taurrus
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Netzkabel

2. Dez 2018 13:02

Besuchte Klangbilder in Wien,kleine hi-fi show. Die Aussteller werden immer weniger,dafür die Preise höher....wohl bekomms.
In einem Ausstellerraum befand sich Audio Optimum welche Aktivboxen mit der Bezeichnung  FS82 vorführten.
Ausgelagerte Endstufen,class D befeuert. Trotz des kleinen Raumes,diese gingen ganz schön zur Sache.
400W für Bass,200W für mittel-hochton.Akustischer Leckerbissen...die Tt. sind glasfaserverstärkte Papiermembrane.
Dann hab ich mich mit dem Techniker unterhalten...später über Kabel&Klang. Ich habe von Elektrophysik keine Ahnung
jedoch seine Ausführungen waren mir das Wort im Ohr.
Audio Optimum hat ein Netzkabel im Programm..wollte es wissen und hab es gekauft. Mein Teac CD spielte soweit mit
dem mitgelieferten Netzkabel. Der Wechsel auf das SK-GK-NFE-BW1  war für mich ein wahrer Volltreffer.

Höreindrücke:::::::::::::::die ganze Musik wurde förmlich entschärft
                                    bei hohen Pegeln endlich mal ohne scharfen Höhen
                                    alles spielt ruhiger,viel kontrollierter
                                    breitere Bühne,mehr Dynamik,ausgeglichen

Meine L100T haben schon einen mächtigen Bass....jetzt ist dieser noch mächtiger.
Zu einem Preis von Euro 89.- eine nicht nur preisgünstige sondern auch eine akustisch lohnende Investition.
Hätte nie gedacht,dass ein Netzkabel solch eine tolle Verbesserung bringt.

           Gruss, Friedl
 
michael58
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Re: Netzkabel

2. Dez 2018 14:09

Hallo Friedel und andere, evtl. am Netzkabel Interessierte,

der Entwickler sitzt mit der Firma im Ruhrgebiet und ist unter dem Forennamen "sincos" im Open-end-Forum recht intensiv unterwegs.
Seine durchaus polarisierende Art hatte dort vor einigen Jahren recht hohe Wellen geschlagen und erhebliche Widerstände erzeugt, teils (für mich) auch nachvollziehbar.

Seine ersten von ihm hochgelobten Lautsprecher wurden dort teils verrissen und ich habe mal auf den Westdeutschen HiFi-Tagen (2015)  diese LS hören können, und ja, mir haben diese, insbesondere im Hochton gar nicht gefallen.
Aber das ist wohl Schnee von gestern und inzwischen scheint er recht gute Produkte zu noch nicht zu abgehobenen Preisen anzubieten. 

Seine LS werden inzwischen auch von damals sehr abgeneigten Hörern viel positiver, teils als hervorragend beurteilt und auch seine Netzkabel scheinen tatsächlich viel (für Netzkabel zumindest) zu bringen.

Kann man sicherlich mal genauer beobachten!

Schönen Sonntag
Michael (aus Bonn)
 
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Horn-ophil
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Re: Netzkabel

2. Dez 2018 20:47

Ich bin beim Thema gekaufte Netzkabel oft sehr zwiegespalten, vor allem bei den teilweise echt happigen Preisen die da aufgerufen werden.
Was ich allerdings nachvollziehen kann ist der Vorteil von 1-fach bis doppelt geschirmten Netzkabeln gegenüber den meißt ungeschirmten
Standard-Strippen, die den Geräten (auch ziemlich teuren) beigelegt werden.
Wen man mal hinter so ein Hifi-Rack schaut ist der Ausdruck Chaos hier Programm  :lol:
Gut geschirmte Netzkabel verhindern zum einen, dass man sich Störsignale in´s Netzkabel einfängt und zum anderen,
dass das Netzkabel selber Störungen in die naheliegenden NF-Kabel einstreut.

