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Briefkastenopa
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Re: FE 206 etwas aufgemotzt...

31. Mär 2015 14:44

Moin !

Ich bin mir bewußt, daß einige High-Ender mir gleich "den Blick" zuwerfen werden: :mrgreen:

Nein, die Drossel wurde aus einem Transformator gerettet, der kurz vor der Verschrottung stand. Kurz ohmsch durchgemessen und für 20 Euro eingesackt. Zuhause gereinigt und die Induktivität gemessen - knapp 21 mH. Könnte also auch für einen fetten Subwoofer taugen...

Mit ein paar Eisenteilen kam ich schon auf über 80 mH. Ich überlege, dafür einen Eisenkern zu besorgen (50 x 100 mm Querschnitt) - der kann auch massiv sein, d.h. nicht aus Blechen. Für Gleichstrom reicht massives Eisen, da dann ja keine Wirbelströme entstehen.

Zuerst wird sie aber noch etwas aufgehübscht und das wichtigste: vakuumgetränkt.


LG Jürgen
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Briefkastenopa
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Re: FE 206 etwas aufgemotzt...

31. Mär 2015 14:47

Ach, nochwas vergessen:

Beim Spulenwickeln und beim anschließenden Ergebnis ist es wie bei Marx und Murks: Marx war die Theorie...

Ich selber wickle keine spulen mehr neu, sondern kaufe fertige und wickel sie auf den beötigten wert ab. Ist einfach streßfreier.


LG Jü
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Realo

Re: FE 206 etwas aufgemotzt...

3. Apr 2015 11:14

Hallo @Briefkastenopa,

vielen Dank für die Erklärung !

O.K., lass ich ab jetzt die Finger von und kaufe wieder passende Spulen.
(Habe die nächsten Monate sowieso mit meiner Wohnungs/Werkstattauflösung genug zu tun...)
 
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Briefkastenopa
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Re: FE 206 etwas aufgemotzt...

19. Apr 2015 23:23

Moin !

Es ist wie die Spinne an der Wand - es läßt einem keine Ruhe...

Heute habe ich mich wieder einmal etwas intensiver mit meinen Lautsprechern beschäftigen können. Und ich habe dabei das Phänomen der neuen - vorher nicht da gewesener - Geräusche bestätigt bekommen.

Anlage: siehe Signatur

Quelle CD MFSL UDCD2-537 Pink Floyd "The Wall"

Bei 01:30 auf CD 1 etwa höre ich extremst leise ein Geräusch über die Lautsprecher, das wie leises Schreien klingt - der Stimmlage nach würde ich sagen, es ist die von Roger Waters.
Dieses Geräusch war definitiv vor dem Umbau der Fostexe nicht zu hören und ist auch über Kopfhörer sehr schwer zu hören. Aber es ist da. Sogar mein Weib bestätigt das (und die hat noch andere neue Sachen herausgehört).

Jetzt will ich noch abklären, woran das liegt - an der Magnetmodifikation der Chassis oder den dicken Luftspulen. Dazu werde ich die alten Spulen mit dem dünnen Draht testweise wieder anklemmen und lauschen.


Bis neulich
Jürgen
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Hornvirus
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Re: FE 206 etwas aufgemotzt...

22. Mai 2015 03:11

Briefkastenopa hat geschrieben:
Aus technischer Sicht würde mich interessieren ob der FE208 auch so einen Schub bekommtwie der 206en.


Hallo Jürgen,

erstmal vielen Dank für deine äusserst hilfreichen Tipps zum Einbau.
Ich habe nun die 156-er Magnete angebracht (passten problemlos in die Gehäusekammer) indem ich sie vorerst nur am Aussenrand durch vier Klebebänder
an dem Treibermagneten fixiert habe, damit sie im Betrieb nicht verrutschen können.
Nachdem sie sich sowieso so stark anziehen, habe ich mich gefragt, ob es überhaupt zwingend notwendig ist, sie untereinander fix zu verkleben.
Somit habe ich immer noch die Option, sie bei Bedarf zu trennen, was ich aber nicht tun werde, da ich mit dem Ergebnis sehr zufrieden bin.

