hornblower
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Re: Serie: Vorstellung interessanter Lautsprecher

21. Okt 2019 16:14

Hallo zusammen,

wie angekündigt bespreche ich heute einen Lautsprecher aus dem DIY, der preislich in einer ganz anderen Liga spielt, als die bisher in diesem Thread besprochenen. Ich kann deshalb viel über ihn schreiben, weil ich ihn über mehrere Jahre selbst betrieben habe und weil er zu den Lautsprechern gehört, die mir am meisten Spaß in meiner Hifi-Karriere gemacht haben. Es handelt sich um einen Klassiker, das

Original Jericho Horn von Bernd Timmermann, Klang&Ton, aus dem Jahre 1996.

Anm.: Der hier abgebildete Lautsprecher war nicht meiner. Ich habe auf die Schnelle leider kein Foto mehr von meinen schwarzen Hörnern finden können.
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Auf Original lege ich deshalb so viel Wert, weil es mittlerweile zahlreiche Variationen und Derivate dieses Bauvorschlags gibt, die sich aber immer noch Jericho Horn nennen. Den damaligen Treiber, einen Fostex 208 Sigma, ein 8“ Breitbänder mit Schwirrkonus, bekommt man nur noch gebraucht. Fostex hat die Produktion schon lange eingestellt, was viele Freaks bedauern, denn dieser raue Geselle war wie geschaffen für dieses backloaded Horn mit Spaßfaktor.

Meine erste Begegnung mit dem Jericho Horn hatte ich 1997 bei Uwe Kähler in Dorsten. Uwe war damals freier Rezensent bei Klang&Ton. Aufmerksam wurde ich durch die Zeitschrift, die ich damals regelmäßig las.

Bereits die ersten Takte, die aus dem Horn kamen, waren für mich wie ein Befreiungsschlag von den Audiodata Lautsprechern, die ich damals hatte und die von Peter Schippers, seinem Klangideal folgend, zu Tode linearisiert waren. Ein Wirkungsgrad von 78 dB bei der Audiodata Mignon spricht Bände. Auch die große Cadeau, die ich eine Zeit lang hatte, war nicht viel lebendiger. Nicht so das Jericho Horn. Satte 96 dB liefert der Fostex 208 und dank backloaded Horn setzt sich das bis in den Bassbereich fort.

Diese Lautsprecher musste ich haben, auch wenn sie recht groß und schwer waren, eigentlich zu groß für ein Wohnzimmer, in dem ich damals noch hörte, aber ich konnte mich durchsetzen.
Das Innenleben dieses Horns nachzubauen traute ich mir nicht zu. All diese vielen Gehrungsschnitte und exakt einzuhaltenden Winkel des Hornverlaufs ließen mich den Weg zu einem Schreiner finden, dem ich den Bauplan von Herrn Timmermann gab. Nach kurzer Zeit hatte ich die Rohgehäuse aus MDF, nur die Seitenwand war nach Abschluss der Innenarbeiten noch aufzuleimen.

Zwischenzeitlich waren auch die Treiber eingetroffen. Bei einem kurzen Check im ausgebauten Zustand brüllten die mir entgegen, denn ich hatte den Volumenregler noch in der Stellung, mit der ich die Audiodatas gehört hatte. Begeisterung kam auf. Nachdem alles exakt nach den Vorgaben von Timmermann finalisiert und zusammengebaut war (die Druckkammerbedämpfung ist wichtig), dann der erste Soundcheck ohne den empfohlenen Sperrkreis.

Ich fühlte mich sofort an den damalige Testbericht erinnert, worin ungefähr sinngemäß stand…kann einen Traktor naturgetreu durchs Zimmer fahren lassen. Meine Kebschull Röhrenmonos waren nun nicht mehr überfordert, sie spielten geradezu mit den Jerichos.

Es folgten nun ca. 8 Jahre, die ich mit diesen Lautsprechern verbrachte. Ich experimentierte mit verschiedenen Sperrkreisen, die den Mitteltonbuckel glätten, mal schärfer, mal gar kein Sperrkreis. Ich hatte den sinniger Weise außerhalb der Box in den Signalweg eingeschleift. So konnte ich immer ohne Aufwand Veränderungen vornehmen. Vom billigen WIMA-Foliencap, über Mundorf, Solen, Jensen, ja selbst ein milchkannengroßer Öl-/Papier-C, NOS, wurde probiert. Doch Begeisterung und Experimentierfreude bei Seite, ich komme jetzt zu einer objektiven und nüchternen Klangbeschreibung, die letztlich auch dazu führte, mich wieder von den Jerichos zu trennen.

Die Jerichos erinnern mich an die La Scala (passiv), Spaßfaktor ohne Ende aber auch signifikante Fehler.

