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Horn-ophil
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Re: Der Tonabnehmer Thread

23. Dez 2018 14:39

Interessant, ist der AC33 denn tatsächlich der AC300 mk2?
Dazu habe ich nie wirklich schlüssige Infos im web gefunden.
Die Ähnlichkeit zum AC300 ist wirklich außergewöhnlich.

Welchen TA hast Du aktuell daran montiert?

Viele Grüße
René
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Robert
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Re: Der Tonabnehmer Thread

27. Dez 2018 10:36

Hallo René,

gute Frage! Ich habe einen Osawa PL-500 Dreher - da war der Tonarm bereits montiert. Aktuell spielt bei mir ein Dynavector 10x5.

Gruß Robert
 
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Re: Der Tonabnehmer Thread

27. Dez 2018 18:55

Aha...und wie gut harmoniert der 10X5 mit dem Arm?
Der 20x2 den ich bestellt habe hat ja die gleiche Compliance und empfohlene Auflagekraft.
War mir nicht sicher, ob ich von der Compliance nicht evtl schon etwas zu niedrig bin,
weil der AC300 ja ein mittelschwerer Arm ist und der Dynavector da schon im Grenzbereich
wäre bzgl. Verhältnis Gesamtmasse Arm zu Compliance des TA.

So richtig lässt sich im web oder bei den Händlern ja niemand dazu aus.

Viele Grüße
René
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Robert
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Re: Der Tonabnehmer Thread

29. Dez 2018 12:33

Hi René,

den Dynavector hatte mir damals Max Krieger empfohlen. Mit dem Arm harmoniert der für mein Empfinden wirklich sehr gut. Ausgewogen, druckvoll, dynamisch mit einer schönen Auflösung. Ich bin mit dem Analogzweig klanglich sehr zufrieden. Das Grado Platinum Wood sowie Goldring 1012x fand ich im Vergleich zum Dynavector deutlich schwächer.

Gruß Robert
 
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Re: Der Tonabnehmer Thread

29. Dez 2018 18:56

Das ist dann natürlich ein Glückstreffer wenn es sich so positiv in die bestehende Kette einfügt :cool:
Hab heute mein 20X2L abgeholt und montiert. Läuft sich nun seit ca. 3 1/2 Stunden warm.
Muss wohl nochmal an die Kröpfung ran, da ich die ohne Bleistiftmine eingestellt habe.
Da geht noch was ;)
Auch den Dämpfungsfaktor des Arms habe ich gerade nochmals weiter nach unten gedreht
als beim Clearaudio.
Man hat gleich gemerkt, dass sich das klanglich positiv ausgewirkt hat.
Klingt zu vorher etwas straffer.
So out-of-the-box spielt der schon richtig gut.
Bin gespannt was sich währed der Einspielphase noch ändert.
Wenn er dann soweit ist kommt der Direktvergleich zum Clearaudio.

Viele Grüße
René
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Re: Der Tonabnehmer Thread

29. Dez 2018 19:03

Gegen den Clearaudio wirkt der Dynavector schon recht filigran :lol:
Dateianhänge
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E19B45BD-7E35-4CB3-93BA-ACCE52DF2C4A.jpeg
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Re: Der Tonabnehmer Thread

12. Jan 2019 09:35

Hallo René,

magst Du mal berichten, wie dein 20x2 mittlerweile läuft?
Die beiden Nagaokas MP300 (der Rocker) und besonders MP500 (der rockende Feingeist) 
waren schon klasse bei mir. Aber wenn - könnte es nicht etwas anderes für mich werden?

Lg Thomas
Wege entstehen dadurch, daß man Sie geht.
 
