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Unison12
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Re: Der GRADO-Tonabnehmer Thread

11. Apr 2015 18:23

Hallo
Auf Rega Plattenspieler brummt Grado, soll zu dicht am Motor sein. Man sollte es sich anhören. Entweder es passt oder nicht. Auf unseren Forum treffen in Riedenburg spielten auch zwei Grados. Ich habe keinen gehört, der sagte das es sch....... klingt. Dort war auch nichts von Einstreuungen zu hören. Dort stehen viele Verstärker, Cdp und verschiedene Phonovorstufen und das auch noch an einer Umschaltkiste, mit unmengen an Nf Kabeln. (100m?)
Wenn ich mir die Preise von Grado anschaue, könnte man vorher schätzen, wieviele KLANGPUNKTE jedes Grado bekommt.
Ist nicht böse gemeint, aber mir wäre es lieber gewesen wenn du irgendein Grado selber gehört hast. Wenn dann dir was nicht gefällt, damit kann ich Leben . Aus einer Hifi Zeitschrift, naja.
Man hört nie aus

Uwe
 
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klanc
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Re: Der GRADO-Tonabnehmer Thread

12. Apr 2015 17:12

Unison12 hat geschrieben:
Ist nicht böse gemeint, aber mir wäre es lieber gewesen wenn du irgendein Grado selber gehört hast. Wenn dann dir was nicht gefällt, damit kann ich Leben . Aus einer Hifi Zeitschrift, naja.


HOPPLA, lieber Uwe, da ist was in der Kommunikation schief gelaufen, offensichtlich hast Du wohl etwas falsch verstanden – ich habe diese Marke und speziell DEIN Grado-System in keinster Weise mit irgendeinem Wort madig gemacht (noch machen wollen !!), sondern lediglich das in Auszügen widergegeben, was in dieser Zeitschrift als Ergebnis herauskam.

Nun, es gab nicht nur Minuszeichen, sondern auch Positives, welches ich weiter unten zitieren werde.

Unison12 hat geschrieben:
Aus einer Hifi Zeitschrift, naja.


Das darfst Du mir glauben Uwe: den Abhandlungen dieser diversen HiFi-Postillen verfalle ich nicht kritiklos, sondern bin auch in der Lage mein eigenes Urteil zu bilden.

Um noch einmal auf den Artikel und das evtl. Dir störende Intro zu meiner Info ("die Meinungen über GRADO-Tonabnehmer im Allgemeinen gehen von "nur diesen TA" bis hin zu "ablehnend" ..."). Nun dies ist eine allgemeine Tatsache - dass nicht jeder TA unbedingt mit jeden Dreher harmoniert ist eine Binsenweisheit, und da macht GRADO sicherlich keine Ausnahme.

Hier nun weitere Auszüge aus Audio 05/2015, S. 52 - S.54, die hoffentlich mehr erhellend sind:

"Grado verwendet … 4 Spulen, also ein Gegentakt-Pärchen pro Stereoseite, was … den Wirkungsgrad steigern und absolut symmetrische Signale liefern soll. Einstreuungen durch eventuelle elektromagnetische Störfelder werden … effizient in Signalspannung umgewandelt. Da die Grados … nicht geschirmt sind, neigen sie etwas mehr zum Brummen als die meisten anderen Systeme. … Es gibt Spieler, die für Grado ungeeignet sind, weil … ihr Synchronmotor ein Wechselfeld abstrahlt ..."

Gut laufen sollen sie " … mit einem Garrard 301 … oder einem neueren Thorens mit DC-Motor, wie ihn das AUDIO-Labor für die Messungen verwendet hat. … oder japanischen Vintage-Dreher“ Weiter heisst es im Text: "Manche Vinylfreunde geben lieber das Laufwerk auf als den geliebten Grado-Sound"

Positive Quintessenz des journalistischen Beitrags:

Folgender Passus: "Gegenüber … in Frage kommenden High-Output-MC's können sie sich auf die bauartbedingte Tugend berufen, den höheren Output nicht mit größerer bewegter Masse zu erkaufen, wie es die lauten MC's mit ihren dickeren Spulen tun."

Und weiter auf der nächsten Seite: "Im Sonata findet findet man schon etwas mehr von dem lieblichen … Klang, mit dem dem Grado bekannt geworden ist. Das System ist lange nicht so explosiv dynamisch wie das Topmodell, hat aber immer noch eine Offenheit und Transparenz, die unwillkürlich an MC-Systeme denken lässt."

