uweskw
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Achenbach Trinity und SON B

7. Aug 2017 18:07

Mit meiner SON B Mk2 bin ich eigentlich recht zufrieden...
aber ihr wisst ja wie es ist.
Momentan habe ich die SON B und als Unterstützung zwei aktive SVS PB12 Subs.
Ob es an meinem Raum liegt oder den SON B weiss ich nicht, aber ich hätte gerne etwas mehr.......? irgenwo zwischen Kickbass und unteren Mitten fehlt mir etwas. Das bekomme ich auch nicht mit den Subs hin.
Hat schon mal die Trinity (mit Beyma AMT) ausführlich im Vergleich zur SON B gehört?
Wie sollte ich mir den Unterschied vorstellen? Ich habe mal gelesen die SON B wäre dynamischer?

greetz
Uwe
 
thomas1960
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Re: Achenbach Trinity und SON B

7. Aug 2017 18:26

Hi Uwe,

Entschuldige, daß ich mich als Nicht-Achenbachler als erster einklinke:
bau dir die Tricolon, die hat es, was Du suchst. Und Sie strahlen mMn noch breiter ab.
Wenn ich nicht so baufaul wäre... - dieses Konstrukt ist in meinen Ohren einfach geil.
Ne schöne Class D dran - und du hast fertig.

Auf deinen Baubericht freut sich nicht nur :wink:
Thomas
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Re: Achenbach Trinity und SON B

7. Aug 2017 20:55

Hi Thomas
Du hast ja auch schon so ettliche Kisten geschoben :D  drum hat dein Urteil einen hohen Stellenwert für mich.
AAABER! hast Du den Beyma AMT mal längere Zeit gehört?
Ich hatte in letzter Zeit ne Heco New Statement und ne KEF 205/2 hier. Beide deutlich heller abgestimmt als die SON B.
Und die KEF sieht wirklich traumhaft schön aus. Die hätte ich gern behalten. Aber obwohl beide heller abgestimmt sind und Becken mehr glänzen und schimmern lassen, fehlen ihnen doch so viele Details im Vergleich zur SON B
Ich habe bedenken, dass ich durch den AMT einfach versaut bin... :???:
Das mit der Auflösung ist mir gar nicht so sehr aufgefallen als ich meine KEF203/2 gegen die SON B getauscht habe. Jetzt würde mir wohl wirklich etwas fehlen.
Den Coax der Tricolore habe ich aber noch nicht gehört.

edit: Tricolon war kein Schreibfehler, die gibt es ja wirklich...
neu bauen kommt aber nicht in Frage, Ich überlege weil gerade zwei Trinity auf dem Genrauchtmarkt angeboten werden. Die eine in Bremen die andere glaube ich in Berlin.

greetz
Uwe
Zuletzt geändert von uweskw am 7. Aug 2017 21:00, insgesamt 1-mal geändert.
 
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Robert
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Re: Achenbach Trinity und SON B

7. Aug 2017 20:58

Hi Uwe,

was spricht denn gegen den 15"er von PHL?
Bei Horni solltest du dir die Kombi gut anhören können.

Gruß Robert
 
uweskw
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Re: Achenbach Trinity und SON B

7. Aug 2017 21:11

Gegen den 15" er von PHL sprich garnichts. Im Gegenteil, deswegen bin ich am Überlegen. Eine leichte 15"er Pappe drückt halt richtig auf der Brust. Das erhoffe ich mir von der Trinity.
Ich habe sie aber noch nicht gehört.
Horni hat doch auch die SON B aber mit 15" PHL als Sub?? Ich erhoffe mir gerade im Bereich von 150-300Hz den Vorteil des 15"er. Lasse mich aber auch gerne eines besseren belehren von jemandem der die Erfahrung schon gemacht hat.

greetz
Uwe

 
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Robert
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Re: Achenbach Trinity und SON B

7. Aug 2017 21:15

Genau. Ab zu Horni!

Ich fand die Trinity im Vergleich zur SON B mit Sub insgesamt zurückgenommener.
 
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Old Shatterhand
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Re: Achenbach Trinity und SON B

7. Aug 2017 21:17

Die aus Bremen würde ich nicht kaufen, die ist schon durch viel Hände gegangen.
 
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Re: Achenbach Trinity und SON B

7. Aug 2017 21:36

Robert hat geschrieben:
Genau. Ab zu Horni!

Ich fand die Trinity im Vergleich zur SON B mit Sub insgesamt zurückgenommener.