Allerdings kann man die mit halbwegs handwerklichem Geschick auch sehr gut selber konfektionieren, wenn man sich an
die technischen Vorgaben hält. Ich verwende hier gerne das Lapp Ölflex Standard. Hinzu kann man die passenden Stecker in
normaler oder vergoldeter Variante kaufen (je nach Perfektionismus und Ambition  ;) ) und einen Gewebe-Schlauch um das Ganze optisch abzurunden.

Hab alle meine Netzkabel selber konfektioniert und von der Länge her optimal an die Geräte angepasst. Somit gibt es keine unnötigen Schlaufen
mehr weil das Netzkabel vielleicht deutlich zu lange ist und preislich kommt man bei Konfektionierung mehrerer Kabel auch deutlich günstiger weg.
Klar muss man erst mal eine Investition in Werkzeug und Material (Aderendhülsen, Kabel laufende Meter, Gewebe-Schlauch laufende Meter,Schrumpfschlauch usw.) tätigen
aber mit jedem zusätzlich gebauten Kabel rechnet sich das.

 Vor allem gegenüber den Preisen fertig zu kaufender Kabel.
Und es lohnt sich auf jeden Fall alle Standard-Strippen gegen geschirmte Netzkabel zu tauschen um das mögliche Potential an Störungen zu reduzieren.

Viele Grüße
René
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Peter V.
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Re: Netzkabel

13. Dez 2018 17:28

Horn-ophil hat geschrieben:
Ich bin beim Thema gekaufte Netzkabel oft sehr zwiegespalten, vor allem bei den teilweise echt happigen Preisen die da aufgerufen werden.

Und es lohnt sich auf jeden Fall alle Standard-Strippen gegen geschirmte Netzkabel zu tauschen um das mögliche Potential an Störungen zu reduzieren.

Das lohnt sich aber nur, wenn auch die Leitungen bis zum Hausanschluss geschirmt sind und die Schirme dort auf der Potenzial-Ausgleichsschiene geerdet werden. 

Gruß, Peter
 
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Horn-ophil
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Re: Netzkabel

14. Dez 2018 12:18

Entweder das oder man packt an zentraler Stelle vorab einen vernünftigen Filter oder Trenn-Trafo dran.
Meine Aussage der potenziellen Störungen bezog sich in besagtem Fall aber eher auf die Wechselwirkung zwischen den Strippen hinter der Anlage ;)
- Carpe that fucking diem -
 
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Re: Netzkabel

15. Dez 2018 19:15

Horn-ophil hat geschrieben:
Entweder das oder man packt an zentraler Stelle vorab einen vernünftigen Filter oder Trenn-Trafo dran.
Meine Aussage der potenziellen Störungen bezog sich in besagtem Fall aber eher auf die Wechselwirkung zwischen den Strippen hinter der Anlage ;)

Da wird es keine Wechselwirkungen geben.
Gruß
Peter
 
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TheJoker
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Re: Netzkabel

3. Feb 2020 18:53

Hab mal was gemessenes gefunden, mich als Stromkabelskeptiker hat es in meiner Meinung gefestigt, aber da kanonisch ja jeder selber eine Meinung bilden.
Verschlechterung durch teurere Kabel wird es wohl nicht geben.

Stromkabelmessung
 
Peter V.
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Re: Netzkabel

3. Feb 2020 20:32

TheJoker hat geschrieben:
Hab mal was gemessenes gefunden, mich als Stromkabelskeptiker hat es in meiner Meinung gefestigt, aber da kanonisch ja jeder selber eine Meinung bilden.
Verschlechterung durch teurere Kabel wird es wohl nicht geben.

Natürlich nicht, aber für die Preisdifferenz bei manchen kann man ein Auto kaufen oder eine Menge Schallplatten bei den weniger teuren.
Es ist immer interessant sich mal die Verkabelung in großen Studio Umgebungen anzusehen, ich habe in meiner Kölner Zeit hin und wieder für den WDR und Deutsche Welle repariert.
Sowohl die Netz- wie auch die Audiokabel sind nicht "audiophil" sondern zweckmäßig.

