aqua - acoustic quality - La Voce S2 DAC

24. Jun 2019 21:51

Hi René,

das mit dem DAC wundert mich jetzt. Da sollten Mini & Altair ja eigentlich baugleich sein.

Allerdings soll der Altair in der Tat besser sein - übrigens auch rein digital als Transport.

Das Zusatznetzteil spielt bei analoger Ausgabe definitiv eine größere Rolle - kann aber auch bei digitaler nicht schaden.

Ich hadere ja immernoch mit mir, ob ich mal nen USB Kabel teste...

Gruß Robert
 
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Horn-ophil
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Re: aqua - acoustic quality - La Voce S2 DAC

24. Jun 2019 22:34

Tatsächlich basiert der dac im Mini auf der Tesla-Plattform, allerdings in abgespeckter Form (Tesla Core).
Im Altair ist die Tesla G1 verbaut. Damals war das der voll ausgebaute DAC, aktuelle Geräte haben bereits
die G2.
Und besonders wichtig. Der Altair hat eine deutlich bessere Master Clock für die Taktung intern (Femto Clock).
Die fehlt dem Mini. Und die Clock ist maßgeblich für die zeitrichtige Wandlung.
Hat einen bedeutenden Anteil daran, dass es richtig, natürlich und eben nicht digital klingt.
Da steckt in heutigen DACs eigentlich der meißte Hirnschmalz drin, nicht in den eigentlichen Wandlerchips.
Große, professionelle Aufnahmestudios benutze oft in ihren AD-Wandlern sogar sündhaft teure externe
Masterclocks um bei der Wandlung nix zu verhunzen.
Da kostet nur die Clock so viel wie ein „HighEnd“-DAC.

Dachte erst, das sei so ein High End Gedöns, aber beim stöbern in der Studio-Materie bin ich da
immer wieder drauf gestoßen. Also kein Voodoo ;)
Hier mal ein link zum Thema.
https://www.da-x.de/de/digitale-studiot ... toren.html

Viele Grüße
René
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Re: aqua - acoustic quality - La Voce S2 DAC

11. Jul 2019 20:05

Hallo zusammen,

nach etwas über 2 Wochen mal ein Update: Der DAC ist für meine Kette ein echter Gewinn. Meine digitalen Quellen klangen bisher noch nie so "analog". Insbesondere Bühne, Abbildung und Stimme haben enorm profitiert. Es klingt schlicht realistischer. 

Ob es nun am R2R Design liegt oder ob es letztlich der italienische Charme des in Mailand ansässigen Herstellers Aqua ist kann ich nicht abschließend beurteilen. Ich kann allerdings jedem hier ans Herz legen, sich mal ein ähnliches Gerät zum Testen in den eigenen vier Wänden zu besorgen. Ich für meinen Teil bin schlicht begeistert.

Gruß Robert
 
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Re: aqua - acoustic quality - DA Wandler

29. Jul 2019 18:51

Sicher nicht für jeden interessant, aber ich wollte definitiv noch mal den mittleren Aqua DAC mit Röhren testen :-)

Bericht folgt!
Dateianhänge
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Peter V.
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Re: aqua - acoustic quality - La Voce S2 DAC

29. Jul 2019 23:28

Horn-ophil hat geschrieben:
Der Altair hat eine deutlich bessere Master Clock für die Taktung intern (Femto Clock).
Die fehlt dem Mini. Und die Clock ist maßgeblich für die zeitrichtige Wandlung.



Am sinnvollsten synchronisiert man mit einem 10MHz GPS Frequenznormal, allerdings werden die einfacheren Geräte dafür keinen Eingang haben, muss man also erst modifizieren.