Was sofort auffällt, wenn man von herkömmlichen 2-oder 3-Wege Lautsprechern kommt, ist die ungemeine Lockerheit und Dynamik, den dieser Treiber entfachen kann. Laut, ja sogar vorlaut kann er, v.a. wenn man ohne Sperrkreis hört. Bei passender Musik vermisst man ihn kaum, bei akustischer, gar klassischer Musik klingt es ohne Sperrkreis allerdings unerträglich. Die Mitteltonverfärbung ist unüberhörbar. Der Bass ist wuchtig, extrem schnell bis hinunter zu 45 Hz, allerdings sehr wellig und unausgewogen. Dröhnfrequenzen wurden mit Kissen im Hornmund gebändigt, was aber zu Lasten des Tiefgangs, der Lockerheit und Dynamik ging. Mit DSP, was ich damals noch nicht kannte, wäre das heute wohl kein Problem mehr. Die Stärke war zweifellos der Mitteltonbereich, der zu Gunsten einer Allroundfähigkeit den empfohlenen Sperrkreis haben musste. Im Hochton sehr präsent, wenn auch etwas scharf, gemessen an guten Hochtönern, wie ich sie heute kenne. Die Musik spielte locker, unkomprimiert und mit sehr guter Räumlichkeit. Die Punktschallquelle war hier im Wesentlichen verantwortlich.
Das alles gilt aber nur bis hin zu einer gehobenen Lautstärke. Wurde es richtig laut, lauter als es vielen Musikhörern lieb ist, kippte das Klangbild plötzlich ins Gepresste. Vorbei war es mit der tiefen Räumlichkeit. Das Bild wurde flach und angestrengt. Der 8“ war an seinem Limit.

Desaströs wurde es, wenn sehr tiefe Frequenzen den Fostex malträtierten. Die Membran machte dann das, was sie eigentlich nicht kann, nämlich sichtbaren Hub (Xmax = 0,75 mm). Das Horn leistete keinen Strahlungswiderstand mehr, war quasi offen und die Membran des Fostex flatterte unkontrolliert hin und her und bewegte nur noch Luft. Die Folge war u.a ein deutlich hörbarer Dopplereffekt, die Spule bewegte sich nicht mehr kontinuierlich im Magnetfeld und an guten Klang war dann nicht mehr zu denken. Das alles störte mich lange Zeit herzlich wenig, weil eben alles andere gut und so schön anders war.

Mein Musikgeschmack änderte sich dann auch den Stärken der Jerichos folgend. Funk, Rock und Jazz standen von nun an mehr und mehr auf dem Programm, Musikrichtungen, die dem Lautsprecher liegen.

Zwischenzeitlich hatte ich das Gehäuse der Jerichos mit schwarzem Polyesterlack veredeln lassen, was den schnellen Verkauf förderte. Ich ließ sie nur ungern ziehen, aber es musste sein.
Was tun, wenn man heute so ein Horn selber bauen will? Man kann sich an einen der Lautsprecherselbstbaushops wenden, die jerichoähnliche Bauvorschläge anbieten. Man kann sich auch den Originalplan besorgen. Das Innenleben sieht dann so aus.

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Als Treiber wird Vieles angeboten, Ciare, Tangbang oder auch ein Fostex 206e. Man sollte da vorsichtig sein. Bei einem backloaded Horn ist der Gesamtgütefaktor des Treibers für die Bassperformance sehr wichtig. Der 208 Sigma hat einen sehr niedrigen Qts von 0,19 und das Basshorn ist darauf abgestimmt. Bevor ich aber noch mehr dazu schreibe, hier zwei gute Websites für potenzielle Nachbauer.
http://www.plasmatweeter.de/jericho.htm
http://rutcho.com/speaker_drivers/fostex_fe_208_sigma/fostex_fe_208_sigma.html

Zum Preis. Treiber und Gehäuse, roh, vom Schreiner kosten ca. 2 k€/Paar. Zwei Sperrkreise mit guten Bauteilen ca. 50 €. Alles andere ist Kür.
 
Fazit:
Das Jerichohorn ist ein großer Männerlautsprecher mit enormem Spaßfaktor. Immer irgendwie pubertär und etwas großmäulig daherkommend. Eine kleine Röhrenendstufe ist ausreichend und ideal für das Klangbild. Klassik und Tiefbass sind nicht seine Stärken. Auch wenn der Lautsprecher richtig laut kann, werden doch ziemlich abrupt seine Grenzen hörbar. Mittenauflösung, Räumlichkeit und Sprachverständlichkeit gehören ebenso zu seinen Stärken wie eine Dynamik, die er eben mal so aus dem Ärmel schüttelt.
Wer bereits gute Hornlautsprecher besitzt oder zumindest vom Klang her gut kennt, wird an diesem Lautsprecher eher keinen Gefallen finden, denn das Aha-Erlebnis bleibt dann aus. Dieser Lautsprecher ist ideal für Leute, die mal ein paar Jahre lang Urlaub von üblicher Hifikost machen wollen. Einen Weg zurück wird es dann nicht mehr geben. Ich selbst habe diese Zeit nie bereut.
 
thomas1960
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Re: Serie: Vorstellung interessanter Lautsprecher

22. Okt 2019 14:53

hornblower hat geschrieben:
wie ein Befreiungsschlag von ... Lautsprechern, ...die zu Tode linearisiert waren.

