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Unison12
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Keces Ephono

1. Okt 2018 21:15

Vor kurzen war ich bei meinen Hifi Händler,  ich soll mir diese beiden kleinen Kisten anhören. Warum eigentlich nicht, 700€ kosten die beiden.
Als ich in der selben Woche, unseren kleinen Thomas besuchte um seine RIESEN Mitten Hörner zu hören. Mein Neid hast du sicher, Sau stark. Natürlich wollten wir Keces Ephono hören. Leider konnten wir die beiden nicht verkabeln. Also schnell zum Max, Adapter geholt.  Im Nachhinein stellten wir fest, es geht auch ohne :bash:
Beim Thomas ging das gut ab, sein Dynavektor passt gut. Es wurde sehr deutlich wie viel Energie von unten da kam . Ein Klavier hatte deutlich mehr Kraft. 
Bei mir zu Hause hat es mir am Sonntag gar nicht gefallen. Ist auch kein Wunder, Sonnabend 4Uhr früh beim Thomas auf die Heimreise gemacht. Um 8Uhr mit meiner besseren Hälfte gefrühstückt,  abends zu einer Geburtstagsfeier.  Da waren wohl ein paar Bierchen  zu viel. Letzten Freitag hatte ich 4h Zeit, daß Teil in Ruhe zu hören. Was ist das denn :???: Wo kommt der Bass her. 
Bei Muddy Waters, Folk Singer : so hab ich diese Platte noch nie gehört. So schnelle, zackige Gitarre mit einen gesunden Teil von tiefen Tönen. Diese Stimmung, diesen Spaß den die Leute haben, wird nun in meine Bude geschleudert. 
Sony Boy Williamson, Kepp it to Ourselves
Hier ist es nun aus bei mir, was macht Keces anders. Die Mundharmonika macht Stimmung, der Sänger mit seiner verrauchten Stimme , kommt echt gut. Dreckig,  rotzig und wieder sehr direkt. Wenn der gegen seine Gitarre klopft, man man .Riecht es bei mir nach Whisky  :bash: ,ich bin verrückt. 
Holly Cole, Temptation 
Was hier an Tieton rüberkommt ist abartig gut. Der Bass hat Körper und Wucht. Die Stimme hat Charm, nicht zu hell, nicht zu dunkel. 
Mit den oben genannten Platten kann man sogar Küchenradios, zu High End Preisen verkaufen. So gut sind sie. .
Rock geht auch gut, hab ich aber nicht all zu viel. Klassik hat mich sehr erstaunt,  wie knallhart Pauken da kommen. Aus den nichts mit sagenhafter Dynamik. Ja das wer was für mich...?.. Mit dem Audio Technica AT OC 9 III LTD wurde gehört.
Nun mein SPU 
Nein das passt nicht zusammen, mir kommt es zu hart rüber. Sehr wenig Bass, ausgedünnt sind die Mitten. 
Keces Ephono
Sehr direkte Wiedergabe, kein Weichspieler. Gibt nur das wieder was aus der Rille kommt. Nicht mehr und nicht weniger, naja im Bass mehr Wucht. Aber hier mit mehr durchzeichnung. Ich bin auch der Meinung das der Ephono mir mehr zum hören gibt als mein Aria. Im direkten Vergleich zum  Ephono muss ich sagen , daß mein Aria deutlich gnädiger mit mit Platten umgeht. Stimmen und Saxophone haben dieses gewisse etwas, etwas mehr Wärme und dieses tut auch alten Jazz Platten gut. Was nun richtiger ist , weiß ich nicht.
Wenn man den richtigen Händler hat, sagt der schon was passt oder nicht. UNABHÄNGIG  vom Preis.
Sehr schade,  daß mein SPU nicht harmoniert. Aus diesen Grund geht er wieder zurück. Es soll demnächst noch ein anderer Phonovorstufe von Keces kommen. An der soll man mehr einstellen können. Ich freu mich drauf.
Man hört nie aus

Uwe
 
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Re: Keces Ephono

2. Okt 2018 04:55

Man hört nie aus

Uwe
 
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Re: Keces Ephono

2. Okt 2018 08:38

Uwe?!?!...Du wirst doch nicht dem linearen Klangbild verfallen?!?!?! :shocked: :lol:
Nein Spaß beiseite.
Danke für den aufschlussreichen und interessanten Bericht. :Dankeschild:
Ähnlich erging es mir damals beim Probehören des Lehmann Black Cube 2SE in meinem Setup gegen den wirklich
schön spielenden Graham Slee Reflex M.
Über Keces liest man derzeit eigentlich nur wirklich Gutes.
Sollte man sicher im Auge behalten.