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Re: Der Tonabnehmer Thread

12. Jan 2019 13:58

Na klar  :lol:
Ich denke der 20X2 hat sich mittlerweile eingespielt und definitiv zugelegt.
Die Veränderungen (persönliche Wahrnehmungs-Schwankungen mal mit einbezogen ;) ) waren schon recht eindeutig nachzuvollziehen.
Grundsätzlich kann man über den 20X2 sagen, dass er sehr ausgewogen spielt. 
Heißt, man hat nie das Gefühl, dass er bestimmte Frequenzbereiche besonders hervorhebt. Also im besten Sinne neutral/linear?
Somit hat man auch nie das Gefühl, dass mal etwas zu viel ist. Keine aufdringlichen Höhen die nerven, aber trotzdem klarer als der Clearaudio (gerade bei Stimmen).
Auch nie zu viel Bass, aber mehr als genug um richtig cool zu rocken oder elektronischer Musik ein tief hinabreichendes Fundament zu geben.
Der Bass ist schön straff und griffig und gibt Bass-Strukturen, so sie denn in der Aufnahme sind, auch perfekt wieder.
In Summe hört er sich auch etwas griffiger an als der Clearaudio.
Weiß nicht, wie ich das umschreiben soll...etwas mehr Struktur über alle Frequenzbereiche.
Beide TAs liegen etwa auf gleich hohem Level was Klangfarben angeht, durch die tewas strukturiertere Wiedergabe kommen sie aber gefühlt
beim Dynavector besser zur Geltung. Der Clearaudio spielt da ein wenig samtiger/weicher, aber nicht schlechter.
Ich denke im Grunde kommt es auch ein wenig auf die Aufnahme bzw. die Musik an, die man damit hört.

Besonders beeindruckt mich aber am Dynavector das Thema Abspielgeräusche!
Das Grundrauschen ist MC Low typisch schon deutlich geringer als beim MM (Clearaudio).
Das macht sich besonders positiv beim Signalrauschabstand bemerkbar.
Dadurch kommen sehr leise und feine Informationen, besonders auch in Bezug auf die Räumlichkeit besser zur Geltung. :Knienieder:
Tief und weit spielt der Clearaudio auch, aber gewisse Informationen gehen durch das Rauschen (gerade ab Zimmerlautstärke) verloren.
Das kann man sicher nicht dem Clearaudio an sich anlasten, sondern das ist halt bei fast allen MMs so.
Dadurch wirkt der 20X2 in der Darstellung einer Dimensionen nochmal etwas klarer ausgeleuchtet. Auch Abspielgeräusche durch die ggf
etwas mittelmäßigere Pressqualität des Vinyls fallen beim 20X2 nicht so stark ins Gewicht wie beim Clearaudio wenn man etwas lauter hört.

Da ich ja beide TAs auf einem passenden Headshell montiert habe werde ich heute mal einen direkten A/B-Vergleich durchführen.
Alle vorher beschriebenen Punkte basieren bis jetzt auf der Erinnerung an den Klang des Clearaudio.
Ein direkter Vergleich wird zeigen ob und wie groß die Unterschiede dann tatsächlich sind oder ob es sich nur um eine Wahrnehmung unter Einfluss des NTS (New Toy Syndrom) handelt  ;)
 Ich werde später berichten...jetzt muss ich erstmal mit der Frau einkaufen gehen  :lol:
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Peter V.
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Re: Der Tonabnehmer Thread

13. Jan 2019 00:23

Horn-ophil hat geschrieben:
Besonders beeindruckt mich aber am Dynavector das Thema Abspielgeräusche!
Das Grundrauschen ist MC Low typisch schon deutlich geringer als beim MM (Clearaudio).
Das macht sich besonders positiv beim Signalrauschabstand bemerkbar.
Dadurch kommen sehr leise und feine Informationen, besonders auch in Bezug auf die Räumlichkeit besser zur Geltung. :Knienieder:
Tief und weit spielt der Clearaudio auch, aber gewisse Informationen gehen durch das Rauschen (gerade ab Zimmerlautstärke) verloren.
Das kann man sicher nicht dem Clearaudio an sich anlasten, sondern das ist halt bei fast allen MMs so.