Auch für mich der Tod des Hörgenusses... :Bier: . Klasse geschrieben.
Wege entstehen dadurch, daß man Sie geht.
Schau auf das Schöne, dann bringst auch du das Schöne in deine Welt.
 
hornblower
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Re: Serie: Vorstellung interessanter Lautsprecher

29. Okt 2019 17:31

Hallo zusammen,

ich beende vorläufig meine Berichte über interessante Lautsprecher mit einem DIY-System, das ich ausdrücklich nicht zur Nachahmung empfehle. Alleine die Bilder zeigen schon warum. Weiterhin werde ich keine detaillierte Klangbewertung vornehmen, da es sich bei diesem System um eine komplette Eigenentwicklung handelt.

Es handelt sich um die Aperta Cattedrale, so habe ich sie zumindest genannt.

Es ist eine „ziemlich große“ offene Schallwand mit Vintage Treibern. Doch lassen wir zunächst Bilder sprechen.


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Auf die Idee kam ich im Zuge des damaligen Saba Greencone Hypes und nach dem Studium des Buchs "Höchst Empfindlich" von Götz Wilimzig / Rüdy Gysemberg.

Meine ersten Versuche mit Greencones und kleinen Schallwänden waren nicht nur zufriedenstellend sondern sogar überraschend gut. Es entstand nach einiger Zeit schließlich die Aperta 1.0, eine 140 cm hohe und 50 cm breite offene Schallwand, die ein paar Besonderheiten enthielt und als Vollbereichslautsprecher fungierte, allerdings ohne hohe Pegel und Tiefbass wiedergeben zu können.

Im neuen Haus mit großem Musikzimmer angekommen, konnte ich mich an das Projekt Cattedrale machen, eine offene Schallwand der Superlative sollte entstehen. Will man den akustischen Kurzschluss möglichst weit nach unten verschieben, braucht man Schallwandfläche und Membranfläche der Basschassis. Und…den Erkenntnissen von Götz Wilimzig folgend, durften ausschließlich Vintagechassis Verwendung finden. Außerdem müssen Treiber für offene Schallwände einen Gütefaktor haben, die zum Einbau in geschlossenen Gehäusen gänzlich ungeeignet sind. Ein Qts deutlich größer 1 ist hierfür Voraussetzung. Das ist bei alten Radiochassis gegeben, denn jedes Röhrenradio und jede Musiktruhe waren hinten offen.

Ich will hier jetzt nicht weiter beschreiben, wie lange es dauerte und wie frustrierend es zeitweise war, 8 von den Parametern einigermaßen gleiche große Bassovalis von Saba (33 x 24 cm) zu sammeln. Ich habe den einen oder anderen Ebay-Verkäufer hassen gelernt.

Der Hochtöner war gesetzt, da kam nur der 4“ Bakelithochtöner von Saba in Frage. Im Mittelton sollten es eigentlich die 8“ Saba Greencones sein. Doch ein Klangvergleich mit 4 ovalen Breitbändern aus einer Blaupunkt New York Musiktruhe ließ mich dann die Musiktruhe schlachten. Die Blaupunkt klangen noch besser als die gehypten Saba Greencones.

Parallel zu allem musste ein Schreiner gefunden werden, der überhaupt verstand, was ich da wollte, der mich in der Materialauswahl beraten konnte und in der Lage war, so etwas zu bauen. Die mehrfach verschränkten Winkel hinzubekommen ist nicht ganz trivial, wenn es denn perfekt aussehen soll.

Die Schallwand selbst sollte nicht schwingen, also schied Span- oder MDF-Platte aus. Es wurde dann ein Verbundwerkstoff mit hoher innerer Dämpfung und sehr hoher Stabilität.
Das Ganze betrieb ich im Biamping mit minimaler Frequenzweiche. Die vier Basschassis pro Kanal bekamen ihre eigene Stereoendstufe, die MHT-Sektion ebenfalls eine. Da die Endstufen regelbar waren, konnte ich die Pegel perfekt anpassen.

Aus meiner Sicht vereinigt eine große offene Schallwand die Luftigkeit eines Folienstrahlers mit dem Druck eines dynamischen Systems. Mehr zum Klang möchte ich nicht schreiben.

Da ich damals kurzzeitig im Hififorum war, machten meine Schallwände die Runde. Die Gasthörer gaben sich die Klinke in die Hand, besonders als das System noch von zwei Subwoofern abgerundet wurde.
Der letzte Gasthörer wollte sie dann auf der Stelle kaufen… und… ich verkaufte. Könnte mich heute noch ärgern, wenn ich an die heutigen Möglichkeiten der Aktivierung und DSP denke.
Und sollte sich jetzt doch jemand zum Nachbau gemüßigt sehen, viel Spaß dabei und gute Nerven.

