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Re: AMERICANA / AMERICAN MUSIC

6. Jan 2014 11:02

1.
schoen, dass mal wieder jemand anders hier aktiv ist, sich einbringt und was vorstellt. der thread sollte nicht unbedingt nur von mir leben…


2.
die gebrueder Dickinson, vorerst letzter beitrag. langt ja auch, oder?
beide sind in einer vielzahl von sideprojects engagiert. Luther war ja voruebergehend mitglied bei den Black Crowes, Cody hat ja z. b. Ian Siegals bereits vorgestelltes album produziert, weiterhin waren Luther + Cody auf dem album als musiker beteiligt. ausserdem ist Cody massgeblich beteiligt bei der
HILL COUNTRY REVUE

von der Hill Country Revue liegen bislang zwei alben vor, der erstling
Make A Move
aus 2009 und die zweite veroeffentlichung aus 2010
Zebra Ranch

wem die North Mississippi Allstars allzu rootsorientiert sind, der koennte es mit diesen beiden scheiben versuchen. beide, Zebra Ranch noch etwas mehr, sind rockorientierter. wobei die naehe zu den NMA und den blueswurzeln doch immer noch deutlich erhoert werden kann. die unterschiede sind keine welten, aber durchaus vorhanden.
auf Make A Move stammen 7 der 10 songs von Garry Burnside, 2 von R.L., auf Zebra Ranch zeichnen neben Garry auch die anderen Jungs fuer die Kompositionen verantwortlich.

den stamm der band duerften Cody Dickinson (guitars, drums, (electric) washboard, vocal), Kirk Smithart (guitar, vocal) und Daniel Robert Coburn (lead vocals, harmonica) bilden. bemerkenswert vielleicht noch, dass Cody in dieser band auch gitarre spielt. dazu kommen dann uebliche verdaechtige wie Luther Dickinson, Garry und Duwayne Burnside, Chris Chew (bass auf Make A Move), Doc Samba (bass auf Zebra Ranch) sowie noch einige weitere musiker.

(btw: Zebra Ranch ist der name des studios, das Jim Dickinson aufbaute. das studio befindet sich in Hernando (MS), Hernando wiederum ist auch der titel des 5. NMA-albums. der letzte titel auf Zebra Ranch ist ein coversong, Wild Horses von den Stones, geschrieben von Jagger/Richards. auf dem original der Stones, 1969 in den Muscle Shoal studios aufgenommen (ein bissl was hierzu ist uebrigens im film Gimme Shelter zu sehen), spielte Jim Dickinson das piano. uebrigens erschien Wild Horses bereits vor der Stones-veroeffentlichung 1970 in der version der Flying Burrito Brothers. dieses album, Burrito Deluxe, wurde u. a. von Jim Dickinson produziert (am piano dieser version Leon Russell).)
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Re: AMERICANA / AMERICAN MUSIC

19. Jan 2014 20:41

das rumpelt und bluest genauso gut wie bei den Dickinsons + musical companions. 2010 veroeffentlicht.
MORELAND & ARBUCKLE - Flood
gegruendet urspruenglich als duo von Aaron Moreland (guitar) und Dustin Arbuckle (vocals, harmonica)
gute gitarre, gute harmonica, ordentliches drumming und bassspiel. die gitarre und die harmonica sind allerdings praegend (auf der rueckseite des booklets sind harmonicas sowie eine cigar box guitar zu sehen – eine gemeinsamkeit: Luther Dickinson spielt auch immer mal, wie Aaron Moreland, die cigar box guitar). bei Moreland & Arbuckle treffen einfluesse aus hill country-, delta- und chicagoblues aufeinander. meine ich zu hoeren. gegenueber z. b. den NMA fehlt der jamcharakter, die songs verhaften mehr in ihrer (blues)struktur – das ist jetzt durchaus positiv gemeint. alles besitzt ausserordentlichen groove.
12 songs, davon nur 3 fremdkompositionen. der 13. song ist die akustische banjo-version von song nr. 8, „Can’t Get Clear“. song nr. 2, das traditional „Legend of John Henry“ ist eine liveaufnahme – die geht richtig ab. am besten einfach bei gelegenheit mal reinhoeren, einen ausfall bei den songs gibt es keinen.
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Re: AMERICANA / AMERICAN MUSIC

26. Jan 2014 18:58

Die (Lebens)geschichte ist eher aussergewoehnlich. vermutlich ziemlich einmalig fuer einen interpreten, der hier vorgestellt wird.
geboren und aufgewachsen in Nicaragua. oberschicht. vater u. a. minister unter Somoza. hat waehrend seiner „high school“zeit in Nicaragua José „Chepito“ Areas kennengelernt, der spaeter congas + percussion bei Santana spielen sollte. studium in den USA, chemie an der Georgia Tech, business an der LSU. irgendwann als geisel in einem entfuehrten flugzeug gesessen und angeschossen worden. in Nicaragua in die vaeterlichen geschaefte eingestiegen. flucht vor den sandinisten in die USA. dort in Florida einen meeresfruechtehandel aufgebaut (*die ganze geschichte ist ausfuehrlicher im booklet nachlesbar). nebenbei und mittendrin auch immer ein bisschen, vermutlich mal mehr, mal weniger musik gemacht. und dabei ist u. a. 1976 in Managua diese scheibe entstanden:

ALFONSO LOVO – La Gigantona

latinjazzkrautrock - file under: latinjazz.
anhoerenswert. gut. ziemlich gut. faehige musiker. und dazu, aufgrund der seinerzeitigen verbindungen „nach oben“ war fuer diese produktion offenbar richtig studiozeit und beste studiotechnik verfuegbar. instrumentiert mit guitars, fender rhodes, bass, timbales, percussion, congas, drums, sax, flute, clarinet, trumpet, trombone. 2012 wiederveroeffentlicht, auch als vinyl erhaeltlich.
noch kurz erwaehnt, wie ich darauf gestossen bin: spaet spaet abends hoer ich gelegentlich B2 – dort wurde vor einiger zeit mal „La Bomba de Neutron“ von diesem album gespielt…
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Re: AMERICANA / AMERICAN MUSIC

8. Feb 2014 19:31

naehern wir uns langsam mal wieder dem thema „americana“ im engeren sinne an. es laesst sich ja unter diesem oberbegriff imo doch einiges zusammenfassen. auch aus laengst vergangenen zeiten. als es den begriff in dieser form noch nicht so gab…
…und so mache ich heute auch noch einmal mit einer schon aelteren veroeffentlichung weiter.
SIE polarisiert sicher auch ein wenig. im sinne von man mag sie (hoeren) – oder eben ueberhaupt nicht.
songpoetin und malerin, kuenstlerin. SIE gehoert sicher zu den frauen, die solo in einer zeit erfolgreich war, als die (populaer-/rock)musikszene definitiv noch ausgesprochen maennlich gepraegt war. ist sie zwar immer noch, aber sicher nicht mehr ganz so, wie damals. SIE gehoerte sicherlich zu den pionierinnen. SIE hatte ein haus (das auch besungen wurde) im Laurel Canyon. damals so etwas wie der nabel der musikszene (sued)kaliforniens, von L.A. SIE ist im vergangenen jahr auch schon 70 geworden. SIE war im gegensatz zu vielen ihrer damaligen zeitgenossen, freunde und kollegen nicht dabei, schrieb, quasi als kompensation den (oft gecoverten) song: WOODSTOCK. nun duerften einige schon wissen, um wen es geht. die rede ist natuerlich von
JONI MITCHELL
eines ihrer imo eingaengigsten werke ist
Hejira
aus dem jahre 1976. fuer mich eines der meisterwerke dieser songpoetin. die schon immer, wenn sie wollte, auf die crème de la crème an musikern zurueckgreifen konnte. wie schon angedeutet, sie ist sicher auch nicht immer leicht eingaengig mit ihrer musik. aber: mir gefaellts. meistens. zugegeben, man muss schon den zugang zu ihrer musik finden. Joni Mitchell rockt nicht. ihr metier, ihre basis war folk und singer-/songwritertum. dazu einfluesse aus jazz und blues. auf Hejira sind die jazzeinfluesse nicht zu ueberhoeren, wenn sie auch nicht bestimmend sind. eher subtil. was nicht zuletzt einem teil der mitmusiker geschuldet ist: da sind vor allem Larry Carlton an der gitarre, und Jaco Pastorius am bass verantwortlich, weiterhin spielen noch Neil Young, John Guerin (drums), Victor Feldman (vibes), Max Benett (bass), Chuck Domanico (bass) Bobbye Hall (percussion), Abe Most (clarinet), Chuck Findley und Tom Scott (horns).
der Laurel Canyon duerfte seinerzeit, in den 60ern und 70ern des vergangenen jahrhunderts, eine kuenstler- und musikerdichte gehabt haben, die ihresgleichen suchte. Zappa, CSN, Canned Heat, Carole King, James Taylor, The Mamas & Papas, Jackson Browne, Chris Hillman, Roger McGuinn, Glenn Frey und Don Henley, John Densmore und Robbie Krieger and so on…auch John Mayall hat einige zeit dort verbracht und sich dort zu seinem (fuer mich) schoensten album „Blues From Laurel Canyon“ inspirieren lassen. ach ja, nebenbei, Joni Mitchell ist Kanadierin, wie einige andere grosse auch.
zur musikgeschichte des Laurel Canyons laesst sich fuer interessierte einiges unterhaltsam nachlesen im buch von Michael Walker: Laurel Canyon – Im legendaeren Tal des Rock’n’Roll.
btw.: einige meilen weiter liegt ein weiterer nicht ganz unbekannter Canyon - der Topanga Canyon. dort hatten u. a. die legendaeren Spirit und wohl auch Neil Young ihr domizil. einen einschlaegigen club gab es dort auch, den Topanga Corral. Canned Heat hatten ein album veroeffentlicht namens „Live At The Topanga Corral“ – aber den namen wohl nur aus rechtlichen gruenden gewaehlt – das album ist wohl im noch bekannteren Caleidoscope in L.A. aufgenommen. und ein Klipsch-guru aus good ol' Germany trieb auf seinem weg zu einer relaxten kaffeepause auch schon einmal eine (gelbe) Corvette durch eben diesen Topanga Canyon…so weit, so gut fuer heut.
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Re: AMERICANA / AMERICAN MUSIC