Gruß
Peter
 
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Horn-ophil
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Re: aqua - acoustic quality - DA Wandler

30. Jul 2019 08:04

Das stimmt. Es gibt nicht so viele Hifi Streamer oder DAC mit einem Wordclock Eingang.
Macht im Grund ja auch nur Sinn, wenn man einen DA/AD-Wandler im Studio mit allen anderen "geclockten" Geräten synchronisieren will.
Im Hifi-Bereich ist das eigentlich nicht vorgesehen.
Und wenn es das gibt als Upgrade-Option, dann muss man sich beim Kauf schon fragen ob die intern verbaute Clock überhaupt etwas taugt  :roll:
Wenn man so etwas betreiben möchte ist man wahrscheinlich besser beraten im Studio-Bereich zu suchen.

Die Variante das Signal zwischen Rechner oder Streaming Bridge in Richtung DA-Wandler zu reclocken zwecks Jitter-Unterdrückung 
ist zwar eine mögliche Verbesserung, allerdings wird keines der beiden Geräte auf eine gemeinsame Taktfrequenz synchronisiert.
Somit wird das digitale Signal nur auf eine besser zu verarbeitende Taktfrequenz für den DA-Wandler gebracht aber die Geräte laufen nicht synchron.
Höhere Taktraten sind für die Umrechnung/Umwandlung einfach besser zu handeln.

Viele Grüße
René
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Re: aqua - acoustic quality - DA Wandler

30. Jul 2019 11:18

Hallo zusammen,

in diesem Thread bitte wenn möglich nur ON-Topic zu Aqua schreiben. Das Thema Worldclock vermutet hier sicherlich keiner - ich kann es gerne noch mal abtrennen.

Gruß Robert
 
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Re: aqua - acoustic quality - DA Wandler

3. Aug 2019 21:12

Hallo zusammen,

heute haben wir in aller Ruhe den La Scala MKII optologic mit dem La Voce sowie einem kleinen Topping D70 verglichen. Die Aqua DACs sind ja bekanntlich R2R DACs, beim Topping werkelt einer der neuen und super getesteten AKM Chips. Den Topping hatte Ody nach den hervorragenden Messungen der Audio Science Review für 499€ erstanden und wir waren natürlich sehr gespannt, wie sich der kleine gegen die erheblich teurere Konkurrenz schlagen würde (La Voce ca. 2800€, La Scala ca. 6800€).

Bevor wir zu den Details kommen: Wenn einem der Klang der eigenen Anlage nicht gefällt, sollte man unserer Meinung nach nicht als erstes an den DAC denken. Die größten Verbesserungen habe ich in meinen Räumlichkeiten durch die folgenden Komponenten erzielt (absteigend nach große des Effekts):

1. Raumakustik (Absorber, Möbel, Aufstellung)
2. Lautsprecher
3. Verstärker
4. Da Röhrenverstärker: Vorstufenröhren
5. DAC
6. Streamer

Ich persönlich würde mich mit dem Thema DACs also erst beschäftigen, wenn man mit 1-3 schon zufrieden ist. Wie es beim Thema Hifi immer so ist, sind die ersten 80% Klang erheblich einfacher und günstiger zu erreichen als die letzten 20%. Bei den jeweiligen Komponenten erlangt man an einem Punkt das persönliche Maximum. Natürlich kann ich auch noch etwas beim Thema Raumakustik machen - nur sind diese Änderungen für mich entweder nicht mehr finanziell oder optisch sinnvoll umsetzbar. Ähnliches gilt für mich persönlich beim Thema Lautsprecher und teilweise auch beim Verstärker. Hier bin ich grundsätzlich noch bereit andere Komponenten zu versuchen, jedoch wird die Luft natürlich immer dünner.

Spannend in unserer Hörsession: Die Vorstufenröhren machen beim Unison Research S6 MKII einen recht großen Unterschied. Auch wenn der Grundcharakter erhalten bleibt, so kann man doch den Klang ein wenig in unterschiedliche Richtungen bewegen. Die werksseitig montierten Tung Sol sind recht ausgewogen und klanglich recht rund. Der Bass wirkte manchmal eine Spur zu fett. Die Genelex Gold Lion sind schlanker und etwas spektakulärer, lassen aber beim Bass etwas Punch und Nachdruck vermissen. Die Psvane 12AX7-T-MII/2 hatten mich initial mit unserer alten Couch und dem La Voce DAC irgendwie am wenigsten überzeugt - durch die veränderten Räumlichkeiten und den La Scala konnten sich diese für unsere Ohren aber etwas von den anderen absetzen. Ähnlich ausgewogen wie die Tung Sol aber etwas mehr Glanz, Raum und Spielfreude. S-Laute waren etwas schärfer als bei den Tung Sol aber dadurch auch irgendwie involvierender und anmachender.