 
Zum Schluss noch in eigener Sache. Mit meinem Aperta 1.0 Projekt war ich kurze Zeit in einem waschechten DIY-Forum. Es dauerte nicht lange, da wurde mein Plan von der dort vertretenen, offenbar allwissenden DIY-Forumsprominenz kaputt geredet. Ganz vorbei war es, als durchsickerte, dass ich meinen Bauplan in Ebay verkaufte. Das war nun ganz und gar etwas gegen den DIY-Ethos. Ahnungsloser Geldschneider war noch eine harmlose Bezeichnung, die mir zuteilwurde. Immerhin wurde der Plan über 400-mal verkauft und noch öfter nachgebaut und mein EBay Score liegt bei 100%.
Warum ich Hififoren skeptisch gegenüberstehe, hat hierin einen Grund. Ich muss zur Anerkennung der hier anwesenden Mitglieder bemerken, dass ich trotz meiner La Scala Aktivierung (eigentlich ein Frevel) und diesbezüglicher Berichterstattung nie ein unfaires Wort erhalten habe und auch bei anderen nicht gelesen habe.

 
Viele Grüße
Andreas
 
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Re: Serie: Vorstellung interessanter Lautsprecher

29. Okt 2019 20:41

Hallo Andreas

Wieder einmal ein spannend zu lesender Bericht der zeigt welch skurrile Blüten unser Hobby doch treiben kann ;)
Unterm Strich hast Du dabei sicher auch sehr viel über die Möglichkeiten von Chassis unter deren
Interaktion mit Gehäusematerialien gelernt.
Ich kann eigentlich immer nur meinen Hut ziehen vor Menschen die sich mit solchem Enthusiasmus auf
die experimentelle Spielwiese des DIY stürzen...einfach um etwas auszuprobieren.
Bei allem theoretischen Wissen, das man mittlerweile über das www beziehen kann, es geht doch nur wenig über
die selbst gemachten Erfahrungen. Positiv wie auch negativ. Nur so lassen sich immer wieder hochgekäute Dogmen brechen :cool:

Auch die Aktivierung Deiner La Scala, mag es auch für manch einen als Frevel erscheinen, zeigt doch ganz klar,
da war das letzte Wort des machbar möglichen noch nicht gesprochen.
Und so mancher der den Klang und die Möglichkeiten der La Scala lieben gelernt hat, würde sich sicherlich
die Finger lecken um aus seinen LS ebenso viel herauszuholen wie Du.

Viele Grüße
René
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hornblower
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Re: Serie: Vorstellung interessanter Lautsprecher

10. Dez 2019 17:56

Ich konnte nicht widerstehen und habe mir den gekauft.

https://www.delamar.de/test/jbl-305p-mkii/

Andere Preisklasse als alle anderen hier vorgestellten Lautsprecher. Aber, wenn er interessant ist, werde ich auch den hier ausführlich besprechen. Ein paar Wochen Geduld.
Geld ist ja schließlich nicht das einzige Kriterium für "interessant".

Grüße Andreas
 
thomas1960
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Re: Serie: Vorstellung interessanter Lautsprecher

11. Dez 2019 01:25

Hey Andreas,
die 305er hatte ich auch mal - ohne MKII.
Auf deine Eindrücke bin ich sehr gespannt... .

Lg Thomas
Wege entstehen dadurch, daß man Sie geht.
Schau auf das Schöne, dann bringst auch du das Schöne in deine Welt.
 
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Re: Serie: Vorstellung interessanter Lautsprecher

4. Mai 2020 03:37

hornblower hat geschrieben:
Hallo zusammen,

ich beende vorläufig meine Berichte über interessante Lautsprecher mit einem DIY-System, das ich ausdrücklich nicht zur Nachahmung empfehle. Alleine die Bilder zeigen schon warum. Weiterhin werde ich keine detaillierte Klangbewertung vornehmen, da es sich bei diesem System um eine komplette Eigenentwicklung handelt.

Es handelt sich um die Aperta Cattedrale, so habe ich sie zumindest genannt.

Es ist eine „ziemlich große“ offene Schallwand mit Vintage Treibern. Doch lassen wir zunächst Bilder sprechen.


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Hi Andreas,
deine Saba schallwand ist genau mein Ding.
Womit hast du die Bässe beschichtet? Hast du auch eine Messung vom ganzen? wie tief konntest du die treso der bässe durch die beschichtung herabsetzen?

LG Daniel
 
hornblower
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Re: Serie: Vorstellung interessanter Lautsprecher

11. Sep 2020 14:05

Hallo zusammen,

nach längerer Auszeit geht es hier jetzt weiter.

Wenn der Threadtitel seinen Namen zu Recht trägt, dann liegt das auch an einem Lautsprecher, den ich in diesem Beitrag vorstellen und besprechen möchte. Es handelt sich um einen Lautsprecher der Marke Wisdom. Wisdom ist ein Lautsprecher- und Elektronikhersteller aus dem kleinen Carson City im US-Bundesstaat Nevada und dürfte in Deutschland nur einem kleinen Kreis gut betuchter Homecinemafreaks und Highender bekannt sein.

https://www.wisdomaudio.com
 
Aufmerksam wurde ich auf diese Marke eher durch Zufall bei der Suche nach Magnetostaten. Und in der Tat ist das zentrale Element der Klangwiedergabe die magnetostatische Schallerzeugung. Ähnlich wie bei Magnepan (die 20.7 wurde hier ja schon vorgestellt) befinden sich die Leiterbahnen auf einer Trägerfolie, der eigentlichen Membran, und werden im Feld starker Dauermagneten durch das Tonsignal zum Schwingen gebracht. Damit endet aber auch schon die Gemeinsamkeit mit Magnepan. Planare magnetische Treiber (PMD) nennt Wisdom das, was aber nichts anderes als das Prinzip des klassischen Magnetostaten ist.

