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bucky
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AMERICANA / AMERICAN MUSIC

2. Jan 2010 00:17

servus,

ich möchte hier mal einen AMERICANA-thread eröffnen, da aus dieser ecke nicht bislang noch nicht so viel hier im forum gepostet wurde und ich wiederum ueberwiegend amerikanische musik höre, altes und neues, aus den unterschiedlichsten bereichen, überwiegend rock, aber auch blues, bluesrock, singer/songwriter, `n bissl country-lastiges, `n bissl bluegrass, und das was man sonst so unter americana zusammenfasst usw. mag zugegebenermassen manchmal etwas gitarrenlastig sein...

ich hab` mir jedenfalls vorgestellt, hier alles moegliche, was
a) amerikanische musiker so gegniedelt haben
b) europaeische musiker und solche aus dem rest der welt so von sich gegeben haben, wenn es gute amerikanische wurzeln hat
c) sich in meinem cd-regal befindet und
d) aus qualitativen oder thematischen gruenden meiner meinung nach einen post hier rechtfertigt,
ein-/ vorzustellen. manches mag bekannter sein, anderes wiederum weniger...

beginnen werde ich mit der wiederholung eines posts aus dem "geschenke"-thread, da meine rf-62 zu weihnachten ELECTRIC DIRT von LEVON HELM als futter bekommen haben.
thomas74 fand dann die AMERICANA-Schiene auch ganz interessant, so gibt`s jetzt den thread dazu. ich werde zwar zu maximal einem post in der woche kommen, aber so werd` ich`s nicht ueberfrachten. und das thema wird eine weile andauern...

und zum guten schluss sei noch die bemerkung gestattet, dass vieles von dem, was hier so auftauchen wird, recht gut fuer klipsch-lautsprecher und klipsch-ohren geeignet ist, wie ich meine...


LEVON HELM - Electric Dirt

Wer kennt ihn nicht? Drummer von THE BAND. Zurück nach schwerer Krankheit, Kehlkopfkrebs.
Electric Dirt ist das zweite Album nach seinem Comeback. Zum ersten Album schreib` ich vielleicht demnächst mal...

Also ELECTRIC DIRT: kurz gesagt "Americana at it`s very best".

Das ist zum einen Stilvielfalt:
Bluegrass, Blues, Zydeco, Gospel, Barrelhouse und Dixie, Rock.
Das ganze auch in Tradition von z. B. The Band (natürlich) und vielleicht auch Bands wie Little Feat und Manassas.
Das ist zum anderen mal spartanisch, mal fett instrumentiert, mal einfach, mal komplexer. Die Feinheit liegt haeufig im Detail.
Dazu ein Mix aus neuen (Eigen)kompositionen und älteren Fremdkompositionen von Jerry Garcia + Robert Hunter
(Grateful Dead), McKinley Morganfield (Muddy Waters), Roebuck (Pops) Staples, Happy Traum (den kennt man
vielleicht, wenn man Gitarre spielen lernt), Randy Newman oder auch den aktuellen Mitspielern.
Das ganze erstklassig arrangiert und produziert.
Auch sind die Background-Mädels `ne Schau, also, genau genommen mein` ich die Stimmen. Das ist zum einen Helms Tochter Amy Helm, zum anderen Teresa Williams.
Und die Drums kann Levon auch immer noch spielen... Überhaupt ist die Musik noch handgemacht.
Teilweise mit Blechbläsern, Akkordeon, Mandoline und Geige, Klavier und Hammond.

Das ganze kann man als exzellentes reifes Alterswerk bezeichnen (ok, fünf Euro für`s Phrasenschwein, aber der Mann wird heuer 70).
Es ist eher "ländliche" Musik. Zurück zu den Wurzeln. Jaja, die gute alte Zeit (noch mal fünf Euro).
Das ganze auch bildlich kongenial umgesetzt im Cover Artwork ("conceived by Levon Helm, translated into
artform by Michael DuBois). Da sitzt einer auf dem Land vor seiner Scheune / Wohnhaus, spielt auf Gitarre,
die Sonne scheint, die Noten entschwirren dem verstärker in den Himmel und erzeugen ganz oben elektrische spannung.

am rande sei noch erwähnt, `ne grammy-nominierung hat`s (zu recht) erhalten, aber die grammys, naja...(auch wenn der vorgänger, ebenfalls zu recht, `nen grammy gewonnen hat).

So stell` ich mir einen Teil meines Lebensabends vor, und als Einstimmung schon mal ELECTRIC DIRT von LEVON HELM hören...

thorsten
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(Quelle: www.levonhelm.com)
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Clausimausi
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Re: AMERICANA / AMERICAN MUSIC

2. Jan 2010 01:02

Hallo Thorsten,

hoffe ja, dass Du den Thread nicht alleine bestreiten willst.

Hier was, was wirklich ganz hevorragend zum Klipsch-Sound passt:

Calexico - Aerocalexico

Ein sehr atmosphärisches Sammelsurium von kurzen Instrumental-Klangskizzen und sehr schönen Songs. Auch wenn's hier keine harten Nummern gibt, irgendwie kocht die Stimmung von Anfang bis Ende. Zu letzerem trägt sicherlich auch der oft absichtlich verrauschte Sound bei.