Viele Grüße
René
- zu allem fähig, zu nix zu gebrauchen -
 
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Re: Keces Ephono

6. Okt 2018 18:22

Linear , gibt es So was überhaupt? Lehmänner hatte ich schon öfter hier. An meinen RöhrenverstärkerN und meiner Dynavox 2.5.3 ging das nicht gut. Nun ein paar Jahre später , ist nun einiges anders. Die Hörgewohnheiten sind wahrscheinlich anders geworden. Meine Ohren sind auch älter geworden.
Keces werde ich im Auge behalten. So wie der mit mehr zum einstellen,  daß wär's.
Man hört nie aus

Uwe
 
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Re: Keces Ephono

29. Okt 2018 19:43

Schönen Abend zusammen,
Ich kann die positiven Eindrücke zum Keces Ephono nur unterstreichen.
Denn nach Vergleichen mit dem Rega Aria (tolle Stimmen), Black Cube Statement (Haut mich nicht vom Hocker aber auch viel günstiger), Dynavector P75 MK4 (in meiner Erstanlage) gehört der Keces zu meinen Favoriten in meiner Zweitanlage.
Ich finde Ihn wie Unison12 sehr stark im Bass und vor allem mitreissend und groovend.
Ja er könnte etwas mehr Einstellungen haben, aber zusammen mit dem DV20X2L läuft er an der Einstellung mit 56 Ohm PERFEKT.
Für den Preis ein Top Phono Verstärker.
Gruß Hans
 
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Horn-ophil
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Re: Keces Ephono

29. Okt 2018 20:20

Hallo Hans
Wie ist denn Dein subjektiver Höreindruck vom Keces gegenüber den
bereits von Dir bereits erwähnten Phono-Pres?
Gerade der Dynavector ist ja schon eine Sahneschnitte ;)

Viele Grüße
René
- zu allem fähig, zu nix zu gebrauchen -
 
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Re: Keces Ephono

31. Okt 2018 14:23

Hallo René,
Beide, der P75MK4 und Keces Ephono laufen im Moment an verschiedenen Plattenspielern mit unterschiedlichen Tonabnehmern.
Ich mag beide und gelegentlich tausche ich sie untereinander aus.
An meiner "besseren" Kette mit dem Excalibur Black habe ich sie mehrmals miteinander verglichen. Es sind keine Welten zwischen den beiden, eher Nuancen, Sie sind sich tendenziell sogar sehr ähnlich und mein Sohn den ich gelegentlich zur Beratung hinzuziehe, konnte keinen Unterschied feststellen. Ich finde der Keces hat wenn überhaupt minimale Vorteile im Bass und der Dynavector eher in der Räumlichkeit. So setze ich beide jetzt auch ein. Den Keces für Rock und den Dynavector für Jazz oder Sängerinnen. Aber wie gesagt..
Ich möchte mich nicht auf ein besser oder schlechter festlegen.
In einem früheren Vergleich spielte der Dynavector aber deutlich anders als ein Rega Aria.
Damals empfanden mein Sohn und ich den Dynavector als klarer, impulsiver, grooviger und das obwohl der Rega schon gut war. Deswegen habe ich mich damals für den P75 statt des Rega Aria entschieden.
Keces und P75 spielen beide ähnlich und in jeder Beziehung besser als mein alter Lehmann Black Cube Statement.
Dieser fiel beim Vergleich sofort ab...es fehlt "was".
Ich muss noch sagen das auch der P75 an einem separaten Keces Netzteil hängt.

Gruß Hans
 
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Horn-ophil
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Re: Keces Ephono

1. Nov 2018 16:54

Hallo Hans

Vielen Dank für Deine Schilderung  :Bier:
Mir ging es auch nicht um besser oder schlechter, sondern um genau diese feinen Unterschiede
wie Du sie ja beschrieben hast.
Der Black Cube Statement hat mich damals als Leihgabe von unserem Thomas1960 dazu bewogen
mir der Black Cube SE2 anzuhören. In puncto Räumlichkeit konnte der damals zwar keinen Stich machen gegen Graham Slee
Reflex M aber er hatte eben genau dieses gewisse etwas (spontanes Fusswippen und Groove) den der Graham nicht hatte.
Die fehlende Bühne kam dann mit dem Black Cube 2SE.