Was meinst Du mit "zurückgenommener". Der Pegel und auch die Qualität vom Tiefbass meiner SVS sind nicht der Grund warum ich was ändern will. Horni wird wohl so um 80-120Hz trennen.
Hat er voll aktiv getrennt oder die passive Frequenzweiche der Subs weiter im einsatz?
 
thomas1960
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Re: Achenbach Trinity und SON B

7. Aug 2017 22:14

Hi Uwe,
vielleicht fehlt Dir genau das, warum ich auf Verdacht bei den Visaton zugelangt habe?
Die KH sind für mich extrem sauber, musikalisch, aber keine Letz Fetz.
Was fehlt Dir denn nun genau?
Dieses anmachende, geile, nicht ganz so brave, schnelle Gefühl eines Horns?
Dieter baut ja meiner Meinung nach mit Recht eher auf Langhörtauglichkeit.
Da fehlt eben manchmal letzfetz. Nur letzfetz kann jedoch schnell auf die Nüsse gehen.
Die SVS kenne ich nicht, aber der dicke 15" PHL ist auch mMn eine echte Ansage.
Und wenn die SON B sonst gut gefällt: SVS verkaufen, zwei farblich passende 15er, fertig.
Der ewige Spagat... .
Und, nicht lachen:
von Einigen belächelt oder gar verpönt angesehen - die 890 MK II haben zwei Regler zur Raumanpassung vom MT/HT.
Darüber bin ich wie bei der Cornscala heilfroh.
Vielleicht baut Dieter Dir so etwas nachträglich ein und Du kannst den AMT auf Wunsch und Geschmack noch etwas aufbretzeln.
Und wenn Du damit durch bist, brauchst Du von der TRICOLON ja nur noch den Aufsatz  :lol:  :auslach:.
Nix für ungut,

Lg Thomas
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Re: Achenbach Trinity und SON B

8. Aug 2017 00:57

Hallo Uwe,

zur HighEnd bin ich mit Robert bei Karim vorbeigefahren. Der hat den selben LS wie du, der einzige Unterschied ist, dass diesen aktiviert hat. Als ich die SON b zum ersten mal aktiviert gehört hatte dachte ich naja immer noch das gleiche Ding. Karim war allerdings nie zufrieden und hatte immer daran rumgeschraubt. Als wir allerdings im Mai da waren hatten wir sämtliche Einstellungen über Bord geworfen und noch einmal von vorn angefangen. Ich glaube es war auch keine 2,5-Wegekonstruktion mehr. Da musst du mal nachfragen. Ich kann dir nur sagen, als wir gegen 1:30 Uhr mit der Einmessung fertig waren ist mir der Kiefer runtergeklappt. Mit dem 12" PHL ging so die Post ab, der LS hatte sich so extrem verändert. Ich kann nur sagen, dass ich Achenbachs LS so noch nie gehört hatte. Da stimmte alles und es hatte nichts mehr mir der ursprünglichen SON b zu tun. Witziger weise hatten wir am nächsten Tag gleich zu Beginn der HighEnd den selben Song von Toto mit der B&W 800 mit Esoterik-Amps gehört...nach einer Minute sind wir da rausgegangen! Noch Fragen? 

Gruß
Ody
 
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Wolfman
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Re: Achenbach Trinity und SON B

8. Aug 2017 07:04

Hallo Ody,


womit habt ihr eingemessen? Liefen die SON aktiv?

@Uwe
HORNIs Aufbau ist wirklich interessant,  der Bass ist aktiv, kann wahlweise als Sub oder weiterer Weg laufen.
Bis dann
Wolfgang
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Robert
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Re: Achenbach Trinity und SON B

8. Aug 2017 07:30

Hi Wolfgang,

Der Aufbau von Karim ist vollaktiv mit Hypex DLCP und den passenden NC400 Endstufen. Gemessen haben wir mit Audionet Carma, da ich das sehr intuitiv finde.

Gruß Robert
 
uweskw
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Re: Achenbach Trinity und SON B

8. Aug 2017 07:46

Vielen Dank schon mal für die Antworten.
@Thomas
Dieter hat mir den Tip gegeben den Beyma ab 5kH über einen parallel geschaltenem Kondensator etwas mehr "Gas" zu geben. Die können so schon ordentlich losfetzen. :Dance:
Genau da habe ich etwas Bedenken bei der Trinity. Robert hat geschrieben die sei im Vergleich zur SON B etwas "zurückgenommener".
Mir fehlt irgend etwas zwischen Kickbass und unteren Mitten. Das bekomme ich auch nicht mit einem digitalem EQ hin. Deswegen schiele ich auf den 15" aus der Trinity.