Auch die Nachfolger von Aerocalexico sind alle super und gehören ebenfalls ins "Americana-Fach".

Frohes Hören wünscht der Claus.
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Re: AMERICANA / AMERICAN MUSIC

2. Jan 2010 11:21

Also ich bin ja absoluter Johnny Cash Fan.

Jedoch kann ich jedem Nicht-Fan das Album

Johnny Cash - At Folsom Prison

empfehlen.

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"Du stehst mir im Schall!"
 
mroemer

Re: AMERICANA / AMERICAN MUSIC

2. Jan 2010 12:42

Unbedingt kaufen, solange noch verfügbar (Limited Edition), bei Amazon für 69,95€:

Winterland 1973-Complete Recordings von Grateful Dead

http://www.amazon.de/gp/product/B001TW2 ... d_i=301128
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Re: AMERICANA / AMERICAN MUSIC

3. Jan 2010 21:55

servus at all,

schoen, dass hier einige auf den zug aufspringen. train roll on...

@ clausimausi
natuerlich, hier darf sich jeder gerne einbringen. ich habe den thread nur eroeffnet...
und freu` mich auch, hier noch neues kennen zu lernen bzw. zu lesen, was ihr aus diesem bereich so hoert.
calexico passt 100%ig rein. hab ich neulich mal im media-markt angespielt, aber nix bei mir im regal. leider...

@mroemer
eine unbedingte kaufempfehlung, ja! haette ich € 70 uebrig, wuerde ich sofort bestellen. aber zumindest stehen
u. a. von den dead "the closing of winterland 31. dec. 1973", vier cds bei mir im regal. die muessen es tun...
fuer alle anderen: KAUFEN!!!

gruss thorsten
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mroemer

Re: AMERICANA / AMERICAN MUSIC

5. Jan 2010 16:05

Heute die oben abgebildetet GD Box bekommen. :smile:

Alles einwandfrei, aber wieder diese dämlichen Papphüllen, hier direkt für jeweils einen Konzerttag, also 3 CDs. :Frust:

Na ja, MM verdient sich langsam eine Goldene Nase an mir für die ganzen Jewelcases die ich da kaufen muß. :Kasper:
 
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Re: AMERICANA / AMERICAN MUSIC

7. Jan 2010 16:31

mein naechster tip:

J.J. CALE - Collected

lange hab` ich auf eine zusammenstellung von cale gewartet, letztes jahr dann eher zufaellig entdeckt (das gute stueck ist offenbar schon seit 2006 im handel.): J.J. Cale mit einer ausgesuchten sammlung seines schaffens, die, (im gegensatz zur "very best of" von 1998), gut remastered ist.
es handelt sich bei COLLECTED um 3 cds mit 60 songs aus der zeit von 1972 bis 2004.

j.j. cale ist wohl der koenig des "laid back" und mit seiner gitarrenkunst ueber jeden zweifel erhaben. kein weekend-guitarplayer. einer, der die kunst des weglassens beherrscht und dadurch viel gewinnt. ausserdem gilt er als perfektionist im studio.
einziger wermutstropfen: das duerftige booklet. es zaehlt nur die songs mit komponist, veroeffentlichungsdatum und verlag auf. keinerlei hinweise auf mitmusiker, instrumentierung usw. mit ein paar mehr oder weniger gleichen und bekannten photos bebildert. naja, irgendwie typisch j.j. cale. `n bissl sproede.

bei den 60 songs sind kaum ausfaelle zu verzeichnen, vielleicht vier oder fuenf songs von cd 2 aus einer schwaecheren periode in den 80ern, ist aber auch geschmackssache. ein paar der songs, der hits, sind in zwei bzw. drei versionen (live bzw. 2 meter sessie) zu hoeren, was aber m. e. eher interessant ist.

anspieltipps sind natuerlich hits wie after midnight, crazy mama, call me the breeze, cocaine, hey babe, don`t cry sister, sensitive kind und carry on. duerfte fast jeder kennen.
daneben empfehle ich highlights wie magnolia, cajun moon, if you`re ever in oklahoma, crying, travelin` light, guitar man mit vertrackten rhytmen, das instrumental durango und unbedingt von cd 3 die sieben songs "2 meter sessie".

das ganze grooved, swingt und rockt, dabei immer smooth und laid back, zurueckhaltend, nicht vordergruendig.

und noch ein tip:
wer zu j.j. cale nun auch an einer guten dvd interessiert ist: to tulsa und back - on tour with j.j. cale
eine doku-dvd aus dem jahre 2005, nach seinem mini-comebackalbum "to tulsa and back" aus 2004, oder auch erstem "alterswerk" wenn man es so bezeichnen moechte, von joerg bundschuh, `nem deutschen filmemacher.
sehr informativ, mit privaten einblicken, aus der kindheit bis heute und ebenfalls richtig guten konzertmitschnitten etc. zur "tulsa and back"-tour. überwiegend ist von unterwegs, auf der tournee von 2005.
(mehr infos dazu auch auf der internet-seite von kick-film)
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Re: AMERICANA / AMERICAN MUSIC

16. Jan 2010 23:28

servus,

heute bleib` ich noch einmal laid-back. und bei den alten herren, die aber immer noch gut mucken.