Während bei Magnepan eine große Folie zum Schwingen gebracht wird, ist es bei Wisdom ein kleines Element, davon aber pro Lautsprecher sehr viele. Weiterhin ist die Folie bei Wisdom gefaltet und besteht nicht aus Mylar sondern aus einem anderen, laut Wisdom besser geeigneten Kunststoff. Und zu guter Letzt sind Wisdom Lautsprecher keine Dipole, sondern arbeiten nur nach vorne in einem geschlossenen Gehäuse. Spätestens als ich zur Kenntnis nahm, dass diese Lautsprecher einen Wirkungsgrad von 96 dB – 100 dB/2,83 V/1 m aufweisen und bis zu 130 dB Schalldruck abliefern können, was in der Größenordnung von PA-Treibern liegt, war mein Interesse nachhaltig geweckt.

Ein erstes Gespräch mit dem deutschen Vertrieb in Berlin brachte dann auch gleich eine erste Ernüchterung. Das einzige Highendstudio, das er mir zu Vorführzwecken anbieten konnte, befindet sich in Starnberg am Starnberger See. Für jemanden, der in Norddeutschland wohnt, eine ziemliche Entfernung. Aber was soll’s, ein Termin wurde gefunden, und das Ganze in eine Kulturreise mit meiner Frau entlang der romantischen Straße eingebettet und schon wurde aus der ganzen Sache ein Fünftagesevent.

Es geht konkret um die Wisdom Sage L 150, das drittgrößte Modell des Wisdomportfolios. Die beiden Topmodelle, Wisdom LS3 und LS4, sind in Deutschland nicht vorführbereit.
Bevor ich fortfahre noch eine Bemerkung zu My Sound in Starnberg.

https://my-sound.net
 
In meiner gesamten Hifi-Karriere habe ich noch kein Studio kennengelernt, das derart perfekt ist. Jeder Raum ist akustisch aufwändig, teuer, kurzum perfekt behandelt, die Gerätschaften, die man dort hören und erwerben kann, sind allesamt highendig und hochpreisig, die Beratung fachkundig und das Ambiente einzigartig. Das ändert zwar nichts an meinen generellen Vorbehalten zur Preisgestaltung im Highend, aber es macht verständlich, warum sich gut betuchte Highender schon am Anblick solcher Pretiosen erfreuen können.

Doch kommen wir nun zum eigentlichen Objekt der Begierde, der Wisdom Sage L 150.

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https://www.wisdomaudio.com/products/c150m/
 
Es handelt sich wie man sehen kann um vier schmale Line Arrays (zwei pro Kanal) von ca. 2 m Höhe. Pro Kanal ein Line Array aus Magnetostaten für den Mittel-/Hochtonbereich und ein Line Array von insgesamt 12 kleinen Basstreibern. Dazu kommen zwingend erforderlich ein Subwoofer SCS oder STS, Endstufen und DSP. Nur in diesem Komplettpaket kann das Ganze betrieben werden. Um nicht zu ausschweifend zu werden, empfehle ich dem, der noch mehr Details wissen will, die Internetseite von Wisdom zu studieren. Beim Anblick der Lautsprecher wird deutlich, dass Wisdom vornehmlich für den Tophighendbereich im Heimkinosegment entwickelt und produziert. Die Lautsprecher werden nämlich direkt an die Wand montiert und mit einem speziellen schalldurchlässigen aber blickdichten Stoff abgedeckt. So war dann auch mein Erlebnis beim Betreten des Hörraums. Was Ihr hier sehen könnt, ist nichts, zumindest nichts, was auch nur im Entferntesten an eine Hifianlage erinnern könnte. Alle Lautsprecher und die gesamte Elektronik sind für den Hörer unsichtbar montiert.

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Das Foto habe ich mit meinem Handy direkt hinter dem Hörplatz aufgenommen. Der Raum selbst hat die Maße von ca. 5 m Breite und 10 m Länge, das Stereodreieck ca. 3,5 m Schenkellänge, also ähnlich wie bei mir zu Hause. Gehört habe ich eine Reihe eigener Musiktitel, die ich sehr gut kenne, und die auf den Server von My Sound überspielt wurden. Bedient habe ich den ganzen Event von ca. 2 Std. mit einem Tablet. Der Chef ließ mich dann auch nach wenigen Minuten alleine, was ich als sehr angenehm empfand. Ich erspare mir jetzt die Nennung aller Titel, die ich zu Gehör bekam, und fasse meine Eindrücke zusammen.

