zeitlos
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Raumakustiker Raum Ingolstadt :)

6. Okt 2020 20:12

Ich denke, dass ich mit meinen Max 2 schon über die Kapazitäten meines „Hörraums“ (gewöhnliches Wohnzimmer) drüber bin. Ich kann nun weiter Füße usw. von Komponenten austauschen oder Geräte. ich denke aber, dass meine Geräte mittlerweile einen guten Stand erreicht haben. Klar, besser geht immer, aber mir reicht das so schon ganz gut. Einzig würde mich interessieren, was man unter Umständen mit kleinen Kniffen (denn mehr wird hier nicht möglich sein => Wohnzimmer, und darüber befinde ich nicht allein) eventuell noch machen kann. In erster Linie wäre die Frage, ob man den Bass noch etwas in den Griff bekommen kann. Bei basslastigen Songs ist es wohl einfach etwas zu viel. 
Oder meint ihr, das ich mich damit arrangieren muss, weil man den Raum nicht größer und die Max 2 nicht kleiner machen kann?

Ich habe schon ein paar mal Google bemüht um jemanden zu finden, der hier vielleicht sogar mit einem Messinstrument den Raum beurteilen kann bzw. offenkundige Schwachstellen offen legen kann.

Oder gibt es Geräte, womit ein Laie das sogar selbst machen kann? Oder gar Apps fürs Handy? Aber selbst wenn es die gibt, muss man sie a) interpretieren können und b) eine Gegenmittel finden sowie c) dieses Gegenmittel auch platzieren können. Insofern wäre es wohl wirklich am besten, wenn das mal jemand hört, der sich auskennt. 

Vielleicht weiß hier ja jemand mehr?
 
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Robert
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Re: Raumakustiker Raum Ingolstadt :)

7. Okt 2020 09:30

Moin,

mit Messmikro und Gratis Software kann man sich sehr schnell ein erstes Bild verschaffen. Damit würde ich starten.

Gruß Robert
 
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makemebad
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Re: Raumakustiker Raum Ingolstadt :)

7. Okt 2020 12:55

Mit akustischen Maßnahmen für den Tiefbass in einem normalen Wohnzimmer wirst du nichts erreichen--->
denn die Bassfallen müssten 1-2m dick sein um bei einer tiefen Frequenz noch was zu bedämpfen!
Zuzüglich würdest du Plattenschwinger bzw. Helmholtzresonatoren brauchen.

Das Ganze würde das Wohnzimmer massiv verunstalten!

Kommt drauf an was bei dir möglich ist--> ich habe mein Wohnzimmer im Wasserfalldigramm im Frequenzbereich von 300Hz-20.000Hz auf eine Nachhallzeit 250-300ms bringen können.
Jedoch mit 12x Kinovorhängen mit 2,5mx1,4m wiegen ca. 400-500g pro m² zuzüglich Deckenabsorber 10cm dick 2,5m² zuzüglich Absorber hinter meinem Kopf...
der Raum ist durch diese Maßnahmen sehr trocken und für unsere "agressiven" Hornlautsprecher perfekt!
Damit habe ich aber die Raummoden nichtmal angegriffen,

Ich habe ein Problem bei 40Hz in meinem Raum, dort verstärkt der Raum ca 20dB den Bass, dies hab ich per Software korrigiert.
(der Nachhall bzw. das Wasserfalldiagramm zeigt trotzdem ne höhere Nachhallzeit an, dass kann keine Software lösen)

Wie Robert schon schrieb Messmikro + Software!
zB: UMIK-1 Messmikro und REW Software. -->bisschen komplex aber schaffbar
Ansonsten DIRAC LIVE +UMIK-1 -->relativ leicht!
https://live.dirac.com/pro-audio/

MfG
Edi
You are in the Concert Hall... AT HOME!
 
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Horn-ophil
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Re: Raumakustiker Raum Ingolstadt :)

7. Okt 2020 15:08

makemebad hat geschrieben:
Mit akustischen Maßnahmen für den Tiefbass in einem normalen Wohnzimmer wirst du nichts erreichen--->
denn die Bassfallen müssten 1-2m dick sein um bei einer tiefen Frequenz noch was zu bedämpfen!
Zuzüglich würdest du Plattenschwinger bzw. Helmholtzresonatoren brauchen.

Das Ganze würde das Wohnzimmer massiv verunstalten!
...

Ich greife das mal an dieser Stelle auf.
1-2 m dicke Bass-Absorber benötigt man nur wenn man mit porösen Absorbern arbeitet und die halte ich grundsätzlich für unpraktikabel,
wenn man nicht gerade ein Aufnahme-Studio einrichtet.
Mit Plattenschwingern kommt man auch im Wohnzimmer einer Bass-Mode gut bei.
Da es hier primär um schwingende Fläche, Material-Dichte und Volumen dahinter geht gibt es ein viel höheres Maß der gestalterischen Freiheit und somit auch
der weniger offensichtlichen Unterbringung in einem Wohnzimmer.
Selbst Helmholtz-Resonatoren lassen sich so umgestalten, dass man sie als schlanke Säulen in die Ecken stellen kann, ohne dass sie aggressiv als
raumakustische Elemente in´s Auge springen. Mit einer solchen Variante habe ich auch schon geliebäugelt.
Allerdings braucht es hier jemand der Ahnung hat wie man solche Teile auslegt und baut und auf die Problem-Frequenz abstimmt.
Grundsätzlich macht es aber immer Sinn erst einmal die Ist-Situation aufzunehmen (Mess-Mikro und Software) um zu sehen ob und wo es überhaupt Baustellen gibt.
Daraus lassen sich dann entsprechende Maßnahmen ableiten.
Und auch beim Messen gibt es ein gewisses Fehler-Potential (Positionierung und Ausrichtung des Mess-Mikro), wobei das bei den Mikro´s die wir so kaufen wohl
nicht so in´s Gewicht fällt. Aber die Güte der Messung reicht zumindest aus um ggf gravierende Probleme zu identifizieren.
Viele Grüße
René
- Carpe that fucking diem -

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