Was rauscht denn da bei Dir ab Zimmerlautstärke? Ist es der Verstärker bereits an sich wenn keine Platte läuft, oder ist es das Nadelrauschen beim anhören einer Platte?
Das Rauschen sollte mit MM System theoretisch geringer sein als mit MC, weil MC Systeme ca. 20dB mehr Verstärkung benötigen. 

Gruß, Peter
 
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Horn-ophil
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Re: Der Tonabnehmer Thread

13. Jan 2019 01:01

Hallo Peter
Tatsächlich ist das Nadelrauschen beim Anspielen der Platte lauter.
Der Clearaudio erzeugt beim Abspielen nicht nur durch das „Grundrauschen“ mehr Abspielgeräusch.
Ich hab immer wieder mal das Gefühl, dass er empfindlicher er ist gegen Störeffekte seitens mittelmäßiger Pressqualität.
Habe die Einstellung (Kröpfung, Azimut und Antiskating) mehrfach mittels Testschallplatte und Einstellschablone
geprüft und ggf optimiert. Hab auch mit der Dämpfung vom Tonarm (Audio Craft) experimentiert...ohne Erfolg.

Am Phono-Pre hängt es sicher nicht. Der rauscht erst ab 60-65% Stellung an der Lautstärkeregelung
ohne dass die Nafel aufliegt.
30-35% ist bei mir gefühlt Zimmerlautstärke ab 40-45% schon durchaus laut je nach Aufnahme.
(Zumindest so laut, dass es die Nachbarn stört :lol: )

Viele Grüße
René
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Re: Der Tonabnehmer Thread

14. Jan 2019 11:11

 Hallo zusammen

Wollte abschließend noch meine Höreindrücke vom Wochenende niederschreiben.
Einfach war der Test nicht, da das zweite, neuere Audiocraft-Headshell etwas straffer im Tonarm saß und der Tausch somit immer
ein wenig Zeit und vor allem Geduld benötigte. Offensichtlich muss sich das noch einschleifen :lol:

Grundsätzlich kann ich aber sagen, dass sich meine Höreindrücke weitestggehend bestätigt haben, wenn auch im ein oder anderen Punkt
nicht ganz so drastisch wie anfangs wahrgenommen.
Der Unterschied in der Klarheit scheint zum großen Teil dem Thema Abspielgeräusche geschuldet zu sein.
Auch wenn wir hier jetzt nicht vom berühmt-berüchtigten Vorhang sprechen der Weggezogen wurden...eher von Nuancen.
Trotzdem scheint der Dynavector Stimmen etwas klarer wiederzugeben.

Beim Thema Wiedergabe an den max. Frequenzenden geben sich beide TAs im Prinzip nichts. Beide haben einen schönen, abgrundtiefen Bass und klare Höhen.
Anders sieht es tatsächlich beim Thema Struktur aus.
Der Dynavector wirkt tatsächlich durchweg etwas crisper, griffiger, dynamischer als der Clearaudio, was sicher auch dem Unterschied MC zu MM geschuldet ist.
Der Clearaudio macht das mit seine ganz leicht weicheren Wiedergabe aber gerade bei Rockmusik wieder wett und ist dadurch
ein bißchen weniger bloßstellend bei wirklich miesen Aufnahme.
Bei elektrionischer Musik hingegen bevorzuge ich die etwas crispere Wiedergabe des Dynavector, auch Akustikgitarren und Streichinstrumente,
bzw. Schlagzeug bei kleineren Besetzungen in Richtung Jazz, Folk und dergleichen profitieren von dem Mehr an Struktur, um nicht zu sprechen von der
Wiedergabe des Timbres in Stimmen.

Das Thema Bühnendarstellung hängt wohl auch ein wenig mit den Abspielgeräuschen zusammen.
Clearaudio und Dynavector zaubern beide eine breite und Tiefe Bühne, durchaus vergleichbar in den Dimensionen.
Durch das "Fehlen" der Abspielgeräusche die der Clearaudio nun mal leicht mit einbringt, kommen feinere räumliche Informationen
(so sie denn auf der Aufnahme sind) beim Dynavector besser zur Geltung. Außerdem ist die Bühne beim Dynavector etwas höher.