25. Feb 2014 20:10

nischen, sparten, schubladen, bezeichnungen noch und noecher. heute: americana? alternative country? country rock? outlaw country? red dirt music?
die coverart deutet es schon an, denim jeans style, fuenf berittene „cowboys“, die vor dem sonnenuntergang reiten…ich nenn es jetzt mal alternative country (rock).

RECKLESS KELLY – Somewhere In Time (By Pinto Bennett)

mittlerweile ist die band in Texas, genauer Austin, Tx ansaessig.
das besondere: alle songs stammen aus dem in Idaho beheimateten Pinto Bennett. das album ist also quasi eine hommage. im 22seitigen und damit schon eher ueppigen booklet auch nachlesbar. Pinto Bennett ist wohl so etwas wie der musikalische hero, ein grosser einfluss der jungs von Reckless Kelly. Bennett, auch aelteren semesters, duerfte mit seiner band, den Famous Motel Cowboys, ein alter, in der szene bekannter haudegen sein. Reckless Kelly selbst haben drueben, so wie ich das eruiert habe, eine in der szene durchaus eingefleischte fangemeinde, bei konzerten geht’s wohl auch recht ordentlich ab. nachzuhoeren und zu sehen auf „Reckless Kelly Was Here“ – die ich aber (leider?) nicht besitze. sei’s drum, man kann nicht alles haben…
sonst noch erwaehnenswert?
die Braun-family! wohl schon vom vater musikalisch gepraegt sind die brueder Cody und Willy Braun gruendungsmitglieder von Reckless Kelly. zur familie gehoeren auch noch Micky und Gary Braun, die in der band Micky And The Motorcars americana-sachen spielen. und von denen habe ich vor drei jahren leider ein konzert hier in der naehe verpasst…
lineup der band:
Willy Braun - rhythm guitar; Cody Braun - fiddle, mandolin; David Abeyta – lead guitars, mando-guitar, string electric guitar, piano; Jay Nazz – drums, percussion; Chris Schelske - bass
gaeste:
Pinto Bennett – vocals; Mark Sergio Webb – guitar, slide guitar; Teddy Ray Jones – fiddle and bow; Micky Braun – vocals; Joe Ely – vocals; Lloyd Maines – pedal steel guitar; Brian Standefer – cello; Bukka Allen – organ, accordion; Mickey Raphael – harmonica; Rob Matson – guitar
zwei zitate aus dem booklet:
„I don’t remember ever having so much fun in the studio as we did making „Somewhere In Time“. This is a record we have been talking about making for over ten years, and we are so excited to have finally gotten it done. These „Hardcore Cowboy“ songs are what we grew up listening to, and were some oft he first tunes we learned as Reckless Kelly. This record truly took us back to our roots and reminded us how cool „true country music“ can be.“
„This record is a tip of our hats to Pinto Bennett and The Famous Motel Cowboys for teaching us to be true to our music and ourselves.“
zur musik:
mit Little Blossom und The Ballad Of Elano De Leone rockt die scheibe erst einmal ordentlich los, mit Bird On A Wire wird der country-einfluss mit fiddle schon hoerbarer, aber immer noch uptempo. Everything I Could Do Wrong ist dann schon recht traditioneller country, song nr. 5 Some People’s Kids ist americana-pop, I Hold The Bottle, You Hold The Wheel dann schon wieder mehr country. so geht’s dann in einem fort…
meine favourites:
n° 1 „Little Blossom“, n° 2 „The Ballad Of Elano De Leone“, n° 9 „Pure Quill“, n° 11 „Thelma“, n° 12 „Somewhere In Time“.
man sollte insgesamt nicht unbedingt beruehrungsaengste zur countrymusik mitbringen. auch wenn’s hier regelmaessig (country)rockt.
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Re: AMERICANA / AMERICAN MUSIC

9. Mär 2014 19:10

dieses album war fuer sie der durchbruch. vermutlich nicht zu unrecht ihr bestverkauftes. jedenfalls verschaffte es ihr so richtig popularitaet. 1998 war das. die rede ist von Lucinda Williams und dem album
LUCINDA WILLIAMS – Car Wheels On A Gravel Road
mittlerweile wurde sie schon mehrfach u.a. fuer ihr songwriting ausgezeichnet. warum, dass ist auch auf diesem album nachzuhoeren.
die texte. die koennen, wenn man es von dieser seite sehen moechte, jedes klischee bedienen. ein beispiel? „Sittin‘ in the kitchen, a house in Macon, Lorettas’s singing on the radio, smell of coffee, eggs and bacon“, „Cotton fields stretching miles and miles, Hank’s voice on the radio, telephone poles, trees and wires fly on by“. auf der anderen seite doch so tief in des lebens realitaet verwurzelt. da gibt’s, klar, die ueblichen lovesongs, seien es nachbetrachtungen zu gescheiterten affaeren und beziehungen oder auch „ueber die schmetterlinge“ wenn die liebe frisch ist, songs ueber das scheitern…poetry, fiction, reality, entertainment…eigentlich schlicht „life“.
und erst die photos. vier sind es nur insgesamt, zumindest drei davon „classical U.S“. klischee und realitaet zugleich. AMERICA(NA) durch und durch.
album mixing (bis auf den song Metal Firecracker: (der grosse) Rick Rubin
auf diesem album (immer noch) dabei: Gurf Morlix, (Dr.) John Ciambotti und Donald Lindley, die Lucinda Williams schon lange begleiten. dazu noch ein paar grosse namen:
Roy Bittan – seit dem album Born To Run mitglied der E-Street Band
Steve Earle – americana-haudegen und schwergewicht
Buddy Miller – Nashville-/americana-haudegen und schwergewicht, gefragter gastmusiker (z. b. Levon Helms „Ramble At The Ryman) und solo-artist
Charlie Sexton an der gitarre
Emmylou Harris mit harmony vocals auf einem song…
…weiterhin noch dabei: Richard „Hombre“ Price, , Johnny Lee Schell, Bo Ramsey, Jim Lauderdale, Michael Smotherman, Ray Kennedy, Greg Leisz.
und nein, die vielzahl der beteiligten musiker fuehrt nicht zu inhomogenitaet…13 durch die bank hoerenswerte, sehr gut performte songs.
n° 1 Right In Time und n° 2 Car Wheels On A Gravel Road: schoener „americana pop“.
n° 3 2 Kool 2 Be 4-Gotten und n°4 Drunken Angel ordne ich mal als americana balladen ein.
n° 5 Concrete And Barbed Wire verwebt auf tolle art alternative country mit cajun-anleihen. nice: der southern accent von L. W. in der aussprache von „barbed wire“.
n° 6 Lake Charles wieder eine americana ballade, n° 7 Can’t Let Go rockt danach mehr…n° 12 Joy kann man als rockenden hoehepunkt bezeichnen, mit n° 13 Jackson klingt das album zart aus. eine grossartige kombi zum albumausklang…