mein tip: TONY JOE WHITE - One Hot July

TJW ist auch ein alter hase. Wird heuer wohl 67. geboren in louisiana. südstaaten also. die erste scheibe hat er so 1968 o. 1969 raus gebracht. irgend jemand, sei es er selbst oder irgendein ein A & R- oder marketing manager hat für seine musik dann den begriff "Swamp Music" geprägt. sicherlich in anbetracht der herkunft, louisiana-swamps.

der stil ist ein anderer als bei J.J. Cale. vielleicht etwas rauer, nicht ganz so smooth und swingend. reduzierte und sparsame licks und riffs, unglaublich musikalisch. effektiv eingesetzt und plaziert. in jedem fall was eigenes. so gesehen kann man dann schon einen eigenen begriff für seine musik stehen lassen, bei TJW hat sich swamp music durchgesetzt. allenfalls sein gesang mag nicht jedermanns sache sein. aber auch hier gilt: ist was eigenes, so klingt sonst keiner. noch ein paar kurze bemerkungen zum kuenstler: auch seine songs wurden vielfach gecovert, am bekanntesten wird hier wohl Rainy Night in Georgia sein. weiterhin war er massgeblich am 89er tina turner album Foreign Affairs beteiligt, hat u. a. den titelsong und Steamy Window geschrieben und glaublich auch produziert (allerdings ist die tina aus den 80ern und 90ern nicht so mein fall...).

zum album:
One Hot July - ein in seiner gesamtheit ziemlich relaxtes album. der ein oder andere song geht etwas mehr zur sache, etwas rockiger, z. b. Gumbo John, Goin` Down Rockin und Ol` Black Crow.
dann gibt`s da noch die entspannteren songs, z. B. Cold Fingers, Across From Midnight und Delta Singer.
die texte, die dankenswerter weise abgedruckt sind, sind auch genaueres hinhören oder mal eine lektüre wert. es sind zwar letztlich auch "nur" simple alltags- und lebensgeschichten oder geht um, was sonst, die liebe, sind aber, wie ich finde, nicht banal. und wenn dann die liebe mal ein FLEETWOOD ist, denn er 1975 durch memphis bewegt hat, dann ist das erst recht höchst sympathisch, vor allem, wenn er 98 noch darueber singt.
wer mag und die moeglichkeit hat sollte auch mal Conjure Woman in der 98er version mit der 70er urfassung aus dem dritten TJW-album Tony Joe vergleichen. laesst sich schoen hoeren, wie man, oh my dear, ja, sind schon 30 bzw. jetzt 40 jahre dazwischen, damals und heute so musiziert(e). (Tony Joe und One Hot July sind meiner meinung nach seine besten alben. die aus den 80ern sind weniger empfehlenswert. ich werde bei gelegenheit irgendwann hier im threat noch anderes von TJW kurz vorstellen.)

die genannten songs sind meine persoenlichen highlights des albums. das album selbst in seiner gesamtheit ist fuer mich ein musterbeispiel einer perfekten produktion. was das musizieren, das instrumentelle bzw. das musikalische verstaendnis angeht sowieso. aber auch technisch gibt`s an der 98er produktion nichts auszusetzen. das kann man m. e. nicht viel besser machen.

habe die ehre...
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Re: AMERICANA / AMERICAN MUSIC

24. Jan 2010 00:40

heute ein abstecher zum blues.
diese cd und dvd wuerde ich in jedem fall zum user-treffen mitbringen. obwohl es nicht fern der alten heimat ist. wird aber leider wohl nichts werden. jedenfalls: hier ist musik von akustisch bis elektrisch geboten. alles live eingespielt, mit richtig atmosphaere.

KENNY WAYNE SHEPHERD - 10 DAYS OUT
Blues From The Backroads


KWS galt schon vor langer zeit als eines dieser gitarren-wunderkinder. hatte damals auch irgendeinen single-hit, der viel im radio lief, an den ich mich aber nicht mehr erinnere, der mir aber gut gefiel. war allerdings eher rock. naja, er hat mich jedenfalls nicht mehr interessiert, bis zu 10 DAYS OUT.

"In June of 2004, Kenny Wayne Shepherd along with friends Chris Layton and Tommy Shannon (of Double Trouble) and Noah Hunt spent an extraordinary ten days on the road recording and producing a documentary film and live CD. His guests include some of the worlds most renowned blues artists, as well as some of the genre`s lesser known but rare and towering talents. These ten days were spent visiting this varied lot of Kenny`s blues predecessors in their hometowns to hear their stories and play their music with them, allowing the viewers to immerse themselves in the environments that produced these essential and historical blues players. Set in the present, it is built on the strength of the past and it sings clearly to the future. Ten Days Out invites you in to experience s heap of blues, a world of music, a real good trip to the heart of America and of Kenny Wayne Shepherd."