Gruß
Peter
 
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Robert
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Re: Netzkabel

4. Feb 2020 06:52

TheJoker hat geschrieben:
Hab mal was gemessenes gefunden, mich als Stromkabelskeptiker hat es in meiner Meinung gefestigt, aber da kanonisch ja jeder selber eine Meinung bilden.
Verschlechterung durch teurere Kabel wird es wohl nicht geben.

Stromkabelmessung


Interessante Messungen. Mich wundert nur etwas warum er sich den Aufwand macht und dann ein No-Name Kabel aus China für $20 als sein Highend Kabel testet. Da hätte ich doch lieber mal eines für $100-200 von den üblichen Verdächtigen wie z.B. AudioQuest gekauft.

Seine Schlussfolgerung lautet ja: Er hat bei seinem $20 Kabel nichts gemessen, also sind auch die Versprechungen der $1000 Kabel nicht korrekt. Um diesen Punkt zu validieren, wäre natürlich eine Messung eines entsprechenden Kabels besser gewesen.

Gruß Robert
 
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Horn-ophil
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Re: Netzkabel

4. Feb 2020 07:43

Grundsätzlich halte ich solche Messungen auch nicht für zielführend, da hier ja kein Signal über das Kabel läuft, das in seinem Frequenzgang verändert werden würde. :???:
Viel interessanter ist doch das Thema Einstreufestigkeit oder Magnetfeldbildung bei Stromkabeln.
Und auch wenn das immer wieder abgetan wird, kann ein solches Magnetfeld am ungeschirmten und nicht verseilten Stromkabel
benachbarte Kabel (vor allem NF-Kabel und Elektronenfluss basierte Digitalkabel) beeinflussen.
Ich habe das in einem sehr simplem Experiment zum Einfluss von Magnetfeldern auf Signalkabel mal demonstriert bekommen.
Angewandte Physik...wer kann dazu schon nein sagen :lol:

Und ja...Aufnahmestudios verwenden sicher keine HighEnd-Schischi Kabel, aber dennoch gute geschirmte und vor allem XLR-Kabel um diesen Problemen
mit Einstreuungen aus dem Weg zu gehen. Wer mal im Recording-Forum oder ähnlichen Seiten stöbert wird feststellen, dass man sich da schon über ordentliche Kabelqualitäten Gedanken macht. Und die Firma Furman (Stromreinigung für Studio- und Bühnentechnik) wäre sicher auch nicht so bekannt und renomiert, gäbe es dort keine Probleme.
Wobei es ja hier nicht um NF-Kabel geht.

Ein vernünftiges Stromkabel muss (faktisch gesehen) keine 1000€ kosten, sollte aber doch ein Minimum an präventiver Technik mitbringen.
Auch bei meinem Dad habe ich das sehr deutlich nachvollziehen können.
Das Kabelgewirr hinter der Anlage (ungeschirmte Netzkabel, ungeschirmte NF-Kabel) war für mich schon immer ein Graus.
Das leichte Brummen, dass er in der Anlage hatte auch genau diesem Wirrwarr geschuldet.
Ließ sich prima nachvollziehen, wenn man mal eines der ungeschirmten NF-Kabel angehoben und somit weg von all den anderen Kabeln gebracht hat.
Je mehr Abstand zu den anderen Kabeln umso leiser das Brummen.
Nach Austausch der ganzen Chose gegen geschirmte Kabel war das Problem Geschichte. ;)
- Carpe that fucking diem -
 
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Re: Netzkabel

4. Feb 2020 17:50

Horn-ophil hat geschrieben:
Und ja...Aufnahmestudios verwenden sicher keine HighEnd-Schischi Kabel, aber dennoch gute geschirmte und vor allem XLR-Kabel um diesen Problemen
mit Einstreuungen aus dem Weg zu gehen. 