Zu den Prestige Modellen sei folgendes zitiert:

"Das spannendste der drei ist eindeutig das Gold, das sehr abtastsicher spielt und charakterlich an einen einfachen, etwas rustikalen Sonata-Verwandten vom Land erinnert: Etwas diffuser, nicht ganz so farbenfroh, aber absolut liebenswert …."

Weshalb das etwas einfachere GRADO-"Prestige Red"-Modell eine AUDIO-Empfehlung "Audiophiler Klang" erhält, erschliesst sich mir aus dem Artikel nicht gerade, vielleicht liegt hier ein Layout-Fehler im AUDIO-Steckbrief vor (wäre nicht das erste Mal ;) ).

Vom abscannen und posten der Frequenzgangverläufe nehme ich erst mal Abstand (weiß nicht, wie das rechtlich gesehen wird), wenn gewünscht, kann ich ja versuchen diese zu beschreiben.

Achso, die von mir geposteten UVP's sind nicht mehr aktuell, inzwischen -aufgrund der €-Abwertung- um gute 10% teuerer.

Lieber Uwe, ich hoffe nun alle Missverständnisse beseitigt zu haben … ;) :Bier: :Bier:

Gruß
Klaus

P.S. Vielleicht werde ich auch noch zum GRADO-Eigner, wenn ich die Möglichkeit habe einige dieser TA's anzuhören, schaung ma moi ... jedenfalls bin ich dieser Marke nicht abgeneigt ;)
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Thomas74
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Re: Der GRADO-Tonabnehmer Thread

12. Apr 2015 19:27

Hallo Klaus,

vielen Dank für Deine wertvolle Recherche im Fachblätterwald.
Uwe hat es sicher nicht so gemeint.
Natürlich sind persönliche Erfahrungen immer schöner zu lesen, auch wenn diese oft genauso wenig auf die persönlichen Bedürftnisse übertragbar sind wie diverse Reviews in der Fachpresse.

Den perfekten Tonabnehmer für alle Hörer und Plattenspieler gibt es eben so wenig, als wie es sonst in irgendeinem Bereich unseres Hobbys die ultimative Komponente für alle gibt.

Das schließt natürlich die GRADO Pickups mit ein, die fehlende Schirmung ist natürlich ein KO Argument für Rega-Plattenspieler Besitzer.
Besitzer klassischer Thorens (mit mittelschweren Armen also TP16) oder Technics 1210/1300/1400 (Gleichstrommotor, mittelschwere Arme) dürften kein Problem mit den amerikanischen Pickups haben.

Lieber Gruß
Thomas
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Unison12
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Re: Der GRADO-Tonabnehmer Thread

12. Apr 2015 20:11

Hallo Klaus
Wie schon geschrieben, ist nicht böse gemeint :Bier:
Man hört nie aus

Uwe
 
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klanc
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Re: Der GRADO-Tonabnehmer Thread

12. Apr 2015 21:36

@Thomas

Thomas74 hat geschrieben:
Hallo Klaus,
vielen Dank für Deine wertvolle Recherche im Fachblätterwald.


Hallo Thomas,

danke für Deine Resonanz – ob die "Recherche" letzten Endes wertvoll und befriedigend war (wohl weniger) kann ich nicht beurteilen; ich wollte, nachdem ich mir die Mai-Ausgabe dieses Magazines aufgrund des erhofften Klipsch Reference Premiere "RP-160M"-Testes besorgt hatte (dieser Lautsprecher wurde noch nicht getestet, stattdessen aktuell das etwas kleinere Modell zur RP 280F, die Klipsch Reference RP 260F), erblickte ich den 3-seitigen Test zu den 5 Grado-Tonabnehmern und wollte unserer kleinen Forumsgemeinschaft -nachdem ja nicht jeder diese Zeitschrift kauft- einen freundlichen Dienst erweisen; vermutlich wäre es besser gewesen die Info so knapp wie Biber2 zu halten, um mir Einiges zu ersparen :Kasper: ;) .

Thomas74 hat geschrieben:
Besitzer klassischer Thorens (mit mittelschweren Armen also TP16) oder Technics 1210/1300/1400 (Gleichstrommotor, mittelschwere Arme) dürften kein Problem mit den amerikanischen Pickups haben.


