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Robert
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Auralic Aries Mini vs. Aries G1

11. Jul 2019 20:12

Hallo zusammen,

nachdem wir das Thema kurz im Thread zu meinem Aqua DAC angeschnitten haben, wollte ich es nun doch mal in Gänze besprechen.

Aktuell setze ich einen Aries Mini ein und gehe direkt via USB in meinen Aqua DAC. Die analoge und digitale Ausgabe ich vollkommen deaktiviert. Wie es immer so ist, denke ich NATÜRLICH auch hier über ein dezentes Upgrade nach. Der "kleine" Aries G1 gefällt mir grundsätzlich ganz gut und bewegt sich ja preislich noch im Rahmen.

https://us.auralic.com/products/aries-g1

Hat jemand hier nähere Erfahrungen mit den sogenannten Femto Clocks sammeln können? Bringt es mehr den Streamer auszutauschen oder gleich das Signal via externe Reference Clock reclocken zu lassen, wie es ja viele gerne mit den kleinen MUTEC Clocks tun?

https://www.mutec-net.com/product_mc-3- ... php?lng=de

Ich würde mich freuen, wenn es hierzu Erfahrungen eurerseits gibt.

Viele Grüße
Robert
 
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Horn-ophil
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Re: Auralic Aries Mini vs. Aries G1

11. Jul 2019 22:33

Hi Robert

Ich hatte Dir ja schon in dem anderen Thread meine Meinung/Eindrücke zwischen Aries Mini und Altair, der auch die Femto Clock nutzt beschrieben.
Ich bin der Meinung, dass durch die bessere Word-Clock definitiv ein ordentlicher Klangzugewinn erreicht wird.
Eine externe Clock einzusetzen kann durchaus Sinn machen, so sie denn besser ist als die intern verbaute.
Bei 2 Geräten, die miteinander kommunizieren ist es wichtig beide Geräte an die Clock anzuschließen, da sie ja synchron
laufen sollen um Jitter und ähnliche Probleme zu eliminieren.
Wie gesagt, in Studios werden die Clocks genutzt um gerade bei der AD-Wandlung alle beteiligten Geräte auf einem gemeinsamen Clocking-Signal zu synchronisieren.

Da ist es allerdings für mich schwer zu sagen welche externe Clock nun wirklich besser wäre als die Femto im Auralic.
Da muss man fachlich wohl etwas tiefer einsteigen, um die Unterschiede in den Clocks (Welcher Kern wird benutzt? Quarzkristall, Rubidium, etc und ist die Clock temperiert
um Schwankungen durch Temperaturunterschiede zu verhindern) besser zu verstehen und was im Fall der Audiowiedergabe in Stereo ggf. vollkommen ausreicht
um nicht mit Kanonen auf Spatzen zu schießen.
Solltest Du Beratung hierzu suchen wäre meine Empfehlung sich an einen der größeren Studio-Ausstatter zu richten (Thomann, Music Store, etc) und nicht an ein Hifi-Studio.
Meiner Meinung nach haben die Jungs aus den Studio-Bereichen mehr Ahnung zu dem Thema und können Dich sachdienlicher beraten.

Interessantes Tor, das Du da aufgestoßen hast, Robert  ;)
Ich bin auf jeden Fall gespannt wie es für Dich weiter geht und was Du zu berichten hast.

Viele Grüße
René
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Robert
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Re: Auralic Aries Mini vs. Aries G1

3. Aug 2019 06:25

So, heute tritt der Mini gegen den Aries G1 an. Dazu habe ich dann den Aqua La Voce und den Aqua La Scala MKII Optologic. Ich bin gespannt...
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DB8BF04C-F70F-427C-8C1B-1EEA78F1EDEB.jpeg
 
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Re: Auralic Aries Mini vs. Aries G1

3. Aug 2019 11:05

...und dazu gesellen sich noch ein Topping D70 und ein Dante Interface der Firma Micromedia. Es wird extrem spannend!
 
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Robert
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Re: Auralic Aries Mini vs. Aries G1

3. Aug 2019 12:25

Es geht los...
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Re: Auralic Aries Mini vs. Aries G1

3. Aug 2019 17:17

Sooooo..... wir sind durch.