XLR Kabel in dem Sinne gibt es nicht, es sind abgeschirmte zwei oder vieradrige Kabel mit Klinken- oder XLR Steckverbinder, beim WDR eher Klinke.
Und etwas anderes alles normale Industriequalität ist nicht erforderlich.
Natürlich wird das Netz gefiltert bevor es zu den Geräten verteilt wird.

Ein vernünftiges Stromkabel muss (faktisch gesehen) keine 1000€ kosten, sollte aber doch ein Minimum an präventiver Technik mitbringen.
Auch bei meinem Dad habe ich das sehr deutlich nachvollziehen können.
Das Kabelgewirr hinter der Anlage (ungeschirmte Netzkabel, ungeschirmte NF-Kabel) war für mich schon immer ein Graus.
Das leichte Brummen, dass er in der Anlage hatte auch genau diesem Wirrwarr geschuldet.
Ließ sich prima nachvollziehen, wenn man mal eines der ungeschirmten NF-Kabel angehoben und somit weg von all den anderen Kabeln gebracht hat.
Je mehr Abstand zu den anderen Kabeln umso leiser das Brummen.
Nach Austausch der ganzen Chose gegen geschirmte Kabel war das Problem Geschichte. ;)

Warum hat er denn keine abgeschirmten NF-Kabel benutzt?
Selbst die Beipackstrippen sind doch abgeschirmt.
Abgeschirmte Netzkabel sind unnötig und unwirksam wenn die eigentliche Haus-Verkabelung nicht abgeschirmt und das Netz nicht gefiltert ist.

Gruß
Peter
 
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Horn-ophil
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Re: Netzkabel

4. Feb 2020 18:41

Das sehe ich ein bisschen anders :)
Zum einen läuft die Hausverkabelung meißt in der Wand von einem Verteiler
weiter oben in der Wand nach unten zur Steckdose. Die Wand (je nach Material) bietet in der Regel schon eine gewisse Abschirmung und die Unterputzleitungen sind in der Regel auch verseilt.
Anders sieht es da aus, wenn der Strom die Steckdose verläßt und durch Beipack-Netzkabel der billigsten Art
und Weise fließt wie sie leider oft beigelegt werden. Da ist in der Regel nix geschirmt geschweige denn verseilt. Da erzeugen die Kabel
selbst ihre Magnetfelder um sich herum und beeinflussen ggf naheliegende andere Kabel.
Leider gibt es „vernünftige“ Netzkabel oft erst bei Geräten ab einem höheren vierstelligen Betrag.
So zumindest meine bisherige Erfahrung.
Und um das nochmal zu präzisieren, ich rede hier von elektromagnetischen Störungen nicht von HF-Störungen.
Da gebe ich Dir vollkommen Recht, wenn das vorher nicht rausgefiltert wurde, kann das auch das Netzkabel nicht beseitigen. Die Schirmung kann aber zumindest weitere Einstreuung verhindern.

Das Studios kein XLR-Kabel verwenden, mag vielleicht früher so gewesen sein und in Bezug auf
Verkabelung von Instrumenten stimmen oder im Bühnenbereich wo permanent auf und abgebaut wird.
Aber wenn Du Dir aktuelle Recording-Gerätschaften im Studiobereich anschaust sind da in der Regel auch
XLR-Anschlüsse dran, ebenso an Mikrofonen.
Wer im Studio mit symmetrischen Kabeln arbeiten möchte kommt an XLR auch selten vorbei, es sei denn er will
das Geld für vernünftige XLR-Stecker nicht ausgeben.
Da wo viel ein und ausgesteckert wird sind für mich symmetrische Klinkenstecker die einzige Variante
wo es wirklich Sinn macht.
Der XLR-Stecker wirkt durch seine Form halt zusätzlich noch wie ein farradayscher Käfig um die Signalkabel.