@Ody
Ich habe Acourate und entsprechendes Mess-Equippment sowie ein RME Fireface im Haus und damit schon oft und viel herumprobiert.
Liegt vielleicht an meinen "Fähigkeiten", aber ich habe es noch nie hinbekommen, dass es mir mit digitaler Auftrennung dauerhaft besser gefällt.
Ich bilde mir aber auch ein deutlich zu hören ob die Lautstärke digital oder per Poti geregelt wird, da sagen viele, dass wäre Einbildung......

@OldShatterhand
Optisch gefallen mir die in Bremen besser, die haben wohl länger bei Clearaudio in der Vorführung gestanden.

@all
Zu Dieter wollte ich nicht hinfahren. Ich werde die LS nicht neu kaufen/bauen. Deswegen will ich auch nicht seine Zeit mit einer längeren Hörsession missbrauchen. So oft wie ich wechsle kann ich mir das schlicht nicht leisten. Der Weg ist das Ziel... :Kasper:
Kann mir jemand den Klangunterschied zwischen SON B und Trinity beschreiben? Geht das in die Richtung die ich suche?

greetz
Uwe
 
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Re: Achenbach Trinity und SON B

8. Aug 2017 11:42

uweskw hat geschrieben:
Momentan habe ich die SON B und als Unterstützung zwei aktive SVS PB12 Subs.
Ob es an meinem Raum liegt oder den SON B weiss ich nicht, aber ich hätte gerne etwas mehr.......? irgenwo zwischen Kickbass und unteren Mitten fehlt mir etwas. Das bekomme ich auch nicht mit den Subs hin.

Schon mal gemessen, wie der Frequenzgang am Hörplatz aussieht? Es ist durchaus möglich, dass in dem Bereich raumakustisch bedingt eine Delle ist. Die wäre auch da, wenn ein anderer Lautsprecher an der gleichen Stelle spielt.
Zur Not zu mir kommen und die Lautsprecher gegeneinander hören,
Gruß
Dieter
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uweskw
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Re: Achenbach Trinity und SON B

8. Aug 2017 20:22

Hi Dieter
danke für das Angebot. Wenn hier nicht bald mal jemand anfängt ausgiebig über SON B und Trinity zu schwurbeln werde ich es vielleicht annehmen müssen. :Blumen:
Dann würde ich aber zumindest zwei leckere Boxbeutel Frankenwein mitbringen.
Mal schaun, vielleicht schaffe ich es heute abend mal eine Messung meiner SON B zu machen und hier reinzustellen. Am besten mal mit und mal ohne Sub?
Irgend einen Hinweis für die Messung der hilfreich wäre? Normalerweise messe ich am Hörplatz, 2,5 m von den Boxen entfernt.

greetz
Uwe
 
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Re: Achenbach Trinity und SON B

8. Aug 2017 21:48

Hi Uwe,
du solltest das Angebot von Dieter annehmen und mal hinfahren. Zu den PHL Bässen kann man sagen, dass diese extrem gut sind. Es gibt ganz wenige Produkte die noch besser wären. Hatte mal was von 18Sound gehört, dass diese auch sehr gut seien. Aber bleibe lieber bei der Kombi mit dem PHL, das hat sich bewährt. Ich weiß zwar nicht wie groß dein Raum ist, aber der 12"PHL reicht mit Sicherheit für über 30m2. 15" sind natürlich etwas Besonders jedoch muss man damit in einer Wohnung auch umgehen können. Wie in meinem ersten Posting beschrieben, aktiviere die LS, dann bist du ganz oben angelangt. Karim und Robert werden dir mit Sicherheit helfen. Danach brauchst nichts mehr zu suchen...außer du möchtest das immer tun. ;-)

Gruß
Ody 
 
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Re: Achenbach Trinity und SON B

8. Aug 2017 23:12

uweskw hat geschrieben:
Hi Dieter,
Dann würde ich aber zumindest zwei leckere Boxbeutel Frankenwein mitbringen.