Mein Eindruck ist, dass der Bass noch etwas klarer, konturierter und druckvoller geworden ist, keine Welten aber immerhin so, dass es für mich kein Zurück mehr gibt. Da der Bass ja bei mir durch eine Weiche vom Mittel-Hochtonzweig getrennt ist, kann ich in diesem Bereich (bessere Durchhörbarkeit von Hintergrundgeräuschen) keine Veränderung feststellen.

Schöne Grüße
Josef
 
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Briefkastenopa
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Re: FE 206 etwas aufgemotzt...

22. Mai 2015 10:39

Moin !

Danke Josef für Deinen Bericht und für die positive Bestätigung. Es scheint also doch eine Tendenz zur Verbesserung - zumindest bei Chassis mit niedriger Güte - zu geben.

Ich wünsche Dir auf jeden Fall viel Spaß beim erneuten abhören deiner Musiksammlung... :mrgreen:

Nachdem sie sich sowieso so stark anziehen, habe ich mich gefragt, ob es überhaupt zwingend notwendig ist, sie untereinander fix zu verkleben.


Nicht unbedingt. Wenn man die Lautsprecher nicht bewegt oder transportiert (Umzug o.ä.) , man keine Kinder oder Haustiere hat - dann kann man die Magnetringe einfach so anheften lassen.
Ich persönlich möchte aber gerne alles bombenfest und idiotensicher befestigt wissen und daher habe ich die Magnete dauerhaft mit 2K-Kleber verklebt. Damit ist zwar die Garantie futsch, aber damit kann ich leben, weil die Chassis hier pfleglich behandelt werden.
Nebenbei hat für mich die Verklebung den Vorteil einer weiteren dämpfenden Schicht und daß der Magnet sich nicht "losrappeln" kann.

Nun stellt sich mir - schon seit längerer Zeit - die Frage, wie weit man das treiben kann. Ich werde auf jeden Fall nochmal zwei Magnetringe bestellen und vorübergehend zusätzlich anbringen.
Sollte das eine weitere verbesserung nach sich ziehen ist dem natürlichen männlichen "Frickeldrang" keine Grenze gesetzt. Dann würde ich den Austausch des gesamten Magnetsystems der Fostexe gegen ein komplett neues System aus brutal dickem Neodymmagnet plus Kobalteisen als Polplatten und Polschuh in Erwägung ziehen.

Alternativ würde ich mich nach zwei ausgemusterten Magnetresonanztomographen umsehen... :evil2:


Schönes Wochenende

LG Jürgen
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Peter V.
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Re: FE 206 etwas aufgemotzt...

22. Mai 2015 16:39

Hornvirus hat geschrieben:


Ich habe nun die 156-er Magnete angebracht (passten problemlos in die Gehäusekammer) indem ich sie vorerst nur am Aussenrand durch vier Klebebänder
an dem Treibermagneten fixiert habe, damit sie im Betrieb nicht verrutschen können.
Nachdem sie sich sowieso so stark anziehen, habe ich mich gefragt, ob es überhaupt zwingend notwendig ist, sie untereinander fix zu verkleben.


Wenn die angezogen fixiert werden verstärkt das etwas die Magnetwirkung auf die Schwingspule und nach aussen.
Eine Kompensation der Anziehungskraft nach aussen kann nur erfolgen wenn die Magnete so angebracht sind, dass sie versuchen sich abstossen. Das lässt sich aber nur durch verschrauben bewerkstelligen, nicht durch kleben, es sei denn sie werden solange gegeneinander geklammert bis der Kleber abgebunden hat.
Nachteil ist natürlich dann, dass der Teil des Magneten mit dem Luftspalt in dem die Schwingspule arbeitet dadurch mit dem Faktor 1/ri² geschwächt wird. (Ri= Abstand zum Luftspalt)

Gruss
Peter
 
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Briefkastenopa
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Re: FE 206 etwas aufgemotzt...

22. Mai 2015 21:40

Moin !

Wenn die angezogen fixiert werden verstärkt das etwas die Magnetwirkung auf die Schwingspule und nach aussen.