"When I was about 13, every day on my way to school I would listen to the Muddy Waters album "Hard Again". I would imagine myself being the white guy on guitar in those sessions instead of Johnny Winter."

mit den zitaten aus dem booklet ist eigentlich schon das wesentliche gesagt.
idee war eine reise zurueck zu den wurzeln und altmeistern des blues. KWS war 10 tage mit dem bus unterwegs, um im sueden der usa an originalplaetzen mit den alten (und ein paar etwas juengeren) bluesern zu musizieren:
herausgekommen ist grossartiges zeitgenoessisches dokument ueber den blues, festgehalten auf cd + dvd.
die cd bietet rein musik, ist quasi reiner soundtrack zur doku.
die dvd enthaelt musik. alles live vor ort aufgenommen. und die stories, die die musiker erzaehlen: das sind keine interviews, eher geschichte(n), die erzaehlt werden. allerdings: ohne untertitel, man sollte daher schon recht gut englisch verstehen. die gespraechspartner sind schon gut im slang verhaftet und auch aufgrund des alters nicht immer mehr ganz deutlich im ausdruck.
seit 2004 sind jetzt fuenfeinhalb jahre vergangen. well, meanwhile some of the musicians already passed away. rip. schon allein deshalb ein seltenes und wertvolles dokument.

mitwirkende ausser KWS: fest dabei Stevie Ray Vaughns legendaere Rhytmusmusiker Chris Layton and Tommy Shannon (of Double Trouble).
dazu u.a. Cootie Stark, Jerry "Boogie" McCain, Clarence "Gatemouth" Brown, Henry Townsend, Etta Baker, die Howlin` Wolf Band, Hubert Sumlin, Wild Child Butler, Pinetop Perkins, Muddy Waters Band.
die sind schon cool. da gibt`s echte kleinodien zu entdecken.
produziert wurde das von jerry harrison (ex Talking Heads, Tom Tom Club usw.)

meine favoriten u. a. auf cd: the thrill is gone mit BB King (alt, und doch immer wieder neu; so wie hier noch nicht gehoert) , born in louisiana mit Clarence "Gatemouth" Brown; im endeffekt aber alles grossartig, ausschliesslich highlights.
auf dvd muss man sich z. b. mal die story und bilder von Jerry "Boogie" McCain anschauen. oder den im interview absolut entspannten BB King, der dann schwitzig in `nem kleinem juke-joint auf winziger buehne spielt. nur beispiele.
muss man alles selbst sehen und hoeren...

in anbetracht der live-aufnahmen und der umstaende wahrscheinlich nur bedingt audiophil, aber doch hochwertig in top qualitaet produziert. da gibt`s ueberhaupt nichts zu meckern.

EIN UNBEDINGTES MUSS, EIN MUST HAVE, FUER BLUES-LIEBHABER UND HOCHINTERESSANT FUER BLUES-EINSTEIGER!danke KWS, fuer dieses projekt!

hier noch ein link, der das oben gesagte etwas professioneller darstellt. ok, die haben auch mehr zeit zum schreiben.
http://www.warnermusic.de/kennywayneshepherd/bio/


viel spass damit, gruesse,
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Re: AMERICANA / AMERICAN MUSIC

30. Jan 2010 19:45

dieses mal:

O BROTHER, WHERE ART THOU?

der soundtrack zum gleichnamigen film der COEN-BROTHERS (mit u. a. george clooney und john turturro; für mich: kultfilm).

hat mir das interesse für andere traditionelle amerikanische musik neben dem blues nahe gebracht. insbesondere bluegrass hat`s mir da ein bisschen angetan. ansonsten hat der soundtrack zu diesem film die ganze americana/bluegrass-schiene nochmal angeschoben. insbesondere alison krauss ist mittlerweile nach ihrer zusammenarbeit mit robert plant auch hierzulande etwas bekannter und hier mit einem titel vertreten. einen titel gibt es von gilian welch/alison krauss/emmylou harris gemeinsam, die man vielleicht alle drei kennt.
produziert wurde der soundtrack von t-bone burnett, was auch für qualität steht.
stilistisch sind hier bluegrass, traditionals, gospel, country und blues vertreten.

in jedem fall sind sowohl der film als auch der soundtrack schon etwas spezieller... :cool:

grüsse thorsten
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Re: AMERICANA / AMERICAN MUSIC

8. Feb 2010 20:25

eigentlich wollte ich heute mit der ganz traditionellen schiene fortfahren, aber vergangene woche ist mir das reingelaufen:

THE JAYHAWKS - Music From The North Country

perfekte americana-pop/americanarockpop-perlen.

die jayhawks waren schon recht lange im geschaeft, haben aber nie wirklich den durchbruch geschafft. was sie nach dem eigenen selbstverstaendnis wohl auch sehr gewundert hat. und dazu fuehrte, dass sie sich irgendwann doch trennten...
nun gibt`s erstmals (zu recht) eine compilation, wenn man so will "best of". und die hat es in sich. 20 songs, kein ausfall. alles hochwertig komponiert, arrangiert, musiziert.

insgesamt sind sie, vor allem auch instrumentell, in der tradition verhaftet. hinsichtlich der arrangements aber voll in der neuzeit angekommen. alles ist ausgesprochen harmonisch. die songs weisen schoene harmonien / harmonielinien auf. beim gesang handelt es sich überwiegend um zweistimmigen harmoniegesang. vielleicht weisen die songs in der grundstimmung ein bisschen zu viel melancholie auf. der, wenn man so will, einzige kritikpunkt. ist aber geschmackssache.