Uwe, Vorsicht!
Mit "fremdem" Wein ist unser Dieter wählerisch! 
Unseren GUTEN Rheingauer Riesling hat er mal als Salzsäure tituliert und verschmäht.
Etwas empfindlich im Magen vielleicht  *Muahaha*, der Gute.
Vielleicht nimmst Du besser bekömmliches Quellwasser:
https://de.wikipedia.org/wiki/Ilsequelle
@Dieter: nix für ungut, dieser Seitenhieb auf Rheingauverweigerer musste sein...  :Blumen:
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uweskw
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Re: Achenbach Trinity und SON B

15. Aug 2017 10:35

Die SON B bleiben.
Ich bin der Anlage jetzt nochmal mit Acourate zu leibe gerückt. Überall hatt ich gelesen, dass man eine zum HT 4-6db abfallende Zielkurve nehmen soll.
Da ich über die Jahre aber ohnehin einen Verlust in der Höhenwahrnehmung habe und der Beyma ohnenin eher sanft zu Werke geht, hab ich mir gedacht: Nö. Ich brauch meine Höhen! :Kasper:
Hier der ursprüngliche FG mit Sub
Bild

Mir hat, wie gesagt irgend etwas im oberen Bass/untere Mitten gefehlt.
Ich habe dann tagelang alles mögliche mit Acourate probiert, auch versucht den original Frequenzgang kaum zu verändern und und und.
Irgendwie hat es sich immer fad/nervend angehört. Nicht zu hell, eher leblos.
Dann bin ich doch mal den Empfehlungen gefolgt und habe die Zielkurve linear 6db zu den Höhen abfallen lassen :undweg:

Was soll ich sagen: noch 1,5db Anhebung im Basss unter 170Hz und nun bin ich glücklich.
Trotz des deutlichen Unterschieds im FG hat sich die Klangbalance und Dynamik überraschend wenig geändert. Aber jetzt weiss ich was "aufgeräumtes" Klangbild heißt.
Jedes Instrument klar und fest umrissen auf seinem Platz, in Stücken wo der Bass bisher toll vor sich hingegroovt hat, federt jetzt eine Melodie.
Auch verstehe ich jetzt was an den Aufnahmen von Belafonte oder Buenaviste Social Club in der Carnegie-Hall so toll ist. Oder bei alten von J. Coltrane  :Dankeschild:
Selbst wenn Bon Scott mit AD/DC "She’s Got Balls" fast in Originallautstärke in meinem WZ aufführt, nervt nichts. Der Bass knochentrocken, tief und explosiv. Und die Gitarren, rotzig wie im Konzert.

Ich kann jedem der von Festplatte hört oder streamt nur dringenst empfehlen Acourate mal eine Change zu geben.


und hier der neue FG, gemessen.

Bild
greetz
Uwe
 
K-Laus
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Sub-Problem?

2. Okt 2017 18:22

Hi Uwe,

lese deinen Tread erst jetzt... und möchte noch mal meine Erfahrung Kund tun. Ich betreibe meine SonB spezial geschlossen mit Sub. Rein passiv. Hatte zunächst ein ähnliches Problem wie du!
Habe ich Dein Setup richtig verstanden: du hast die SonB passiv, betreibst sie geschlossen, und bearbeitest das Gesamtsignal per DSP-Prozessor. Die beiden Subs laufen ergänzend, nach Ü-Frequenz und Lautstärke anpassbar?
"Irgendetwas" fehlt Dir im Bass, und die Höhen waren auch nicht perfekt?!
Ich habe bei meiner SonB die Höhen ggü. Dieters Originalabstimmung auch etwas angepaßt. Zu den Höhen hin etwas mehr Höhenanstieg, wie es Dieter hier auch vorschlug. Dann wird der Klang frischer, lebendiger und räumlicher. Nur nicht zu viel, sonst nervt es. Muss man nach Gehör machen.
Der gewisse Kick im Bass hat mir auch gefehlt. Ich gab - vorschnell - der SonB die Schuld. Aber Schuld war der Sub! Hier könnte auch bei Dir das Problem liegen. Ich will es so beschrieben. Die SonB geschlossen ohne Sub fällt unter 90Hz mit 12dB/okt ab und macht gehörmäßig fast keinen Bass. Auch die Klangfülle der Mitten (Sänger-Brustkorb) ist zu gering. Wenn man dann wie bei Dieter in der Vorführung einen ebenfalls straff-präzisen-klangfülligen Sub mit ebenfalls 12dB/okt-Filterung ergänzt, wird der Bass extremst gut. Es wird genau das Fehlende ergänzt.
Wenn man hingegen einen Sub mit weicherem Bassreflex-Schwubbel mit steilerer Filterung ergänzt, gibt es Probleme: das Signal vom Sub paßt nicht zu dem der SonB, das Gehirn hört gefühlt "partielle Auslöschung". Der Spaß im Bass ist sehr begrenzt.
Ich hatte nach dem Umstieg zur SonB zunächst auch noch einen doppel-Dipol-Sub mit zwei 30cm Hifi-Chassis, die eher weich-füllig klangen. Und sie waren mit -24dB/Okt gefiltert, auf 90Hz. Das Sub-Signal ergänzte zwar und machte Raum und Fülle, aber der Schallanteil paßte nicht zur SonB. Und wegen der -24dB wurde auch bis 200...300Hz hoch nicht genug aufgefüllt, dem Klangbild fehlte Fülle.
Dann stieg ich auf doppel-Dipolsub mit zwei 38cm PA-Chassis um (Paramerter ähnlich wie Dieters PHL-Sub-Chassis). Der Sub klingt (frei laufend bis ca. 1000kHz) straff-kickig und trotzdem ultratief und raaaaaaaaaabenschwarz (17Hz Resonanzfrequenz). Mit diesem Sub bei 90Hz getrennt war der Bass perfekt da. Als ich dann die 24 noch in 12dB/Okt änderte, war alles perfekt. Wie bei Dieter in der Vorführung, nur noch viel tiefer und schlackenloser. Dieters Sub ist quasi Bassreflex, mein Sub ist Dipol - da gibt es keinen nacheilend abgegebenen Schallanteil.