Das ist ja genau das, was wir mit dieser Aktion bezwecken wollen. Laut diversen Messungen in anderen Foren sektt sich dadurch die elektrische Güte durchschnittlich um etwa 20-25%. Das würde ich nicht "etwas" nennen.
OK, dort wurden auch nur Chassis mit moderaten Antrieben gemessen und nicht solche wie unsere Fostexe mit ohnehin starkem Antrieb. Inwiefern ein FE206 oder Fe208 davon profitieren, müßte man messen - das kann ich leider zur Zeit nicht wegen defektem Mic-In meines Lappis und fehlendem Meßverstärker. Mein SA98 ist ein Brücken-Amp und dafür nicht geeignet.

Aber der Effekt der Gütesenkung ist da und läßt sich messen - und m.M. auch hören.

Eine Kompensation der Anziehungskraft nach aussen kann nur erfolgen wenn die Magnete so angebracht sind, dass sie versuchen sich abstossen.


Ja, das tun sie anfangs ja auch. Nur, kurz vorm erreichen der hinteren Polplatte zieht der zusätzliche Ringmagnet die Polplatte stärker an als daß er sich vom Chassismagneten abgestoßen fühlt. Und damit findet auch eine Art der Kompensation statt, indem das Streufeld des Chassismagneten durch den Zusatzmagneten "eingesammelt" und in den Magnetkreis zurückgelenkt wird.

Das wäre meine Erklärung.


Bis neulich

LG Jürgen
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Peter V.
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Re: FE 206 etwas aufgemotzt...

23. Mai 2015 02:37

Briefkastenopa hat geschrieben:
Moin !

Wenn die angezogen fixiert werden verstärkt das etwas die Magnetwirkung auf die Schwingspule und nach aussen.


Das ist ja genau das, was wir mit dieser Aktion bezwecken wollen.

Jürgen wollte allerdings das Streufeld verringern wegen seiner in der Nähe befindlichen Festplatte!

Laut diversen Messungen in anderen Foren sektt sich dadurch die elektrische Güte durchschnittlich um etwa 20-25%. Das würde ich nicht "etwas" nennen.

wenn es so viel sein sollte müsste das Gehäuse neu berechnet und gebaut werden.

Aber der Effekt der Gütesenkung ist da und läßt sich messen - und m.M. auch hören.

Klar, der Lautsprecher kann im gleichen Gehäuse nicht mehr so tief spielen wie vorher. Und durch die geringere Auslenkung der Schwingspule werden die Verzerrungen geringer.

Eine Kompensation der Anziehungskraft nach aussen kann nur erfolgen wenn die Magnete so angebracht sind, dass sie versuchen sich abstossen.


Ja, das tun sie anfangs ja auch. Nur, kurz vorm erreichen der hinteren Polplatte zieht der zusätzliche Ringmagnet die Polplatte stärker an als daß er sich vom Chassismagneten abgestoßen fühlt. Und damit findet auch eine Art der Kompensation statt, indem das Streufeld des Chassismagneten durch den Zusatzmagneten "eingesammelt" und in den Magnetkreis zurückgelenkt wird.


Es findet keine Kompensation statt, sondern in Abhängigkeit vom Abstand zur Schwingspule und dem Luftspalt zwischen den Magneten eine Addition die auf die Schwingspule einwirkt.
Der Zusatzmagnet bringt sich automatisch in die Lage der sträkszen Anziehung wenn er nicht daran gehindert wird.

Gruss
Peter
 
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Briefkastenopa
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Re: FE 206 etwas aufgemotzt...

3. Jul 2015 00:33

Moin !

Derzeit kann ich aus bestimmten Gründen mal wieder nichts machen außer Musik hören - aber das reichlich. Außerdem ist das derzeitige Wetter eh nur dazu geeignet, im Schrittempo zu denken... :???:

Nach Absprache mit der Rennleitung (Danke Robert) würde ich gerne diesen Thread dazu benutzen, um einen Aufruf zu starten. Es geht hauptsächlich um die klanglichen Auswirkungen beim Einsatz von Kompensationsmagneten. Gesucht werden Leute, die ihre Lautsprecher mit passenden Magneten versehen und dann (nach einer Zeit intensiven Hörens) über das Ergebnis berichten - positiv als auch negativ. In anderen Foren wird stets über eine "Verbesserung" geschrieben, aber nie, wie diese sich manifestiert.

