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Tischi
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Besessen von einem dreckig klingenden Pentoden Amp-Selbstbau

11. Mai 2017 09:02

Leider kann ich mich einfach nicht von der Idee lösen, selber mal einen Trioden-SE-Amp zu bauen. Nicht aber etwas mit einer übermystifizierten, überteuerten 300B o.ä, sondern mit der EL/PL 509 oder 519. Diese Röhre fasziniert mich mit ihrer Stromfähigkeit schon seit geraumer Zeit, bzw. seit ich ihre Daten vor vielen Jahren zum ersten Mal in einem Röhrendatenbuch gesehen habe. Da es sich dabei nur um eine popelige Zeilenendpentode handelt, erhielt sie in audiohpilen Kreisen nie die Anerkennung, die sie eigentlich verdient.

Bei Jogis Röhrenbude bin ich auf folgedes gestossen:
Diese highfidele Klientel, so habe ich den Eindruck gewonnen, ist nicht unbedingt daran interessiert, was die Röhren sagen, sondern kaufen die Geräte nach dem Hören sagen. Image ist gefragt!

Saugeil!

Ursprünglich mit Magnoval-Sockel und Anodenkappenanschluss gibt es von JJ auch eine nachgebaute EL509 mit Oktal-Sockel und ohne Anodenkappe, wobei originale Röhren immer noch erhältlich sind. Mit einer einzelnen Röhre lassen sich locker zehn und mehr Triodenwatt erreichen.

Konzepte/Produkte mit dieser Röhre, ob komerziell oder nicht, scheinen immer recht überzeugende Ergebnisse zu liefern, allerdings scheint diese Röhre ein paar erhöhte Anforderungen an das Schaltungsdesign zu stellen.

Brauche noch etwas Ansporn :pochend: :pfeif:
 
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Unison12
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Re: Besessen von einem Trioden SE-Amp-Selbstbau

11. Mai 2017 14:02

Fang  einfach an. Der Rest ergibt sich. Schade das man deine Creationen nicht hören kann. Gut aussehen......
Man hört nie aus

Uwe
 
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Tischi
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Re: Besessen von einem Trioden SE-Amp-Selbstbau

11. Mai 2017 15:48

Unison12 hat geschrieben:
Fang  einfach an. Der Rest ergibt sich. Schade das man deine Creationen nicht hören kann. Gut aussehen......

Einfacher gesagt als getan. Das muss zuerst mal im Kopf heranreifen. Ich habe vor beinahe 10 Jahren schon mal so einfach mit einem SE-Projekt mit der 2A3 angefangen, bin aber die Sache falsch angegangen und habe es dann nach ein paar Wiederbelebungsversuchen vor einiger Zeit endgültig sterben lassen. Aber aus Fehlern lernt man...
Meine Kreationen (wobei es im Moment eigentlich nur eine echte gibt) dürfen gerne gehört werden. Es ist auch nicht so, dass ich sie nur exklusiv für mich selber kreiere...
 
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Unison12
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Re: Besessen von einem Trioden SE-Amp-Selbstbau

11. Mai 2017 16:45

Gut ist das man aus Fehlern lernt. Ich habe für Selbstbau kein Händchen,  leider.
Man hört nie aus

Uwe
 
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Re: Besessen von einem Trioden SE-Amp-Selbstbau

14. Mai 2017 14:20

So klein und unscheinbar wirkt sie, die EL519:

Bild

Aber ein wahrer Kraftprotz, mit einer grossen Kathode:

Bild

Mittlerweile hat sie sogar 19 Geschwister. Damit könnte ich den ultimativen Röhren-Dampfhammer aufbauen :pochend:. PP mit zehn Röhren pro Kanal? Mit ungefähr 2x400-500W Ausgangsleistung, bei einer exorbitanten Verlustleistung? Die Heizleistung alleine beträgt schon über über 250W. Aber bleiben wir vorerst mal auf dem Boden der Realität... :lol2:
 
Onkel Müller
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Re: Besessen von einem Trioden SE-Amp-Selbstbau

15. Mai 2017 23:53

Hallo,

einen sehr interessanten "Dampfer" in PPP mit der Röhre gäbe es ja schon ...

>> http://www.jogis-roehrenbude.de/Leserbriefe/Dietmar_Ragoss-100W_PPP_Monobloecke_PL509/100W_PL509_Circlotron_2014.htm

;) Onkel Müller
 
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Re: Besessen von einem Trioden SE-Amp-Selbstbau

16. Mai 2017 07:52

Den habe ich auch schon gesehen, aber mein eigentliches Ziel ist ein bescheidener SE-Amp. Da finde ich den Synola weitaus interessanter, aber ich möchte nicht einfach etwas nachbauen, sondern selber ein wenig spielen.