mit was kann man THE JAYHAWKS am ehesten vergleichen?
mein erster gedanke war: gram parsons. irgendwie gram-parsons-artig, gram parsons (flying burrito brothers) der neuzeit. mit (wesentlich) weniger country-einfluss. nicht weit weg davon liegen die byrds und buffalo springfield. vielleicht ein schuss simon & garfunkel und everly brothers, was den zweier-harmoniegesang angeht. und mit ein bisschen phantasie auch fleetwood mac aus rumours-zeiten. oder zum modernen vergleich: die mother hips, die allerdings wesentlich rockiger und sperriger sind. was dann beruhigend war: auch die liner notes beziehen sich auf gram parsons.

anspieltipps: Two Angels, Ain`t No End, Waiting For The Sun, What Led Me To This Town, Tailspin
allerdings: alle songs sind aehnlich gut hoerbar. wie bereits oben bemerkt: alles hochwertig, keine ausfaelle.

vielleicht lag der fehlende durchbruch auch an zu viel harmonie, zu viel schoenheit. keine brueche, keine richtig aufregenden sachen.

das ganze gibt`s als einzel-cd (was mir persoenlich langte) oder als dreier-pack mit + zusaetzlich einer cd mit ebenfalls 20 bislang unveroeffentlichter songs aus den diversen sessions, die den weg auf die cds nicht schafften + eine dvd mit video-veroeffentlichungen.

gruesse
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Re: AMERICANA / AMERICAN MUSIC

14. Feb 2010 21:15

SON VOLT - American Central Dust

auch hier handelt es sich, wie bei den Jayhawks, um AMERICANA im engeren sinne.
nachdem ich SON VOLT bislang auch noch nicht kannte, haben meine recherchen ergeben, dass aus der in americana-kreisen geschaetzten und wohl stilbildenden band UNCLE TUPELO nach deren trennung zum einen WILCO und zum anderen SON VOLT mit mastermind Jay Farrar entstanden.

basis von AMERICAN CENTRAL DUST sind akustische gitarren, lap steel gitarre, gelegentlich e-gitarre, bassgitarre, drums & percussion und keyboards/piano, dazu in einigen songs noch violine.
anders als bei den Jayhawks ist die musik von SON VOLT hier jedoch traditioneller arrangiert und instrumentiert. die musik klingt laendlicher, die Jayhawks hingegen eher staedtisch (mein subjektiver eindruck). wie haeufig im americana-bereich ist die musik teilweise melancholisch. alles ist eher ruhig, es gibt keine richtigen rocker. am ehesten ist`s auch noch singer/songwriter-maessig.

herausragend sind m. e. keine einzelnen stuecke, die ganze cd ist in sich geschlossen und gleichbleibend gut. dies gilt sowohl fuer das songwriting wie die musikalische umsetzung. produktionstechnisch gibt`s auch nichts auszusetzen. allenfalls die wenig abwechslungsreiche stimme von saenger und kopf Jay Farrar koennte fuer den ein oder anderen kritikpunkt sein. wen auch dies interessiert: textlich gibt`s auch eher was mit anspruch aus dem wirklichen leben oder aus der (united states-)geschichte. u. a. interessant der song "Sultana" ueber den untergang eines mississippi-raddampfers im jahre 1865, zu zeiten des amerikanischen buergerkriegs, bei dessen untergang dann nach schaetzungen ca. 1.700 menschen ihr leben liessen, die meisten wohl ehemalige kriegsgefangene soldaten der nordstaaten (der song erinnert mich neben der thematik hinsichtlich der gesanglichen phrasierung ein bisschen an den wohl bekanntesten schiffsuntergangssong "The Wreck Of The Edmund Fitzgerald" von Gordon Lightfoot. allerdings bin ich weder musiker noch musikwissenschaftler, ist vielleicht nur zufall oder ich hoer` das als einziger. somit: egal).

in jedem fall eine richtig gute americana-scheibe und eine grosse empfehlung fuer traditionalisten.

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Re: AMERICANA / AMERICAN MUSIC

28. Feb 2010 20:03

heute komme ich noch mal auf LEVON HELM, den kuenstler des ersten posts in diesem thread zurueck. (uebrigens: Electric Dirt ist zwischenzeitlich ebenfalls (zu recht) zu Grammy-Ehren gekommen.

genauso wie die CD des heutigen posts:
DIRT FARMER

Dirt Farmer war die comeback-cd von Levon Helm nach seiner erkrankung an kehlkopfkrebs und der anschliessenden genesung. und gewann zu recht einen grammy.
die musik auf Dirt Farmer ist americana im engeren sinne. stilistisch sehr traditionell arrangiert. ausschliesslich akustisch instrumentiert, teils mit geige, piano, akkordeon, banjo, mandoline. richtige roots-music. bluegrass und traditioneller country.

das album ist, abgesehen vom gesang, den stimmen, ueberhaupt nicht mit Electric Dirt vergleichbar. wobei zu hören ist, mit welcher leidenschaft Levon Helm singt, interpretiert. die songs sind teilweise neueren datums oder aber traditionals, fremd- und eigenkompositionen.

