Lars
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Re: Die HartScala - LS mit Klipsch Chassis

14. Aug 2016 13:56

Hi,
wo gab es denn die jbl ?
L.G.
 
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hart44
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Re: Die HartScala - LS mit Klipsch Chassis

14. Aug 2016 16:57

Hallo,
ebay, ebay Kleinanzeigen und im Kino.
Aktuell der Nachfolger bei audio pro JBL 8320. Wo du die kaufen kannst mußt du dort erfragen. Unverbindliche Preisempfehlung:305,00 €





Grüße
H.
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Lars
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Re: Die HartScala - LS mit Klipsch Chassis

14. Aug 2016 17:22

Danke, die werde ich mir mal merken
L.G
 
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Thomas74
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Re: Die HartWall - Kinofront ala Klipsch

19. Aug 2016 08:00

Auf Bitte von Hartmut - habe ich den Thread von HartScala in HartWall :mrgreen2: umbenannt da seine KinoFront inzwischen mehr mit der Cornwall als mit der LaScala zu tun hat.

Stimmt ja auch - und gut klingen wird's sowieso...

Lieber Gruß in die Ludwigshafener Klipsch-Hexenküche :lol2:
:Kaffee:
Thomas
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hart44
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Re: Die HartWall - Kinofront ala Klipsch

1. Sep 2016 07:09

Hallo,
ein paar Worte zum Center. Nach meiner Erfahrung klingt auch ein "großer" Center als small oft besser.
Mein Diy Center ist einer der wenigen, die ich kenne der in "large" besser spielt. Die Stimmen sind bei Film und Musik traumhaft.



Grüße
Hartmut
 
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Thomas74
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Re: Die HartWall - Kinofront ala Klipsch

25. Nov 2018 16:16

Tja mein kleines Boxenprojekt startete ich ja ursprünglich als ich bemerkte daß es bei Bob Crites das tolle alte 600 Hz Metallhorn der Klipsch Cornwall I als Nachfertigung zu Kaufen gab.
Da ich die Ausmessungen der künftigen Zweit-Heritage-Spaß-Box klein halten wollte und mir der im Vergleich zu den 15 " Pappen etwas schnellere Bass der 12 Zöller gut gefiel - zimmerte ich mir mit meinen bescheidenen handwerklichen Fähigkeiten flugs zwei Gehäuse zusammen (nach Bauvorschlag Contra 12 von Udo Wohlgemuth) setzte die 30er Bässe ein und schaute nach der abflauenden Euphoriewelle (vornehmlich durch Eigenbaustolz ausgelöst) erstmal sparsam als doch alles etwas zu spitz und trötig geklungen hatte.
Auch der Ersatz des Crites Metallhörnches durch ein opulentes  Electrovoice Mittelton Horn daß ich bei Max aus dem Lager gezogen hatte brachte zwar einen etwas wärmeren und aufgefächerteren Stimmbereich - was erstmal wieder sehr beeindruckend war, aber die Messungen von Horni und Robert beim Treffen in Riedenburg brachte dann doch zu Tage daß der Mittel-Hochton Bereich einfach nicht so richtig mit dem selbst gefriemelten 12 Zoll Bässen harmonieren wollte. Erst nach gehörigen Absenken des besagten Bereichs durch den DSP der Crown Endstufen hat mein mit der heißen Nadel gestrickten Konstrukts - einigermaßen stimmig geklungen.  

Also was machen nach der mittels Messungen und dem umfangreichen Genusses des guten Riedenburger Ökobiers eingekehrten Erleuchtung ?

Einstimmige Meinung der Mitforenten - war "Da gehört einfach ein 15er drunter".. "oder Du senkst eben den Mittelhochton durch Modifizierung der Weiche gehörig ab"...
Toll - weil ich armes Kellerkind der ansonsten sein Dasein in den staubigen Amtsstuben einer großen Münchener Behörde fristet - irgendwelche Ahnung von Weichenbau hat..
Bei einem der vielen schönen Telefonate mit Hartmut wurde klar daß seine HartWall 15 Zoll Bässe als neues Tieftonfundament für mein Heritage Spaßprojekt dienen sollten.
Ich konnte ja die 65 € Thomann Bässe im HP15 Gehäuse schon desöfteren in Ludwigshafen in der Casa Hartmut zusammen mit den K400 Horn mit K55 Treibern und den K77 Tweetern verbunden mit der Heresy III Weiche spielen hören - und das macht einfach wunderbar Musik ! Die Bässe harmonieren sehr gut zur Horn Abteilung der Lautsprecher schön konturiert und differenziert ..