Vom Klangcharakter einer Magnepan 20.7 ist der Sage L 150 so weit entfernt, wie der Nordpol vom Südpol. Keine dezente, schwerelose Klangentfaltung mit irrealer holographischer Bühne und Tiefenstaffelung, sondern Druck und Gloria im allerbesten PA-Sinne. Was diese Magnetostaten an Druck und Dynamik heraushauen, liegt auf dem Niveau guter Hornsysteme. Die insgesamt 24 Basstreiber schließen sich dem nahtlos an. Beim Subwoofer allerdings glaubte ich zu hören, dass es ein Subwoofer für Kinoanwendung ist. Tiefgang und Pegel ohne Ende, aber die Präzision großer PA-Subwoofer erreichten sie nicht ganz. So wurde das böse Grollen der Orgelpfeiffen auf Dorian, Ocean Groove, Suite Gothique nicht ganz so böse wiedergegeben, wie ich es kenne, sondern eher etwas weichgespült. Dieser Eindruck verfestigte sich bei Telarc, Fanfare for the common man, die ja bekanntlich vom brutalen Einsatz der großen Orchestertrommel gekennzeichnet ist. Dieses Defizit ist subtil aber doch wahrnehmbar, wenn man es anders gewohnt ist. Die große Stärke des Systems ist der Mitteltonbereich, der an Dynamik und Klarheit wohl kaum zu überbieten ist. Die Höhen stehen dem kaum nach. Geigen, Trompeten und menschliche Zischlaute kommen prägnant ohne zu nerven oder lästig zu werden. Das System scheint keine Dynamik- oder Verzerrungsgrenzen zu kennen, zumindest nicht in einem Pegelbereich, den man sich zu Hause zumuten sollte. Wenn ich bei vorangegangenen Besprechungen immer wieder auf einzelne Defizite eingegangen bin, z.B. bei Manger C1 und Magnepan 20.7 im Bass, dann sucht man hier nach derartigen Defiziten vergeblich. Diese Lautsprecher können jedwede Art von Musik in nahezu beliebigem Pegel klar und unverzerrt spielen.

Gewöhnungsbedürftig sind allerding drei Punkte, die mir bei jedem Titel aufgefallen sind.

  • Man sieht keine Lautsprecher. Das klingt banal, ist aber ungewohnt, und für Leute, die ihre LS - Skulpturen gerne vor sich sehen, ein No - Go. Die Musik kommt einfach als große Soundwall aus dem Nichts, bzw. aus der Wand.
  • Die Stereobreite ist eher eng, zumindest enger als ich es bei mir kenne. Dadurch wirkt das ganze Geschehen kompakter, was aber nicht zu Lasten der Detailfülle geht.
  • Die räumliche Tiefe ist konstruktionsbedingt (Wandmontage) begrenzt. Der Klang kommt eher flächig aber mit großer Macht und erinnert dadurch aber mehr an „Live“ als unsere holographischen 3-D Bilder, die wir bei freier Aufstellung gewohnt sind.
Bei Multichannelanwendung mag das keine Rolle spielen, im Stereobetrieb kann es für Manchen zumindest ein Problem sein.
Man kann jetzt darüber philosophieren, ob ein 2 m hohes Line Array bei einem Hörabstand von 3,5 m sinnvoll ist. Schließlich kann sich jeder nach Pythagoras leicht ausrechnen, wie groß der Wegunterschied zum Hörplatz zwischen dem mittleren MHT-Segment und den beiden anderen Segmenten ist. Hier sind Phasenfehler eigentlich unvermeidlich. Line Arrays machen ja bekanntlich da Sinn, wo große Entfernungen beschallt werden müssen, nämlich im PA. Aber wie dem auch sei, das Klangerlebnis war fulminant. Leider trifft das auch für die Preise zu, die man bedienen muss, wenn man so ein System bei sich haben will, vorausgesetzt man verfügt über eine geeignete freie Wand und einen entsprechend großen Raum.

Der Endkundenpreis für 1 Stück Wisdom Sage L 150 beträgt 26 775 €. Da liegen wir schon mal bei  53 550 € Stereo. Das Gesamtpaket mit kleinem Subwoofer, Verstärkern und DSP liegt bei 98 651 €.
Das sieht jetzt auf den ersten Blick sehr viel aus, ist es auch, wenn man bedenkt, dass man dafür auch schon ein Auto der Oberklasse bekommt. Aber Highend-Kalkulationen ticken anders. Wenn ich mir die Preise anderer Highend-Hersteller anschaue, die im  mittleren sechsstelligen Bereich angesiedelt sind, dann ist dieser Preis akzeptabel. Ein Meyersound Bluehornsystem kostet ähnlich viel und bietet m.E. weniger Klang.
 