Nun aber zu den DACs: Verglichen haben wir ausschließlich am S6 MKII mit den Psvane Vorstufenröhren. Was nach dem Prolog sicher kaum überraschen mag: Die Unterschiede waren relativ gering. Während der Sprung von den analogen Ausgängen am Auralic Aries Mini zum La Voce noch groß war, schmolzen diese zwischen den getesteten DACs dahin. Gut Musik hören konnte man mit jedem der DACs. Beim Thema Preis/Leistung ist also bereits der kleine Topping eine echte Ansage. 

Im Vergleich zum Topping holte der La Voce insbesondere Stimmen noch einen Tick weiter in den Vordergrund und vermittelte bei einigen Stücken eventuell einen Tick mehr Spielfreude. Beim Blindtest konnten wir diese beiden recht gut unterscheiden, aber die Unterschiede waren bei vielen Songs trotzdem nicht weltbewegend. Der La Voce hat uns (korrigiere mich falls ich hier falsch liege Ody) zwar immer einen Tick besser weil emotionaler und selbstverständlicher gefallen. Die größten Unterschiede habe ich persönlich bei Stimmen gehört, die mit dem La Voce eine Ecke natürlicher und greifbarer klangen sowie bei Basspassagen die etwas differenzierter und nachdrücklicher gespielt wurden.

Der Unterschied La Scala MKII optologic/La Voce war für uns geringer als es der Preis vermuten lassen würde. Bei einigen Songs war es recht schwer die beiden wirklich auseinander zu halten. Dann wiederum gab es Songs bei denen es uns erheblich leichter gefallen ist. Gerade dann wenn akustische Instrumente sowie Stimmen im Einsatz waren, wirkte der La Scala noch mal ein Stück glaubhafter und natürlicher. Die Stimmen waren einen Tick greifbarer und haben etwas mehr berührt. Die akustischen Instrumente wirkten etwas plastischer und hatten einen gewissen Glanz (Klirr?) der uns immer einen Tick mehr begeistert hat.

Welchen nun kaufen? Toll Musik gehört haben wir mit allen dreien. Der Topping ist natürlich der Sieger in Sachen Preis/Leistung - zumal man hier eventuell noch mit unterschiedlichen Filtereinstellungen etwas spielen kann. Der kleine La Voce bietet für mich in der vorliegenden S2 Version, die sich derzeit für etwas unter 2000€ im Abverkauf befindet, eine Portion mehr Klang/Emotionalität die man für den Aufpreis definitiv noch mal erleben sollte um seine eigene Entscheidung treffen zu können. Mit dem La Voce kann man meiner Meinung nach sehr sehr glücklich werden. Der La Scala MKII optologic bietet einen Hauch mehr als der La Voce, sozusagen die Sahne auf dem Kuchen. Nüchtern betrachtet ist der Aufpreis in Relation zum von uns gehörten Unterschied schon ein ordentlicher Schluck aus der Pulle. Aber wenn wir das Thema HiFi nüchtern betrachten würden, wäre es sicherlich eh nicht zu dem hier beschriebenen Vergleich gekommen. 

Der La Scala MKII optologic ist für mich definitiv der klanglich beste DAC in der Runde gewesen. Nach der Session von heute bin ich geneigt ihn zu kaufen...

@Ody: Ergänze gerne!