Ich schätze, dass sich nach Deiner Beschreibung der Dynavector und der Black Cube 2 SE sehr ähnlich sein werden.
Da ich aber sehr viel Rock von Vinyl höre könnte es auf jeden Fall interessant sein sich den Keces mal auszuleihen bei meinem Händler,
um einen kleinen Vergleichstest zu starten.

Vielen Dank nochmal und weiterhin viel Spaß beim hören.
Grüße 
René
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Re: Keces Ephono

1. Nov 2018 17:09

Hallo René,
Ich habe bei meinem hifihändler schon ein paarmal einen absoluten Plattenfreak getroffen und kennengelernt. Er hat mindestens 7 Plattenspieler und Unmengen an Platten.
Ich habe eine Zeitlang diverse Phonovorverstärker ausprobiert und Er dieselben auch...unter anderem die obengenannten
Rega Aria
Dynavector P75
Keces Ephono
Er betreibt zur Zeit vorrangig den Keces weil Er mit Ihm angeblich gerade den meisten Spaß beim musikhören hat.
Bei mir hilft der unbeschreibliche Fusswippfaktor mancher Geräte auch oft bei der Entscheidung.
Der Keces hat ihn zweifelsohne.
Gruß Hans
 
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Unison12
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Re: Keces Ephono

1. Nov 2018 20:53

Den Plattenfreak kenn ich auch gut. Er gab mir die Empfehlung SPU an meinen 12 Zoll Arm zu schrauben, er war sich auch sicher das mein Aria sehr gut passt. So war es dann auch. Er hat immer noch keinen Cdp oder andere digitale Geräte.
Der Aria passt bei mir,, eigentlich '' besser zu meiner Musik. Wenig Rock, mehr Jazz und Klassik. 
Mei AT System läuft am Aria an 400Ohm sehr gut. Damals am MF Phono bei 400 , auch sehr gut. Am Keces gibt es ,,ca, 200Ohm. Da geht noch mehr. Dynavektor mag Keces oder umgekehrt. Ich warte den großen ab.
Man hört nie aus

Uwe
 
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Re: Keces Ephono

2. Nov 2018 09:07

Habt Ihr Mal den MuFi MX Vynl dagegen gehört? Den finde ich ja immer noch super, hab ihn aber nicht mit den genannten Geräten verglichen.
 
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Re: Keces Ephono

5. Nov 2018 10:00

Ja das mit der Obergrenze von 200 Ohm am Keces finde ich auch nicht optimal.
Es schränkt bei der Auswahl eines MC ein.
Mein Excalibur Black geht zwar mit 200Ohm, könnte aber auch mehr vertragen.
Darum läuft bei mir der Dynavector am Keces.
Den Aria hatte ich ja auch schon bei mir,
er hatte etwas erdiges, festes und natürliches was mir schon auch sehr gefiel.
Allerdings brummte er bei mir immer leise, egal wo er stand. Das war letztendlich das Ausschlusskriterium.
Gruß Hans
 
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Unison12
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Re: Keces Ephono

10. Nov 2018 10:46

Gestern ein schönes Gespräch gehabt. Der neue Keces S Phono, hat vier Eingänge. 2x MM und zwei mal MC. Jeder ist einzeln einstellbar( hinten viele Mäuseklaviere) und von vorne schaltbar. MC hat wahrscheinlich folgende Ohm zur Auswahl: 22, 55, 100, 470, 1k2(?) Und 47k.
1k2 weiß ich nichts mit anzufangen.  Vielleicht 1200 Ohm?
Bei MM kann man genügend pf einstellen.
Verstärkung kann man um 6db anheben.
Ich bin gespannt
Man hört nie aus

Uwe
 
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Re: Keces Ephono

10. Nov 2018 14:41

Von einem
Keces S Phono
Hab ich bisher noch nichts gehört.
Gibt's da mehr Infos darüber?
 
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Unison12
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Re: Keces Ephono

10. Nov 2018 15:02


Ist noch in Planung. So wie oben angegeben, sind die Werte vom Prototyp. Was in Serie geht.....?
Ich freu mich drauf. 
Man hört nie aus

Uwe
 
Rainer Zufall
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Re: Keces Ephono

11. Nov 2018 09:34

Unison12 hat geschrieben:
1k2 weiß ich nichts mit anzufangen.  Vielleicht 1200 Ohm?

Stimmt haargenau!
Siehe hier, Seite 2 unten.