Fazit:

Klangästheten mit dickem Geldbeutel, die ein besonderes Klangerlebnis suchen, das kaum zu toppen ist, sollten diesen Lautsprecher gehört haben, bevor sie dem Markenimage folgend zu Wilson, Magico oder gar Tidal greifen. Hier muss man noch deutlich mehr auf den Tisch des Hauses legen und hat wahrscheinlich weniger Klangerlebnis. Man muss dann allerdings wissen, dass man mit seiner Anlage nicht optisch protzen kann, weil man schlicht und ergreifend nichts von ihr sieht. Wisdom ist es gelungen, mit seinen PMD-Treibern ein Schallerzeugersystem auf die Spitze zu treiben, das m.E. herkömmlichen dynamischen Treibern, seien es Konusmembran oder Kalotte, überlegen ist. Einzig sehr hochwertige Horntreiber mit passenden Hörnern scheinen mir in der Lage zu sein, dem Paroli zu bieten.

Zum Schluss noch eine Bemerkung, die sich hier aufdrängt. Wieder einmal wurde mir deutlich, was es für einen Unterschied zwischen „herkömmlichen“ Wohnzimmeranlagen und wirklichen Großsystemen macht. Ein Zwei-oder Dreiwegelautsprecher im Klein- oder Mittelformat kann nicht die akustische Anmutung eines großen Systems in großen Räumen erreichen, auch wenn noch so viel Gehirnschmalz in Entwicklung und Produktion geflossen sind. Das ist ähnlich wie der Unterschied zwischen einem VW Golf und einer Mercedes S-Klasse. Niemand würde behaupten, ein Golf sei ein schlechtes Auto. Auch der bringt einen überall hin, kann schnell fahren und schnell beschleunigen. Fährt man allerdings mit einer S-Klasse, weiß man sofort, wo die Unterschiede liegen.

Viele Grüße Andreas
 
 
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Re: Serie: Vorstellung interessanter Lautsprecher

11. Sep 2020 14:33

Hallo Andreas

Vielen Dank für dieses weitere Sahnestück an Hörerfahrung mit anderen Lautsprechern! :Bier:
Sehe ich da auf dem Bild etwa QRD-Diffusoren aus AcryL? :shocked:...wie geil ist das denn?!?!
Da hat sich jemand wirklich Gedanken gemacht und die Diffusoren nicht dem möglichen Lichteinfall durch dier Fenster untergeordnet
und somit wegfallen lassen. :Respekt:

Von Nord-Deutschland nach Bayern zu fahren um ein Paar Lautsprecher anzuhören...sowas machen nur Verrückte wie wir hier im Forum. :lol:
Aber nett getarnt hast Du es...

Viele Grüße
René
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Re: Serie: Vorstellung interessanter Lautsprecher

11. Sep 2020 15:05

Hallo René,

danke! Das meiste an Akustikelementen sieht man gar nicht, so dezent und perfekt ist das im Raum integriert. Ander Decke war dann noch das

Bild


Grüße Andreas
 
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bucky
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Re: Serie: Vorstellung interessanter Lautsprecher

11. Sep 2020 19:30

da behaupte mir noch jemand, der mensch sei vernunftbegabt... :wink: 
(ich bitte um nachsicht fuer diese bemerkung, aber ich konnte sie mir nicht verkneifen)
und obwohl ich dem ganzen nichts abgewinnen kann lese ich deine fundierten beitraege durchaus mit gewissem interesse und komme nun zum eigentlichen punkt meines posts:
ein grosses  :Dankeschild:   fuer deine beitraege einschliesslich ihrer (hintergrund-)informationen!!!
gruss bucky
...and DON`T FORGET TO BOOGIE!
:Peace:
 
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Tischi
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Re: Serie: Vorstellung interessanter Lautsprecher

12. Sep 2020 08:19

Danke für den Bericht.

Die Decke erinnert mich an meine Kindheit, wo ich jeweils kaum der Versuchung widerstehen konnte, durch den Stohhalm geräuschvoll das Frappé blubbern zu lassen. Heute wäre mir beim Betreten eines solchen Raumes eher nach einem "Protonenpäckchen". Musik aus dem Nichts und eine Decke, welche einem jederzeit zu verschlingen droht... :lol2:
 
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Re: Serie: Vorstellung interessanter Lautsprecher

12. Sep 2020 08:46

Etwas nebenbei: Wann kommen die ersten Schallwandler aus dem 3D-Drucker? Mein Gefühl sagt mir, dass sich da durchaus interessante Möglichkeiten ergäben...
 
thomas1960
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Re: Serie: Vorstellung interessanter Lautsprecher

12. Sep 2020 08:51

Guten Morgen Andreas,

auch von mir vielen Dank über den Bericht über Wisdom, kannte ich tatsächlich noch nicht.
Ich muss gestehen: ich liebe den Anblick meiner Schallwandler und wenn sich die Membranen bei Trommelschlägen bewegen. Ich habe ja deine Anlage kennen lernen dürfen und die Möglichkeiten, sogar Du warst klanglich beeindruckt.

Auch wenn ich mich weit davon entfernt fühle - Minimalismus ist für mich wahre Kunst, nicht Plingpling
 Hervorragende Qualität quasi aus dem Nichts - klasse.
100k€ ist ein Stück Geld, ja. Auf diesem Level gibt es Autos, Bilder, Briefmarken... .
Tolle Sache für Leute, die nicht mehr zu Posen brauchen, mein voller Respekt für dieses Produkt.