Ich möchte auch keine Grundsatzdiskussion über das Pro und Kontra solcher Modifikationen, sondern nur Beschreibungen, wie sich das Klangbild im Vergleich zu vorher verändert hat. Messergebnisse über TSP-Parameter vorher/nachher können beigelegt werden, sind aber weniger relevant, ebenso die Anlage/Elektronik.
Wichtiger sind aber die Daten Eurer Lautsprecher bzw. Chassis sowie des verwendeten Zusatzmagneten.

Da sich mit dieser Modifikation die Notwendigkeit ergibt, seine Lautsprecher zu öffnen, sollten das dann aber auch nur Leute tun, die sich das wirklich zutrauen. Für eine durchstochene Sicke / Membran bin ich nicht verantwortlich. Auch die Gefahren beim Umgang mit solchen Magneten sollten beachtet werden. Kurz: man sollte wissen, was man macht...

Ich fange dann man an:

Gehäuseprinzip: Backloaded Horn
Chassis : Fostex FE206en Breitbänder mit Sperrkreis und Impedanzlinearisierungsglied
Magnet : 146mm Dm + 20mm Dicke (entspricht bis auf 2mm dem Originalmagneten der Chassis)

Klangveränderung: im gesamten Bereich hörbar impulsiver, spielfreudiger und detailreicher als vorher. Es sind nun Details zu hören, die vorher definitiv nicht da waren und eine wesentliche Verbesserung des Bass/Tiefbass ist zu hören. Einen Wirkungsgradgewinn konnte ich nicht feststellen.
Schwer mit Worten zu beschreiben ist, daß nun so etwas wie ein elektrisches Kraftfeld zwischen und vor den Lautsprechern ausgebildet hat. Einige Instrumente wie z.B. Kesselpauken gewinnen dadurch eine erheblich bessere Authentizität und schlagen noch hinterhältiger zu als vorher.


Also, nehmt euch etwas Zeit und macht mit. Man kann wahrscheinlich nur dazugewinnen. Und falls es doch nicht zusagen sollte, ist der finanzielle Einsatz eher gering.

Wer Fragen hat, kann mich gerne kontaktieren, ich lese hier täglich mit.

LG Jürgen
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tibatong
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Re: FE 206 etwas aufgemotzt...

12. Nov 2019 09:57

Ich habe das Forum und diesen Thread zu Ringmagneten erst neulich entdeckt, der Originalbeitrag ist ja schon einige Zeit her, aber ich ich denke mir es könnte ja immer noch den ein oder anderen interessieren, was ich damit für Erfahrung gemacht habe.

Meine Kette ist ein FE206En im BK206 Gehäuse, mit der Korrekturschaltung von eckhorn.com (G. Damde), LUA 4545 GS NOS Röhrenverstärker und als Quelle der LUA Appassionata oder Volumio mit SMSL SU8 DAC. LS Kabel wahlweise Nordost Silverline, Kimber 8PR und Dynavox Perfect Sound (billig und überraschend gut).
Die BK206 Hörner habe ich lange (etwa 1.5 Jahre) "nackt" gehört, d.h. ohne Korrekturschaltung (lediglich Impedanzkorrektur) und dann, um die Höhen etwas zu reduzieren, und gleichzeitig den etwas schwachen Bass zu verstärken, die Korrektur von Damde/AOS gekauft. Das hat eine Menge gebracht in Richtung Ausgeglichenheit, weniger aufdringliche Mitten und Höhen, und etwas mehr Bass. Trotz relativ kleinem 18qm Hörraum und Aufstellung an der Wand sind die BK206 damit aber immer noch etwas schwach im Bass, es fehlt an Wärme für Streichinstrumente.

Den "Tip" mit dem Ringmagnet habe ich nun letzte Woche umgesetzt und, wie beschrieben, hinten (mit UHU 300 Endfest 2-Komponentenkleber, in 12h funktionsfest, in 24h endfest) aufgeklebt. Mein Baumarktexperte hat übrigens extra einen Lieferanten (Hersteller von Magneten) angerufen, weil hier geschrieben wurde, man dürfe in keinem Fall einen lösemittelhaltigen Kleber verwenden. Antwort: alle Epoxyd Zweikomponenten Kleber enthalten Lösemittel und selbst der Hersteller von Magneten verwendet diese Kleber. Ich bin mir also nicht sicher, ob dieser Warnhinweis richtig war bzw. ist. Die FE206En berühren jetzt durch den zusätzlichen Magneten hintendran fast die Rückwand der Vorkammer, aber nicht ganz, ausserdem ist da ja auch noch eine Schicht Bondex auf der Rückwand der Kammer, ich denke also nicht, daß die Vorkammer extra vergrößert werden muß. Wenn, würde ich mal eine zweite Frontplatte vorn aufbringen, das würde den Magneten wieder in der Tiefe kompensieren, aber ich glaube nicht daß das notwendig ist.