…und zu beginn ihrer karriere war ihr genre, zumindest das, in dem man sie unterbrachte, das des alternative country. aktuell zum 25jaehrigen jubilaeum des auf Rough Trade veroeffentlichten „erstlings“
LUCINDA WILLIAMS
gibt es dieses 1988er album (es ist letztlich bereits Williams‘ drittes album, aber wohl das, welches ihre karriere begruendete). aus den booklet-infos: Rough Trade America war seinerzeit selbst noch ein eher neues aufstrebendes label, mit kuenstlern, die eher in anderen genres zu hause waren. es war veroeffentlichung Rough Trade US 47. cover ist das seinerzeitige original cover. die jubilaeumsausgabe ist erweitert um einen weiteren silberling, der das konzert vom 19.05.89 in Eindhoven mit 14 songs beinhaltet. drei weitere konzerte gab es damals. 16.05. in Muenchen, in der Manege, 17.05. in Koeln im Luxour und 18.05. in Hamburg im Logo. mal ehrlich: wer von uns kannte damals schon Lucinda Williams. waere auf’s konzert gegangen? dazu gibt’s dann noch weitere 5 livesongs auf dem zweiten silberling sowie eine koproduktion mit Taj Mahal.
beide silberlinge dieser veroeffentlichung haben irgendwie noch ein bisschen „den charme eines fruehwerks“. meine meinung. das gute songwriting deutet sich allerdings schon an. die damalige band, die das album aufgenommen hat bestand aus Lucinda Williams, Gurf Morlix, Dr. John Ciambotti und Donald Lindley. das nenne ich kontinuitaet…vgl. o. Car Wheels. auch damals bereits gastmusiker, die allerdings eher ergaenzende instrumente einbringen, z. b. fiddle, washboard, accordion. aber auch bereits mit Jim Lauderdale fuer harmony vocals, s. wiederum o. Car Wheels. allerdings, verglichen mit aktuellen moeglichkeiten, mit einem vergleichsweisem minibudget ($ 18.000) und somit auch entsprechend limitierter studiozeit…13 days, 8 for recording, 5 for mixing, produziert. irgendwo habe ich mal gelesen, dass L. W. da heute mit ganz anderen studiozeiten operiert (was u. a. wohl auch der grund fuer die groesseren abstaende zwischen den veroeffentlichungen ist).
dazu gibt es ausserdem noch ein, wie ich finde, schoen aufgemachtes und informatives 20seitiges booklet.
vielleicht noch anmerkenswert: bereits von diesem album wurden die songs „Passionate Kisses“ durch Emmylou Harris und „Changed The Locks“ durch Tom Petty gecovered. Changed The Locks uebrigens auf dem komplett durch Petty and the Heartbreakers eingespielten (und durch (yes, here too: Rick Rubin, Tom Petty und Mike Campbell produzierten) soundtrack zum film „She’s The One“. netter, „typisch amerikanischer“ (und wie ich finde recht schoener) film, gutes entertainment, mit gutem soundtrack bzw. einem schlicht guten Petty-album im durchaus typischen Petty-style. passt somit auch gut in diesen thread…
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Re: AMERICANA / AMERICAN MUSIC

22. Mär 2014 22:25

heute geht’s um, in seinen worten, „Cosmic American Music“.
oder schlicht: country. – naja, nicht wirklich mein ding. gaaanz gelegentlich gibt’s dann aber doch mal was. viel steht bei mir nicht…aber ich schaetze sie, die einfluesse der country music in der americana…
ein kollege von mir war damals dabei, als ich die (bestellte) cd abholte. als er die cd sah meinte er, ist das nicht so ein country-schnulzen-saenger? hm, yes, so kann man es durchaus auch sehen…ich war jedenfalls ueberrascht, dass Gram Parsons ihm ueberhaupt ein begriff war.
vorab: wer mit country und, ja, auch durchaus „schnulzigem“ suessstoff nix anfangen kann braucht nicht weiterlesen ;-)

er zaehlte (leider letztlich erst im nachhinein) zu den ganz grossen. und war auch einer, der drogen nicht ueberlebt hat…bereits 1973 mit nur 26 jahren verstorben (und da gibt es die, nun ja, anekdote, dass es kein gesetz zum diebstahl eines toten gab…). er hat weiter oben auf dieser seite schon einmal kurz erwaehnung gefunden. im beitrag zur Hill Country Revue. weil die Flying Burrito Bros., deren mitglied er seinerzeit war, bereits 1970 den Stones-song Wild Horses veroeffentlichten durften (unter der massgabe, den song nicht als singleauskopplung zu verwenden). moeglich war dies, weil er mit Mick Jagger und besonders auch mit Keith Richards befreundet war. geboren in Florida ist er auch irgendwann in den 60igern in kalifornien gelandet. und hatte ein haus, na wo wohl? yes, Topanga Canyon (s. a. o. im Joni Mitchell beitrag).
sie zaehlte und zaehlt zu den ganz grossen der country music. sie wurde hier ebenfalls bereits kurz erwaehnt – 1. im beitrag zur „The Last Waltz“-box von The Band und 2. im vorhergehenden beitrag zu Lucinda Williams. obwohl sie zu den ganz grossen zaehlt, von ihr findet sich nichts bei mir. bin halt doch nicht so der country music typ. die rede ist von Emmylou Harris. die unserem kuenstler von heute nach eigenem bekunden viel verdankt. sie schrieb deshalb die einfuehrenden linernotes zur heutigen vorstellung:

GRAM PARSONS – Sacred Hearts & Fallen Angels – The Gram Parsons Anthology

eine der diversen liebevoll und kompetent gemachten Rhino-veroeffentlichungen. aus dem jahre 2001.
kommerzieller erfolg war ihm nicht wirklich beschieden. vor den Flying Burrito Bros. war er auch voruebergehend mitglied der Byrds.
wie immer ein bisschen name-dropping: Chris Hillman, Sneeky Pete Kleinow, Leon Russell, Bernie Leadon (gruendungsmitglied der Eagles), Rick Grech (u.a. Traffic-umfeld und Blind Faith), Al Perkins, James Burton (Elvis-gitarrist), Emmylou Harris, Jagger und Richards hatten wir ja schon, Linda Ronstadt war mal mit backing vocals dabei.
know Woodstock? Joan Baez performing „Drug Store Truck Drivin' Man“? der song ist eine Parsons/Roger McGuinn-komposition (cd 2 n° 10).
Bee Gees? yes, auch das geht mit der bros. Gibb komposition, song n° 1 von cd 2, „To Love Somebody“.
anspieltips, wie immer natuerlich subjektiv, z. b.
cd 1: n° 11 One Hundred Years From Now, n° 14 Do Right Woman, n° 15 Dark End Of The Street, n° 18 Hot Burrito #1, n° 19 Hot Burrito # 2, n° 21 Older Guys, n° 23 Wild Horses
cd 2: n° 1 To Love Somebody, n° 4 A Song For You, n° 6 She, n° 7 The New Soft Shoe, n° 10 Drug Store Truck Drivin‘ Man, n° Brass Buttons, n° 12 California Cotton Fields, n° 16 $1000 Wedding, n° 17 Love Hurts, n° 18 Ooh Las Vegas, n° 22 The Angels Rejoiced Last Night

hoert man die musik heute, man meint, klassischen country zu hoeren. aber von Gram Parsons heisst es, er war ein inventor. er wurde seinerzeit als einer derjenigen bezeichnet, die country-rock „erfanden“ (lt. den einfuehrenden worten von Emmylou Harris hasste er diesen begriff). und dass war er seinerzeit wohl tatsaechlich – in dem sinne, dass er elemente aus R&B und Rock’n’Roll in die countrymusic einbrachte. und so ist es auch tatsaechlich. das laesst sich imo immer wieder gut in den piano- und den gitarrenparts heraushoeren. Chris Hillman beschrieb es so (auszug aus dem booklet) : „The best thing about the Burrito Bros. experience was plugging into Gram’s insight into more R&B stuff. We were both aware of the origins of both black and white music, and it was always out of the Baptist church. Certainly, we weren’t the first guys to blend it. Elvis did that, but Gram had a great vision – he’d take wonderful rhythm and blues ballads like „Do Right Woman“ and „Dark End Of The Street“ and make them into a country presentation, which really worked wonderfully. And that’s where he shined.“
James Austin von Rhino schrieb folgendes: „From the International Submarine Band to his solo albums, they all had moments of brilliance. His sound was one part Rock’n’Roll, one part Honky Tonk, and two parts heartache.“
wie haeufig bei Rhino: ein liebevoll und kompetent gestaltetes booklet mit infos + photos zu leben und wirken, zahlreichen zitaten von zeitzeugen (sogar Miss Mercy von den GTOs wird zitiert...da geht's u. a. um seine klamotten/anzuege), dazu anmerkungen zu jedem einzelnen song sowie infos zu musikern und produzenten der jeweiligen alben.
auch schoen gemacht: zum ende von cd 1 gibt’s noch ein interview-schnipsel von Gram – auf geraden strassen in Florida mit ‘nem grossem lkw – womit wir irgendwie auch wieder bei einem anderen, hier im thread bereits vertretenen grossen waeren, der es in seiner „trucker-hymne“ folgendermassen beschrieb: „i been from tucson to tucumcari tehachapi to tonapah driven every kind of rig that’s ever been made.“ – eben klassischer country-stuff...
und am ende von cd 2 gibt’s ein radio-werbejingle zum album GP.
damit ist das wesentliche beschrieben. bleibt nur noch eines: HOEREN. Gram Parsons und seine musik haben es verdient…


zum schluss noch eine kurze anmerkung. wie gesagt, ich bin nicht DER country-aficionado. aber, nun ja, mittlerweile ist auch country eben nicht mehr gleich country im sinne vom bekannten, traditionellen sogenannten „Nashville Country“. auch hier gibt’s viel neues, hat sich die „szene veraendert“, hat sich diversifiziert – und wer mal sehen moechte, was die gegenwaertigen jungs so drauf haben, der kann sich z. b. die auftritte von Vince Gill auf den Crossroads-DVDs 2007 und 2010 von Eric Clapton anschauen. das ist aller ehren wert…
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Re: AMERICANA / AMERICAN MUSIC