viel text will ich auch nicht schreiben, das wesentliche zur cd bzw. zur musik ist fuer interessierte den liner-notes zu entnehmen. auf den photos im booklet ist sowohl ein lachender wie auch ein nachdenklicher Levon Helm zu sehen. das macht nach meinem empfinden die vergangenheit (krankheit) sowie gegenwart und zukunft (wieder leben und musik machen) greifbar. gewidmet ist die musik seinen eltern.

meine persoenlichen highlights: The Mountain, Calvary, Feelin` Good, Wide River To Cross

fuer mich war das die cd des jahres 2007!
eine unbedingte empfehlung, insbesondere fuer traditionalisten und liebhaber akustischer musik.
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Re: AMERICANA / AMERICAN MUSIC

1. Mär 2010 12:59

Moin
dann möchte ich mal einen in die Runde werfen, der gerne vergessen wird- warum auch immer - aber unbedingt genannt werden sollte:
RY COODER

Lohnend sind alle Alben, wobei sich gerade die letzten drei wieder sehr intensiv mit America befassen.


Gruss Ingo
 
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Re: AMERICANA / AMERICAN MUSIC

13. Mär 2010 21:52

ich habe heute mal wieder

LEE CLAYTON - The Essential Lee Clayton 1978-1981

gehoert.

LEE CLAYTON hatte seinerzeit auf Capitol folgende drei LPs veroeffentlicht:

Border Affair (1978)
Naked Child (1979)
The Dream Goes On (1981)

leider hat L.C., aus welchen gruenden auch immer, unberechtigter- und unverdienterweise, nie den durchbruch geschafft.
deshalb hier noch einmal LEE CLAYTON als tip.

meistens wird seine musik als country-rock eingeordnet. naja, ist fuer mich wirklich nur bedingt nachvollziehbar. jedenfalls hat er grossartige songs geschrieben. musikalisch und auch textlich (ziemlich kritisch - vielleicht deswegen kein durchbruch in usa) - und mit Philip Donnelly hatte er einen fuer seine musik kongenialen gitarristen. alle, die auf gitarre stehen, mal reinhoeren!
hart44 hatte Naked Child hier im forum auch schon einmal als Vinyltip empfohlen. Naked Child gilt mittlerweile in interessierten kreisen als kultalbum. wer`s kennt wird es nachvollziehen koennen. Naked Child und The Dream Goes On finden sich auch in meinem (leider eingelagertem) vinylbestand.
in diesem zusammenhang auch folgender unbedingter tip: die seinerzeit veroeffentlicheten einzel-cds der alben sind klanglich ziemlich lausig. daher entweder, falls erhaeltlich, vinyl kaufen. oder aber o. g. CD "The Essential" vom Repertoire-Label. diese compilation wurde von EROC remastered (s. hierzu ggf. a. "sinn und unsinn von remastering"-thread) und laesst zumindest bei mir keine wuensche offen, sowohl klanglich wie auch inhaltlich.
72 minuten laufzeit, 16 titel. davon die titel 1-7 von Border Affair, 8-13 von Naked Child und 14-16 von The Dream Goes On. von diesen titeln fallen vielleicht ca. 5 titel wenn man so will annaehernd ins country-rock-genre. und tatsaechlich wurde L.C. countrymaessig derart geadelt, als dass die highwaymen (die country-ikonen Johnny Cash, Willie Nelson, Kris Kristofferson und Waylon Jennings) den Silver Stallion (gut) gecovert haben (was dann auch tatsaechlich nach country-rock klingt). im uebrigen gilt imho fuer alle 16 titel: kein ausfall.
empfohlen werden gemeinhin immer Saturday Night Special, I Ride Alone, ich pack` mal noch Silver Stallion, Back Home In Tennessee, Tequila Is Addictive, 10.000 Years/Sexual Moon, A Little Cocaine, Industry und Where Is The Justice dazu. unbedingt mal die gesangliche intensitaet in Where Is The Justice (nach)empfinden!

vielleicht auch mal hier nachlesen: http://www.rocktimes.de/gesamt/c/lee_cl ... ntial.html

die mucke laesst sich auch richtig gut auf dem highway hoeren...

mein unbedingter anspieltipp fuer unsere klipsch: 10.000 Years/Sexual Moon

viel spass beim rein- und anhoeren...

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pesola
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Re: AMERICANA / AMERICAN MUSIC

14. Mär 2010 05:30

Hallo,
einer meiner besten Scheiben für Blues und Vinylliebhaber:
http://www.jpc.de/jpcng/poprock/detail/ ... um/7585299
Gruß, Peter
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bucky
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Re: AMERICANA / AMERICAN MUSIC

14. Mär 2010 15:41

@pesola
ja, ich stimme dir voll zu. habe ich einmal als vinyl und zweimal als cd. und unbedingt den titel "Boogie Chillen No. 2" hoeren, die harmonica von Alan Wilson ist ein hammer. Wilson war einer der besten harp-player seiner zeit. wobei vielleicht noch zu sagen waere, dass scheibe 1 John Lee Hooker solo ist, scheibe 2 John Lee Hooker + Canned Heat.