Also: mein Tipp, teste mal, ob bei dir nicht auch der Sub Schuld ist. Ich wette zu 80%, dass es so ist! Momentan hast du über die +1,5dB deine SonB wieder in den Vordergrund gebracht. Weich aufgehängte Chassis mit BR klingen total anders als straffer aufgehängte PA-Chassis mit hoher Empfindlichkeit und Membranfläche satt. Das lehrte mich Dieter... Danke!

Gruß, Klaus
 
uweskw
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Re: Achenbach Trinity und SON B

11. Okt 2017 07:17

Hallo Klaus
klingt super interessant. Im Moment spiele ich mit einer Wilson Audio Witt herum. Da habe ich den Bass und die Fülle bei Stimmen fast genau so wie ich es will. Aber mir fehlt halt die Auflösung der SON B.
Wo bist Du? Könnte ich mir deine Kombi mal anhören kommen? Gerne weiter per PM.


greetz
Uwe
 
K-Laus
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günstige SonB gebraucht

16. Dez 2017 11:03

Hi IHR,

Uwe hat seine SonB mit dem Schwubbel-Subs bei Bucht-Kleinanzeigen eingestellt. Wer eine gebrauchte SonB sucht, sollte zuschlagen....

Dann die nicht zur SonB passenden Weichspüler-Fertiggerät-Subs verkaufen und sich einen adäquaten geeigneten Sub von dem Geld selber bauen. Dann wird es einen weiteren hochzufriedenen SonB-Besitzer mehr geben.
Tipps zum Sub und der klanglichen Feinabstimmen der SonB können dann gerne angefragt werden, Dieter oder auch ich helfen gerne... Parallelwiederstand zum AMT für AMT-Lautstärke-Feinabstimmung und etwas größerer Bypass-Kondi zum erhöhen der Frische der Höhen. Dieters Abstimmung ist eher für etwas nüchterne Hörer, wenn die Kette nicht gerade hell klingt. Meine SonB laufen auch mit fast 1,5dB lauteren Höhen, zwischen ca. 7kHz und 20kHz ansteigend. Dann macht die Son richtig auf und der Raum strahlt mehr.

Die SonB braucht zwingend einen ebenso straffen und voll klingenden Sub - dann wächst sie über sich hinaus. Ohne Sub mit offenen BR-Rohren oder mit unpassendem Sub ist der Bass nicht Fisch nicht Fleisch. Weil einfach der extrem präzise, straffe Oberbass der 20er PHL-Chassis und der Bass unter 100Hz nicht zusammenpassen. Dann klingt der Bass zu schlank und nicht auf den Punkt. Mit passendem Sub ist der Bass ein Erlebnis: straff-präzise und höchstauflösend.

Gruß, Klaus
 
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thosh
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Re: Achenbach Trinity und SON B

16. Dez 2017 19:12

Hallo,

habe seit einigen Wochen die SON B von Wolfgang hier stehen und kann die Beschreibung von K-Laus ganz gut nachvollziehen.
Bei mir laufen die SON B ohne Subs mit offenen Bassreflexrohren.