11. Apr 2014 20:17

um ihn geht’s heute nicht (obwohl er auf der heutigen scheibe vertreten ist): Clapton…Claptons’s Crossroads Guitar Festivals. ich war ja treuer kaeufer. mir haben sie alle gefallen. 2004, 2007, 2010. 2013 habe ich nicht. und ich tu mich auch schwer mit dem erwerb. warum? 2004, Cotton Bowl in Dallas? 2007 und 2010 im Toyota Park, Chicago. das hat gepasst. bei aller abwechslung doch viel blues. der gehoert durchaus nach Texas. und natuerlich zu Chicago. ausserdem: draussen, open air, richtig gute stimmung, relaxed atmosphere. aber dann: 2013. New York!!! Madison Square Garden!!! das geht fuer mich irgendwie gar nicht zusammen. naja, vielleicht hat er’s gemacht, weil sein „reunion“-concert mit Steve Winwood (uebrigens auch auf cd und dvd erhaeltlich (absolut hoerenswert fuer freunde ausgiebigen gitarren-gegniedels) im jahre 2008 dort erfolgreich vonstatten ging. wobei, die erste „reunion“ duerfte wohl auf besagtem Crossroads 2007 stattgefunden haben...

was aber dorthin passte, also in den Madison Square Garden, New York, und eigentlich auch in keiner anderen stadt stattfinden konnte und durfte:
„Bobfest“!
Bobfest, so taufte Neil Young die veranstaltung.

march 19, 1962, first album release of a new artist on Columbia Records.
october 16, 1992, the concert payin‘ tribute to the mentioned new artist.
wie sagt dieser kuenstler ueber sich selbst: „I’m just a guitar player“. trifft es damit durchaus und untertreibt doch masslos. jedoch, alles eine frage des blickwinkels. Dylan. simpel. komplex. polarisierend. kann er singen? ja. hat er eine singstimme? nein. songtexter? schriftsteller? poet? visionaer? realist?

JA, ICH BIN BEKENNENDER DYLAN-FAN!

2012 im mai verlieh ihm Barrack Obama die Presidential Medal of Freedom.
http://www.sueddeutsche.de/kultur/obama ... -1.1370327
http://www.rollingstone.com/music/news/ ... m-20120529

dem zweiten artikel habe ich folgendes entnommen:
als das Weisse Haus bekanntgab, dass Dylan einer der diesjaehrigen empfaenger sein wuerde, schrieben sie in einem statement, dass der rock & roll pionier „betraechtlichen / bemerkenswerten einfluss auf die buergerrechtsbewegung in den 60ern hatte und einen signifkanten impact auf die amerikanische kultur in den vergangenen 5 jahrzehnten.
When the White House announced that Dylan would be one of this year's recipients, they wrote in a statement that the rock & roll pioneer had "considerable influence on the civil rights movement of the 1960s and has had significant impact on American culture over the past five decades."
At the ceremony, President Obama said of Dylan, "There is not a bigger giant in the history of American music,"
dem ist nichts hinzuzufuegen. ueber Dylan’s beitrag zur amerikanischen musikgeschichte muss (und will) ich nichts weiter schreiben (denn das wiederum haben bereits zahlreiche andere fundiert getan). weil das alles aber auch „allgemeingut“ ist, sprich, fast jedermann bekannt, habe ich bislang keinen grund gesehen, Dylan hier im thread unterzubringen.

zitat der ersten zeilen aus der konzertkritik von Anja Wasserbach im „Suedkurier“ vom 23.04.2007 zum konzert von Bob Dylan am 20.04.07 in der Stuttgarter Porsche Arena:
„es gibt konstanten in der popularmusik, auf die kann man sich einfach verlassen. Bob Dylan natuerlich, der ist so eine. Und zugleich ist er ein mythos der musikgeschichte, eine lebende legende, bei ihm sei diese phrasendrescherei ausnahmsweise erlaubt…“

seit „urzeiten“ habe ich bereits die ursprünglich doppel-cd, erschienen 1993. heuer „in neuem gewand“, sprich neu remastered (d. h. durchaus mit klanggewinn, ich finde ihn etwas, sagen wir transparenter, etwas druckvoller und detaillierter), neu gestaltetem booklet und zwei sog. bonustracks wiederveroeffentlicht. die bonustracks sind rehearsals (proben) von Eric Clapton und Sinead O’Connor, letztere insofern bemerkenswert, als der offizielle auftritt von ihr gewaltig missriet, die gruende hierfuer mag ich nicht weiter eroertern, darf jeder interessierte selbst eruieren. imo haben sich hier sowohl publikum wie kuenstlerin nicht gerade wohlfeil verhalten…sei’s drum. dem gesamtevent tut das letztlich keinerlei abbruch. eine imo grossartige veranstaltung, grossartiges lineup, grossartige kuenstler, die ausschliesslich Dylan-songs performen und ihm tribut zollen. ehre, wem ehre gebuehrt.

aber es geht noch besser: das konzert wurde gleichzeitig auf bluray veroeffentlicht!
und dass lohnt sich nun erst recht (meine bescheidene meinung, darf aber auch jeder anders sehen). die bluray beginnt mit ein paar szenen, Dylan in den 60ern und 70ern, eine kurze zeitreise zur musik von All Along The Watchtower – nice to watch. dazu ein paar rehearsal-szenen.
und dann gibt’s das konzert. zur cd ergaenzt um den verunglueckten Sinead O’Connor auftritt (nicht der hoerenswerte rehearsal-song der cd) und Clapton mit Love Minus Zero/No Limit, dafuer rutscht John Mellencamp‘s Leopard-Skin-Pill-Box-Hat in den bonus.

"There is not a bigger giant in the history of American music," – das kommt auch durch die vielfaeltigen interpretationen seiner songs, wohl gemerkt eben alles Dylan-songs, sowie den unterschiedlichen interpreten = unterschiedlichen interpretationen zum ausdruck: zu hoeren gibt es seine songs im rock-, folk-, irish folk-, country-, r&b-, sou-l und gospel-gewand. kurz gesagt, „americana“ in den unterschiedlichsten auspraegungen.

und damit kommen wir zum lineup, den mitwirkenden: John Mellencamp with special guest Al Kooper (letzterer immerhin schon organist auf Dylan’s 65er meilenstein Highway 61 Revisited), Stevie Wonder, Lou Reed, Eddie Vedder und Mike McCready (Pearl Jam), Tracy Chapman, June Carter Cash und Johnny Cash, Willie Nelson, Kris Kristofferson, Johnny Winter, Ron Wood, Richie Havens, The Clancy Brothers with Robbie O’Connell & Tommy Makem, Sinead O’Connor, Neil Young, Chrissie Hynde, Eric Clapton, The O’Jays, The Band, Mary Chapin Carpenter & Rosanne Cash & Shawn Colvin, George Harrison, Tom Petty & The Heartbreakers, Roger Mc Guinn (Byrds), and the man himself, Bob Dylan.
die „backing band“ besteht aus dem „musical director“ und gitarristen G. E. Smith (immer wieder deutlich zu sehen, er hat die „oberherrschaft“ und kontrolle), Booker T. an den keys, Steve Cropper an der gitarre, Donald „Duck“ Dunn sowie Jim Keltner und Anton Fig an den drums (aehm, ja, quasi aehnlich wie bei The Concert For The Rock And Roll Hall Of Fame).
respektvoll: die zwischenzeitlich verstorbenen kuenstler sind „in memoriam“ im booklet aufgefuehrt: Johnny Cash; June Carter Cash; Bobby, Liam und Paddy Clancy; Rick Danko; Don Devito: Donald „Duck“ Dunn; Howie Epstein; George Harrison; Richie Havens; Levon Helm; Tommy Makem; Lou Reed.
das booklet selbst wurde auch ueberarbeitet und gibt einige infos zu den kuenstlern bzw. deren verbundenheit zu Dylan.

meine subjektiven favoriten:
John Mellencamp – Like A Rolling Stone
Lou Reed – Foot Of Pride
Eddie Vedder und Mike McCready – Masters Of War
Willie Nelson – What Was It You Wanted
Johnny Winter – Highway 61 Revisited
Ron Wood – Seven Days
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Re: AMERICANA / AMERICAN MUSIC

12. Apr 2014 08:00

zu obigem beitrag, den abbildungen, damit niemand versehentlich einem irrtum unterliegt:
die version mit dem weissen hintergrund ist die alte cd-ausgabe aus 1993 - die aktuelle 2014er ausgabe ist die blaue, wie bei der bluray-abbildung.
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Re: AMERICANA / AMERICAN MUSIC

12. Apr 2014 14:42

Danke für den Tipp, Bucky.
Ich habe "All Along the Watchtower" mit Neil Young als Highlight in Erinnerung.