Ein sehr brauchbarer Hinweis Thomas – vielen Dank :Dankeschild:

Thomas74 hat geschrieben:
Uwe hat es sicher nicht so gemeint.


Das vermute ich auch - Ich hab's auch nicht so gemeint :mrgreen:


@Uwe

Unison12 hat geschrieben:
Hallo Klaus
Wie schon geschrieben, ist nicht böse gemeint :Bier:


... samma wieda guat Uwe :Bier:
Ich höre, also bin ich

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Unison12
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Re: Der GRADO-Tonabnehmer Thread

13. Apr 2015 06:37

Hallo Klaus
Wir sollten mal wieder telefonieren :Crazylol: :Bier:
Man hört nie aus

Uwe
 
Biber2
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Re: Der GRADO-Tonabnehmer Thread

13. Apr 2015 08:16

"die Info so knapp wie Biber2 zu halten, um mir Einiges zu ersparen :Kasper: ;) ."

Es hat sich ja nichts geändert: der Überbringer schlechter Nachrichten wird geköpft :mrgreen2:
Außerdem weiß ich in unserer heutigen Abmahngesellschaft nicht, ob man einfach so Texte übernehmen darf.

Grüße
Biber2
 
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klanc
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Re: Der GRADO-Tonabnehmer Thread

13. Apr 2015 10:35

Biber2 hat geschrieben:
Außerdem weiß ich in unserer heutigen Abmahngesellschaft nicht, ob man einfach so Texte übernehmen darf.


... deswegen habe ich von der Bekanntgabe der Messdiagramme auch vorsorglich Abstand genommen - der Text wurde auch nicht komplett übernommen, sondern in Passagen und auch als Zitat gekennzeichnet (es stehen ja noch genügend Informationen in dem Artikel, so dass die Ausgabe trotzdem gekauft werden kann ;) )

.... Sollte aber für den Forumsbetreiber das Thema zu "heiß" sein, bitte ich um Änderung meiner Zitate bzw., um der Gefahr ganz aus dem Weg zu gehen, um Löschung dieser Beiträge durch den Mod bzw. Admin. .... das ist die ganze Sache einfach nicht wert.

Grüße
Klaus

P.S.
Unison12 hat geschrieben:
Hallo Klaus
Wir sollten mal wieder telefonieren :Crazylol: :Bier:


Gute Idee Uwe, das machen wir ... :Bier:
Ich höre, also bin ich

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Robert
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Re: Der GRADO-Tonabnehmer Thread

13. Apr 2015 11:33

Hallo in die Runde,

ich habe seit gut einem Monat ja nun auch das Grado im Einsatz. Gekauft ohne große Erfahrungen mit anderen Tonabnehmern zu machen als meinen "Einstieg" in die analoge Welt.
Erstmals gehört habe ich das Grado Wood damals bei Max Krieger und fand es sehr angenehm. Im Zuge der Reaktivierung meines Plattenspielers habe ich aus diesem Grund auch relativ schnell zum Grado gegriffen und beim Phono Pre ebenfalls auf Empfehlung von Max Krieger und unserem Thomas hier zum Acoustic Soild Phono Pre gegriffen.

Auch wenn ich hier im Grado Fan-Thread in die Lobgesänge gerne mit einstimmen würde, so ist meine derzeitige Erfahrung doch zumindest "durchwachsen".
Inklusive der Neuanschaffung einer Handvoll Platten habe ich im letzten Monat ca. 1500 Euro in das Projekt investiert und dadurch die eigene Erwartungshaltung eventuell auch etwas zu hoch gesteckt.

Fans der analogen Wiedergabe neigen auch hier im Forum gerne dazu diese als natürlicher, angenehmer, dynamischer oder schlicht besser im Vergleich zu den digitalen Quellen zu bewerten. Etwas differenzierter muss man ganz einfach sagen: Es kommt (zumindest in meiner Kette) auf die Aufnahme an.

Ich habe Platten die klingen auf dem Plattenspieler ausgezeichnet und tatsächlich noch besser als meine FLACs von der Festplatte (z.B. "Phil Collins - ...But Seriously" ode"Angus & Julia Stone - Down the Way"). Dynamischer, lebendiger, einfach grandios.