im uebrigen sind die alten Canned Heat mit Bob Hite und Alan Wilson immer eine empfehlung. und die gitarre von henry vestine war partiell schlicht genial. harvey mandel konnte ebenso ueberzeugen. die qualitaet ist zwar manchmal, je nach "drogenzustand" unterschiedlich.
alles in allem waren die alten Heat eine der besten weissen blues-bands aller zeiten. die wussten, was sie tun... und dazu kam noch der noetige schuss rock und psychedelic.

in diesem sinne:
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Re: AMERICANA / AMERICAN MUSIC

28. Mär 2010 13:05

wenn alt und jung aufeinander treffen, tradition und moderne:

ben harper and the blind boys of alabama: there will be a light

eine mischung aus gospel, rythm and blues, soul, ein bisschen blues, ein bisschen rock (etwas rockiger: das drumming), gelegentlich leicht funky, ein song mit (allerdings leichtestem) country-schlag.
aufgenommen in zwei sessions im januar und maerz 2004. klasse produziert von ben harper. da weiss einer was er tut und kennt sich aus in der musik, mit der musik. wenn es ueberhaupt etwas zu bemaengeln gibt, so ist es allenfalls die laufzeit von 39 minuten. aber dass wird durch die musik beim hoeren schnell vergessen gemacht.

das album ist musikalitaet pur. musikalische magie. grandiose stimmen in symbiose mit klasse gemachter musik. ein highlight.
und in anbetracht dessen, was bei dieser cd schon mit meinem kleinen nad aus den rf-82 kommt, so muss bei einer anderen kette das ergebnis schlicht ein erlebnis sein.

auch hier gilt: viel spass beim rein- und anhoeren...(hoer)genuss ist garantiert!

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Re: AMERICANA / AMERICAN MUSIC

7. Aug 2010 22:49

...some really nice acoustic/semi-acoustic stuff, blues:


COLIN LINDEN - Easin` Back To Tennessee
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Re: AMERICANA / AMERICAN MUSIC

2. Okt 2010 21:34

jeder hat ja so seine favoriten, seine "lieblingsbands, -artists" usw...
bei mir gehoeren LITTLE FEAT dazu. zugegebenermassen nur aus der zeit mit Lowell George.

@mroemer: du bist ja immer guten willens bei software. und dein budget gibt da ja offenbar noch was her, wie ich las. und rhino kennst du ja auch. hier gilt: unbedingt kaufen!

um endlich zu meiner heutigen empfehlung zu kommen:

LITTLE FEAT - hotcakes & outtakes

4-CD-Compilation zu Little Feat. von Rhino. mit ausfuehrlichstem text- und bildmaterial zur bandhistorie. m. e. das beste am markt. ich habe diese compilation, obwohl ich die einzel-cds auch schon habe.
(nochmal @mroemer: NEIN; KEINE PAPPSCHUBER!)

CD1: 1970-1975 (mit Lowell George)
CD2: 1976-1981 (ueberwiegend mit Lowell George)
CD3: 1988-1998 (ohne Lowell George)
CD4: "Studio Artefacts" (raritaeten, demos usw., mit Lowell George)

die band mit Lowell war sowieso kaum zu toppen. cd3 ist immer noch grundsolide. aber songwriting, musikalitaet und kreativitaet sind nicht mehr so wie vorher... cd4, vorher alles unveroeffentlicht, birgt manche ueberraschung.
anspieltipps: cd1 + cd2 mehr oder weniger vollstaendig!!!

das soll`s an dieser stelle hierzu von mir sein. hoert ggfs. mal rein, ansonsten zu den feat, zu lowell george usw. auch alles im netz zu lesen...

meine unbedingte empfehlung...
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Re: AMERICANA / AMERICAN MUSIC

12. Dez 2010 14:17

ich bleib dann noch mal bei RHINO:

THE BAND - The Last Waltz
EIN KLASSIKER!

4-CD-Set von RHINO, von der aufmachung ebenso wie Little Feat`s "Hotcakes..." in "buchform".
die aufnahmen schoen remastered. mit einem ebenso empfehlenswerten 78-seitigen text und umfangreicher bebilderung. vergesst die urspruengliche einfache doppel-CD, dieses box-set ist das ultimative must have.

THE BAND waren richtig beruehmt und haben zu ihrer zeit, spaeter und bis heute immer wieder eine vielzahl von musikern und bands beeinflusst.

THE BAND waren
Robbie Robertson
Rick Danko (verstorben)
Levon Helm
Garth Hudson
Richard Manuel (verstorben)

um es relativ kurz zu machen: eine der ersten bands, die man heute auch gern als sog. americana-bands bezeichnet. bands, die musik machen, die die unterschiedlichsten einfluesse amerikanischer traditional music in die rock-/popmusik brachten. das war bei THE BAND in den spaeten 1960ern bis, ja bis 1976. als sie dann "eigene" musik machten. vorher waren sie die begleitband von Bob Dylan. (davor die von Ronnie Hawkins). mit ihnen wurde Dylan elektrisch. einige klassiker haben sie hervorgebracht. naja, sie waren jedenfalls ziemlich viel auf tour und dann 1976 der meinung, das ist ein ziemlich ungesunder lebensstil. sie entschieden sich aufzuhoeren. und zum ende veranstalteten sie ein abschlusskonzert an thanksgiving im november 1976 in Bill Graham`s WINTERLAND in San Francisco. fuer dieses letzte konzert hatten sie sich dann noch einige gaeste + freunde eingeladen, die mit ihnen gemeinsam auf der buehne standen:
Ronnie Hawkins, Dr. John, Bobby Charles, Paul Butterfield, Muddy Waters, Eric Clapton, Neil Young, Joni Mitchell, Neil Diamond, Van Morrison, Bob Dylan, Ron Wood, Ringo Starr, eine horn-section arrangiert von Allen Toussaint, spaeter noch im Studio dazugefuegt: Emmylou Harris, The Staples Singers.