Kannst Du mal etwas zum Tonformat sagen.
Ein Käufer beklagt sich, dass es nur Stereo sei.
In der Beschreibung steht: Italienisch (Dolby Digital 5.1)

Grüße
Biber2
 
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Re: AMERICANA / AMERICAN MUSIC

12. Apr 2014 18:01

servus biber,
Ich habe "All Along the Watchtower" mit Neil Young als Highlight in Erinnerung.

ja, der gute Neil rockt bei "All Along The Watchtower" schon ordentlich. Neil, und nicht nur er, haben offensichtlich maechtig spass. weshalb ich es (fuer mich) nicht als highlight benannte: wie schon gesagt, Neil ist gut drauf, die band rockt, aber: mir fehlt (fuer diesen song) die intensitaet von Neil gemeinsam mit Crazy Horse. zugegeben, der "vergleich" hinkt im zusammenhang mit dem Bobfest und ist nicht ganz fair...
Kannst Du mal etwas zum Tonformat sagen.

ist "nur" stereo. ich muss mich auch nicht beklagen. denn bei mir gilt "stereo only".
gruss
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Re: AMERICANA / AMERICAN MUSIC

18. Apr 2014 11:44

singer, songwriter, actor. und einiges mehr...
auf dem „Bobfest“ hat er einige kuenstler angesagt. „I’ll Be Your Baby Tonight“ hat er selbst performed.
und ich haette am 13.09.13 vielleicht doch in den Circus Krone gehen sollen. konzert von Kris Kristofferson…wird so haeufig wohl auch nicht mehr hier in der gegend unterwegs sein.

sein debut war durchaus eines der extraklasse. um dieses soll es heute gehen. in der „American Milestones“-serie von Columbia/Legacy wiederveroeffentlicht:

KRIS KRISTOFFERSON - Kristofferson

erstmalig 1970 erschienen auf Monument Records unter Monument 18139.
was ist zu hoeren? singer/songwriter auf ausgepraegter countrybasis. fuer manche ist es vermutlich gelegentlich zu „schmalzig / schmusig“, insbesondere dann, wenn die streicher im spiel sind. rocken tut’s hier definitiv nicht. ist ja aber auch kein reiner rockmusik-thread hier. insgesamt 16 songs, davon 4 als bonustracks, die es seinerzeit nicht auf das album schafften, aber wohl aus der damaligen aufnahmesession stammen. alle songs sind geschrieben von Kristofferson, lediglich 3 weisen eine co-autorenschaft auf.
linernotes gibt’s von Fred Foster (gruender und damaliger chef von Monument), von Billy Swan, Johnny Cash und Al (Cooley) Bianculli (VP, A&R Atlantic Records).
daraus kurz zitiert...
Fred Foster: „Johnny Mercer believed that songwriting was a gift…Kris has never written a song I think can be improved. Each word and each note can not be imagined any other way…“
Billy Swan: “…Kris is a songwriter’s songwriter…“
Al Bianculli: „…Kris was the center of a group of talented „hippie troubadours“ who were hell bent of writing great country songs. Besides Kris, this group included, Newbury, Guy Clark, Donnie Fritts, Chris Gantry, Martha Sharp, Lee Clayton*, Billy Joe Shaver, among others. This group of guitar hustlers (not a briefcase writer among them) hung out, smoked, drank and did all things of mind altering crap in an attempt to come up with that unique idea, that special turn of a phrase that would make their fellow songpoets wish they had come up with…“
(*Lee Clayton hatte hier im thread ja auch schon „seinen“ post...)

fuer einen ueberblick, was so zu hoeren ist, empfehle ich
n° 2 – To Beat The Devil (in der Ansage uebrigens John and June gewidmet – mir gefaellt auch der text ausgesprochen gut)
n° 3 – Me And Bobby McGee
n° 5 – Help Me Make It Through The Night
n° 6 – The Law Is For Protection Of The People
n° 7 – Casey’s Last Ride
n° 8 – Just Another Side Of Nowhere
n° 10 – For The Good Times
n° 11 – Duvalier’s Dream
n° 12 – Sunday Mornin‘ Comin‘ Down (auch hier gilt: imo klasse text)

meine favoriten sind
– Me And Bobby McGee*
– Help Me Make It Through The Night*
– The Law Is For Protection Of The People
– Casey’s Last Ride
– Sunday Mornin‘ Comin‘ Down*
*diese songs duerfte vmtl. fast jeder schon einmal in der ein oder anderen version gehoert haben.
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Re: AMERICANA / AMERICAN MUSIC

23. Apr 2014 22:22

das heutige album taucht u. a. zum einen aus diesem grunde auf (aus dem 1. absatz der linernotes):“…For the artists invited to participate on this album, as well as the songs they’ve chosen to record, this tribute shares one simple truth: Waylon Jennings embodied the very spirit of American Music itself…“ und zum zweiten aus dem bezug zum vorherigen album, ebenfalls aus den linernotes:“…But it was Kris Kristofferson whose lyrics Waylon credited with bringing a new maturity and sophistication to country. The two men would continue to inspire each other for over 35 years…“

Outlaw-Country - ist die bezeichnung fuer musiker bzw. einen stil, der nicht dem von den studios bzw. grossen labels in Nashville entsprach. die befanden sich offenbar seinerzeit, ende der 60er, in einer sagen wir mal „kreativen krise“, es gab diese mainstream-einheitsware (in den linernotes mal als „glossy ‚Nashville Sound‘ formula“ bezeichnet). als gegenbewegung der, nennen wir diese einmal „nichtangepassten“, entstand die sog. outlaw-countryszene. hierzulande bekannteste protagonisten u. a. sicherlich Waylon Jennings, Willie Nelson, Johnny Cash, Kris Kristofferson.
ich wiederhole mich, ich bin nicht so der country-typ. kenn mich da auch nicht wirklich aus. von Willie Nelson z. b. findet sich bei mir (leider) gar nichts, gleiches gilt auch fuer Waylon Jennings. aber zu diesem habe ich immerhin
Lonesome, On’ry And Mean – A Tribute To Waylon Jennings
in meinem regal.
veroeffentlicht 2003 gibt’s hier 15 songs interpretiert von 15 kuenstlern juengeren und aelteren semesters. mit unterschiedlichem background. auch dabei: Kris Kristofferson. etwas ueberraschend vielleicht: Norah Jones. fuer mich richtig ueberraschend: Henry Rollins (alter Black Flag shouter, spaeter auch mit seiner Rollins Band gut unterwegs, "literat", schauspieler).
im booklet einige infos ueber Waylon Jennings und outlaw-country, die interpreten mit kurzen gedanken ueber ihre verbindung zu Waylon Jennings.
die (von den kuenstlern fuer dieses tribute ausgewaehlten) stuecke sind nicht alles Waylon Jennings-kompositionen, es gibt 9 fremdkompositionen, die aber vermutlich alle irgendeinen zusammenhang zu Waylon Jennings aufweisen.
insgesamt ist es ein sehr gelungenes americana-album, immer countrybasiert, aber durch die verschiedenen kuenstler doch auf seine weise abwechslungsreich. zu hoeren gibt es folgende artists und songs:
GUY CLARK – Good Hearted Woman
NANCI GRIFFITH – You Asked Me To
DAVE ALVIN – Amanda
NORAH JONES – Wurlitzer Prize (I Don’t Want To Get Over You)
COWBOY JACK CLEMENT with PAM TILLIS – Let’s All Help The Cowboys (Sing The Blues)
JOHN DOE – Only Daddy That’ll Walk The Line
JUNIOR BROWN – Nashville Rebel
ROBERT EARL KEEN – Are You Sure Hank Done It This Way
CARLENE CARTER – I’ve Always Been Crazy
RADNEY FOSTER with ROGER CREAGER – Luckenbach, Texas (Back To The Basics Of Love)
ALLISON MOORER – Storms Never Last
KRIS KRISTOFFERSON – I Do Believe
ALEJANDRO ESCOVEDO – Lock, Stock And Teardrops
THE CRICKETS – Waymore’s Blues
HENRY ROLLINS – Lonesome, On’ry And Mean
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Re: AMERICANA / AMERICAN MUSIC