Ein "Leistungsmonster" würde ich mit einfacher verfügbaren Röhren aufbauen. Für mich persönlich sehe ich aber weiterhin keine Notwendigkeit eines Verstärkers mit einer Ausgangsleistung von >30W, 10-20W reichen mir für glückliche Musikerlebnisse vollends.
 
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Re: Besessen von einem Trioden SE-Amp-Selbstbau

21. Mai 2017 23:21

Vielleicht müsste man das "Trioden" aus dem Titel streichen, da durchaus ein dreckiger klingender Pentoden-Amp entstehen könnte....
 
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Thomas74
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Re: Besessen von einem Trioden SE-Amp-Selbstbau

22. Mai 2017 13:25

Tischi hat geschrieben:
Vielleicht müsste man das "Trioden" aus dem Titel streichen, da durchaus ein dreckiger klingender Pentoden-Amp entstehen könnte....

:shocked: GEIL - dann fang mal an !
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Tischi
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Re: Besessen von einem dreckig klingenden Pentoden Amp-Selbstbau

22. Mai 2017 14:40

Hehe Thomas, wolltest du mit dem Titel gleich mal die Weichen stellen? :mrgreen2:

Der Stand ist im Moment folgender: 20 (echte) EL519 stehen zur Verfügung und habe mit LTSpice ein paar erste kleine Schaltungs-Simulationen laufen lassen.
 
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Re: Besessen von einem dreckig klingenden Pentoden Amp-Selbstbau

9. Jun 2017 09:19

Mittlerweile hat sich ein paar Dinge herauskristallisiert:

Variante 1:
Beim Ausgangsübertrager habe ich mich für einen über 6kg schweren Ringkerner entschieden. Damit sollte gemäss Datenblatt eine -3dB-Frequenzgang von ca. 10Hz bis annähernd 80kHz (bei voller Ausgangsleistung) drin liegen. Zur Versorgung versuche ich den gleichen Netztrafo wie beim EL84-Projekt zu verwenden, allerdings je einen pro Kanal. Dies ergibt zwar eine relativ niedrige Anodenspannung (~330V mit ordentlicher Siebung und fester Gittervorspannung), da die EL519 aber ordentlich Strom liefern kann, ist das an sich kein Problem. Um der "Linie" treu zu bleiben, versuche ich kleine Monoblöcke im gleichen Gehäuse wie bei der EL84-Endstufe aufzubauen.

Variante 2:
Ich fahre die ganze Geschichte mit einer höheren Anodenspannung (~450...500V), was aber einen anderen Netztrafo bedingt. Dadurch könnte ich auch einen anderen, etwas kleineren AÜ verwenden. Und wenn ich dann schon einen anderen Netztrafo verwende (evtl. fertigen lasse), könnte ich ihn so auslegen, dass damit gleich beide Kanäle (Stereoendstufe) versorgt werden können. Tendenziell bin ich nicht unbedingt ein Fan von Monoblöcken, vorallem nicht in dieser Leistungsklasse.

Mal sehen, im Moment stecke ich ja noch immer in der Denk- und Simulationsphase...
 
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Tischi
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Re: Besessen von einem dreckig klingenden Pentoden Amp-Selbstbau

27. Jun 2017 11:25

Zwischenzeitlich habe ich trotz "Sommerflaute" den Audioteil zusammen, zumindest theoretisch:

Am Eingang werkelt eine EF86, gefolgt von einer ECC82 als Treiberstufe für die EL519. Ich werde mir mal den Spass erlauben, die Sekundärwicklung des Ausgangsübertragers direkt an die Kathode der EL519 zu schalten, also Kathodenfeedback (CFB). In der Simulation ergeben sich damit wunderbare Ergebnisse, mal sehen, was die Praxis zeigt. Da der DC-Widerstand der Sekundärwicklung des AÜ's sehr klein ist, kann der so durch den Ruhestrom der Endröhre entstehende sehr kleine DC-Offset an den Lautsprecherklemmen vernachlässigt werden.
Ansonsten gibt es nur noch eine lokale Gegenkopplung bei der EF86, der Verstärker arbeitet ansonsten frei. Wegen dem CFB "musste" eine Eingangspentode her um die nötige Verstärkung zu erreichen und da ich noch so viele EF86 habe, wird diese verwendet. Die Endröhre bekommt auch eine automatische Ruhestromregelung, allerdings muss man hier wegen dem CFB aufpassen, damit sich der Regelkreis nicht aufschwingt. Auch die Speisung verdient spezielle Aufmerksamkeit, speziell im Ein- und Ausschaltmoment. Spannend wird am Schluss das Thema HF-Stabilität...

Ums Gehäuse habe ich mir auch schon ein wenig Gedaken gemacht und bin bei Daub fündig geworden. Optisch wird es ählich wie der kleinere EL84'er aussehen.