Wir haben drei DACs zwei Streamer und Vorstufenröhren gehört.

Wir wollten den Einfluss der Streamer wie z.B. Aries mini vs. Aries G1 und den Unterschied der preislich doch sehr auseinander liegenden DACs hören. Dabei schlossen wir die beiden Streamer nacheinander an den Aqua la scala an. Nach dem Test der Streamer kamen die DACs dran. Diese hörten wir abwechseln mit dem kleinen und großen Aries um auch den Einfluss der Streamer im Zusammenhang mit preislich sehr auseinander liegenden DACs zu hören. Letztendlich haben wir keine Kombination ausgelassen. Der günstigste DAC (Dante) wollte nicht laufen, irgendwie hatten wir es nicht geschafft den zu verbinden; schade, denn diesen hatte ich schon mal gegen einen LKS MH-DA004 gehört.
Die gesamte Testreihe haben wir relativ schnell (aber in Ruhe) durchgeführt. Die weitere Beschreibung der Ergebnisse lass ich mal den Hausherren den Vortritt! 
Ich ergänze das Ganze dann.

Ich hoffe ich habe euch jetzt etwas neugierig gemacht!  :D

Bis dann.
Ody
 
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Re: Auralic Aries Mini vs. Aries G1

3. Aug 2019 20:23

Hallo zusammen,

der Hausherr sitzt nun auch am Rechner. Wir haben heute in der Tat eine ganze Menge Kombinationen getestet. Damit die Ergebnisse auch weiterhin zu finden sind, werde ich in diesem Thread lediglich auf die Unterschiede zwischen Aries G1 und Aries Mini eingehen. Im Aqua Thread dreht es sich dann um die DACs. 

Vorab: Unsere Erwartungen beim Test waren relativ gering. Meinen Aries Mini betreibe ich ja mit dem Zusatznetzteil von Auralic und so reduzierte sich der Unterschied insbesondere auf die Femto Clocks, etwas mehr PS unter der Haube und das deutlich aufwändigere Gehäuse samt Display.

Kurz zum äußeren: Der Aries G1 wirkt sehr wertig. Das Gehäuse ist klasse gefertigt und sieht super aus. Das Display ist (leider) ein LCD Display mit entsprechend eingeschränktem Schwarzwert und Blickwinkel, aber letztlich ohne mögliche Probleme bezüglich Einbrennen. Ein Retina Display ist wenn man davor sitzt natürlich klasse - aus 4m Entfernung erkennt man aber natürlich weder Album noch Künstler. Ob einem das etwas wert ist, muss wohl jeder selbst entscheiden.

Wir hatten beide Geräte den Großteil der Zeit parallel in Betrieb und haben beide jeweils mit dem La Scala und dem La Voce DAC von Aqua gepaart. Darüber hinaus haben wir dann auch an einem DAC jeweils den Wechsel vom Mini auf den G1 vorgenommen. Für uns war im "Blindvergleich" (gleicher Pegel, eine Person schaltet zwischen den Quellen um, die andere hört) die Unterschiede hörbar, aber definitiv sehr subtil. In der Paarung G1/La Scala vs. Mini/La Voce war der Unterschied größer als beim Mini/La Scala vs. G1/La Voce. Das Klangbild wirkte stabiler und insgesamt eine Nuance natürlicher wenn der G1 mit in der Paarung war. Wir brauchten allerdings auch ein paar Minuten und natürlich den direkten Vergleich ein paar uns bekannter Songs, um überhaupt einen Unterschied hören zu können.

Unser (bzw. mein) Fazit lautet hier: Unterschiede sind definitiv vorhanden aber zumindest in meiner Kette relativ gering. Preistechnisch spielten hier ca. 2200€ vs. ca. 800€. Vor dem Hintergrund der hochwertigen Verarbeitung und Anmutung des G1 sowie der etwas besseren Reaktionszeit bei Bedienung und der Setup Möglichkeit direkt via Display und Gerätetasten finde ich den Aufpreis definitiv als gerechtfertigt. Als Besitzer eines Minis mit Zusatznetzteil muss man aber auch nicht sofort hektisch zum nächsten Laden rennen.

Zum Vergleich der DACs geht es hier weiter:
aqua - acoustic quality - DA Wandler

Gruß Robert

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