Tja...warum hat er keine geschirmten NF-Kabel gekauft?...Beratungsresistenz? ;)

Viele Grüße
René
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Re: Netzkabel

6. Feb 2020 11:02

Horn-ophil hat geschrieben:
Das sehe ich ein bisschen anders :)

Das steht Dir frei.

Zum einen läuft die Hausverkabelung meißt in der Wand von einem Verteiler
weiter oben in der Wand nach unten zur Steckdose. Die Wand (je nach Material) bietet in der Regel schon eine gewisse Abschirmung und die Unterputzleitungen sind in der Regel auch verseilt.

Wenn die Wand bzw. der Putz um 3dB dämpft wäre das schon viel.

Anders sieht es da aus, wenn der Strom die Steckdose verläßt und durch Beipack-Netzkabel der billigsten Art
und Weise fließt wie sie leider oft beigelegt werden. Da ist in der Regel nix geschirmt geschweige denn verseilt. Da erzeugen die Kabel
selbst ihre Magnetfelder um sich herum und beeinflussen ggf naheliegende andere Kabel.

Da müssen schon sehr hohe Ströme fließen um ein Magnetfeld nachzuweisen, hast Du das mal nach gemessen?

Und um das nochmal zu präzisieren, ich rede hier von elektromagnetischen Störungen nicht von HF-Störungen.

Da gebe ich Dir vollkommen Recht, wenn das vorher nicht rausgefiltert wurde, kann das auch das Netzkabel nicht beseitigen. Die Schirmung kann aber zumindest weitere Einstreuung verhindern.

Das muß sie sogar, weil jedes Schaltnetzteil, dazu gehören auch Stecker-Netzteile und Energiesparlampen elektromagnetische Felder abstrahlt.

Die Abschirmung von Kabeln kann allerdings keine magnetischen Felder abschirmen, dazu wäre Mumetall erforderlich.

Das Studios kein XLR-Kabel verwenden, mag vielleicht früher so gewesen sein und in Bezug auf
Verkabelung von Instrumenten stimmen oder im Bühnenbereich wo permanent auf und abgebaut wird.
Aber wenn Du Dir aktuelle Recording-Gerätschaften im Studiobereich anschaust sind da in der Regel auch
XLR-Anschlüsse dran, ebenso an Mikrofonen.
Wer im Studio mit symmetrischen Kabeln arbeiten möchte kommt an XLR auch selten vorbei, es sei denn er will
das Geld für vernünftige XLR-Stecker nicht ausgeben.

Da hast Du etwas mißverstanden.
Ich hatte ausdrücken wollen, daß es keine speziellen XLR Kabel gibt, es handelt sich um normale abgeschirmte Kabel, häufig auch Multicore, die je nach gefordertem Anschluss entweder mit entsprechenden Steckverbindern versehen werden, oder Backpanel eines Racks aufgelegt werden.

Gruß
Peter
 
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Re: Netzkabel

6. Feb 2020 14:58

Ah...jetzt wird für mich ein Schuh draus :Bier:
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Re: Netzkabel

15. Feb 2020 15:36

Ich weiß das Thema Netzkabel wird oft in die Ecke Voodoo gedrängt (meines Erachtens unbegründet) weil niemand so recht nachvollziehen kann
was denn der letzte Meter Stromkabel zur Anlage besser machen soll als eine Beipack-Strippe. Ich konnte es, bevor man es mir technisch erklärt hat
auch nicht so recht nachvollziehen.

Da ich aber helfen möchte die Physik bzw. Elektrotechnik hinter dem Thema besser zu verstehen und mit Mißverständnissen aufzuräumen
habe ich hier mal die Erklärung von Hans Strassner von HMS angehängt.
Ich habe den Mann schon auf einer Veranstaltung kennen lernen können und er hat viele der Dinge die in dieser Broschüre stehen auch nochmal
unter Beisein von kritischen Zuhörern (auch aus dem Bereich Elektrotechnik) erklärt und hat sich allen Nachfragen gestellt und auch für den "Laien" verständliche
Antworten geliefert. Ohne Hörbeispiele und Sätze wie "Hören Sie das etwa nicht?..."
Nein, einfache Erklärung der elektrotechnischen Fakten am Flip-Chart.