Einen Namen für das Projekt brauche ich noch :???:
 
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Hornvirus
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Re: Besessen von einem dreckig klingenden Pentoden Amp-Selbstbau

27. Jun 2017 14:22

Einen Namen für das Projekt brauche ich noch Bild

... in Anlehnung an "dreckig klingend" fällt mir da spontan was zu ein - von derb bis dezent, in der Reihenfolge:
Drecksau (Entschuldigung) :Crazylol:, Dreckschleuder, Dreckspatz, Schmutzi, dirty-sound :mrgreen:
Oder "Miss Piggy"
- Zitat: Miss Piggy ist eine Hauptfigur aus der Muppet-Show, die in allen Folgen und in allen Spin-Off-Filmen mitspielt. Miss Piggy ist ein anthropomorphes Schwein und wird mit einer Handpuppe dargestellt. Meist wird sie gleichzeitig als aggressiv-durchsetzungsstark und betont feminin-divenhaft porträtiert

Grüße
Josef
 
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Re: Besessen von einem dreckig klingenden Pentoden Amp-Selbstbau

27. Jun 2017 14:56

Uff, Miss Piggy... weiss nicht, finde ich jetzt etwas abwertend, zumal ich damit schon diverse Personen betitelt habe, nicht gerade im positiven Sinn :Kasper:
 
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Thomas74
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Re: Besessen von einem dreckig klingenden Pentoden Amp-Selbstbau

27. Jun 2017 17:17

Also ich finde den Namen den James Dean seinem widerspenstigen Porsche Spyder gegeben hatte recht passend  :lol:
Bild
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Tischi
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Re: Besessen von einem dreckig klingenden Pentoden Amp-Selbstbau

27. Jun 2017 17:28

So als Omen, bis dieser Bastard so funzt wie ich es gerne hätte :mrgreen2:
 
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Tischi
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Re: Besessen von einem dreckig klingenden Pentoden Amp-Selbstbau

29. Jun 2017 17:22

In meinem Röhrenlager habe ich noch ein paar ECF80 gefunden, welche ich eigentlich auch als Vorstufe verwenden könnte. Bei der ECC82 stecke ich im "Dilemma", dass ich pro Kanal eigenlich nur ein Triodensystem brauche. Irgendwie geht es mir einfach gegen den Strich, die beiden EF86 am Eingang auf eine ECC82 und von da aus wieder auf die beiden EL519 zu führen. Die ECF80 beinhaltet nun ein Pentoden und Triodensystem und wenn schon eine Fernsehröhre als Hauptdarsteller, wieso nicht gleich auch eine in der "Nebenrolle"?

Wieviele Röhren habe ich insgesamt eigentlich? Und welche Typen? :???:
200, 300, oder 500? Müsste eigentlich mal ein Inventar erstellen...

Edit: Grob gezählt 800 Stück  :shock:
 
Peter V.
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Re: Besessen von einem dreckig klingenden Pentoden Amp-Selbstbau

1. Jul 2017 13:33

Tischi hat geschrieben:
In meinem Röhrenlager habe ich noch ein paar ECF80 gefunden, welche ich eigentlich auch als Vorstufe verwenden könnte. Bei der ECC82 stecke ich im "Dilemma", dass ich pro Kanal eigenlich nur ein Triodensystem brauche. Irgendwie geht es mir einfach gegen den Strich, die beiden EF86 am Eingang auf eine ECC82 und von da aus wieder auf die beiden EL519 zu führen. Die ECF80 beinhaltet nun ein Pentoden und Triodensystem und wenn schon eine Fernsehröhre als Hauptdarsteller, wieso nicht gleich auch eine in der "Nebenrolle"?

Die ECF80 ist eine ausgezeichnet NF Röhre und wurde u.A.  in der Spezialversion E80CF in den Mikrofonkompressoren U73 f als NF-Verstärker Röhre verbaut, in den Fernsehern war eher die PCF80 verbaut.
Falls Du reine Trioden benötigst, ich habe noch einige E88C vorrätig, sind Spanngitterröhren.
Gruß Peter
 
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Tischi
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Re: Besessen von einem dreckig klingenden Pentoden Amp-Selbstbau

3. Jul 2017 09:41

Hallo Peter, schön, mal wieder etwas von dir zu hören :Bier:

Die ECF80 liefert in der Simulation in der Tat sehr brauchbare Resultate und ich werde die Vorstufe demnächst mal aufbauen und ein wenig ausmessen. Das Finden geeigneter Parameter gestaltete sich als etwas schwierig, speziell musste ich immer Ufk des Triodensystems und damit auch den Arbeitspunkt des Pentodensystems im Auge behalten, da ich sehr gerne auf Koppelkondensatoren verzichte (die Vorstufe ist DC-tauglich). Auf jedenfall zeigt sich die Vorstufe in der Simulation recht klirrarm, allerdings muss ich dafür das Pentodensystem etwas arbeiten lassen. Die Verstärkung ist so gross, dass ich problemlos noch eine moderate 6dB-Gegenkopplung vom Ausgang auf die Vorstufe legen könnte. Während den Simulationen habe ich zufälligerweise noch einen Weg gefunden, über einen Widerstand (schwache Mitkopplung) das Verhältnis von k2 zu k3 zu beeinflussen, bzw. den k2-Anteil zu erhöhen. Und...und...und...