27. Apr 2014 11:56

tja, kein uebermaessig beeindruckendes album. musikalisch eher belanglos. laufzeit mit 33:15 recht mager. muss man nicht wirklich haben. deshalb auch nicht zu viel worte. aber: es passt zu den vorherigen posts. es passt in diesen thread. und einige ordentliche songs weist es doch auf.
Kris Kristofferson, Willie Nelson und Johnny Cash hatten ihren anteil am o. g. Bobfest, traten dort auf. Waylon Jennings wurde o. g. tribute gewidmet. diese vier miteinander spielten in den 80ern/90ern in einer gemeinsamen „band“. und veroeffentlichten 1990
HIGHWAYMEN – Highwayman 2
die scheibe habe ich seinerzeit nur aus einem einzigen grund erworben: song n° 1 ist der „Silver Stallion“, schon auf seite 1 dieses threads erwaehntes Lee Clayton-cover. gelungene country-adaption.
die vier herren sind ohne uebertreibung, ohne zweifel vier superstars des country. aber dieses album als ganzes haut mich (musikalisch) wirklich nicht um. eingangs bereits geschrieben, musikalisch eher belanglos, ohne ecken und kanten glatt geschliffen und poliert, „weichgespuelt“ produziert. einzig am gesang gibt’s wirklich nichts auszusetzen, der ist wirklich gut.
und folgende songs gefallen mir dann doch:
n° 1 – Silver Stallion
n° 2 – Born And Raised In Black And White
n° 5 – American Remains
n° 10 – Texas
was fuer mich den reiz von song n° 8, „Songs That Make A Difference“ ausmacht: der text bezieht sich auf die „songwriting-zeit“ ende der 60er, konkret 1969, die hier sowohl bei der Kristofferson- wie auch der Jennings-vorstellung schon in aller kuerze erwaehnt wurde.
und zwei der o. g. songs find ich auch richtig gut: Silver Stallion sowie American Remains.
recht preisguenstig zu haben, aktuell wuerde ich aber fuer geringen aufpreis die „ausgabe“ „The Highwaymen Collection“ kaufen, hier sind die alben Highwaymen 1 + 2 auf einer cd zusammengefasst - dann passt's auch mit der laufzeit.
damit bin ich nun aber auch am ende meiner kleinen „country-ecke“ angelangt…
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Re: AMERICANA / AMERICAN MUSIC

25. Mai 2014 21:13

der mann ist in den 60ern auch in Nashville gelandet...
...und es begab sich, dass just zur selben zeit, als Kris Kristofferson sein debut auf Monument gab ein weiterer von mir hoch angesehener und geschaetzter kuenstler ebenfalls bei Monument sein debut veroeffentlichte.
unverwechselbar. wenn man ihn hoert erkennt man ihn sofort.
er war, wie auch Kris Kristofferson um 1969 herum, bei Monument unter vertrag. und publizierte eben dort seine folgenden alben:
Black And White - Monument SLP 18114 aus 1969
…Continued - Monument SLP 18133 aus 1969
Tony Joe - Monument SLP 18142 aus 1970
TONY JOE WHITE
bandmitglied (bass) von Kris Kristofferson war u. a. Billy Swan. der ja auch, neben anderen, linernotes zu o. g. Kristofferson re-issue verfasste. nun, eben dieser Billy Swan war produzent der ersten beiden o. g. scheiben, zusammen mit TJW hoechstpersoenlich co-produzent der dritten.
einer meiner ersten beitraege hier galt bereits ihm…und damals schrieb ich: „wer mag und die moeglichkeit hat sollte auch mal Conjure Woman in der 98er version mit der 70er urfassung aus dem dritten TJW-album Tony Joe vergleichen. … ich werde bei gelegenheit irgendwann hier im threat noch anderes von TJW kurz vorstellen.“ nun, jahre spaeter ist’s soweit.
yep, da sind wir also nun wieder bei: Tony Joe White.
o. g. drei alben wurden von Warner Bros. auf CD, ebenfalls mit (je zwei) bonus-tracks wiederveroeffentlicht.
Swamp Music. so wurde seine musik benannt. oder „kategorisiert“. dieser name ist aber wohl eher ausschliesslich an der herkunft Tony Joe Whites orientiert. und dem fakt geschuldet, dass sein sound doch eher „unique“ ist.
kurz zu den einzelnen scheiben:
Black And White kam 1969 als Monument 18114 heraus, ist wunderbar old fashioned, gelegentlich mit streichern, harmonica, horn section, querfloete und hammond instrumentiert. wie es damals im r&b ueblich war. es rockt und hat groove, „schnulzt“ gelegentlich, aber letzteres auf imo derart hohem niveau, das zumindest ich die songs, kann ich nicht anders schreiben, schlicht gut finde. laesst sich wirklich schoen anhoeren im wahrsten sinne des wortes (songs n° 9, Little Green Apples und n° 10, Wichita Lineman oder auch der Bacharach-klassiker Look Of Love, n° 11). Monument hatte seinen Sitz zwar in Nashville, aber der Memphis r&b-einfluss im STAX-style ist nicht zu ueberhoeren. die texte „verarbeiten“ oder spiegeln schlicht das leben. das, was die linernotes gleich zu beginn aussagen entspricht den tatsachen: "er ist nicht einfach ein weiterer saenger. es klingt einfach nur nach / wie Tony Joe White. er ist nicht die kopie irgendeines anderen kuenstlers…hier ist der beweis, dass soul, S.O.U.L. buchstabiert, nicht in farbiger (resp. schwarzer) verpackung daher kommen muss. schwarz oder weiss…"
dazu gibt es auf der Warner-cd-reissue zwei bonus songs, es handelt sich hierbei um seine erste Monument-single, aufgenommen im dezember 1966 und hier das erste mal auf album erschienen – hoert man uebrigens, dass die single noch etwas frueher als das album entstand, es swampt noch nicht ganz so...
anspieltips: n° 1, Willie And Laura Mae Jones, n° 2, Soul Francisco, n° 3, Aspen Colorado, n° 6, Polk Salad Annie, n° 8, Scratch My Back, n° 9, Little Green Apples und n° 10, Wichita Lineman.
Continued – ebenfalls noch im jahre 1969 erschienen. offensichtlich war schon einiges material vorhanden. produziert wiederum vom oben bereits erwaehnten Billy Swan. was insofern hoerbar ist, als Continued insgesamt dem erstling stark aehnelt. diese zwei alben sind, wenn man so will, austauschbar. aber: hier findet sich nun der erste TJW-song, der zum richtigen klassiker geworden ist, oftmals gecovert: Rainy Night In Georgia. aufgenommen wurde das album in Nashville und, „wo sonst“, in Memphis. es rockt und groovt wiederum, hat funky r&b-elemente, dazu die schmusesongs und ballads – in den worten von TJW: „swamp music, down to earth, a sort of earthy soul music“. das ist zutreffend beschrieben, nichts anderes ist es. hochwertiges songwriting, ebenso kompetent wie einfuehlsam eingespielt und produziert. auch hier zwei bonustracks, die zweite TJW Monument single, ebenfalls das erste mal auf einem album zu finden.
meine anspieltips hier: n° 1, Elements And Things, n° 2, Roosevelt And Ira Lee, n° 3, Woodpecker, n° 4, Rainy Night In Georgia.
anders kommt das dritte werk, Tony Joe aus 1970, daher. ebenfalls recorded in Nashville and Memphis. mein kleiner persoenlicher favorit der ersten drei scheiben. geschmackssache. und ich mag den r&b-style der vorgaenger durchaus. hier kommt die musik aber straighter daher. diese scheibe rockt am meisten. nicht so „opulent“ instrumentiert und produziert wie die vorgaenger. reduzierter. was vielleicht auch daran liegen mag, dass Billy Swan nur noch co-produzent ist, ansonsten TJW himself als produzent agiert. mehr rock, mehr blues, weniger strings and horns. mehr harmonica und auch akustische gitarre. hier erscheint das erste mal Conjure Woman, wie bereits geschrieben ganz interessant der „stil“vergleich im wandel der zeiten, 1998 fuer One Hot July erneut eingespielt. dazu zwei klassiker, Hard To Handle und dass John Lee Hooker stueck Boom Boom. ebenfalls hier mit zwei bonustracks versehen, wie kann es anders sein, seine dritte Monument single, recorded january 1968.
meine favourites: n° 1, Stud Spider, n° 2, High Sheriff Of Calhoun Parrish, n° 3, Widow Wimberly, n° 5 Conjure Woman, n° 8, What Does It Take, n° 11, Boom Boom
BUT…
…THE BEST IS YET TO COME...
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Re: AMERICANA / AMERICAN MUSIC