Für mich war nach dem Workshop zumindest klar worum es grundlegend bei dem Thema letzter Meter zu den Geräten geht.
Das kann man mal vollkommen unvoreingenommen lesen und dann glauben oder nicht.
Ist ja jedem selber überlassen. Und sicher sind nicht nur die Kabel von HMS sehr gut sondern auch andere.
Von daher teile auch ich vollkommen wertefrei diesen Artikel.
Was ihr daraus macht ist Euch überlassen  ;)

Viele Grüße
René
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Re: Netzkabel

15. Feb 2020 21:22

Horn-ophil hat geschrieben:
Für mich war nach dem Workshop zumindest klar worum es grundlegend bei dem Thema letzter Meter zu den Geräten geht.
Das kann man mal vollkommen unvoreingenommen lesen und dann glauben oder nicht.

Physik hat mit Glauben nichts zu tun, deswegen muss man noch lange nicht dermaßen überteuerte Kabel und Filter kaufen.
Die Leute mit ihren Vodoo Preisen stellen die ja auch nicht selbst her, sondern beziehen sie vom Distributor oder vom Kabelwerk. 

Gruß
Peter
 
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Re: Netzkabel

15. Feb 2020 21:42

Stimmt, muss man nicht. War ja auch keine Aufforderung diese Kabel zu kaufen
sondern eine Möglichkeit nachzulesen was es mit den Einflüssen von Magnetfeldern, Potenzialausgleichen und Streuverhalten auf sich hat. Und das ist halt Physik und hat nichts mit Glaube zu tun. Aber das hast Du wahrscheinlich auch gemeint.

Deswegen macht es ja Sinn in vernünftige und geschirmte Netzkabel zu investieren.
Es müssen deswegen ja nicht sauteure Kabel sein.
Und ja...natürlich bauen die gängigen Anbieter die Kabel nicht selber, sondern geben die in Kabelfabriken in Auftrag.
Da macht ja auch keiner einen Hehl draus.
Wenn man vielleicht 100 Stk solcher Kabel im Jahr verkauft rechnet es sich natürlich nicht entsprechende Maschinen, Personal, Rohstoffe und was noch alles daran hängt anzuschaffen.
Machen verschiedene Anbieter von Tonabnehmern übrigens auch, trotzdem wirft keiner mit Steinen nach ihnen ;)

Nichtsdestotrotz gibt es natürlich viele Menschen die sich durch Glaube und Autosuggestion
beeinflussen lassen und vor allem vom Preis.
Ohne zu hinterfragen was an dem Kabel denn tatsächlich anders ist als sagen wir mal bei einem guten
Kabel von Lapp.
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Peter V.
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Re: Netzkabel

15. Feb 2020 23:43

Horn-ophil hat geschrieben:
Stimmt, muss man nicht. War ja auch keine Aufforderung diese Kabel zu kaufen
sondern eine Möglichkeit nachzulesen was es mit den Einflüssen von Magnetfeldern, Potenzialausgleichen und Streuverhalten auf sich hat. Und das ist halt Physik und hat nichts mit Glaube zu tun. Aber das hast Du wahrscheinlich auch gemeint.

Genau

Deswegen macht es ja Sinn in vernünftige und geschirmte Netzkabel zu investieren.
Es müssen deswegen ja nicht sauteure Kabel sein.

Ohne zu hinterfragen was an dem Kabel denn tatsächlich anders ist als sagen wir mal bei einem guten
Kabel von Lapp.

Eben, wenn man seine Preisliste sieht kann man nur schaudern.

Gruß
Peter

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