Zum Hochton :

Der entsprechende Parallelwiderstand zum Hochtöner (Normalwert 12 Ohm ) liegt bei mir auf der Weiche auch "nur " bei 10 Ohm, keinen Ahnung warum , war so. 
Ich hatte bei Dieter Achenbach auch schon mal wegen einer Korrektur nachgefragt und er hat mir dankenswerterweise auch schon einen entsprechend Weichenplan mit anpassbarem Hochton gesendet. Da ich aber kein ausgesprochener DIY er bin liegt das "Projekt" aktuell noch auf Eis.

Ich denke mit etwas mehr Hochton nimmt dir Räumlichkeit wohl auch noch etwas zu.
Das Ganze hängt natürlich auch von der vorgeschalteten Elektronik und vor allem von der Qualität der Aufnahme ab, da kann ein zu Viel an Hochton oftmals auch ins negative kippen weshalb ich mich auch noch nicht an die Weiche getraut habe.


Zum Bass :

hier habe ich in der Tat bei manchen Stücken ( allerdings sehr selten) den Eindruck die SON B versucht etwas was sie einfach nicht kann. Dann kippt der Bass urplötzlich ins "aufgeblähte" und zwar irgendwie ohne Vorwarnung . Hört sich blöd an aber ich kann es nicht besser beschreiben kann natürlich auch am Raum liegen. Ich kenne das zwar von anderen Boxen auch , da fällt es aber nicht so extrem auf.

Welchen Sub kann man empfehlen, und funktioniert das auch mit nur einem Sub. 

Wobei man hier sagen muss , das ist jetzt "jammern" auf sehr hohem Niveau.  :)
 

Gruß

thosh
 







 
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Wolfman
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Re: Achenbach Trinity und SON B

16. Dez 2017 22:04

Für meine Bequemlichkeit ist mir nichts zu anstrengend.
 
K-Laus
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Re: Achenbach Trinity und SON B

17. Dez 2017 11:09

thosh hat geschrieben:
hier habe ich in der Tat bei manchen Stücken ( allerdings sehr selten) den Eindruck die SON B versucht etwas was sie einfach nicht kann. Dann kippt der Bass urplötzlich ins "aufgeblähte" und zwar irgendwie ohne Vorwarnung . 

Hi Thosh,
die Basslautsprecher der SonB können nur bis 90Hz runter, dafür aber herrlich präzise und höchstauflösend. Davon träumen Hifi-Schwubbelchassis...
Dann hat Dieter untenrum ein BR-System mit ca. 60Hz abgestimmt ins Gehäuse eingebaut. Mal etwas flapsig: sobald der Lautsprecher also tiefen Bass anzuregen versucht, "stürzt" sich das BR-System auf diese Anregung und hupt mit seinem 60Hz-Tongenerator los. Sprich, jedem Bassimpuls wird ein verzögerter BR-Anteil nachgeschoben. Hält eine Bassanregung länger an, dann drängt sich dieser deutlich hörbare BR-Eigenklang in den Vordergrund und belegt den Bass.
Bei anderen LS ist das nicht so stark, weil ihr Schallanteil aus dem BR-Rohr geringer ist. Bei der SonB sieht man am großen BR-Rohr, dass hier viel mehr Schall abgestrahlt wird.
Wegen Sub schreib mir bitte mal ein PN mit deiner Mailadresse. Ich verwende einen Dipolsub (K&T-Bausatz Darling, aber aus zwei Chassis angepasst), möchte aber Infos dazu nicht öffentlich machen.
Gruß, Klaus

PS: habe mal Foto ergänzt - und den Frequenzgang. Bis unter 20Hz Bass, Eigenresonanz bei 17Hz...
FW-Vergleich Dipolsub.PNG
Dipolsub neu_a.jpg
 
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thosh
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Re: Achenbach Trinity und SON B

17. Dez 2017 11:58

Hallo,

 :)  "und hupt mit seinem 60Hz-Tongenerator los. "    übertrieben aber das trifft es ganz gut

Ich habe Gestern mal mit dem Verschließen der Bassreflexkanäle rumprobiert.
Beide zu war eindeutig zu Viel, aber mit einem verschlossenen Kanal war das Ganze wesentlich homogener. 
Da hat das mit dem Hochton auch wesentlich besser gepasst, 

Frage , die beiden Tiefmitteltöner benutzen doch das gleiche Gehäuse ? Ist also egal ob ich den oberen oder unteren Kanal zustopfe, oder liege ich her falsch ?

Gruß

thosh
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