30. Mai 2014 09:12

btw, zum vorherigen beitrag: diese ersten drei monument-alben + Isle Of Wight live performance. gibt’s auch als box set aus 2007 von Rhino Handmade, Swamp Music: The Complete Monument Recording, allerdings nicht mehr preisguenstig. habe die veroeffentlichung seinerzeit leider auch verpasst…

well, the best…
…ist natuerlich rein subjektiv.
im laufe der jahre hat TJW seinen stil weiter entwickelt, perfektioniert. swamp music. naja, schlicht TJW-music. unverkennbar nach wie vor seine stimme und die art seines (sprech)gesangs. dazu sein ihm eigenes reduziertes gitarrenspiel, the way he’s hittin‘ the notes… „kultiviert“ hat er seinen sound, seinen stil. ausgereift ist’s zum stilmittel geworden. unverkennbar.

heute weitere drei auf ihre weise lohnenswerte neuere silberlinge von TJW. alle aus diesem jahrtausend.
beginnen wir mit passenderweise mit
The Beginning
aus dem jahre 2001
TJW himself – d. h. keine band, sondern TJW solo mit vocals, guitar, harmonica.
aus den linernotes: „This album has been with me for most of my life…I started in early fall, and finished in late winter. I left 3 microphones plugged up in the studio, in the old house with the high ceilings and wooden floors, and the guitar and harmonicas were always close at hand. I would go for long periods of time without touching either, and then some days the feeling would be right, and i would sit down and let the music come out. This is all the freedom I could ever hope for.“
my favourite songs:
n° 1 Rich Woman Blues, n° 3 Ice Cream Man, n° 5 Drifter, n° 6 More To This Than That, n° 9 Clovis Green, n° 10 Rebellion, von diesen insbesondere 5 und 9.

The Heroines
aus dem jahr 2004.
song n° 1 und n° 12 sind je instrumentales intro und extro. schlicht und schoen, stimmungsvoll.
das spezielle, echte highlights sind die fuenf gesangsduette mit Shelby Lynne, Lucinda Williams, Michelle White, Emmylou Harris und Jessi Colter (uebrigens die witwe von Waylon Jennings). mein absoluter favorit n° 2, Can’t Go Back Home mit Shelby Lynne, ausserdem Fireflies In The Storm mit Jessi Colter.
Ice Cream Man & Rich Woman Blues von The Beginning mit band. das heisst, der Ice Cream Man rockt und der Rich Woman Blues shuffelt im r&b style und bluest. das sind fast andere songs in dieser form.
ueberhaupt, eingespielt mit kompletter band, das heisst mit bass, drums, B3 organ, trumpet, saxophone, cello and fiddle.

Uncovered
aus 2006
wieder fuenf duette. diese allerdings im gegensatz mit ausschliesslich maennlichen partnern eingespielt. als da sind Mark Knopfler, Eric Clapton, J.J. Cale, Waylon Jennings und Michael McDonald (Doobie Brothers). die (logischerweise) nicht nur vokale beitraege leisten.
Rebellion von The Beginning gibt’s hier mit band. ausserdem „remake“ des klassikers Rainy Night In Georgia sowie Taking The Midnight Train und Did Somebody Make A Fool Out Of You.
was die band angeht, bis auf Carson Whitsett an der B3 andere mitspieler, aber insgesamt aehnlich instrumentiert. klasse background vocals der The Settles Connection, Odessa, Calvin und Shirley Settles sowie Todd Suttles.

alle drei scheiben sind absolut hoerens- und lohnenswert. wenn man denn die musik von TJW an sich mag. klanglich gut, gut produziert, fetter sound. die anspieltips sind meine favoriten, allerdings bewegen sich letztlich alle songs auf gleich hohem niveau. nicht nur die duette sind hoerenswert, beispielhaft sei hier nur Run For Cover von Uncovered genannt. unbedingte empfehlungen, must haves von mir sind die drei heute vorgestellten alben plus One Hot July. schlicht weil sie sich in jeder weise auf der hoehe der zeit befinden. und vom ersten bis zum letzten titel keinen ausfall aufweisen.
zum neuesten album Hoodoo kann ich an dieser stelle leider nichts beitragen, weil nicht vorhanden. soll aber auch gelungen sein.
wer TJW mag, sollte auch J.J. Cale moegen. et vice versa. two real masters.
TJW, je aelter desto besser…auf gereifte art und weise. nicht wild und ungestuem, eher totally sophisticated…schlicht zum geniessen, zum HOEREN. have fun, enjoy listening...
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Re: AMERICANA / AMERICAN MUSIC

9. Jun 2014 14:06

SUMMERTIME
it's hot, summer’s back. ich habe mich entschlossen ueber den sommer regelmaessig alben zu posten, die fuer mich irgendwie sommermucke darstellen, die ich in der warmen / heissen jahreszeit am liebsten / haeufigsten hoer. strand- und pool(bar)-musik. das alles bewegt sich im bereich black, (jazzy) funk, soul, r&b. die vorstellungen werden knapp, ohne sonderlich viel geschwafel daherkommen. da mein musikalischer schwerpunkt in den letzten jahren allerdings eher woanders lag sind es nicht die unbedingt neuesten scheiben. das faengt daher an bei „klassikern“ so um 1970 an und hoert auf so um 2000. den anfang macht, african influences included,
HUGH MASEKELA – The Boys Doin‘ It
eine compilation des suedafrikanischen (star)trompeters vom verve-label aus 1998, kompiliert aus titeln der alben „The Boys Doin‘ It“, „Colonial Man“, „Melody Maker“ und „You Told Your Mother Not To Worry“. 12 titel mit schoener laufzeit von 71:31. gibt’s aber neu leider nicht mehr wirklich guenstig…
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Re: AMERICANA / AMERICAN MUSIC

14. Jun 2014 11:39

1972 veroeffentlicht:
WAR – The World Is A Ghetto
auszuege aus den linernotes von Barry Alfonso bringen es auf den punkt:
„If „All Day Music“ was War’s breakthrough album, „The World Is A Ghetto“ was their first masterpiece…By turns celebratory, reflective, gritty and lyrical, „The World Is A Ghetto“ transcended musical, ethnic, and national boundaries in it’s appeal…“The World Is A Ghetto“ boasted some oft he meanest, tightest grooves of any LP of its day – its social and political significance was a bonus…one thing is certain: „The World Is A Ghetto“ was a phenomenally popular LP, the bestselling album of 1973. Whether appreciated as a commentary on the human condition or just an exceptional batch of funk/latin/pop/rock, it remains an outstanding, influential work…The 1970s were a time of increasing social and racial division, reflected by the increasingly rigid categorization of pop music into „rock“, „R&B“, „jazz“, „disco“ and so on. „The World Is A Ghetto“ was one of those rare albums that broke down such barriers with powerful music and a universal theme. It remains perhaps War’s most lasting recorded achievement.“
die seinerzeitige besetzung und instrumentierung:
Howard Scott: guitar, percussion, vocals
B.B. Dickerson: bass, percussion, vocals
Lonnie Jordan: organ, piano, timbales, percussion, vocals.
Harold Brown: drums, percussion, vocals
Papa Dee Allen: conga, bongos, percussion, vocals
Charles Miller: clarinet, alto, tenor & baritones saxes, percussion, vocals
Lee Oscar: harmonica, percussion, vocals
angeblich sind ja listen derzeit total angesagt. also:
n° 444 on Rolling Stone’s „500 Greatest Albums of All Time“
ich habe die "alte" ausgabe, wuerde heute zur "remastered & expanded 40th anniversary edition" greifen...
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Re: AMERICANA / AMERICAN MUSIC

14. Jun 2014 19:30

Hier noch etwas empfehlenwertes!
Social Distortion - Hard Times and Nursery Rhymes

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Tolles Album! 8-)
 
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Re: AMERICANA / AMERICAN MUSIC

18. Jun 2014 20:04

Hot Pants In The Summertime…like ;)
in diesem falle ist schlicht ein song auf dem heute vorgestellten album so betitelt.
Detroit, motorcity, Motown, The Temptations.
Memphis, u. a. r&b, soul, Rufus Thomas, Stax.
zusammen fuehren dies The Dramatics. eine gesangsgruppe im stile der Temptations, auch urspruenglich aus Detroit stammend, aber irgendwie bei Stax gelandet. dort veroeffentlichten sie 1971
THE DRAMATICS – whatcha see is whatcha get
in der 2011er remaster-ausgabe sind die 8 titel des originalalbums um 10 bonus tracks ergaenzt (das nachfolgealbum „A Dramatic Experience + 2 weitere songs), somit ordentlicher laufzeit.
beispielsweise mal in n° 1 Get Up And Get Down, n° 4 Whatcha See Is What You Get, n° 5 In The Rain, n° 6 Gimme Some (Good Soul Music), n° 8 Mary Don’t Cha Wanna, n° 9 The Devil Is Dope, n° 13 Jim, What’s Wrong With Him, n° 16 Beware Of The Man (With The Candy In His Hand) reinhoeren. dazu gibt’s noch die „ueblichen“ balladen +, naja, schmusesongs wenn man so will. aber schoen…
feiner 70ies r&b / soul…
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Re: AMERICANA / AMERICAN MUSIC