Grüße
Jan
 
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Unison12
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Re: Keces Ephono

11. Nov 2018 10:02

Danke  :Bier:
Man hört nie aus

Uwe
 
zeitlos
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Re: Keces Ephono

29. Dez 2018 23:53

Ich habe den ePhono seit heute auch Testweise hier. Kontrahent ist der EAR 834p deluxe. Tonabnehmer Dynavector 10x5 Neo. Verstärker Simply Two. LS sind die Max 1. 

Ich kann auf jeden Fall sagen, dass die beiden Geräte deutlich unterschiedlich sind. Bei den Tests davor mit einigen Phonovorverstärkern war es eher graduell und man musste genau hinhören. Hier höre sogar ich schnell die Unterschiede. Was jedem, ob geschultes Ohr oder nicht, sofort auffällt. Der Ephono hat deutlich mehr Bass als die EAR. Aber keinesfalls zu viel. Gerade bei der Max 1 kann das nicht schaden. Ich höre die nächsten 2-3 Tage noch weiter und melde mich vielleicht noch mal mit Eindrücken, wenngleich ich es nicht so versiert auf den Punkt bringen kann wie ihr. :)

Hat vielleicht noch jemand die Kombination mit Max1? Wie habt ihr die ephono eingestellt?
 
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Hififreak
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Re: Keces Ephono

30. Dez 2018 10:15

Hallo Zeitlos (oder Stefan),
Ich hab schon lange nichts mehr von Dir gehört, wir hatten uns bereits ein paarmal in einem Nachbarforum geschrieben und persönlich bei unserem Händler kennengelernt.
Ich habe an einer Kette ähnliche Geräte wie Du (z.B. Dynavector Tonabnehmer und Unison Röhre an der Max 1) und habe Deine Phonovorverstärkersuche bis zum Ear mitverfolgt.
Am Keces betreibe ich meinen Dynavector DV20X2L mit der Einstellung 56 Ohm und den Excalibur Black mit 220 Ohm. Dein 10x5neo hat 32 Ohm Innenwiderstand und deswegen würde ich die 220 Ohm Einstellung vorschlagen.
Die letzten beiden Wochen lief der Keces Ephono als Hauptgerät und ich war wirklich wieder begeistert. Ich kann einfach nichts negatives am Keces finden. Vor allem sein Groove und Bass machen Spaß.
Gestern bin ich jedoch wieder auf meinen P75MK4 zurückgewechselt, aber nur weil dieser besser zu meinem Excalibur passt.
Wie ich schon mehrmals geschrieben habe sind sich die beiden Vorverstärker seeehr ähnlich und es sind nur unter genauem zuhören Unterschiede erkennbar.
An meinem zweiten Rega Plattenspieler mit Dynavector TA bleibt der Keces jedoch ein sehr sauber und gut klingender VV.
Gruß Hans
 
zeitlos
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Re: Keces Ephono

30. Dez 2018 11:54

Hallo Hans,

schön von Dir zu hören. Ja, ich denke immer gerne an die Begegnung mit Dir zurück. Und ich bin Dir nach wie vor sehr dankbar für Deine vielen wertvollen Tipps, die mir den Einstieg ermöglicht haben! Seltsam, dass wir uns seither dort nicht mehr über den Weg gelaufen sind. Wobei, wie Du ja auch bemerkt hast, es ist ruhiger um mich geworden, was damit zusammen hängt, dass ich sehr zufrieden mit meinem Setup bin. Wenn, dann sind es eher die kleinen Dinge, die mich nach Riedenburg treiben, so z.B. letztens die Suche nach einer Plattentellermatte... am Ende stand der Kauf der Keces P3 als Ersatz für das Stecknetzteil des Clearaudios. Das Ding hat wirklich bei kritischen Passagen Ordnung in die Songs gebracht. Ich hätte das nicht geglaubt. Und jetzt eben auf Anraten von Herrn K. der Test der Ephono. 