ausserdem entstand die idee, dieses konzert auf film zu bannen. so drehte dann Martin Scorsese den gleichnamigen konzertfilm "The Last Waltz", den ich hiermit auch jedem ans herz legen moechte. war damals erfolgreich im kino. nicht so umfangreich und lang, wie dieses 4-CD-Set, aber dem umfang nach etwa so wie die urspruengliche 3-LP-Fassung bzw. die entsprechende Doppel-CD. wer auch visuell erleben moechte, wieviel spass die musiker hatten, schaue sich diese dvd an... (um dass noch zu erwaehnen, das konzert-set ist immer wieder unterbrochen von kurzen takes, in denen Scorsese die band interviewt hat. ganz interessante anekdoten teilweise...). die qualitaet ist allerdings eben wie von 1976, d. h, kein heutiger standard.
wer mehr wissen moechte bemuehe das www, z. b. die amerikanische wiki-seite, ansonsten viel spass mit diesem konzert...
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Re: AMERICANA / AMERICAN MUSIC

12. Dez 2010 15:20

Dem kann ich nur uneingeschränkt zustimmen. :!2:

Die Box habe ich auch schon seit Veröffentlichung, sie ist schon was ganz feines. :smile:

Und mittlerweile auch mehr als nur günstig zu haben:

http://www.amazon.de/Last-Waltz-Band/dp ... 747&sr=8-3

Das angegebene Veröffentlichungsdatum bei Amazon verwundert mich nur ein wenig: 31. Oktober 2008. :???:

Ich weiß das ich meine Box schon deutlich länger habe als 2008, habe mal nachgeschaut auf meiner Box steht 2002 drauf.
 
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Re: AMERICANA / AMERICAN MUSIC

12. Dez 2010 19:15

ich habe meine box auch schon laenger als zwei jahre; steht auch 2002 drauf...
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Re: AMERICANA / AMERICAN MUSIC

12. Dez 2010 22:20

Scheint eine Wiederveröffentlichung zu sein.

Es waren wohl die 2002er Versionen ausverkauft, also hat mann sie neu aufgelegt.

Sie scheint aber komplett identisch zu sein, zumindest sagt die Rhinoseite auch nix anderes, dementsprechend haben wir schon die "richtige" Box. :smile:
 
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Re: AMERICANA / AMERICAN MUSIC

17. Dez 2010 22:39

typisch amerikanisch: die "hall of fame", eine ruhmeshalle.
und ins klipsch-forum gehoert natuerlich die "ROCK`N`ROLL HALL OF FAME" in Cleveland/Ohio.
die/das "ROCK`N`ROLL HALL OF FAME AND MUSEUM" wurde 1995 neu eroeffnet und dazu gab`s am 02.09.1995 (labor day weekend) auch ein konzert im Cleveland Municipal Stadium, dass offenbar auch umfangreich im tv uebertragen wurde. natuerlich nicht in germany.

von Sony gab`s dazu `ne feine doppel-cd:
THE CONCERT FOR THE ROCK AND ROLL HALL OF FAME
leider duerfte die cd nur einen kurzen ausschnitt des ganzen konzerts bieten, hat`s aber auch schon in sich; vielleicht auch der grund dafuer, dass es keinen ausfall, keinen langweiler gibt.

performing artists:
CD1:
John Mellencamp
Melissa Etheridge
Al Green
The Pretenders
Johnny Cash
Aretha Franklin
James Brown
John Fogerty
Iggi Pop with Soul Asylum
Lou Reed with Soul Asylum
George Clinton & The P-Funk Allstars

CD2:
Bruce Springsteen & The E Street Band
Jerry Lee Lewis, Bruce Springsteen & The E Street Band
Natalie Merchant
Jackson Browne
Bruce Hornsby
Bob Dylan
Booker T. & The MGs
Sam Moore (Sam & Dave)
The Allman Brothers Band
Slash & Boz Scaggs

hausband, wenn nicht die jeweils eigene band spielte: Booker T. & The MGs (hausband des STAX-Labels), ergaenzt durch G.E. Smith, Jim Keltner + Blaeser-Section Lenny Pickett, Andrew Love, Wayne Jackson (Memphis Horns).

musik von rock`n`roll, rock bis zu r&b / soul / funk. sehr amerikanisch, klar, ein paar ungewoehnliche klaenge (durch die titelauswahl von melissa etheridge, natalie merchant bruce springsteen). alles sind hochwertige darbietungen, die kuenstler zeigen, was sie drauf haben und sind wirklich mit seele dabei, wenn man so will. es gibt absolut keinen ausfall. man sollte natuerlich die musik halt moegen...
leider gibt`s meines wissens keine dvd dazu...
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