22. Jun 2014 21:00

springen wir mal 10 jahre weiter vor. 1981 und 1982 wurden zwei lohnenswerte alben von
GIL SCOTT-HERON veroeffentlicht:
Reflections
und
Moving Target
ein auszug aus den linernotes von GSH zu Moving Target bringt es auf den punkt: „We believe that the diverse backgrounds and experiences of our people demand a presentation where reggae, salsa, poetry, blues and just plain funk come together with innovation“. grossartig umgesetzt wird`s durch die seinerzeitige feste band „Amnesia Express“, die imo zu selten in diesem zusammenhang genannt wird.
nicht zuletzt steht GSH auch fuer „spoken word“ performances. mag manchen stoeren, gehoert bei GSH aber einfach dazu. und wenn man ehrlich ist, dass laesst sich durchaus anhoeren. ist halt kein gesang, es wird schlicht ueber rythmus / melodie gesprochen statt gesungen. auf Reflections haeufiger, ist das bei n° 4 Morning Thoughts, n° 5 (Marvin Gaye’s) Inner City Blues und n° 7 „B“Movie der Fall, auf Moving Target nur bei n° 7 Black History / The World. die poetry ist auch regelmaessig (sozial)kritisch gepraegt.
Reflections ist musikalisch vielleicht noch etwas jazziger oder „freier“, Moving Target etwas, wenn man so will, eingaengiger, die songs Fast Lane sowie Washington D.C. und Blue Collar haben schon richtig was...
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Re: AMERICANA / AMERICAN MUSIC

2. Jul 2014 18:06

dauerregen heute nachmittag. aber: es ist nach wie vor sommer. therefore: time for some sunshine music!
and again: way back. zehn jahre, um genau zu sein. 1971 again. das debut. richtig schoene scheibe. noch kein weichgespuelter polierter, poppiger, toter chart-scheiss. nein, hier leben die band und musik. und wie…
imo total unterschaetzt, dieses debut. ein einziges manko gibt’s. laufzeit: magere 30 min. aber die lohnen sich. groovy, mit drive, packendes geblaese, gitarre, percussion, treibende rhythm section…
EARTH, WIND & FIRE – Earth, Wind & Fire

diese jungs lohnen sich auch in ueberwiegend live:
EARTH, WIND & FIRE – Gratitude
aus 1975. ein hybrid. hat’s ein paar mal gegeben, dass ein "live-doppel"album veroeffentlicht wurde und die liveaufnahmen um ein paar neue studiosongs ergaenzt wurden. so auch hier. (sagenhafte) mitschnitte der 75er tour ergaenzt um ein paar neue titel. tolle scheibe, bis auf das ende, wo es dann, mit den studiosongs, schon in richtung dieser spaeteren schoen polierten langeweile driftet. ok, langeweile ist vielleicht ueberspitzt formuliert. zumindest bewegt es sich auch durchaus noch auf gutem niveau. nur meins ist’s nicht mehr so ganz. aber insbesondere der letzte titel, dieses sog. live bonus medley. huh...macht aber auch letztlich nur das letzte drittel der scheibe aus, und hier gibt’s immerhin nahezu satte 73 min laufzeit insgesamt. dafuer sind die restlichen livetitel klasse…so ganz subjektiv.
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Re: AMERICANA / AMERICAN MUSIC

9. Jul 2014 19:16

heute wieder ein kleines OT, aber es beginnen die
http://www.musikfilmtage-oberaudorf.de/
ich werde mir den ein oder anderen film anschauen, fuer mich der "must see"-movie heuer, no doubt
http://www.musikfilmtage-oberaudorf.de/ ... erikas.php

immer noch die musikfilmtage, aber no mehra OT:
wird sich bei mir vermutlich leider nicht ausgehen, aber das "muasst schaugn" fuer baiern, kosmopoliten, olle freind der "subkulturellen volksmusik", de warn heuer a scho in de U.S. zum konzertiern:
http://www.br.de/puls/musik/bands/kofel ... t-100.html
und der film
http://www.musikfilmtage-oberaudorf.de/ ... schroa.php
als open-air-veranstaltung beim scheena weda, vorweg das konzert der local heroes, im kurpark und ned im bierzelt:
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Re: AMERICANA / AMERICAN MUSIC

12. Jul 2014 11:20

dieses eine mal sei OT noch erlaubt. aber bei mir laeuft gerade fuer mich (nicht nur) aber vor allem auch sommermusi, laessig, cool, schee:
LaBrassBanda - Europa
und midm naechsten post samma wieda uebersee ;), versprochen
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Re: AMERICANA / AMERICAN MUSIC

12. Jul 2014 20:26

well, grds. sind wir nun wieder on topic, aber weder in Uebersee am Chiemsee noch bei LaBrassBandas gleichnamigen album sondern uebersee in Oberaudorf: – mein kurzbericht zu den gesehenen filmen bei den musikfilmtagen - denn es spielt alles in den Staaten, die protagonisten sind U.S. und es sind bild- und tontraeger.
nun ja, verzichten musste ich heute auf Beware Of Mr. Baker (ueber Ginger Baker), der im anschluss an Country Roads gespielt wurde. zwei filme direkt aufeinander – das ist mir schlicht zu viel. da verfliegt das gerade gesehene sofort…makes no sense. womit wir beim abendfilm waeren: zum 30jaehrigen gibt’s Stop Making Sense. war bzw. ist fuer mich kult. und damit sind wir auch schon bei Twenty Feet From Stardom – Oscar-praemierte doku on (mostly female) background singers. denn in dieser doku gibt’s ausschnitte aus Stop Making Sense, da die dort (wonderful) singende Lynn Mabry in der doku ebenfalls zu wort kommt. yep, die background-maedels liefern oft genug grossartige, herausragende, phantastische, schlicht awesome performances ab. deshalb erwaehne ich sie auch gelegentlich, wie z. b. die McCrary Sisters bei Dr. John, Stefanie Bolton, Sharisse Norman und Shontelle Norman bei Ian Siegal und den NMA, irgendwie war ich der meinung dass ich auch die Waters Family schon mal erwaehnt habe – ich weiss nicht mehr wo. naja, auf irgendwelchen meiner lps und cds sind sie definitiv zu hoeren…im film zu wort kommen neben vielen anderen jedenfalls z. b. Darlene Love, Merry Clayton – listen e. g. to Gimme Shelter von den Stones –, (die unglaubliche) Lisa Fischer (ebenfalls, allerdings erst spaeter, bei den Stones), The Waters Family…(btw.: Fischer, Love, Clayton and Judith Hill performed the National Anthem at the 2014 Rose Bowl, Stanford - Michigan State (Big Ten rules! – but, aehm, sorry all u Spartans: On Wisconsin!)

Begin Again - Can A Song Save Your Live – schlicht ein schoener sehenswerter spielfilm rund um musik und eine liebesgeschichte. nette story, gute schauspieler, ordentliche musik. nichts weltbewegendes, schlicht richtig gutes entertainment auf hohem niveau – kennt jemand She’s The One? das bewegt sich auf vergleichbarem niveau.

Country Roads – Der Herzschlag Amerikas
als VORPREMIERE! erstmalig zu sehen. eine koproduktion des Bayerischen Rundfunks (BR) und Arte ueber country music. aber nicht den (Nashville-)mainstream. sondern ueber die roots. regisseurin ist Marieke Schroeder. die produzentin des films war vor ort. protagonist des films ist Justin Townes Earle, der sohn von Steve Earle (yep, Steve Earle wartet auch schon lange auf (s)eine vorstellung in diesem thread…). zu wort kommen u. a. auch die tochter Woody Guthries, John Carter Cash, sohn von Johnny Cash und June Carter, sowie die saengerin Caetlin Rose (sowie deren mom, country songwriterin). sehenswert. auch die schattenseiten der U.S. kommen nicht zu kurz. but there’s one important thing too, said several times: FREEDOM.
voraussichtlich ca. september im TV, zuerst auf ARTE, zu sehen. absolut sehenswert. VORMERKEN!
ach ja, ein bisschen livemusik gab es auch noch: zwei members (Ingo Fliess and (Dr.) Dominik Petzold) der ansonsten sechskoepfigen muenchener band The Blissful Bob gaben Dylan-cover im country gewand mit der akustischen, fiddle und pedal steel. hoerenswert, schee wars…
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