Andere Platten klingen im Vergleich zur FLAC dann wieder fast muffig, verhangen, lustlos ("Angus & Julia Stone - same") oder dünn, flacher und fast etwas anstregend ("Bruce Springsteen - Born in the U.S.A.").

Ob das nun am Grado, meinem Plattenspieler, dem Tonarm, dem Phonopre, meiner Einstellung oder der Pressung liegt - ich kann es nicht beurteilen. Genau hier sehe ich persönlich auch das größte Problem bei der analogen Kette: Es gibt schlicht zu viele Variablen.

Ungeachtet dessen macht mir meine analoge Kette bereits jetzt durchaus Spaß und es hat schon etwas ganz besonderes wenn man z.B. eine in Deutschland vergriffene Platte aus Frankreich importiert, diese nach 2 Wochen endlich geliefert bekommt und dann am Wochenende das erste mal auf den Plattenspieler legt und den Tonarm absenkt. Wenn das Ergebnis dann sogar noch besser als die FLAC von der Festplatte klingt, stellt sich tatsächlich ein breites Grinsen ein.

Gruß Robert


P.S.:
Vielen Dank für die Zitate aus dem Audio-Testbericht. Die Kritik scheint zum Teil durchaus berechtigt und fundiert zu sein. Auch bei mir gab es Anfangs noch Probleme mit dem Brummen des Grados, die aber zum Glück vollständig behoben werden konnten.

Interessant finde ich diesen Satz hier: "Das System ist lange nicht so explosiv dynamisch wie das Topmodell, hat aber immer noch eine Offenheit und Transparenz, die unwillkürlich an MC-Systeme denken lässt."
Sind MC Systeme tatsächlich die Königsklasse? Wodurch lässt sich das erklären? Ich hatte damals mal einen leider teilweise defekten Satin MC Tonabnehmer montiert. Auch wenn Stimmen bereits ständig verzerrt haben, war der Klang von Gitarren einfach sagenhaft druckvoll und farbig. Wenn es einen Tonabnehmer gibt der das schafft, würde ich diesen gerne mal probieren...
 
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Unison12
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Re: Der GRADO-Tonabnehmer Thread

13. Apr 2015 19:48

@ Robert
Kommt dein Tonarm, dein Laufwerk mit einen MC System zurecht. Ab einer gewissen Preisklasse wird es schwierig.
Gibt dein Laufwerk und Tonarm das wieder was das System kann :???:
Egal was du machen willst, deine Platten werden nicht besser.
Höre dir die Systeme von Benz an .
Man hört nie aus

Uwe
 
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Hornvirus
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Re: Der GRADO-Tonabnehmer Thread

13. Apr 2015 20:19

Ich habe mir in der Zwischenzeit schon eine relativ umfangreiche Plattensammlung zugelegt
und dadurch auch schon feststellen können, dass die Aufnahmequalität doch sehr unterschiedlich sein kann.
Daran kann auch das beste Gesamtpaket nichts ändern, ausser dass die Unterschiede wahrscheinlich
noch deutlicher (ungnädiger) hörbar sein werden und schlechtes Quellmaterial noch schlechter, dafür
gutes Quellmaterial umso besser klingen wird.
Aber um dies im Vorfeld abzuklären, dazu könnte ja dieses Forum beitragen, indem Beispiele guter Schallplattenaufnahmen hier eingestellt
werden, wie es ja in der Vergangenheit schon praktiziert wurde.

Auf jeden Fall ist die ganze Vinyl-Spielerei eine spannende Angelegenheit,
die auch sehr teuer werden kann, wenn die Ansprüche hoch sind.

Schöne Grüße
Josef
 
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Bodi
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Re: Der GRADO-Tonabnehmer Thread

14. Apr 2015 15:00

Stimm Josef,sehr spannend :mrgreen2:
Ich hab die Erfahrung gemacht je teurer die Hardware desto besser werden die Sch....Platten :lol2:

:Bier:
Dirk
 
Peter V.
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Re: Der GRADO-Tonabnehmer Thread

14. Apr 2015 16:26

Bodi hat geschrieben:
Stimm Josef,sehr spannend :mrgreen2:
Ich hab die Erfahrung gemacht je teurer die Hardware desto besser werden die Sch....Platten :lol2:


eher je besser die Hardware ist, Preise sind relativ

Gruss
Peter
 
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appice
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Re: Der GRADO-Tonabnehmer Thread

15. Apr 2015 10:57

Hier ein interessanter Testbericht der Hifi-Choice von 2014, in dem auch das Grado Reference vorkommt, sowie ebenfalls das Ortofon Quintet Blue unter Anderen.