Gruß Robert
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Re: aqua - acoustic quality - DA Wandler

3. Aug 2019 22:56

Hi an alle,

wie von Robert gewünscht werde ich meine Eindrücke der Hörsession mal schildern. Prinzipiell hat Robert ja das Wichtigste schon mitgeteilt. Bei einer meiner Betrachtung sehe ich gewisse Dinge etwas anders, nicht so differenziert. Grundsätzlich hatten wir auch die Streamer verglichen und je nach Streamer schrumpften die Unterschiede noch mehr. Ich finde die Wortwahl von Robert für die gehörten Unterschiede zu deutlich. Ich fragte mich schon nach 10 min was machen wir hier eigentlich? Wir suchen nach großen Worten für wirklich minimale Unterschiede... bei sehr großen Preisunterschieden. Mir war sofort klar, man kann mit allen sehr gut leben. Man hört sehr kleine Unterschiede und versucht heraus zu finden was denn eigentlich besser sei. Und dies bei einem Preisunterschied von 6.300€! Wenn ich den Aries mini mit dem Topping D70 für insgesamt 1.000€ höre gegen den La scala mit dem Aries G1 für...wieviel? Der Preisunterschied suggeriert Unterschiede die es marginal zwar gab aber nicht ansatzweise dem Preis entspricht! Meine Reihenfolge sehe ich wie folgt:

Ich sehe den Topping vor dem la voce. Beim la scala hatte man nach einer gewissen Zeit gelernt wie man diesen erkennt. An der Stimmwiedergabe war es irgendwie immer auszumachen; allerdings nur mit Stimme, alles Andere war fast identisch. Der Bass war genauso tief. Allerdings bin ich der Meinung, dass bei einem anderen Streamer, Kabel oder z.B. einem zusätzlichen Mutec die Sache anders ausgesehen hätte. Wenn ich den Preisunterschied von 6.300€ sehe wird mir anders. Man muss sich mal klar machen was diese Summe an einer anderen Stelle der Hifi-Anlage ausmacht. Einen Lautsprecher oder einen Amp für diese Summe....da sind Unterschiede! 

Ich für meinen Teil werde den Topping D70 behalten und eventuell diesen „optimieren“, d.h. ich werde eine Mutec mal vorschalten oder mal die Innereien mit besseren Teilen aufpolieren. Ich habe jemanden der die Innereien beurteilen und aufwerten bzw. austauschen könnte.

Letztendlich könnte man natürlich den la scala mit dem Aries G1 auf das Siegertreppchen heben, der Unterschied war hörbar, aber das Treppchen ist sehr niedrig.

Hifidele Grüße an alle
Ody
 
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Re: aqua - acoustic quality - DA Wandler

4. Aug 2019 15:16

Hallo ihr 2

Vielen Dank für Euren sehr interessanten Bericht.
Ich hab ja nun durch meinen guten Kontakt zu meinem Hifi-Dealer auch schon viele DACs hören können.
Und wenn man einfach mal vom Preisgefüge ausgeht, kann man schon ganz klar sagen: Ab 2000€ aufwärts werden die Unterschiede
auch für ich nur noch sehr marginal.
Ich habe mehrer DACs im oberen 4-stelligen bis 5-stelligen Bereich hören können und alle waren sich höchstens in Teildisziplinen minimal
besser als mein Auralic Altair.und das beim 3 bis 6-fachen Preis. :???:
Da fragt man sich dann schon nach der Legitimierung für solche Preisaufrufe.

Grundsätzlich bin ich auch vollkommen bei Robert´s anfänglicher Einschätzung bzgl. der Gewichtung von Klangeinflüssen in puncto Raum und Hifi-Kette.
Die größten Prozente liegen im Raum und den dazu passenden Lautsprechern.
Der Verstärker (gerade wenn mit Röhren bestückt) kann auch nochmal einen deutlich hörbare Unterschied bringen.

Wie seid ihr denn beimmStreaming vorgegangen?
Datentransfer via USB, Coax-Kabel oder optischem Kabel?
Nicht dass digitale Kabel grundsätzlich klingen würden, aber ich habe durchaus immer wieder davon gehört dass die galvanische Trennung
(also optisches Kabel) durchaus nochmal einen leichten Vorteil gebracht hat, weil keine Störungen über die Metallkabel zum DAC übertragen wurden.

Viele Grüße
René
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