Die Klangfarben sind nüchtern betrachtet bei beiden TAs fast auf gleichem, hohen Niveau.
Beide Tonabnehmer spielen tonal wunderschön ausgewogen.
Einen minimalen Vorteil meine ich hin und wieder bei bestimmten Instrumenten ausgemacht zu haben, da bin ich mir aber
auch nicht wirklich zu 100% sicher.
Interessant wäre wohl nochmal der Vergleich mit einem zweiten, ebenso guten Phono-Pre eines anderen Herstellers,
um zu schauen ob mit dem Clearaudio evtl. doch noch weniger Abspielgeräusche und Rauschen erzielt werden können... :???:

Final werden auf jeden Fall erstmal beide TAs bleiben. Vielleicht denke ich doch mal über den Erwerb eines "Zweitdrehers" nach :lol:
Sollte ein andere Phono-Pre keine Verbesserung beim Clearaudio bringen werde ich dann aber trotzdem wohl oder übel nach etwas Ausschau
halten müssen, bei dem ich 2 Geräte (MM+MC ) gleichzeitig anschließen kann.

Viele Grüße
René
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thomas1960
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Re: Der Tonabnehmer Thread

14. Jan 2019 14:37

Lieber René,

vielen Dank für deine Höreindrücke.
Die Dynavectoren scheinen wirklich mit gutem Grund in vieler Leute Mund/Shell zu sein.
Auch Chris Feickert spricht da schon fast eine Rundum-Empfehlung aus.
Ich fürchte, über das 10x5 bin ich herausgewachsen, deines ist da eher sinnvoll, 
gerade auch nach dem Lesen deines Berichts  :Dankeschild: .
Andererseits ist’s auch witzig, unter uns andere Nadeln zu vergleichen. 
Dafür aber mal versuchsweise locker 1200€ zu investieren  :???: .

Ganz oben auf meiner Wunschliste stehen bisher
Nagaoka MP-500, dankenswerter Weise von Josef schon hier gehört. Klasse.
Dein Dynavector 20x2 und aus dem Bauch heraus das 
preiswertere AT33 PTGII...- welches jedoch eher für leichte bis mittelschwere Arme empfohlen wird... .
Hm.
@Rene: ich hätte da einen amtlichen Zweitdreher für Dich - den Woody 1 aus den Kleinanzeigen  ;) ... .

Lg Thomas
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Re: Der Tonabnehmer Thread

14. Jan 2019 14:38

Schön zu lesen. Dynavektor gefällt meinen Hifi Händler auch gut. Phonovorstufen habe ich in den letzten 2Wochen einiges durch. Später wo anders mehr.
Viel Spaß
Man hört nie aus

Uwe
 
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Re: Der Tonabnehmer Thread

14. Jan 2019 16:50

@Uwe
freue mich drauf  :Hüpf:

:Bier:
 
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Re: Der Tonabnehmer Thread

14. Jan 2019 22:14

thomas1960 hat geschrieben:
...
@Rene: ich hätte da einen amtlichen Zweitdreher für Dich - den Woody 1 aus den Kleinanzeigen  ;) ... .

Lg Thomas
...

Ein Woodpecker wäre natürlich schon fein, aber ich hab dieses Jahr erstmal andere Baustellen vor mir.
Das Hifi-Rack will umgebaut werden, damit der McIntosh endlich von der oberen Platte wegkommt.
Dann ist auch Platz für einen Zweitdreher ;)
Wahrscheinlich werde ich aus nachbarschaftlichen Gründen auch noch mein Musikzimmer in einen anderen Raum umziehen.
Dazu aber mehr in meinem eigenen Thread, sonst wird das hier zu offtopic...
- zu allem fähig, zu nix zu gebrauchen -
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