Sicherlich mit Vorsicht zu genießen wie immer, aber ich kann dazu demnächst evtl. etwas mehr sagen. ;)

http://www.bm.rs/Sumiko/sumiko%20blue%2 ... 202014.pdf

Gruß

Wolfgang
 
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Björn
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Re: Der GRADO-Tonabnehmer Thread

15. Apr 2015 11:39

Hallo,

Noch ein Grado Test

http://www.hifitest.de/test/tonabnehmer ... nce_1_4828

Gruss Björn
Gruß Björn
 
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Robert
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Re: Der GRADO-Tonabnehmer Thread

18. Apr 2015 20:18

Hallo in die Runde,

ich habe heute noch mal ein wenig die Tests überflogen und mir von Thomas noch mal ein paar Zeilen aus dem Audio Test schreiben lassen.

Laut Audio sollen die Reference Modelle relativ sensibel auf die VTA (also Tonarmhöhe) reagieren. Am "saubersten und ausgewogensten" klang es bei der Audio mit nach hinten leicht abfallendem Tonarmrohr. Wie ist das bei euch? Wie justiert ihr euren Tonarm? Und welches Gewicht fahrt ihr?

Gruß Robert
 
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Unison12
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Re: Der GRADO-Tonabnehmer Thread

18. Apr 2015 21:06

Hallo Robert
1,6 g Auflage
Der Tonarm fällt ein wenig nach vorne. Wenn der Tonarm gerade ist, fehlt es mir an Höhen.
Man hört nie aus

Uwe
 
Peter V.
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Re: Der GRADO-Tonabnehmer Thread

18. Apr 2015 22:24

Unison12 hat geschrieben:
Hallo Robert
1,6 g Auflage
Der Tonarm fällt ein wenig nach vorne. Wenn der Tonarm gerade ist, fehlt es mir an Höhen.


Er sollte ohne eingestellte Auflagekraft und ohne Antiskating frei schwebend in der Waage sein und bei korrekt eingestellter VTA befindet sich dann die Unterkante des Systems parallel zur Höhe der normal dicken Schallplatte.
Von der Seite betrachtet muss das System also parallel zur Plattenoberfläche sein.
Damit ergibt sich typisch der vertikale Spurfehlwinkel von 20°.

Früher waren das mal 15°, eventuell fertigt Grado immer noch mit uralt Schablonen, dann muss man vorne einen Keil unter das System setzen damit es entsprechend gekippt wird, allerdings muss dann der Tonarm entsprechend höher gestellt werden und ist auch nicht mehr parallel zur Platte sondern leicht vorne angehoben wenn er aufliegt.

Bei meinem alten Grado hatte ich immer 2g Auflagekraft eingestellt, mit 1,5g hat es den Abtasttest bei einer Schnelle von 80µ nicht mehr bestanden.

Beim Shure und Stanton habe ich 0,75g Auflagekraft.

Wenn alle Justagen gemacht wurden am besten mit einer Testschallplatte kontrollieren ob es Abtastverzerrungen gibt.
Wenn nicht verfügbar auf S-Laute achten, die dürfen nicht zischen.
Antiskating am besten auch per Testschallplatte einstellen.

Gruss
Peter
 
hart44
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Re: Der GRADO-Tonabnehmer Thread

18. Apr 2015 22:36

Hallo,
eine Testplatte für z.B. Antiskating. Peter wird die kennen, oder?






Grüße
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Peter V.
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Re: Der GRADO-Tonabnehmer Thread

18. Apr 2015 23:32

hart44 hat geschrieben:
Hallo,
eine Testplatte für z.B. Antiskating. Peter wird die kennen, oder?


Speziell diese kenne ich nicht, ist die auch nach DIN 45542?
Dann könnte man damit auch VCA messen.