Besten Dank für das Angebot mit den E88C, im Moment versuche ich aber mal etwas von dem zu verwenden, was bei mir schon herumliegt.
 
Peter V.
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Re: Besessen von einem dreckig klingenden Pentoden Amp-Selbstbau

5. Aug 2017 15:06

Ich weiss nicht wie weit Du mit Deinen Entwürfen bist?
Aber was mir noch als empfehlenswerte Variante einfiel ist der Aufbau der Endstufe als Katodenfolger (PPP).
Von denen habe ich in der Vergangenheit etliche gebaut, meist mit EL34.
Der grosse Vorteil ist die niederohmigkeit des Übertragers, also nur wenige Windungen aus dickem Draht und die Möglichkeit den Lautsprecher direkt auf der Wicklung anzuschliessen.
Diese Spartrafo Methode hatte sich bei mir sehr bewährt. Einen richtigen Ausgangsübertrager muss man natürlich mit verschachtelten Wicklungen aufbauen damit er was taugt.
Bei der PPP Schaltung ist das ein wesentlich geringerer Aufwand und es läst sich ein Ringkern benutzen.
Mit 6x PL519 kam ich auf 300W Ausgangsleistung als E-Bass Verstärker.

Gruss
Peter
 
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Re: Besessen von einem dreckig klingenden Pentoden Amp-Selbstbau

6. Aug 2017 12:28

Salü Peter, es simuliert sich so vor sich her ;-)

Das PPP-Konzept finde ich auch interessant, habe sogar schon Schaltungen gesehen, bei denen gewöhnliche Netztrafos mit je zwei getrennten Primär- und Sekundärwicklungen zu (Spar-)übertragern geschaltet wurden, weiss aber nicht mehr wo. Im Extremfall, bei Verwendung spezieller oder vieler Röhren, könnte man sogar ganz auf einen Übertrager verzichten. So ganz wirtschaftlich wäre das aber auch nicht. Die Speisung bei PPP-Endstufen wird dafür ein wenig komplizierter.

Ich bleibe aber beim Eintakter, "klein" und fein, hoffentlich :wink:
 
Peter V.
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Re: Besessen von einem dreckig klingenden Pentoden Amp-Selbstbau

6. Aug 2017 22:46

Das schöne an den PPP Schaltungen ist dass man eben gar keinen Übertrager benötigt nur einen Spartrafo, also lediglich eine recht niederohmige Wicklung mit Anzapfungen für den Lautsprecher.
Der Wirkungsgrad ist der Gleiche wie mit anderen AB Verstärkern.

Ein empfehlenswerter SE Trioden Verstärker ist einer mit der 833A.
Die neuen Röhren aus chinesischer Produktion sind sehr zuverlässig und 100W Ausgangsleistung sind damit erzielbar, zum Ansteuern wären die EL519 gut geeignet.
Ich habe immer zwei EL34 parallel benutzt, eine reicht nicht.
 
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Re: Besessen von einem dreckig klingenden Pentoden Amp-Selbstbau

7. Aug 2017 12:27

Der Peter macht keine halben Sachen  :mrgreen2:
Ein 2x100W-Eintakter, also insgesamt so ca. ein halbes kW Heiz-/Verlustleistung auch bei Zimmerlautstärke. Der ideale Verstärker für die kalte Jahreszeit. Bekommt man für sowas auch ein EnergyStar-Label? :Crazylol:

Ich bleibe ein wenig bescheidener...
 
Peter V.
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Re: Besessen von einem dreckig klingenden Pentoden Amp-Selbstbau

7. Aug 2017 19:08

Wie heisst es so schön: Hubraum ist nur durch mehr Hubraum zu ersetzen, das trifft bei Endstufen auch zu.

833A_tubes.jpg
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Re: Besessen von einem dreckig klingenden Pentoden Amp-Selbstbau

8. Aug 2017 12:03

...oder durch ordentlich Ladedruck... mein 1.6 Liter mit ebenso viel Bar Ladedruck, einlassseitig vollvariabler Ventilsteuerung und Direkteinspritzung ist ein wahrer Freudenspender... :mrgreen2:

Das auf dem Foto ist aber eher eine HF-Endstufe, würde ich meinen.

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