Mal schauen, wie ich heute/morgen/übermorgen zum Hören komme. Die Ephono hat was, das kann ich nicht abstreiten. Was ich nach dem gestrigen Hören (Natalie Merchant: Paradise Is There-the New Tigerlily Recordings => immer meine Referenz wenn's um Stimmen geht / Madeleine Peyroux) sagen konnte ist wie oben schon festgestellt, dass das Ding deutlich mehr Bass hat als meine EAR. Interessant, dass 220 Ohm empfiehlst. Das deckt sich dann mit der Empfehlung von Herrn Krieger (für die Max1). Die Ephono spielt voller, geordneter als die EAR. Instrumente kommen besser raus. Was aber bei meinem Setting etwas in den Hintergrund tritt ist die Stimme. Und das ist für mich letztlich immer das entscheidende. Vielleicht klingt "Hintergrund" zu stark. Aber es ist mehr in das gesamt Arrangement eingebettet. Die EAR zaubert die Stimme heraus. Dafür sind die Instrumente weniger deutlich präsent. Die Stimme ist bei der EAR weniger "glatt", fragiler, aber auch weniger voll. Aber es hat eben was. Und interessant, dass der "Mitwippfaktor" genannt wurde. Ich hätte das ja nicht als in einem Fachforum vertretbares Kriterium gehalten, aber es ist so, wenn die EAR spielt, höre ich hin und wippe mit dem Fuß mit. Spielt die Ephono greife ich auch schon mal kurz zum Handy um Mails zu checken. Auch hier bitte ich das nicht als despektierlich oder in irgendeiner Art abwerten aufzunehmen. Ich gebe nur wieder, wie es war, unbewusste Reaktion. Da ich mir fest vorgenommen habe, dass bei mir immer die Musik um Vordergrund stehen soll und ich nicht zum "Tester" werden will, ist auch hier die Vorgabe: Es kann nur eine geben und dann ist erst mal wieder Ruhe. Wobei es schon auch Spaß macht, in dem Fall. Die Unterschiede zwischen den beiden Vorstufen sind wirklich so groß, dass es keine Anstrengung ist sondern spannend Songs verschieden zu hören. Da ich trotz allem, was ich der Ephono attestieren würde, nämlich dass sie eine wirklich "erwachsene", erhabene, reife Vorstufe ist, dachte ich mir, die EAR berührt mich mehr, also bleibt sie und die Ephono kann schon wieder eingepackt werden. Und siehe da, ich wache heute auf und habe Lust sie wieder zu hören. Sie hat was. Es stimmt, tiefe rauchige Stimmen bringt sie gut. Mal schauen, was ich heute/morgen/übermorgen damit noch hören kann. Und dieses volle/unaufgeregte fasziniert mich schon. Und der Bass der kontrolliert auf den Punkt einsetzt. So viel Unterschied war bei mir noch nie. 
Ich muss damit mal Rock hören und Klassik. Eventuell punktet sie bei Genres, wo die Instrumente mehr im Vordergrund stehen und weniger das differenzierte, feinfühlige? 

Und weil sie so anders ist als die EAR habe ich mich dabei ertappt zum ersten mal zu überlegen, ob ich nicht einfach zwei Phonovorstufen haben könnte ;) Aber nö, das will ich nicht. ;)

P.S. Sollten wir nichts mehr voneinander hören, Dir schon mal einen guten Rutsch und ein gesundes Jahr 2019!
 
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Re: Keces Ephono

30. Dez 2018 12:01

Und um mir gleich mal ordentlich zu widersprechen: Es gibt ja jetzt auch die Gold Note in Riedenburg... die würde ich dann auch gerne noch probieren ;) 
 
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Re: Keces Ephono

1. Jan 2019 19:52

So, nun steh ich da...

+ Keces ephono: Mehr Volumen, mehr Bass, Instrumente mehr im Vordergrund
+ EAR 834: Stimme! (!), luftiger (positiv)

Welches Gerät bietet die Kombination aus beidem? ;)
 
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Re: Keces Ephono

1. Jan 2019 20:10

So geht's mir auch.
Man hört nie aus

Uwe
 
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Re: Keces Ephono

2. Jan 2019 10:26

Unison12 hat geschrieben:
So geht's mir auch.

Geteiltes "Leid" ist halbes Leid ;)
Ich wollte jetzt noch die Gold Note PH-10 testen. Vielleicht die Lösung?
 
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Re: Keces Ephono

2. Jan 2019 13:39

Hallo Stefan,
Dein Vergleich klingt sehr interessant.
Sowas kenne ich... Weil ich möchte auch immer eine Mischung von verschiedenen Geräten.
Ich bin gespannt auf Deine Meinung über die Goldnote, denn diese wollte ich auch schon lange Mal testen.
Wenn Du die PH-10 beim Max holst, nimm Dir doch evtl. die unscheinbare Dynavector mit.
Ich finde sie hat Bass wie die Keces und dabei dieses Quentchen mehr "Gefühl bzw. Gänsehautfaktor".
Gruß Hans

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