Vor kurzem weilte Hartmut mal wieder im Freistaat und da war die Gelegenheit geboten die Gehäuse für die 15er Bässe an zwei Wochenenden zu bauen.
Als wir bzw. besser er die Bassgehäuse nach dem ersten Wochenende zusammen hatten (ich war gottseidank nur der Bierholer und helfende Hand, hehe) machten wir einen Probelauf mit dem Electrovoice Mittelton-Horn..
Der 15er Bass kam zwar mit den großen Hörnchen deutlich besser mit - aber diese waren immer noch zu prägnant.. in der fortgeschrittenen Bierlaune haben wir es dann Spaßeshalber wieder mit den kleinen Metallhörnern von Bob Crites versucht.. und siehe da die Box war auf einmal stimmig !
Klar fehlt jetzt hier und da etwas Staffelung und Ausleuchtung der großen Hörner aber endlich spielte mein Spaß-Projekt in sich stimmig.. was ja eigtl. auch kein Wunder ist da die Weiche eben von der Cornwall I stammt.. jetzt haben wir einen vergleichbaren 15er Bass..die originalen Mitteltonhörner mit verbessertem Treiber und den besseren Plug In Ersatz für den K77 Tweeter..
Also wurde mein ursprünglicher Gedanke eine Mini Cornwall mit den schönen 600er Metallhörnchen zu bauen dann doch wahr.. aber eben wie es sich gehört mit 15 Zoll Bass.. 

Hier die HartWall II in Seitenprofil.. den Hochton haben wir wie bei der originalen HartWall etwas nach hinten versetzt .. es wirkte für uns auf jeden Fall richtiger außerdem sind die Crites CT120 Tweeter sowieso keine Kinder von Traurigkeit und profitieren von etwas Abstand..
P1010474.JPG

hier die andere Seite ... die hübsche Cornwall I Weiche von Bob Crites mit 4 (!) Bauteilen auf Zedernholz ist einfach zu schön um sie zu verstecken..
P1010469.JPG


Hier das Mitteltonhorn C600 von Crites im eingebautem Zustand.. das Horn wurde mit Dichtungsband (zwischen Horn und Holz) vom Gehäuse entkoppelt
P1010471.JPG


Hier die HartWalls von meinem zweiten Hörplatz aus.. die Boxen haben wir auf Rollen aus dem PA-Boxenbau gestellt da ein Lautsprecher direkt neben der Türe steht und dadurch leichter bewegt werden kann.. das mag zwar Frevel sein.. aber manchmal muß man sich das Leben auch mal einfach machen.. :lol:
P1010475.JPG

 
Vielen herzlichen Dank nochmal an Hartmut Du bist mir immer eine sehr große Hilfe und mein bester Freund  !!!

:Bier:
Thomas
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Thomas74
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Re: Die HartWall - Kinofront ala Klipsch

25. Nov 2018 18:20

Die Höreindrücke ..
als die guten Stücke endlich zusammengebaut an ihrem für sie vorgesehenen Platz im Hörkeller standen, bot sich natürlich eine wunderbare Möglichkeit des Vergleichens..

hier die dicken Maxe mit ihrem nicht gerade billigen italienischen Röhricht an einem Acoustic Solid Dreher mit 10 Zoll Jelco Arm und Dynavector 10x5 ..
auf der anderen Seite die .. HartWalls an der Vintage Kette Sansui Six Receiver der vom Dual 1229 mit Tonar Diabolic (50 € System) ..

Hartmut hat dann kurzer Hand die Vollenweider "Behind The Gardens" aus meinem Plattenregal gefingert um den Hochtonfähigkeiten der neuen Boxenkreation auf den Zahn zu fühlen..
Der Anfang des Titelstückes der LP beginnt mit Vogelzwitschern und einem Kichern eines Mädels die alsdann mit einem Psst eingebremst wird um in Vollenweiders Harfenklänge überzuleiten..
Die Saitenanrisse der Harfe wurden sauber und sehr nuanciert wiedergegeben.. außerdem war immer diese schöne leichte Attacke in der Feindynamik des Stückes da..
Klar war das Metallhörnchen nach einer gewissen Zeit schon als solches wahrzunehmen.. aber im Großen und ganzen alles stimmig und geschlossen.. die Trötigkeit meiner ersten Gehversuche mit diesem Horn in Verbindung mit den 12 Zoll Bässen war nicht mehr auszumachen..