Der sofort hörbare Effekt ist, daß die Mitten und Höhen nicht beeinflusst werden, Auflösung, Klarheit und Räumlichkeit bleiben etwa konstant gegenüber vorher. Ein deutlicher (und positiver) Unterschied ergibt sich aber im Bass, der viel kräftiger wird. Die Streichinstrumente, Gitarren, Cello usw. sind nun angenehm warm, die Saiten schwirren stärker. Schlaginstrumente haben viel mehr "punch", d.h. es macht richtig Spaß, die Lautstärke etwas anzuheben, und dann legen die Hörner nun mächtig los. Elektronische Bässe, bspw. JM-Jarre, Tangerine Dream oder Kraftwerk oder Rock/Pop machen richtig Freude, weil nun der vormals (für meinen Geschmack) etwas zu schwache Bass kräfiger ist. Aber auch bei normaler Lautstärke und Jazz (was ich am häufigsten höre), ist das "mehr" an Wärme im Bass einfach nur positiv.
Ich hatte mir schon überlegt, die FE206En in das BK208 Gehäuse einzubauen, die ja mehr Volumen haben und wahrscheinlich einen ähnlichen Effekt bringen. Das kann ich mir aber nun ersparen, da dieser "cheap trick" billiger und sehr wirksam ist. Von einer Verschlechterung der Qualität kann ich in keinem Frequenzbereich etwas feststellen. Ob sich die Güte der Fostex dabei sehr reduziert, ist mir offen gesagt nicht wichtig, da ich keine Verschlechterung hören kann. Im BK206 Gehäuse ist das in jedem Fall ein wirklich guter Tip. Ach ja: die Korrekturschaltung inkl. Impedanzkorrektur von AOS/eckhorn/Damde ist natürlich weiterhin drin, unverändert. Ich frage mich allerdings, ob der zusätzliche Magnet den Lautsprecher soviel stärker beansprucht, daß sich dadurch die Lebenserwartung reduziert.

{ Zum Vergleich - obwohl der Vergleich ziemlich hinkt - ich habe kürzlich auch die "Trio 2145" open baffle Wände (oaudio.de) gebaut, weil ich noch 2 Tangband 2145 herumliegen hatte. Mit den 4 großen Bässen sind die open baffle Wände recht kräftig im Bass und den Hörner nicht unähnlich, weil auch sehr trocken. Nachteil: der Tangband kann in Punkto Auflösung, Natürlichkeit und Transparenz den FE206En überhaupt nicht das Wasser reichen und die Trios machen mir bei meiner Musik (Jazz vorwiegend) einfach keine Dauerfreude, ich habe sie schon wieder zerlegt. Auch können die Trios nur schlecht am Röhrenverstärker betrieben werden, weil sie schwieriger im Impedanzverlauf sind und mehr Leisung brauchen. An der Röhre (vs. Hypex Digitalendstufen verglichen) ist der Bass schwächer, weniger konturiert und schwammiger. Auch die Kombination von BK206 und den Trio (nur Bass angesteuert) habe ich probiert, das ist ganz gut, passt aber vom Pegel nicht ganz zusammen und nimmt auch zuviel Stellplatz ein.}

Also, mein bisheriges Fazit, soweit man nach gut einer Woche schon davon sprechen kann: ausprobieren, bei mir hat sich der Ringmagnet Tip wirklich gelohnt und ich bin von meinen BK206 Hörner wieder vollständig begeistert und überzeugt. Umbauten oder ein anderes Gehäuse brauche ich erst mal nicht mehr, und die 25 Euro inkl. Versand sind den Versuch in jedem Fall wert.

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