Ich benutze seit >40 Jahren eine von Shure, war beim System dabei

Gruss
Peter
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klanc
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Re: Der GRADO-Tonabnehmer Thread

19. Apr 2015 18:23

... wenn gestattet *lips* , greife ich hier noch mal den Punkt "GRADO-Brumm" auf ...

folgende tabellarische Aufstellung bzgl. Verträglichkeit Dreher <--> Grado-Tonabnehmer habe ich im Netz gefunden

:Guckstduhier: https://docs.google.com/spreadsheet/ccc ... uUFE#gid=0
Ich höre, also bin ich

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muggel

Re: Der GRADO-Tonabnehmer Thread

19. Apr 2015 19:23

Hallo,
das alte Prestige Gold hatte mir sehr gut gefallen fär Rock und Psych-Rock.
Peter hatte es bereits angemerkt, der VTA sollte da etwa abgeändert werden.
Ich hatte es an einem Wechsler, den Dual 1229 in einer tollen schwarzen WEGA Zarge.
Der Multislector war dort defekt, somit hatte ich zunächst mal eine dicke Matte zum Ausgleich daraufgelegt.
Dann einen 4 Grad Ausgleichskeil in das TK und das war super!
Ein vermeindlich `besseres` Reference Gold hatte mir dagegen nicht gefallen, weniger Klangfarben.. es war neutraler aber trotzdem klang es bei mir etwas verhangen.

Gruß
Peter

Ach ja, bevor da jemand drauf kommt.. ein Wechsler VTA ist dafür an sich genau passend! Bei mir, mit der dicken Thorens Matte passte es mir klanglich allerdings besser ;) :D
 
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Thomas74
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Re: Der GRADO-Tonabnehmer Thread

20. Apr 2015 05:21

Habe gestern etwas mit der Tonarmhöhe meines Jelco experimentiert ..
Wenn ich den Tonarm tiefer stelle so daß der Arm nach hinten abfällt (so wie es die AUDIO Redaktion bei den bei den zwei Holzmodellen im Test am besten fand), habe ich ein in den Mitten und Höhen etwas helleres Klangbild.
Beim zurückstellen - so daß Arm und Oberfläche der Platte wieder parallel stehen - werden besonders die Mitten wieder wärmer (was mir besser gefällt) - aber wirklich weniger Höhen kann ich nicht feststellen.
Bei beiden VTA-Veränderungen habe ich das Auflagegewicht des Abnehmers mit meiner elektronischen Tonabnehmerwaage kontrolliert.


@klaus
Sehr interessante Übersicht - vielen Dank dafür.

Lieber Gruß
Thomas
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Peter V.
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Re: Der GRADO-Tonabnehmer Thread

20. Apr 2015 16:11

Thomas74 hat geschrieben:
Habe gestern etwas mit der Tonarmhöhe meines Jelco experimentiert ..
Wenn ich den Tonarm tiefer stelle so daß der Arm nach hinten abfällt (so wie es die AUDIO Redaktion bei den bei den zwei Holzmodellen im Test am besten fand), habe ich ein in den Mitten und Höhen etwas helleres Klangbild.
Beim zurückstellen - so daß Arm und Oberfläche der Platte wieder parallel stehen - werden besonders die Mitten wieder wärmer (was mir besser gefällt) - aber wirklich weniger Höhen kann ich nicht feststellen.
Bei beiden VTA-Veränderungen habe ich das Auflagegewicht des Abnehmers mit meiner elektronischen Tonabnehmerwaage kontrolliert.


Hier ist es sehr gut erläutert (englisch):

http://walkeraudio.com/lloyd-walker-on- ... turntable/

http://www.soundfountain.com/amb/ttadjust.html#VTAFINAL

http://www.gcaudio.com/resources/howtos/cartbasics.html

Gruss
Peter
 
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Robert
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Re: Der GRADO-Tonabnehmer Thread

20. Apr 2015 16:19

Peter V. hat geschrieben:
http://walkeraudio.com/lloyd-walker-on-fine-tuning-your-turntable/


FINE TUNING:
[...]Go back and fine tune the VTA again making very small changes. Now fine tune the tracking force. You must do this. This is where the magic is.[...]


Danke für den Link Peter. Insbesondere die erste Anleitung finde ich persönlich sehr praxisgerecht, da sie die zu erwartenden Effekte aufzeigt! Ich werde heute Abend noch mal ein wenig experimentieren. Insbesondere das Zitat zum Thema Feintuning sollte verdeutlichen das sich das durchaus lohnt. "This is where the magic is."


Gruß Robert
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