Dann Umschwenken auf die dicke Max.. mit dem schönen neuen HiFi Gedöns dran..
:shocked: Ach Du ... was ist das denn.. das Vogelgezwitscher am Anfang des Stückes war nur noch schwer zu orten und angedeutet , die Klangkuppel aus Hochtongeäst die sich weit über die HartWalls gebildet hatte war hier nicht vorhanden - der Sound ging nur bis zur Höhe der Lautsprecher hoch und war dann abgeschnitten..
Die Saitenanrisse vom Harfenmaestro waren eher unsauber - dafür gab die Röhre allerhand Holz und Körper hinzu - was zwar schön war, aber eine Harfe hat doch eigentlich gar nicht soviel Holzkorpus.. :lol:
Einzig alleine in Raumtiefe und der Natürlichkeit im Mittenbereich - konnte meine Röhren / Max Kombi punkten.. auch der Bass war zumindest nicht deutlich schlechter..
Nach dem Anschluß der Röhrenkette an die HartWall war es eindeutig - der Verstärker war der Übeltäter.. die HartWall klang mit dem Unison plötzlich wie die BigMaxe nur mit einem Quäntchen mehr Hochton..
Meine Ehre als Röhrenfan war hiernach stark angekratzt was für eine schöngesoundete überteuerte Scheiße hab ich mir denn da zusammengekauft.. :banghead:   
Wie kann es sein daß dieser popelige 50 € Tonabnehmer am Dual dermaßen gut klingt..
Hiernach ging halt dann das Tube Rolling los.. die Standard-Electro Harmonix im Unison wurden durch Siemens / Valvo NOS Vorstufenröhren ersetzt ..
Nach dieser Maßnahme bildete sich auch hier eine Klangkuppel über meine Maxe .. mehr Feindynamik war auch da die Attacke war nicht mehr so in Watte gepackt aber immer noch etwas schöner als auf dem Transistor.. jetzt wurde wieder ein Schuh draus..
Als nächstes waren dann die 5 Jahre alten Endstufenröhren dran (die sich damit mit gut 2000 Betriebsstunden ohnehin am Ende ihrer Lebenszeit befanden) .. nach einem Anruf bei BTB wurden diese durch S4A EL34 ersetzt.. ich meinte nochmal mehr Durchzeichnung in den Höhen, ein knackigerer und beschwingterer Bass und mehr Feindynamik zu hören..

Inzwischen habe ich mit meinem Röhrenverstärker wieder meinen Frieden gefunden.. schon alleine deshalb war der Bau der HartWall ein voller Erfolg..

In meinem Hörkeller habe ich nun zwei sehr stimmige Ketten die HartWall.. die straffere Box mit dem Quäntchen mehr Hochton Info - die aber bei mittelmäßig produzierter digitaler Kost schon auch etwas streng werden kann..
Auf der anderen Seite die dicken Maxe an der süffigen schönen Röhrenkombi die aber nach der Röhrenerneuerung auch mehr Attacke und Feindynamik kann, besonders beim Hören von CDs eine echte Wohltat !
Letzendlich weiß ich inzwischen beide Ketten mit ihren jeweiligen Charaktereigenschaften auf ihre Weise zu schätzen und auch der anfangs vermutete überteuerte Edelvinyl-Kratzer der Dynavector 10x5 hat nach der Röhrenkur meines Unison dann doch die Nase vorn in Sachen Differenzierung der Instrumente und Detaillierung .. trotzdem war die Kombi Dual/ Tonar Diabolic an den HartWalls ein echter Ohrenöffner.. tonal einfach sehr gut !

Lieber Gruß
:cola:
Thomas 



 
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thomas1960
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Re: Die HartWall - Kinofront ala Klipsch

25. Nov 2018 19:06

Hallo kleiner Thomas und Hartmut,

das klingt ja nach einem spannenden Wochenende!
Hartmut ist sicher ein findiger und wissender Kopf, da wird ein Schuh draus, wenn er anfängt... - 
zu denken und DANN zu bauen  :lol:  :Crazylol: . Kompliment.
Ich bin ja auch mehr der Try and Error - Typ, nachdenken hilft jedoch, das muss ich immer wieder zugeben.