Im Forum wurde ich gelegentlich schief angeschaut, weil ich Vergleiche Anlagenzeugs/Autos benutzt habe.
Auch hier Danke zum Vergleich Golf/S-Klasse  :Blumen: .

Lg Thomas
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Schau auf das Schöne, dann bringst auch du das Schöne in deine Welt.
 
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Re: Serie: Vorstellung interessanter Lautsprecher

15. Sep 2020 15:08

:Respekt:
Deine fachlich versierten und vergnüglich zu lesenden Beiträge zeugen nicht nur von sehr viel Sachkenntnis, sondern auch vom Spaß an der Materie.
Diese mit viel Aufwand verfassten Reviews sind eine Bereicherung für das Forum und verdienen ein ganz herzliches  :Dankeschild:   
 
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Re: Serie: Vorstellung interessanter Lautsprecher

16. Sep 2020 09:01

Vielen Dank, Wolfgang :Bier:
 
Peter V.
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Re: Serie: Vorstellung interessanter Lautsprecher

16. Sep 2020 21:03

hornblower hat geschrieben:
nach längerer Auszeit geht es hier jetzt weiter.

Wenn der Threadtitel seinen Namen zu Recht trägt, dann liegt das auch an einem Lautsprecher, den ich in diesem Beitrag vorstellen und besprechen möchte. Es handelt sich um einen Lautsprecher der Marke Wisdom. 

Danke für den tollen Bericht Andreas!

Nachdem ich den gestern Nacht gelesen hatte habe ich mich als erstes auf der Webseite meines alten Bekannten Raimund Mundorf herum getrieben um zu sehen wie weit seine AMT Lautsprecher inzwischen ordentlich Wirkungsgrad machen.
Das sieht ziemlich gut aus für ein Array aus diesen Lautsprechern  zumal sie bereits sehr tief übernehmen können. 
Leider nicht tief genug für das Klipschorn, aber vom Wirkungsgrad her können sie sehr gut mithalten.
Bin mal gespannt wann die ersten DIY Vorschläge für solche Lösungen zu sehen sind, denn preislich tut sich da nichts im Vergleich zu sehr guten Horntreibern.
Faszinierend ist auf jeden Fall der geringe Verzerrungsanteil bei solchen Lösungen und die holografische Abbildung die auf Grund der Phasenreinheit damit möglich ist.

Gruß
Peter
 
Lars
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Re: Serie: Vorstellung interessanter Lautsprecher

19. Sep 2020 18:18

Ebenfalls Danke für den Bericht. Ich hatte das System bei einer Heimkino Vorstellung auf grobi tv gesehen. Da war es das kleine dezente Wohnzimmer System  :shocked: :lol: Das man die Lautsprecher nicht sieht finde ich absolut nicht schlimm. Ich lasse beim musikhören auch öfter mal die Leinwand unten bzw davor. Wenn es interessiert kann ich das Video raussuchen. Zu hören sind sie allerdings nicht. 
Liebe Grüße 

Ps.: die Lautsprecher Systeme von M&O (Mundo) finde ich auch interessant und würd ich gern mal hören 
 
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SoundKlaus44
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Re: Serie: Vorstellung interessanter Lautsprecher

23. Sep 2020 16:31

Ich finde eure Vorschläge alle ganz super. Am besten gefallen mir High End Lautsprecher, vor allem wegen dem sauberen Klang und tiefen Bass.
Jetzt wo alle Discotheken geschlossen haben, muss ich wohl die Party zu Hause veranstalten. Ich hab mir den Lautsprecher nach Lesen dieses Ratgebers gekauft: https://www.diehifiberater.de/high-end-lautsprecher-test/
Vielleicht hilft er euch ja auch ;) 
 
Peter V.
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Re: Serie: Vorstellung interessanter Lautsprecher

23. Sep 2020 23:14

SoundKlaus44 hat geschrieben:
Ich finde eure Vorschläge alle ganz super. Am besten gefallen mir High End Lautsprecher, vor allem wegen dem sauberen Klang und tiefen Bass.
Jetzt wo alle Discotheken geschlossen haben, muss ich wohl die Party zu Hause veranstalten. Ich hab mir den Lautsprecher nach Lesen dieses Ratgebers gekauft: https://www.diehifiberater.de/high-end-lautsprecher-test/
Vielleicht hilft er euch ja auch ;) 

Ich glaube nicht ;-)
 
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Hififreak
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Re: Serie: Vorstellung interessanter Lautsprecher

24. Sep 2020 06:53

SoundKlaus44 hat geschrieben:
Ich finde eure Vorschläge alle ganz super. Am besten gefallen mir High End Lautsprecher, vor allem wegen dem sauberen Klang und tiefen Bass.
Jetzt wo alle Discotheken geschlossen haben, muss ich wohl die Party zu Hause veranstalten. Ich hab mir den Lautsprecher nach Lesen dieses Ratgebers gekauft: https://www.diehifiberater.de/high-end-lautsprecher-test/
Vielleicht hilft er euch ja auch ;) 


Welche Lautsprecher hast Du Dir denn gekauft?

Gruß Hans

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