Wie wird denn nun das finale Outfit der Hartwalls?
Bleibt die rustikale Spanplatte oder wird es noch „schön“  ;) ?

Lg Thomas
Bevor Du mit dem Kopf durch die Wand willst, überlege:
was willst Du im Nebenzimmer?
 
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Hornvirus
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Re: Die HartWall - Kinofront ala Klipsch

25. Nov 2018 19:12

Hallo Thomas,

super ehrlicher und interessanter Bericht - eben nicht aus der High-end-Presse -  :Knienieder:

Das macht das Forum aus, sowas sind wirklich wertvolle Informationen, die einen weiterbringen können :Dankeschild:
… und wieder mal ein Beleg dafür, das Hifi nicht unbedingt sau-teuer sein muss um sau-gut/stimmig zu sein!
… übrigens hat mein Ayon Röhrenverstärker seit dem Röhrentausch auch wieder klanglich deutlich zugelegt, was ihn vor dem Verkauf bewahrt hat.

Grüße
Josef
Der Vergleich ist das Ende vom Glück und der Beginn der Unzufriedenheit
 
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Old Shatterhand
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Re: Die HartWall - Kinofront ala Klipsch

25. Nov 2018 21:12

Servus du Bazi,
danke für den tollen Bericht, hat richtig Spaß gemacht ihn zu lesen. Viel Spaß mit deiner Kreation. Es freut mich, dass du dir mit Hartmuts Hilfe einen LS bauen konntest der dir so viel Freude macht.

Mal zur Orientierung seitens verschiedener Röhren, wurde die Tage im AAA veröffentlicht und fand ich interessant:
https://www.analog-forum.de/wbboard/cms ... 16217-pdf/

Pfiat di
der Saupreiß  :lol:
Punkrock is good for you!
 
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Thomas74
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Re: Die HartWall - Kinofront ala Klipsch

25. Nov 2018 22:17

Vielen Dank für Eure Rückmeldung Jungs !
thomas1960 hat geschrieben:
Wie wird denn nun das finale Outfit der Hartwalls?
Bleibt die rustikale Spanplatte oder wird es noch „schön“  ;) ?

Ach die Optik Frage ist ja wieder soooo wichtig  :roll2: .. nee wir haben uns schon Gedanken gemacht.. die Spanplatte bleibt aber entweder schwarz lackiert
oder mit ebenfalls rustikalen PA-Filz überzogen..  :lol:
Hornvirus hat geschrieben:
super ehrlicher und interessanter Bericht - eben nicht aus der High-end-Presse -   :Knienieder:
Das macht das Forum aus, sowas sind wirklich wertvolle Informationen, die einen weiterbringen können  :Dankeschild:

so soll es sein - die Hörtests taten vor lauter Ehrlichkeit schon fast körperlich weh..   :shocked:

Hornvirus hat geschrieben:
… und wieder mal ein Beleg dafür, das Hifi nicht unbedingt sau-teuer sein muss um sau-gut/stimmig zu sein!
… übrigens hat mein Ayon Röhrenverstärker seit dem Röhrentausch auch wieder klanglich deutlich zugelegt, was ihn vor dem Verkauf bewahrt hat.

So isses - mit so einem Cornwall I Baukasten ala Crites kann man wirklich viel bewegen.. das macht einem schon auch demütig.
Und ja seine Röhren sollte man schon von Zeit zu Zeit auf den Prüfstand schicken, sonst kann  aus Röhrenzauber eben Röhrenmuff werden ..

Old Shatterhand hat geschrieben:
Servus du Bazi,
danke für den tollen Bericht, hat richtig Spaß gemacht ihn zu lesen. Viel Spaß mit deiner Kreation. Es freut mich, dass du dir mit Hartmuts Hilfe einen LS bauen konntest der dir so viel Freude macht.

Servus - das freut mich auch sehr daß Dir das Lesen Spaß gemacht hat.. schließlich warst Du ja auch schon ein gerngesehener Gast in meinem Keller..
Mal zur Orientierung seitens verschiedener Röhren, wurde die Tage im AAA veröffentlicht und fand ich interessant:
https://www.analog-forum.de/wbboard/cms ... 16217-pdf/

Die Klang-Unterschiede bei Röhren bzw. die Auswirkung der Alterung der Endstufenröhren habe ich definitiv unterschätzt..

Lieber Gruß
:Kaffee:
Thomas
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